Workaholic Life Tag Archive

  • I Like The Way This Is Going …

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    … I like the color of your hair,
    I think we make a handsome pair.
    I can only see my love growing
    I like the way this is going

    (Eels: „I Like The Way This Is Going“ auf „Tomorrow Morning“)

    Ach du lieber Himmel, bin ich eine schlechte Bloggerin! Am 25. Dezember 2017 ging das letzte Posting live. Das ist nicht tragbar. Aber June Gloom wäre nicht June Gloom, wenn da nicht noch was käme.
    Also machen wir jetzt, im zweiten Quartal des Jahres, einen schönen Mashup der letzten Monate.
    Ich sag’s euch, 2018 ist wild gestartet und hat mir so viele schöne Momente beschert.
    Kommense mit, geneigte Leserschaft, Update, jetzt!

    Wir beginnen mit einem kleinen, lange ersehnten Wellness-Urlaub, den Brezi und ich in Kitzbühel verbracht haben. In diesem Jahr sollte es mal nicht im Februar in die Ferne gehen, sondern in die Nähe. Natürlich missbrauche ich auch im nahen Süden andere Lebewesen für bildstarke Erinnerungen.

    Im nächsten Jahr möchte ich aber wieder gen Sonne aufbrechen. Sri Lanka, Thailand und die Karibik bringen einen dann doch mehr raus aus dem Alltag.

    Als nächstes hätten wir das hier, eine andere kurze und kurzweilige Alltagsflucht. „Fack ju Göhte – das Musical“ feierte in München Premiere und haute mich um. So um, dass ich vor Kurzem nochmal drin war. Ich hatte Klamauk und schlechte Witze erwartet, stattdessen haben die Damen und Herren ein wirklich unterhaltsames, herziges und sehenswertes Stück auf die Beine gestellt. Heult leise und geht rein!

    Machen wir gleich musikalisch weiter. Ich besuchte zwei Konzerte von zwei Herren, die ich beide schon unzählige (!) Male gesehen habe und deren Repertoires ich auswendig mitsingen kann. Ich beehre beide jedes Mal wieder gerne, wenn sie in München gastieren, weil an diesen Abenden sicher gestellt ist, dass sie gut werden.

    Die Rede ist zum einen von Brian Fallon, auf den ich vor gefühlt zehn Jahren mal im Musikexpress stieß. Zu Studienzeiten kaufte ich allmonatlich dieses Magazin und hörte in alles rein, was ich nicht kannte, was aber interessant klang. So entdeckte ich nicht nur meine Lieblingsband Rilo Kiley, sondern auch Ingrid Michaelson, Tegan and Sara – und The Gaslight Anthem. Die pausieren zwar gerade, aber Brian macht solo weiter und die neue Platte „Sleepwalkers“ ist wieder verlässlich.
    Nichts Bahnbrechendes, aber ihr wisst ja, dass ich es bei Musik mit „more of the same good“ halte und mich nicht auf Experimente einlasse.
    Das Konzert in der neuen Theaterfabrik (natürlich suchten wir erst am Ostbahnhof nach der alten Theaterfabrik und schafften es dann gerade noch pünktlich nach Johanneskirchen zur neuen) war solide, mitreißend und herzwärmend. Ich liebe einfach jeden einzelnen Song und habe großen Respekt vor der Leidenschaft, mit der Brian seinen Job macht. In meinem zweiten Leben ziehe ich das mit der Musik auch durch. Ich glaube, wenn es halbwegs läuft, kann es sehr erfüllend sein.

    Gentleman Nummer 2 war natürlich Olli Schulz:

    Ich mag seine pathetische Ader und seine kleinen Späße. Bester Witz während dieses Konzerts:
    Zwei Freunde, einer hat grad tapeziert, der andere holt sich Tipps.
    Freund 1:“Wie viele Rollen hast du gekauft? Du hast doch auch so 30 qm, gell?“
    Freund 2: „Ja, 12 Rollen“
    Freund 1 kauft 12 Rollen, tapeziert, aber ihm bleiben komischerweise 4 Rollen übrig.
    Freund 1: „So, habe tapeziert, aber bei mir sind 4 Rollen übrig geblieben“
    Freund 2: „Ja, war bei mir auch so“

    Machen wir mal mit Ostern weiter. Ich verbrachte das lange WE bei meiner Familie und einem Häschen.

    Ähnlich putzig finde ich dieses alte Foto von meiner Schwester und mir. Böse Zungen machen sich über die Haube lustig und bezeichnen den Spitzenkragen als „Tischdecke“. Sie sahen als Kinder sicher grässlich aus.

    Natürlich wurde auch noch ein bisschen gereist. Einmal beruflich nach Los Angeles (das clevere Leserlein kombiniert und schaltet am 19. April um 20:15 Uhr einen bekannten Privatsender ein) …

    Und einmal nach London:

    Jetzt folgt noch ein Kessel Buntes, weil’s gar so schön ist, hier wieder zu schreiben. Zudem gibt es zu jedem Foto eine Feststellung.

    Das „Erwachsenen-Tabu“, das ich für einen Abend mit Freunden angeschafft habe, ist gar nicht so erwachsen.

    Ich hatte immer beteuert, kein Blumenmädchen zu sein.
    SCHENKT MIR MEHR BLUMEN, ICH STEH JETZT DOCH DRAUF!

    ENDLICH kann ich wieder morgens laufen gehen, weil es mir ob der angenehmen Temperaturen nicht mehr die Lungen zerfetzt. Mittlerweile laufe ich sogar extra zum Englischen Garten, um dieselbe Runde zu laufen, die ich immer lief, als ich noch in Schwabing wohnte. Nach wie vor einer meiner Lieblings-Spots: Die Brücke unten, von der man auf die Surferbrücke gucken kann. Morgens um 7 sind da wenig Touristen und sie hat eine besondere Magie.

    Manche Firmen machen wirklich gewitzte PR.
    Die Story hinter diesem eigens für mich personalisierten Kissen:

    Ich (1,78 groß) zu Kostja Ullmann (1,70 groß) in einer lauten Menschenmenge: „Lass mal noch ein Foto machen, meine beste Freundin ist ein Riesenfan“
    Kostja: „Foto? Klar, gern.“
    Ich: „Ich geh ein bisschen in die Knie, dann sehen wir gleich groß aus.“
    Kostja: „Wir gehen auf die Knie? Ok.“
    Die Folge: Wir knieten beide für ein Foto zwischen 1.000 Menschen und ich war wieder größer.

    Die hier ist tatsächlich sehr talentiert. Ich durfte einem unplugged-Konzert während der Berlinale lauschen und muss zugeben, dass ich sie mittlerweile sehr schätze. Zu „Satellite“-Zeiten sah ich sie als unangenehme Göre, mittlerweile als stilsichere Frau, die wirklich was kann (sie lässt auch mittlerweile diesen britischen Akzent weg ;)).

    So, und nachdem ihr jetzt Bescheid wisst, was bei der Gerät so abgeht (wer es immer noch nicht checkt, klickt hier), entschwinde ich Richtung Portugal. Änn und ich tun uns nochmal ein Beachvolleyball-Camp an. Ihr wisst schon, viele Bälle, viel Sand, viel Sonne, viel Meer, viel Spaß, wenig Handy, wenig Klamotten, wenig Make-up. Ich kann’s kaum erwarten. Wer nachlesen will, wie es vor 1,5 Jahren auf Sardinien zuging, klicke hier.

    Ihr nehmt euch bitte währenddessen das hier zu Herzen. Das ist immens wichtig, finde ich.
    Und meine Verhaltensratgeber habt ihr ja wohl ob guten Gelingens noch immer befolgt.

  • What a difference a day made, twenty-four little hours …

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    … brought the sun and the flowers
    Where there used to be rain.

    (Dinah Washington : „What a Diff’Rence a Day Makes“)

    „Wieso kommt denn auf dem Blog nix mehr?“, fragte meine Tante mich kürzlich.
    „Weil ich mein Berufsleben da nicht ausbreiten will“, antwortete ich.

    Als ich später nochmal darüber nachdachte, erinnerte ich mich an früher.
    Früher postete ich ständig hier. Kleinigkeiten aus dem Alltag, wichtige und unwichtige Geschichten, einfach Fotos von spektakulären oder belanglosen Erlebnissen mit Texten dazu.
    Das ist alles weniger geworden. Weil June Gloom in zehn Jahren, die es junegloom.de schon gibt, erwachsener geworden ist, vielleicht ein bisschen weniger mitteilungsbedürftig, und weil das hier immer ein Ort für eher nicht so arbeitslastige Themen war. Job war Job, junegloom.de war Spielwiese.

    Mittlerweile verschwimmt das oft. Der Job ist zeitintensiv und ausfüllend und dabei sehr er-füllend und somit gibt es immer weniger alltägliche Lebensgeschichten, die ich hier erzähle. Zeitweise habe ich sogar daran gedacht, junegloom.de dicht zu machen, weil ich nur noch höchstens einmal im Monat etwas schreibe. Doch diese Seite gehört zu mir, ist ein Platz in meinem Leben und für mein Leben, den ich nicht hergeben will. Wenn ich zum Beispiel an mein Madeira-Tagebuch vom letzten Jahr denke, dann wird mir warm ums Herz. Ich bin dankbar dafür, dass ich solche Reisen hier festhalten und bei Bedarf nochmal nachfühlen kann.

    Trotzdem soll junegloom.de nicht nur noch als Reisetagebuch dienen, denn zwischen Reisen und Arbeit muss ja auch noch was sein, das es wert ist, aufgeschrieben zu werden. Deshalb teile ich heute mal ein paar Gedanken zu diesem wunderbaren Tag mit euch.

    Heute war nämlich einer der allerschönsten Tage der letzten Wochen. Ich kam gestern Abend sehr spät von einer vollgepackten Dienstreisewoche heim und fiel völlig erschöpft ins Bett. Erst eine zweitägige Konferenz, dann direkt das GNTM-Finale und danach nochmal eine zweitägige Dienstreise hatten mich die Woche über sehr in Beschlag genommen. All diese Trips quer durch Deutschland waren ereignisreich, spannend, erfolgreich – und anstrengend. Denn man beamt sich ja nicht aus dem eigenen Bett auf einen Stuhl irgendwo, und dann geht’s los, sondern man reist, checkt Tickets, (Internet-)Zugänge, packt Koffer ein und wieder aus, richtet sich jeweils für eine Nacht in fremden Hotelzimmern ein, trifft tausend Leute … es mag sich anhören wie Jammern auf hohem Niveau, aber es zapft auf Dauer doch an der Kraftreserve.

    Genug davon, ich fiel also gestern wie eine spreißelige Holzplanke ins Bett und ich weiß nicht, was über Nacht passiert ist, aber ich wachte heute so erholt und lebenslustig auf, als hätte jemand das Holz abgeschliffen und eingeölt.

    Erster Gedanke nach dem Aufwachen: Wann geht nochmal der Zug?
    Zweiter Gedanke nach dem ersten: Die Reisewoche ist vorbei!
    Ich fühlte mich plötzlich wie gereinigt und völlig frei.
    Endlich nicht aufstehen, um zu packen und in einen Flieger oder Zug zu steigen, sondern um zum ersten Mal in diesem Jahr nur im Top (und natürlich mit Hose, haha) eine Runde im Park laufen zu gehen.
    Endlich ohne Zeitdruck oder Calltime ausgiebig frühstücken, und zwar schön zerrupft im ollen Oasis-Schlaf-Shirt auf dem Sofa mit YouTube-Videos, nicht neben fremden Menschen alleine im Frühstückssaal eines Hotels. Es gab Toast mit Erdnussbutter, Marmelade und Bananen, lecker!
    Endlich ein bisschen gemütlich im Internet surfen, und zwar nicht auf bahn.de, sondern auf meinen Lieblingsblogs, die ich ewig nicht gelesen habe.
    Endlich meine liebste zerfetzte Jeansshorts anziehen, und zwar aus meinem eigenen Schrank, nicht aus dem Koffer.
    Endlich die Stones (12. September Olympiastadion, hell yes!) so richtig nervig laut machen und blöd dazu durch die Bude wackeln, und zwar ungestresst.

    … es tat so gut. Es fühlte sich so richtig und verdient an.

    Dann radelte ich auf Beate III. mit meiner Lieblingsdecke, die mich seit mindestens fünf Sommern treu begleitet, reichlich Wasser und Sonnencreme (und Sekt, der sich dann als alkoholfrei herausstellte, was die Ladys zu „Waaas? Ohne Alkohol? Na zum Glück haben wir noch einen dabei“ verleitete), der Sonnenbrille auf der Nase und ungemachten Haaren in den Englischen Garten zu unserem Stammplatz am Schwabinger Bach.
    Dort traf ich die Girls und wir kaperten ein schönes Plätzchen am Wasser im Schatten und machten uns breit. Für fünf Stunden. Wir und Wiesen und Bäume und der blaue Himmel und die Sonne und dusselige Gespräche über Manuel Neuer und ein paar Schlucke Sekt und Butterkekse und ehrliche Lacher und Speckröllchen und Pieselpausen und blöde Hunde und süße Babys und Nudisten und Eisverkäufer und Pfandsammler und tausend andere Leute, die in Frieden diesen wonnigen Tag genossen und das Leben.

    Das war der schönste, entspannteste, sorgenfreiste Tag seit Langem. Und er ging so einfach.
    Es fühlt sich gerade so an, als ob meine Seele in einer Hängematte liegt und immer wieder kommt jemand und steckt ihr eine süße Erdbeere in den Mund.
    Vermutlich wird sie da nicht ewig liegen, oder es kommt bald wer mit einem Löffel Essig.
    Aber dann nehme ich mir ganz fest vor, ihn auszuspucken und nicht lang im Abgang zu schmecken.

    Auf einen herrlichen Sommer, Herrschaften.

  • Wünsche für 2017

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    Erst mal ein fantastisches neues Jahr, liebe Leser!
    Auch 2017 wird June Gloom wieder in gewohnt unregelmäßigen Abständen zu eurem Seelenheil beitragen.

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    Neujahrsvorsätze sind irgendwie doof, finde ich. Man schreibt lauter Zeug zusammen, durchforstet seine schlechten Eigenschaften und hat am Ende eine Liste, von der man schon beim Anschauen kotzen könnte. Weil man sich selber verarscht und so richtig demontiert hat, anstatt positive Gedanken fürs neue Jahr zu sammeln.

    Ich finde es viel sinnvoller, gedanklich nochmal durchs alte Jahr zu spazieren und die Situationen zu analysieren, in denen einem etwas nicht gepasst hat. Das habe ich getan.

    Mir hat nicht gepasst, dass ich teilweise so viel gearbeitet habe, dass ich Ohrensausen bekam und die Freude an der Sache darunter litt.
    Mir hat nicht gepasst, dass ich teilweise nur im Schlaf nicht am Handy war – und selbst, während ich schlief, lag es mit Klingelton auf laut neben mir, damit ich ja nix verpasse.
    Mir hat nicht gepasst, dass ich viel zu selten bei meiner Familie zu Hause war.
    Mir hat nicht gepasst, dass ich nicht mal Zeit gefunden/freigeschaufelt habe, um das zumindest telefonisch halbwegs auszugleichen.
    Mir hat nicht gepasst, dass es viele Wochen gab, in denen eigentlich schöne Freizeitunternehmungen zu To Dos wurden, die am Ende anstrengender als entspannend waren.
    Mir hat nicht gepasst, dass ich mich sehr oft dabei erwischt habe, wir ich mit krummem Rücken vor dem Bildschirm saß.

    Fazit: Mir hat nicht gepasst, wie ich mit mir selber umgegangen bin.
    Deshalb möchte ich folgende Dinge 2017 anders machen.

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    Gerade sitzen.
    Jawohl. Trick 17 für alle, die das auch tun wollen: entweder nicht pieseln gehen, so dass man vor lauter Zamzwicken wie eine 1 sitzt – oder einen leichten Gegenstand auf Höhe der Schulterblätter zwischen Stuhllehne und Rücken einklemmen, so dass er nicht runterrutscht.

    Off.
    Die Welt geht nicht unter, wenn ich mal nicht minütlich aufs Handy gucke.

    Weniger Freizeitstress ist mehr.
    Ich muss nicht ständig von Freunden hören: „Wo ist dein Klon? Du allein kannst das gar nicht alles bewältigen.“
    Ich will mir meinen Terminplan nicht mehr so voll packen, dafür aber die Unternehmungen, die ich mache, ganz bewusst erleben.

    Familie.
    … ist das Wichtigste. Ich will mir mehr Zeit für meine nehmen. Sie hat es verdient.

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  • Der TJGP-Jahresrückblick 2016

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    Tataa, als hättet ihr ihn bestellt, kommt hier der große TJGP-Jahresrückblick 2016.
    Zum Lesen empfehle ich diese Playlist:

    Vorneweg: 2016 war ein gutes Jahr.

    JANUAR 2016
    … Ein Jahr, das in New York startete. Schön klischeehaft mit Blick auf die Freiheitsstatue (von der es kein Foto gibt, weil wir mit Champagne und „Can you believe it?“s beschäftigt waren).

    Danach ging’s für mich in den Umzugsendspurt. Ich hatte seit Dezember schon täglich einige Fiesta-Fuhren von A nach B gekarrt, so dass ich am 15. Januar, dem geplanten Umzugstag, meinen lieben Freunden absagen musste: „Es gibt nix mehr zum umziehen, sorry.“

    FEBRUAR 2016
    Äh, ich habe versucht, 40 Tage keine Süßigkeiten zu essen. Hat nicht sooo gut geklappt. Lass ich ab jetzt lieber.

    MÄRZ 2016
    Dieses Posting hier kam ganz gut an. Wer die verkommene Abnehmindustrie auch nicht mehr leiden kann, sollte das noch nachlesen.

    Außerdem habe ich mal wieder meinen Job gekündigt und hatte deshalb etwas Zeit, um zu verreisen.
    Madeira sollte es sein. Hier könnt ihr nochmal alles erleben: Tagebuch 1, 2, 3, 4, 5.
    Diese Woche war so wundervoll. Alleine verreisen ist prima.

    APRIL 2016
    Ähem. Neuer Job und so. Keine Zeit für Bildchen ;).

    MAI 2016
    New Faces Award Film – mal wieder der Beweis, dass wir einfach das BESTE TEAM sind.

    JUNI 2016
    Der Juni hat gekracht, heißa!

    Ich wurde 30 und irgendwie fühlt es sich so richtig an. Also ich kann jedem nur empfehlen, 30 zu werden und es zu genießen.

    Southside, alter Schwede! Lest und guckt hier nochmal nach. Dieses zehnjährige Jubiläum war nun wirklich kein normales …

    Vorher:

    Nachher:

    JULI 2016
    Stellt euch einfach einen wunderbaren Sommer vor und zieht den Amoklauf in München ab. Ich war unzählige Male am Eisbach, an der Isar, am See, am Gärtnerplatz, beim Grillen (danke Juli :)!) einfach draußen.

    Oh Gott, und ich traf Diego Maradona. Noch heute nimmt man in meiner Anwesenheit ein leichtes Odeur von Zigarrenrauch wahr ;).

    AUGUST 2016
    Pete Doherty <3.
    Das Schwestern-Team verbrachte ein langes WE am Bodensee bei „Rock am See“ und lauschte den Libertines & Co. Nächstes Jahr wieder!

    SEPTEMBER 2016
    Ich wurde genötigt, meine Wiesn-Abneigung abzuschalten und hatte tatsächlich vier verdammt gute Abende in Bierzelten. Halleluja, reicht dann aber auch :).

    OKTOBER 2016
    Änn und ich wagten uns ins Beachvolleyballcamp auf Sardinien. Seit gestern ist der Muskelkater weg und ich erinnere mich nur noch an eine vollkommene Woche. Hier nachlesen!

    NOVEMBER 2016
    Miss BAMBI Wahl, New Faces Award Style und BAMBI! So toll war’s!

    Uuuund noch eins mit Rehkitz ⭐️ #bambi2016 #vorfreude

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    New Faces Award Style – let’s go! #newfacesawardstyle

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    The Crew @bambi_awards ⭐️⭐️⭐️ #bambiawards #bambi2016 #1million1team

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    DEZEMBER 2016
    London – und damit der letzte Reisebericht für 2016.

    Es war unvergesslich entspannt und zauberhaft – im wahrsten Sinne.

    Jetzt kommt noch Silvester (wir machen mal wieder so ne Home-Version mit adäquaten Mengen an Essen und Alkohol und Menschen) und dann war’s das mit 2016. Ich bleibe dabei: Es war ein gutes Jahr (wer jetzt die Stirn runzelt, lese das PS ganz unten)! Cheers!

    ____________________________________________________________

    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Seit über fünf Jahren beantworte ich stets dieselben und bin immer wieder überrascht, wie schwer das ist.

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides – und am Ende wieder alles beim wunderbar Alten.

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr, Umzug und so.

    Der hirnrissigste Plan?
    10 Jahre Phantasie in die Realität zu heben. Da hebt man sich am Ende nur einen Bruch und es gibt Verletzte.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Das Southside. Zum Glück ging alles gut.

    Die teuerste Anschaffung?
    Die neue Wohnung bzw. die ganzen Anschaffungen dafür.

    Das leckerste Essen?
    Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    Puh, das ist in diesem Jahr schwer, da ich kaum was gelesen habe.
    Aber J.K. Rowlings „Harry Potter und das verwunschene Kind“ habe ich sehr geliebt.

    Der beste Film?
    „Das Dschungelbuch“ in 3D. Shiiirrr Khan!

    Das beste Album?
    Das ist einfach. „Signs Of Light“ von The Head and the Heart.

    Das schönste Konzert?
    Brian Fallon in der Muffathalle.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Toll: Jobwechsel, Madeira, mein 30., der Sommer, die BAMBI-Moderation, die Winterlichter, das kleine Weihnachtskonzert.
    … kontrastiert leider stark mit …
    Schlimm: Was mit der Welt passiert. Keine weiteren Ausführungen nötig.
    Manchmal glaube ich, wir leben in einem Paralleluniversum.

    Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Musik und Freunden. (Das kann ich vermutlich einfach für immer so stehen lassen.)

    Die schönste Zeit verbracht …?
    … mit Freunden und Arbeit. Ich bin so dankbar, dass mein Job meine Leidenschaft ist.

    Vorherrschendes Gefühl 2016?
    It’s a fucking good life you’re living.

    2016 zum ersten Mal getan?
    Ganz alleine in den Urlaub geflogen – war sooo schön!

    2016 nach langer Zeit wieder getan?
    In einer anderen Stadt reingefeiert (NYC) und umgezogen.

    Die wichtigste Sache, von der dich jemanden überzeugen wollte?
    Du machst das eh.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Alle Lieben sind gesund. Reicher kann man nicht sein.
    Ansonsten haben mir meine Schwestern zum 30. eine Jahresration Briefe und für jeden Monat ein Päckchen geschenkt. Ich liebe es.

    2016 war mit einem Wort?
    Happy.

    So, und jetzt stellen wir den Schampus kalt und krachen mit Vollgas ins neue Jahr!

    PS: Wem in diesem Posting jetzt zu viel heile Welt und zu wenig Terror war, der überlege bitte, ob es andersrum sinnvoller gewesen wäre. Bezweifle ich. Danijela Pilic hat das Ganze hier schon treffend formuliert.

  • Someone come quickly, this place was built for moving out …

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    … leave behind buildings, the city planners got mapped out.
    Bring with you history and make your hard earned feast.

    (Rilo Kiley: „The Execution of All Things“ auf „The Execution of All Things“)

    Ihr erinnert euch sicher alle an mein Einzugs-Posting vor einer halben Dekade, nech? Hier können Siebhirne es nochmal nachlesen.
    Auf den Tag genau fünf Jahre Später packe ich wieder meine Koffer. Diesmal aber für was Größeres – ich ziehe nach Sri Lanka! Diese Insel hat mich damals so gepackt und nicht mehr losgelassen, dass ich jetzt den Schritt über tausend Meere wage und ein völlig neues Leben beginne.

    Ja gut, Scherz. Bin so scherzig drauf momentan. Manche Personen nennen es „durchgeknallt“, ähem. Hach, ich freu mich einfach sehr darauf, mich ein bisschen zu vergrößern. Es wird ein Ankleidezimmer geben, heiliger Hausmeister! Und ja Mama, es dient eventuell auch als Gästezimmer. In erster Linie wird es aber ein Ankleidezimmer!
    Auf jeden Fall streune ich derzeit gerne stundenlang durch Möbelhäuser, baue Zeug auf, montiere Lampen, beordere Leute mit Bohrmaschinen zu mir in die Bude und stelle zusammenfassend plötzlich mein Talent und meine Freude im/am Heimwerken fest.

    Jetzt wird das grade viel Text, deshalb schnell ein Bild.

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    Das bin ich – halb im Spiegel, halb in einer von mir eigenhändig angebrachten Lampe (wie gut, dass die Problemzonen auf dem Foto wie durch Zauberhand verdeckt sind :)). Dezent ist was anderes (wartet nur, bis ihr den Kronleuchter seht), aber bekanntlich kleckern wir hier ja nicht.
    Ich erkläre Leuten wie euch jetzt mal kurz, wie man Lampen montiert. Man schaut sich die Dings an, die Anbringung, oder wie das heißt. Dann weiß man, wie viele Löcher man bohren muss. Dann sucht man an der Decke nach bereits vorhandenen Löchern.

    Leicht (Löcher sogar noch mit Dübeln, easy freizulegen):

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    Schwer (Löcher samt Dübel zugespachtelt):

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    Regel Nummer 1: Sicherung raus. Schisser wie ich können dann noch einen Phasenprüfer/Spannungsmesser benutzen, um wirklich sicherzugehen, dass sie keinen Schlag kriegen. Die meisten (inkl. mir) haben ja aber eh schon einen.

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    Dann bohrt man entweder neue Löcher (bei Ausgangssituation „schwer“), oder benutzt die alten (bei Ausgangssituation „leicht“) und schraubt die „Anbringung“ fest.
    Jetzt kommt das mit den Kabeln. Schaut nach, wie viele Kabel aus der Decke kommen. Es gibt den Nullleiter (er ist blau oder grau), die Phase (schwarz oder braun) und neuerdings auch den Schutzleiter (in fancy gelb-grün, wenn der nicht da ist, ist er nicht da, das macht nix). Diese Kabel müssen jetzt in die richtigen Löcher der Lüsterklemme. Lüsterklemme, was ein Scheißwort. Blitzmerker werden feststellen, dass man ganz einfach „die richtigen Löcher“ findet, weil man einfach die Farben zuordnen muss.
    Ihr steckt die also rein, dreht zu und dann muss nur noch die Fassung oben festgeschraubt werden. Fertig. Lampe dran. Sicherung rein, testen. Ich schwöre, das ist easy, wirklich. Ich hab vier Lampen angebracht und alle funktionieren. Mir gingen quasi vier Lichter auf einmal auf. Sehr erhellend.

    Heimwerken ist unheimlich gut für meinen Charakter. Ich bin ja eher ein sehr ungeduldiger Mensch, aber das jetzt trainiert meinen Geduldsfaden unbandig. Weil ich immer bis zum nächsten WE warten muss, bis ich wieder stundenlang werkeln kann. Seit dem Jobwechsel sind die Wochenenden glücklicherweise frei/TJGPHT (The June Gloom Project-Heimwerktage).

    „Gloom, was machste am nächsten Samstag?“
    „Da muss ich vermutlich Dienst schieben.“
    „Nein, du hast neuerdings an den Wochenenden frei, du Checker!“
    „… äh, Moment, stimmt. Ich muss in die Bude und heimwerken. Kannst auch kommen.“

    So laufen Dialoge seit geraumer Zeit ab. Es ist wie eine Sucht. Wenn man plötzlich neuen Raum hat, den man zu seinem Zuhause machen darf, dann eröffnen sich im wahrsten Sinne neue Sphären. Klamotten? Sind mir seitdem völlig wurst. Anders als andere Personen habe ich diesen Winter keinen neuen Mantel gekauft, ha!
    Stattdessen lasse ich mich „bei Pinterest inspirieren“ (hätte ja echt Lust auf so einen Fake-Kamin!), lerne durch YouTube-Tutorials viel über meine neues Hobby, das Heimwerken, und kenne mich inzwischen mit allen Arten von Leuchtmitteln aus (Lumen = wie hell das Licht ist, Kelvin = wie warm das Licht ist, E14 = kleine Fassung, E27 = große Fassung).

    Gegenstände wie diese sind jetzt meine Lieblingssachen.

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    Und Gegenstände wie diese, um mal galant das Thema zu wechseln.

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    Auf Safier ist Verlass. Fast jährlich bringt er ein neues gelbes Buch heraus und ich lese jedes. Leute, die „Berlin Berlin“ nicht kennen/mögen – warum auch immer, da muss mir erst mal wer einen gescheiten Grund nennen – werden das nicht verstehen, weil sie nicht mit Safiers Witz aufgewachsen sind. Für mich ist das extrem erholsam. Ich kriege dann Schmunzelmuskelkater, wenn ich zu lange lese.

    Was noch? Ach ja, Rüdiger. Seht selbst:

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    Meine Eltern haben neulich ausgemistet und allerhand Bezauberndes wie diese Geburtstagseinladung von vor 23 Jahren zutage gefördert. Ohne Worte. Einfach nur herzig.

    So wie das hier. Man mag kaum glauben, dass aus diesem braven Engelchen ich geworden bin. Das wollte ich euch nicht vorenthalten. Ist ja bald Weihnachten.

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    Meine Eltern erzählen mir in regelmäßigen Abständen besonders amüsiert, dass ich damals immer scharf auf die Schokoanhänger am Baum war. Und als ich geschnallt hatte, dass man die ganz einfach runterpulen und aufessen kann, tat ich das mal heimlich mit allen auf einmal. Müssen so 40 Stück gewesen sein. Ab da hängte man nur noch eins in die Zweige. Frechheit. Intelligenz sollte man nicht bestrafen!

    So, genug für heute. Ich melde mich dann demnächst mit Umzugsblog #2. Was wollt ihr noch lernen?

    Bis dahin halten wir uns besser an Orten wie diesen auf. Prost!

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