Southside Tag Archive

  • “But I’ve reason to believe we all will be received in Graceland.“

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    (Paul Simon: „Graceland“)

    Selten hat mich ein Song so so so sehr gekriegt wie der hier.

    Ist das nicht famos? Ich kann nicht aufhören, das zu hören. Ganz groß, Kina (, die ich übrigens seit 2010 mehr oder weniger genau verfolge und schätze)!

    So, weg vom Gedudel, hin zum Gesudel :).
    Was war los bei Gloom?
    Zuallererst musste Ersatz für das ins Wasser gefallene Southside her. So ganz ohne Festival läuft das nicht. Ich BRAUCHE das. Ohne fehlt was. Hier erreichte mich übrigens noch ein Foto aus der Nacht im Camp FM-Bunker. Eventuell sieht man mit geübtem Auge, dass wir alle bereits etwas gaga waren.

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    Also Plan: In wenigen Wochen düsen vier junge Damen nach Konstanz und verbringen ein WE am See, unter anderem bei „Rock am See“. Wer hier schon länger dabei ist, weiß ja, dass ich das schon mal gemacht hab – vor sage und schreibe sieben Jahren. Damals wollten Muse und ich unbedingt Oasis sehen, die sich dann in der Nacht vor dem Auftritt so in die Haare gekriegt haben, dass sie sich trennten. Nun ja. Hier und hier könnt ihr das Debakel nochmal nachlesen. Eieiei, damals hat man sich auch für nix geschämt …
    Wenn sich die Libertines in naher Zukunft bitte zusammenreißen und ganz normal auftreten könnten, wäre ich ihnen sehr verbunden, danke.

    So, wir brauchen wieder ein Foto. Machen wir’s chronologisch, nehmen wir das hier. Das entstand beim diesjährigen „Movie Meets Media“-Event und zeigt, dass Char und ich einen wunderbaren Abend hatten.

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    Ich kriege bis heute den Tabakgeruch nicht aus der Nase, der sich an mich heftete, als ich kurz neben dieser Person posierte:

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    Right, das ist er, der Diego. Fragt nicht, wo seine Hand Gottes im Moment des Fotos war.

    Wat haben wa noch? Ach ja, den elterlichen Garten. Da war ich kürzlich und werde ich bäldig wieder weilen. Er ist ziemlich gut gelungen. Vor allem, seit so Altlasten wie Kindergartenhütte und Schaukelbalken und Sandkasten grünem Rasen gewichen sind. Nur den Grill will mein Papa partout nicht von diesem unerklärlichen Platz rücken.

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    Zwischenrein kloppe ich mal einen Schnappschuss von der EM. Das war vor der Elfmeterballerei gegen Italien.

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    Nicht ganz Italien und nicht ganz Ballerei war das hier:

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    Das sind Juliver auf dem Balkon eines Bauernhofs am AdW. Ich muss schon sagen, Oli, dein Geburtstagsgeschenk war das entspannendste von allen. Wir sind einfach aufs Land gefahren und haben von 220 auf gemächliche 8 km/h abgebremst. Tat das gut! Ohne Scheiß, macht das mal. Packt einen guten Gesprächspartner ein und eine Zahnbürste und eine Unterhose und dann raus und einfach runterkommen.

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    Damit die Anordnung hier auch wirklich gar keinen Sinn macht, schiebe ich jetzt noch dieses Gruppenfoto rein. Leider hat uns eine sehr liebe Kollegin verlassen 🙁

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    (Merke für Gruppenfotos, wenn man am Rand steht: Einfach den halben Körper hinter die Person neben einem stellen. Dann wirkt man gleich halb so viel.)

    Und zum Schluss noch eine kleine Überraschung:

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    June Gloom-Fans wissen ja, dass ich mit Kleingetier nichts anfangen kann. Mit Charlie schon. Charlie und ich sind jetzt Freunde. Also pst.

    So, nun wünsche ich euch einen ballonreichen August mit viel Fetzngaudi und wenig Angst (meine Worte von vor nicht mal einem Jahr klingen mir glühendheiß im Ohr). Passt auf euch auf, meine Lieben.

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  • 36 Stunden Southside 2016 …

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    … statt planmäßigen 96. Das hättet ihr jetzt nicht gedacht, dass wir uns so schnell wieder lesen, wa :)?
    Eigentlich sollte ich gerade bei lauen Temperaturen Camping-Equipment zusammenpacken und zum Auto tragen. Müde und glücklich, vollgedröhnt mit den guten Momenten aus vier Tagen Festival.

    Tatsächlich sitze ich mit einer Decke und einem heißen Kaffee auf dem Sofa, habe statt Zeltzeug mein Laptop auf dem Schoß und checke nicht so ganz, was passiert ist (abgesehen vom zerschossenen und jetzt spontan neu aufgesetzten Blog-Layout dank eines Updates).

    Ob das eine Art Vorahnung sein sollte, dass ich in den letzten Tagen vor dem Southside ständig Bruce Springsteens „Atlantic City“ im Ohr hatte?

    Aber fangen wir mal vorne an, dass hier keiner durcheinander kommt. Manche von euch wissen wahrscheinlich gar nicht, warum mein Jubiläums-Festival so knackig kurz ausgefallen ist.

    So ging’s los – beste Laune auf der Hinfahrt:

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    So ging’s weiter – beste Laune am sonnigen ersten Tag:

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    … Must Eat: Handbrot:

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    Manch einer mag sich noch an unsere Schwärmerei für Carsten und Hirsch erinnern (hier nachlesen). Mittlerweile kennt man sich und tut tolle Dinge füreinander. Zum Beispiel Zeltplätze besetzen oder bei Camp FM ein- und ausgehen. Somit war die erste Nacht eine durchtanzte, durchlachte und durchmachte.

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    Der Freitag startete mit einer Bullenhitze, ob der etwaige Schmelzwaren noch schnell verspeist werden mussten.

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    Und nur wenige Stunden später wendete sich das Blatt!
    Erste Gewitterwarnungen für die Abendstunden. „Aber es hat doch schon oft gewittert?!“, fragten viele. Sie sollten gewaltig überrascht werden.
    Wurden wir auch, während eine erste Ladung Wasser als warmer Sommerregen vom Himmel krachte. Alle tanzten, erfrischten sich, dankten dem noch güldenen Firmament …

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    Obwohl die Wolken auch da schon ein bisschen komisch aussahen. Anders als sonst.

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    Irgendwann wurde das Wasser zu viel, und wir retteten uns zu einem der Stände. „Viva con Agua“, wie passend.
    Passend auch das kleine Schild am Ende meines Videos:

    Dann ging alles sehr schnell. „Alle Stände werden geschlossen, verlasst sofort das Festivalgelände. Wir kriegen einen heftigen Sturm!“

    Gesagt, getan. Himmelsfarbe immer noch unschuldig bis rosig.

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    Auf dem Weg zum Zeltplatz die nächste schrille Anweisung: „Alle in die Autos, keiner bleibt im Zelt!“
    Ok, verstanden, irgendwas lief hier gewaltig schief. Zum Glück konnten wir bei den Camp FM-Jungs im Container bleiben und mussten nicht im Sturm zum Auto laufen. Kaum saßen wir da drin, schob sich eine schwarze Wand zwischen Himmel und Erde. Rabenschwarz, wo eigentlich noch helles Abendrot kleben sollte. Amtliche Unwetterwarnung in lila (schlimmste Stufe), die heftigste in 25 Jahren Southside.

    Plötzlich war es stockdunkel. Nur die ersten dicken Blitze erhellten den Himmel. Wir saßen zu zwanzigst auf Bierbänken im Container und waren einfach nur dankbar, dass wir darin Unterschlupf gefunden hatten.

    Und dann ging’s richtig los (nicht mein Video, hat ein anderer Festivalgänger gemacht):

    Jetzt seht ihr, warum das kein normales Gewitter war. Im Container krachte es gewaltig, weil ständig irgendwelche Zeltteile draufgeschleudert wurden. Zum Glück konnte Camp FM noch senden und so die Meute in den Autos unterhalten und informieren.

    … für wenige Minuten, denn dann war der Strom weg und es wurde richtig romantisch. Die Landebahn war mittlerweile ein reißender Fluss. Alles, was man draußen sah, war ein ungeheuerlicher Orkan, der das komplette Festivalgelände durchpflügte und alles auseinanderriss, was er finden konnte. Ein paar Verrückte badeten in den Wassermengen oder surften auf irgendwelchen zerstörten Gegenständen darauf. Es war wahrlich endzeitlich.

    Wir hatten wenigstens genug kühles Bier und die Gewissheit, dass wir diese Southside-Nacht garantiert niemals vergessen würden. Die Sturmwarnung wurde Stunde um Stunde verlängert. Erst um 3 Uhr Morgens legte sich das Unwetter zur Ruhe (wohlwissend, dass es am nächsten Tag zur zweiten Runde ansetzen und das Festival endgültig plattmachen würde) und wir konnten die Überbleibsel unseres Camps begutachten.

    Inventurergebnis: Equipment zerstört, Inhalt nass, aber heil (da war meine Strokes-Jacke drin!).

    Hier ein zusammenfassendes Video:

    Wir entschieden uns, unsere Zelte an dieser Stelle abzubrechen. Ach nee, waren ja schon abgebrochen. Alle sieben Sachen nass, das Gelände unbegehbar, das machte keinen Spaß mehr. Die Veranstalter fassten den folgenschweren Entschluss dann am nächsten Morgen.

    Sowas ist ein Desaster für alle. Für Festivalgänger, Bands und Veranstalter. Zum Glück wurden die knapp 100 Versehrten nur leicht verletzt. Hoffen wir, dass nichts mehr nachkommt und alle gut versichert sind. Ich bin so froh, dass wir alle heil rausgekommen sind.

    So sieht es übrigens jetzt dort aus:

    Ich hab sowas wirklich noch nie erlebt – und ich will sowas auch nie wieder erleben. In zehn Jahren Southside war’s noch nie so hart wie in diesem Jubiläumsjahr. Einziger Wermutstropfen: Diesmal war keine einzige Band da, die ich unbedingt sehen musste, weil ich alle schon gesehen hatte. Stellt euch nur vor, die Strokes hätten gespielt und wären ausgefallen … man mag es sich gar nicht ausdenken. Selbstverständlich hätte ich Julian aber auch mit in den Container geholt. Der Gute hätte ja sonst hier der Dinge harren müssen :).

    So, ich pflege jetzt meinen Schock. Jawohl, ich fühle mich wirklich noch etwas traumatisiert, habe ständig diese Bilder im Kopf, höre das Gepeitsche und Gepolter. Die neuen Folgen „Keeping up with the Kardashians“ und „Fest und Flauschig“ (Olli Schulz, don’t mess with me! Wer es aufmerksam angehört hat, weiß, was ich meine) werden helfen.

    Berieselung statt Beschüttung.

    PS: Wer kommt mit zu Rock am See am 20. August? Adäquater und risikofreier Ersatz muss her!

  • Ich hab mich schon so oft gefragt, wohin mein Weg wohl führt …

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    … (in die Hölle, Baby)
    Jede Stunde, jeder Tag hat meine Ungeduld geschürt.
    Wenn wir uns nicht mehr wiedersehen, wünsch ich dir viel Glück,
    vielleicht komm ich ja irgendwann sogar hierher zurück.

    (Farin Urlaub Racing Team: „Abschiedslied“ auf „Endlich Urlaub!“)

    Sodale, da samma wieda! Das Geschrei wurde zu laut, deshalb machen wir mal schnell den Southside-Nachbericht 🙂 Wie mir zugetragen wurde, gibt es ja eine ganze Reihe von anonymen Lesern aus alten Tagen, die eingefleischte Fans, ja fast schon Groupies, sind und dieses Posting kaum erwarten können.

    Gleich mal vorneweg: In diesem (mittlerweile ja nun doch schon NEUNTEN) Festival-Stück wird es weder ein Gruppenfoto, noch Bilder der bestaunten Bands und schon gar keine Knutschereien zu sehen geben.

    Und warum wird es das alles nicht (mehr) geben? Weil ich – um ehrlich zu sein – einfach viel zu sehr abgeschaltet habe. Sonst verspürte ich oft den Drang, alles Tolle mit dem Handy festzuhalten. Diesmal legte sich dieses Verlangen nach ein paar Momenten des „Ach, haste schon jahrnelang fotografiert“ und wandelte sich zu „lieber im Kopf behalten als im Handy“. Das tat guuut, sag ich euch.

    Bevor ihr jetzt aber alle heulend die Seite schließt, und Frustsaufen geht, zeige ich euch ein paar sporadische Bilder, bei denen mein Daumen dann doch den Auslöser traf.

    Diese Person kommt euch vermutlich nicht bekannt vor. Sie heißt aber genauso wie die Alte, die ich sonst immer dabei hatte, die aber wegen einer Hochzeit verhindert war (Bagage, merkt euch: Heiratet nie am Southside-Wochenende, sonst fehlt der beste weibliche Gast = ich).

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    Wir packten also unseren Krempel zusammen und düsten los.

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    Normalerweise funktioniert das ja so: Gummistiefel mitnehmen, dann regnet es nicht. Diesmal hat sich irgendwer vertan, denn es regnete sehr wohl. Sogar schon zwei Tage vorher, daher war der Boden wunderbar weich und bot für Freunde der gepflegten Moorbäder genügend Material.

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    Hat uns Profis natürlich aber nix ausgemacht. Weil … (ihr könnt euch vorstellen, wie ich mich gefreut hab. Madsen sind schon sehr lange in meinem Herzen.)

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    Und außerdem geht mit genuch Haargel ja alles.

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    Mit der richtigen Verpflegung macht auch Kackwetter nix aus. Was soll ich sagen, wir haben uns überhaupt nicht kohlenhydratarm ernährt. Und damit es Sinn macht, gleich auch noch schön fettig. War gut! Solltet ihr auch mal ausprobieren.

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    Damit man nicht komplett verblödet beim Festival, bauen die Gastronomen immer geschickt Fehler in ihre Gerichte ein. Wer findet sie? Der Finder kriegt sechs hartgekochte Eier (haben wir noch über, wollten ja eigentlich Low Carb machen).

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    Was haben wir noch? Achja, das nächste Sperenzchen. Weil die Tickets immer teurer werden, haben sie so viel Geld übrig, dass sie solche Sachen aufbauen können. Extrem große Discokugelplanetenmitumlaufbahnglitzergeräte. Möchte sich wer aufregen? Ich hab schon.

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    Aus dem Riesenrad sah es dann schon ganz gut aus, zugegeben.

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    Der hier sah dagegen aus der Nähe ganz gut aus. Der Carsten. Ich habe ihn natürlich nur heimlich fotografiert, weil er so heißt wie mein Ex. Sonst war da nix. Echt.

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    Ex??? Richtig, Knochen wieder fast heil, Trennung von Carsten. Ich hatte ihn aber vorsichtshalber mal mit im Auto – hat geklappt. Wir durften ganz vorne parken. Jetzt scheißt mich nicht zusammen, weil ich den mobilen Behindi-Bonus-Joker gezogen habe. Das geht schon in Ordnung.

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    So, das war jetzt recht wenig, nech? Dass die Bands mega waren, brauch ich ja nicht erwähnen. Bei Gaslight musste ich heulen, so schön war es, Florence war ergreifend und Placebo sind freundlich. Verliebt hab ich mich aber nur in Farin Urlaub. Der alte Blondie ist sooo sexy.

    Abschließend sei angemerkt:

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    Gern geschehen! Ich danke wie immer meinem Team: Ani (großartige Premiere!), Steffi, Manu, Julia, Benni, Tenshi, Christian, Stevo, Caleb und den ganzen anderen Irren. Das Zehnjährige nächstes Jahr wird kribbelig, ich spür’s schon genau 🙂 Kann jemand die Zeit vordrehen? Ich danke.

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    Eventuell sind wir an der nicht mehr Verfügbarkeit der Wild Cards nicht ganz unschuldig, ähem.

  • Das war die schönste Zeit, weil alles dort begann.

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    Was wir nicht können,
    ist irgendwas wiederholen.
    Kein Augenblick, kein Moment
    kann sich je wiederholen.
    …und warum sollten wir auch?

    (Bosse: „Schönste Zeit“ auf „Kraniche“)

    Die Anfragen häufen sich auf allen Kanälen. Facebook, Handy, WhatsApp, E-Mail – sämtliche Postfächer laufen über, weil ihr neugierigen Nasen endlich den Southside-Nachbericht sehen wollt. Da ich so ein netter Mensch bin, setze ich mich jetzt am Freitagabend drei Stunden hin, sortiere Bilder, lade hoch, lade rein und überlege mir, wie ich das letzte Wochenende möglichst bildhaft in Worte fassen kann (und ich freu mich drauf, hihi). Ich weiß jetzt schon, dass ich scheitern werde. Weil man sowas nicht originalgetreu niedertippen kann. Aber meine guten Freunde, die Bilder, werden helfen. Also schnappt euch ein Dosenbier, fahrt den Klappstuhl auf oder rollt die Matte aus und packt euch die Sonnenbrillen in die Gesichter. Denn diese 50 Bilder schillern gewaltig. Et voilà!

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    Wir haben zum beinahe zehnten Mal den mobilen Teil unseres Lebens in ein kleines Auto gepackt und nach Neuhausen ob Eck geschossen. Aus Wohnung wurde Zelt, aus Schlafzimmer wurde Schlafsack, aus Bad wurde Kulturbeutel, aus Sofa wurde Campingstuhl, aus Küche wurde – äh – die Fressmeile.
    Wie einfach es doch ist, alles herzugeben.
    Wie leicht es doch ist auszubrechen, um einfach nur zu leben.

    Im Auto genehmigte sich Änn ob des etwas sehr zähen Staus schon mal eines unserer royalen Radler. Aus gegebenem Anlass wählten wir die gute Marke „Adelskronen“ und wurden nicht enttäuscht. Eignet sich perfekt als leichtes Frühstück oder Schlummertrunk.

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    Wie von Zauberhand stand auch schon unser Zelt im Zauberland und wir machten es uns bequem, um auf die Nachhut zu warten.

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    Diesmal wählten wir wieder unseren Stammplatz direkt an der Landebahn. Zwecks der Gaudi und so. Dieses Gefühl, wenn man da ist, alles steht, langsam die Sonne untergeht und einfach nichts zu tun ist, außer Spaß zu haben, ist das befreiendste auf der Welt. Dann kann einen selbige nämlich so richtig gepflegt … weil man nicht mitdreht. Weil man ruht.

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    In den Abendstunden traf dann auch die Nachhut ein und unsere Campcrew war komplett. Was wir so gemacht haben, erzähle ich jetzt lieber nicht. Stattdessen folgen ein paar brave Fotos:

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    So, los geht’s mit den Konzerten. Erstaunliches geschah: Obwohl beim diesjährigen Line-up niemand dabei war, für den ich sofort alles stehen und liegen lassen würde (also die Strokes waren halt nicht da heul2.jpg), war es musikalisch eines der besten Jahre! Weshalb? Weil …

    Die Augustines haben eröffnet. Das ist quasi fast unschlagbar und legt die Latte sehr hoch.

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    Dann kamen etwas ungewollt Franz Ferdinand in die Quere, die ich in meiner Jugend (scheiße, lang her!) bis zur Vergasung gehört habe. Ich sag’s euch, man muss nur zehn Jahre Platz lassen zwischen den Konzerten, so konstruiert man 1A Flashbacks.

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    Vom Bosse-Konzert sieht man leider nicht viel, weil ich zu sehr geschwelgt bin. Aber lasst euch raten: Geht zum nächsten in eurer Nähe. Dieser kleine Mann ist ganz groß! Ich hab noch nie erlebt, dass wegen Überfüllung niemand mehr ins Zelt durfte.

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    Lykke Li am Abend war eher ein Lykkenfüller, aber ich bin dankbar, dass ich sie jetzt wieder auf dem Schirm habe. „Sadness is a Blessing“ ist so wunderbar. Und sie hat sich von einem schüchternen Häschen in einen schwarzen Schwan verwandelt. Ein Hippie-Mädchen in dunkel, wenn man so will. Extrem schön anzusehen.

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    Nach Mitternacht ließen wir uns noch von sehr sympathischen Belle & Sebastians in den Schlaf wippen bzw. gen Disco-Zelt entsenden. Was für ein grandioser FF (Festival-Freitag)!

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    An Tag 2 packte uns wie immer der Dekorations-Rappel. Also ich rede von Selbst-Dekoration. Änn hatte fleißig vorgesorgt und diversen Körperschmuck bei der Hand. Sehet selbst ;).

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    (Ja, wir lieben uns so sehr, dass wir auf Fotos automatisch Kussmünder formen.)

    Besonders schön finde ich übrigens diesen Körperschmuck/Biertransporter. So charmant schmuggelte Änn unsere Dosen mit aufs Festival-Gelände. Vermutlich krieg ich Hausverbot, wenn sie das lesen. Also sagt es nicht weiter!

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    Ebenfalls ansehnlich: die diesjährigen Freundschaftsbänder. Ich setzte auf knalliges Pink, Änn entschied sich für dezenteres Rosé. Mal sehen, ob sie bis 2015 durchhalten.

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    So, wir driften ab. Wo machen wir weiter? Ach ja, am besten mit Mario. Der war nämlich auch da. Wir dachten uns, wenn sie ihn nicht mit nach Brasilien nehmen, nehmen wir ihn halt mit nach Neuhausen ob Eck.

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    Kleiner Scherz. Wir machen mit Musik an Tag 2 weiter.
    Da hätten wir We Invented Paris – eine Kombo aus der Schweiz. Hatte ich vorher nie gehört, können sich aber hören lassen. Der eine Gitarrist heißt Bruce Klöti. Ich finde, allein das ist ein Grund, diese Band nicht zu unterschätzen.

    Jetzt muss ich kurz auszucken. Ihr kennt ja meine grenzenlose Liebe zu schönen Frontmännern von tollen Bands. Seit jetzt sei also offiziell: Wenn Julian Casablancas nicht mag (was eher wahrscheinlich ist, weil er ja schon eine Jules zur Frau hat – blöderweise bin das nicht ich), nehme ich Thees Uhlmann. Seit seinem Southside-Konzert bin ich sowas von verliebt in diesen Mann, das geht auf keine Kuhhaut. Ich erkläre diese Liebe jetzt nicht, würdet ihr eh nicht verstehen. Denkt einfach dran, bei Gelegenheit seine Musik zu hören und ihm meine Nummer zu geben, wenn er euch über den Weg läuft. Danke vielmals.

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    Den Abend schlossen Casper (h-e-i-ß-e-r Tüp), die Kooks (wie bei Franz Ferdinand – heißer Flashback), Arcade Fire (trotz des Namens nicht heiß, zumindest nicht für mich) und Tocotronic (mir war heiß im Zelt). Keine Bilder von den Brankos, lieber von der Stimmung. Mal ganz im Ernst: Gibt es etwas Besseres, als bei Sonnenuntergang zwischen guten Leuten zu sitzen, was Gesundes mit einem Liter Schokolade übergossenes Obst zu essen und top Musik zu hören?

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    Tag 3: Sonntag. Noch ein letztes Mal Gas geben, auch wenn die Muskeln schon lahm sind und die Ohren sausen. Aber diese vier Konzerte waren auch nochmal erinnerungswürdig.

    The Wombats: Waren schon mal besser. Aber irgendwie wirkte Murph fröhlicher als sonst. Vielleicht ist er nicht mehr auf Anti-D und hat den Song deshalb nicht gespielt. Wenn das der Preis ist, dann zahl ich ihn gern.

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    Zwischendrin Interpol: Die durchschneiden die Luft. So eindringliche Musik. So ein präsenter Paul Banks.

    Und dann ist alles explodiert. Kraftklub. „Ich zieh mich aus, wenn sich fünf Paar Brüste finden“, bot Felix an. Er hatte den Satz nicht beendet, da waren besagte Objekte nackt in der Luft zu sehen (nein, ich habe mich dezent zurückgehalten). Was folgte, würden manche Personen sicherlich mit „Es hat einfach so eine Eigendynamik entwickelt“ beschreiben. Rotierende T-Shirts, fliegender Müll, springende wirs. Grande.

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    Das letzte Konzert gab Lilly Allen. Wie wunderbar sie ist! Extrem gute Stimme, Vollprofi, mitreißend, ein bisschen crazy. Ein würdiger Abschluss.

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    So, was haben wir jetzt noch an Bilder-Restbestand? Ein Panoramabild zum Beispiel:

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    Was entdecken wir darauf? Genau, etwas Neues! Ein Riesenrad! Mussten wir natürlich rein 🙂

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    Und natürlich zwängten wir uns auch in die Fotobox. Ein Teil ist ob der Enge leider nicht zu sehen.

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    Und jetzt sind drei Stunden vorbei, ich gucke auf EinsPlus das Southside-Special und gebe mich der süßen Melancholie hin. Danke Deko-Änn, Chanel-Stevo, Playboy-Benni-Bunny, Massage-Tensh und Gerät-Christian. Schöner kann man’s nicht machen. Wir sind Vollprofis. Auf nächstes Jahr!

    PS: Meine Lieblingsband war übrigens diese Dixie-Band hier:

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  • With the fire we make…

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    …It’s getting hotter and hotter
    Like a moth to a flame
    I can’t stay away
    From the fire we make
    It’s getting higher and higher
    Like the night to the day
    I can’t stay away
    No no no…

    (Alicia Keys: „Fire We Make“ auf „Girl On Fire“)

    Servus mitnand! Es ist Sommer. Meine Sommersachen waren also doch nicht nur für den Urlaub auf Kos gut.
    Ich sag’s euch, eine harte Woche liegt hinter mir. Insgesamt zähle ich ca. 12 Stunden Schlaf (der dann aber sauber mit Albträumen gespickt) und ca. 156 Stunden Freude.
    Wir waren „On the Road“. Erst in Berlin, dann in München. Dabei entstanden zwei nette Interviews, die Videos gibt’s hier und hier.
    Einmal mit der Band Claire, einmal mit meiner neuen Flamme James Hersey.
    Hier ein Erinnerungsbild, das ungefähr den Funkenschlag zwischen uns zeigt 😉

    Und da noch ein paar Späße aus dem Tourbusleben:

    Ja, das ist Ross Antony. Ein sehr netter Kerl, mit dem man hervorragend zusammenarbeiten kann:

    Good old Mary:

    Unser lovely Kameramann Charlie beim Deutschlernen:

    Nach dem Capital Cities-Interview:

    CC on stage:

    Dann in München James und Seeed on stage:

    Dann folgte meine Geburtstagsparty, von der es genau ein Bild gibt:

    Dieses tolle Präsent machte mir mein Onkel. Da jetzt sicher viele Leute mitlesen, die mir das passende Auto schenken möchten: Anfragen per Mail (nobadwords at web.de), danke!

    Zur Entspannung knallten die Grlz und ich uns dann am Sonntag zum ersten Mal in diesem Jahr an den See (inkl. Entenkacke und Ameisenattacke, natürlich):

    …und am Abend gab’s als krönenden Abschluss der Hardcore-Woche das Alicia Keys-Konzert. Ich bin so hin und weg. Es gibt keine Sängerin, die mein Herz so berührt. „No One“ – jawohl!

    So, als Randinformation schiebe ich gleich noch nach, dass die Woche quasi direkt wiederholt wird. Diesmal aber auf dem Southside, vermutlich in gewohnter Matschmanier. Egal, mit den richtigen Leuten geht das. Und mit der richtigen Musi eh. Smashing Pumpkins, Gaslight Anthem, National, Of Monsters and Men, Bloc Party (ich bin ja jetzt doch noch Fan geworden), Ben Howard, Jimmy Eat World, Shout Out Louds, Frank Turner, Tegan & Sara, VACCINES, Friska Viljor, Frightened Rabbit…macht euch bereit, ich komme!

    Damit cheers, auf die neue Woche!