Shopped Tag Archive

  • „Samuuu!“

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    Ich habe nachgesehen. Der Entschluss nach Helsinki zu reisen fiel exakt am 7. Dezember 2016 um 10:19 Uhr. Kurz nach London (leset hier nach) machten Char und ich das Ding dingfest, der Trip an meinem Geburtstag wurde sofort gebucht.
    „Wie kamt ihr denn auf Helsinki?“, fragten viele.
    „Ach, wegen Samu“, antwortete ich grinsend.

    Es gibt ja wohl schließlich keinen besseren Grund, um nach Helsinki zu reisen, als Samu Haber.
    Helsinki stand schon lange auf meiner Liste, Finnland soll im Sommer ja sehr schön sein. Warum also nicht mal was anderes besichtigen als Barcelona, Paris oder Rom? Mit Finnair kann man ständig günstig hochfliegen, der Transfer vom Flughafen in die Stadt ist supereasy und airbnb hat auch einiges zu bieten. Wir wohnten in einer hübschen Wohnung (natürlich wieder airbnb) im Trendviertel Kallio (war gar nicht so trendy) und konnten von dort alles erlaufen. Wer nicht gern per pedes unterwegs ist, kann in Helsinki aber auch Ubahn, Bus oder Tram fahren. Alles an jeder Ecke verfügbar.

    Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten (danke Timo für das ganze Zeug im Kühlschrank, ich vermisse den undefinierbaren Sauerkirschbatz, den ich immer als Salatdressing benutzte), machten wir uns also auf Erkundungstour. Praktisch: Im Sommer ist es in Helsinki auch um Mitternacht noch taghell. „Ey, warum bin ich so fertig?“ – „Weil wir schon 23 Uhr haben!“. Man merkt einfach gar nicht, dass man voll über seiner gewohnten Zeit ist.

    Erster Stopp: das Restaurant Juuri, eine Empfehlung meiner guten Freundin Muse (you remember, Kos und Barcelona …). Schließlich mussten wir meinen 31. gebührend feiern. Sowas von lecker und jeden Cent wert!

    Am nächsten Tag erkundeten wir alles, was man in der finnischen Kapitale so erkunden kann. Da die Stadt sehr jung ist, gibt es keine altertümlichen Gebäude oder Gässchen.

    Trotzdem hat mich Helsi (wir kürzen alles ab, live with it) irgendwie gekriegt.
    Seht selbst. Das ist der durchaus beeindruckende Senatsplatz mit dem Dom und dem Alexander-II.-Denkmal. In der Innenstadt gibt’s ungefähr jeden Laden, von dem man nur träumen kann und im Kaufhaus Stockmann haben sie eine riesige Abteilung nur mit skandinavischen Labels (zum Glück waren wir nur mit Handgepäck unterwegs).

    Hier haben wir die Uspenski-Kathedrale (ihr seht schon, alles leicht russisch angehaucht):

    Hier eine Gasse, die aus „Harry Potter“ stammen könnte:

    Am Hafen muss man sich einfach einen großen Teller frischen, gegrillten Lachs gönnen. So lecker! Aber Achtung, wenn sie fragen, ob ihr ein bisschen Knoblauchsoße drauf wollt. Dann heißt das im Grunde, dass ihr 24 Stunden nur Knoblauch schmeckt, riecht und Menschen in einem Radius von fünf Metern auch damit beglückt.
    Hier die nackte Lady Havis Amanda mit Möwe:

    Und hier ich im Toilettenspiegel des Rathauses:

    Wenn’s ein bisschen ruhiger sein darf, spaziert man einfach zu einer der Halbinseln. Dort geht man dann über baufällige Stege und genießt die Sonne.

    Wenn man einen Tag übrig hat, sollte man unbedingt mit der Fähre nach Tallinn/Estland rüberschippern. Da kommt man sonst ja auch eher selten hin. In 1,5 Stunden ist man da und kriegt die alten Gässchen und Kirchlein, die man in Helsinki vermisst. Leider hatten wir Sauwetter vom Feinsten, weshalb wir unsere Nerven erst mal in einem süßen Café stählten.

    Ansonsten habe ich in Tallinn exakt ein Foto gemacht. Das ist Schloss Katherinental, ungünstigerweise geschlossen. Ausgerechnet, wenn wir ob Regens gerne etwas von innen besichtigen würden.

    Aaaber sie haben prima Schönheitssalons da und die lassen einen rein.

    C: „Was machen wir jetzt mit den restlichen zwei Stunden?
    J: „Wir könnten Beauty machen, mir ist eh ein Nagel abgebrochen.“

    –> C und J liefen in ihren fliederfarbenen, ausladenden und klatschnassen Regenponchos in einem Beauty-Salon ein und das Personal war nicht gerade entzückt, als es uns da triefend stehen sah. Nur auf Nachfrage wurden wir behandelt. Aber gut, die sollen ja generell nicht besonders aufgeschlossen sein, die Esten.

    Auf jeden Fall haben sie uns schön gemacht für den letzten Tag, an dem wir noch ein wenig am Hafen herumspazierten.

    Das war’s auch schon mit dem Reisebericht Helsinki. Auch hier spreche ich eine klare Empfehlung aus. Für einen dreitägigen Trip gen Norden (2 Tage Helsi, 1 Tag Tallinn) und für airbnb.

    PSI: Kleiner Lacher am Ende:

    PSII: Bei unserem Glück haben wir natürlich auch Samu gesehen. Im Fernseher. Nicht weniger schön, vor allem mit diesem Sombrero!

  • These New York streets …

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    … On all these New York streets
    Where you and I would meet.

    (The Gaslight Anthem: „The Spirit Of Jazz“ auf „American Slang“)

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    Liebe Leserschaft,

    jaja, ich bin etwas im Verzug, aber für gute Wünsche ist es nie zu spät.
    Möge euer 2016 prima werden! Verrückt, dass 1/24 sogar schon wieder vorbei ist.
    Ich finde, man muss am 31. Dezember nicht allerlei Gründe parat haben, warum es gut ist, dass das alte Jahr vorbei ist.
    Und man muss auch am 1. Januar nicht mit jeder Menge Vorsätze und Erwartungen dastehen.
    Es langt schon, wenn man sich auf die Zukunft freut und ihr gelassen und zuversichtlich entgegenblickt. Das ist nämlich die wahre Kunst. Der ganze Scheiß regelt sich eh von selbst.

    Ich hoffe doch, dass sich die Herrschaften in den letzten Tagen besonders auf die Zukunft auf diesem Blog gefreut haben, ähem, denn jetzt kommt New York. Wir unterteilen nix, wir hauen alles auf einmal raus, ab geht’s.

    In tiefer Zuneigung
    Eure June Gloom

    Also, wie kam’s, dass June Gloom Silvester in New York verbrachte? Es kam, weil eine ging. Ani-Schatz ist für drei Monate dort und da hatten Char und ich bereits im Frühsommer die famose Idee gefasst, ihr einen Besuch abzustatten. Gesagt, gebucht. Bei Silvester-Flügen für 500 Euro ist man quasi eh gezwungen zuzuschlagen.

    Der Rest folgt in Bildern, damit ihr schön geschmeidig mit alten Gewohnheiten ins neue TJGP-Jahr starten könnt. Diesmal wird es nicht ganz so hart wie beim letzten NYC-Trip (wer will, lese hier nochmal nach), denn wir hatten den ganzen Sightseeing-Marathon alle schon hinter uns und konnten tun und vor allem lassen, was wir wollten.

    … zum Beispiel einen Walk über die Brooklyn Bridge rüber nach Manhattan, wo wir wohnten. Das ist immer gut.
    Hier das German Triple:

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    Und hier nochmal in schön für Mama :):

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    Mit diesem nächtlichen, illuminierten Spaziergang hieß uns New York herzlich willkommen.

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    Dann waren wir relativ schnell so platt wie der Name dieser Straße und fielen erst mal in die Kojen.

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    Praktisch an so einem Jetlag ist ja, dass man einvernehmlich um 7:30 Uhr hellwach ist, und sich ohne den Hauch eines schlechten Gewissens stundenlang „Keeping Up with the Kardashians“ und Reese’s reinziehen kann, weil in der Stadt eh noch nix los ist. Ich sag’s euch, das ist wie „The Hills“ (da bin ich ja auch bekennendes Opfer), man wird sofort süchtig und sauer, wenn es mal nicht kommt.

    „Ey, machste mal Kardis an?“
    „Jep, wollt ich eh grad.“
    „Yeah!“
    „Irgendwie kommt es nicht.“
    „Das kann nicht sein, es kommt IMMER.“
    „Nee, im ernst, es kommt nicht.“
    „WAS? SCHEISSE! Und jetzt?“
    „Ah, da kommt ne Doku über Leute, die Couponing machen. Das ist auch gut.“
    „Ok, aber lass uns gleich mal nachschauen, wann morgen Kardis kommen. Nicht dass sowas nochmal passiert.“

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    Es war einfach herrlich :).
    Zurück zum Ernst auf den Straßen von New York. Wir waren shoppen, haben uns die 12-Dollar-Kardashians-Plastik-Schlüsselanhänger aber verkniffen. Stattdessen wagte ich mich mal an etwas Neues ran. Ich besitze nun einen Hut. Gut?

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    Noch eine Premiere: Ich war zum ersten Mal auf der Highline. Macht es nicht, wenn es windet (Stichtwort „Hut“). Sonst schon.

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    Dann war auch schon New Year’s Eve. Nein, wir quetschten uns nicht in Windeln auf den Times Square, sondern starteten auf einer Dachterrasse und zogen dann weiter zum Pier A, wo wir mit Blick auf die Freiheitsstatue reinfeierten. Toll war es. Unwirklich toll.
    Und es bewies, dass es eh überall gut ist, wenn man die richtigen Leute um sich hat. Da kann man in New York oder Neuhausen feiern.

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    Dieses Foto darf ich euch auch nicht vorenthalten. Char ist die sexiest Photobomb alive :).

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    Ihr könnt euch ja jetzt sicher denken, was wir am nächsten Tag „unternommen“ haben. Genau. Kardis und das:

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    Am letzten Tag machten wir nochmal auf Vorzeigetouris und nahmen uns das 1 WTC (One World Trade Center) vor.

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    Das Wetter spielte mit und schenkte uns diese Aussicht:

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    Ich erinnere mich so gut an die beklemmende Stille, die einem noch vor gerade mal zwei Jahren am 9/11 Memorial in die Hosenbeine und Mantelärmel kroch, um einem dann Schauer über den Rücken zu jagen. Alle Besucher starrten damals betroffen in die Tiefe und man sah ihnen an, welche Bilder parallel durch ihre Köpfe jagten.
    Heute ist von dieser Atmosphäre nichts mehr übrig. Idioten schießen Selfies mit dämlichem Gegrinse vor den Brunnen, noch größere Idioten schreien Unsinn durch die Gegend, die größten Idioten schmeißen ihren Fast Food-Müll vor die eingravierten Namen der Opfer.
    Schade, dass aus dieser Erinnerungsstätte mittlerweile eine reine Touri-Gelddruckmaschine geworden ist.

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    So, damit wir dieses Posting nicht ganz so bedrückt beenden, gebe ich noch ein kurzes Update aus der Kategorie „Heimwerker-Jules“.
    In einer Woche ist Umzug! Leistungen meinerseits seit der Anbringung der Lampen: Anbringung einer weiteren Lampe, Anbohrung diverser Regale und Leisten und Komplettlackierung der Küche samt Entfernung der alten Arbeitsplatte. Die Montage der neuen folgt am Wochenende – dafür bekommt ihr dann wieder ein gewohnt humoriges Tutorial.

    So, und jetzt ab ins Bett, ihr Hühner. Schlafen hilft gegen die Kälte!

  • Someone come quickly, this place was built for moving out …

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    … leave behind buildings, the city planners got mapped out.
    Bring with you history and make your hard earned feast.

    (Rilo Kiley: „The Execution of All Things“ auf „The Execution of All Things“)

    Ihr erinnert euch sicher alle an mein Einzugs-Posting vor einer halben Dekade, nech? Hier können Siebhirne es nochmal nachlesen.
    Auf den Tag genau fünf Jahre Später packe ich wieder meine Koffer. Diesmal aber für was Größeres – ich ziehe nach Sri Lanka! Diese Insel hat mich damals so gepackt und nicht mehr losgelassen, dass ich jetzt den Schritt über tausend Meere wage und ein völlig neues Leben beginne.

    Ja gut, Scherz. Bin so scherzig drauf momentan. Manche Personen nennen es „durchgeknallt“, ähem. Hach, ich freu mich einfach sehr darauf, mich ein bisschen zu vergrößern. Es wird ein Ankleidezimmer geben, heiliger Hausmeister! Und ja Mama, es dient eventuell auch als Gästezimmer. In erster Linie wird es aber ein Ankleidezimmer!
    Auf jeden Fall streune ich derzeit gerne stundenlang durch Möbelhäuser, baue Zeug auf, montiere Lampen, beordere Leute mit Bohrmaschinen zu mir in die Bude und stelle zusammenfassend plötzlich mein Talent und meine Freude im/am Heimwerken fest.

    Jetzt wird das grade viel Text, deshalb schnell ein Bild.

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    Das bin ich – halb im Spiegel, halb in einer von mir eigenhändig angebrachten Lampe (wie gut, dass die Problemzonen auf dem Foto wie durch Zauberhand verdeckt sind :)). Dezent ist was anderes (wartet nur, bis ihr den Kronleuchter seht), aber bekanntlich kleckern wir hier ja nicht.
    Ich erkläre Leuten wie euch jetzt mal kurz, wie man Lampen montiert. Man schaut sich die Dings an, die Anbringung, oder wie das heißt. Dann weiß man, wie viele Löcher man bohren muss. Dann sucht man an der Decke nach bereits vorhandenen Löchern.

    Leicht (Löcher sogar noch mit Dübeln, easy freizulegen):

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    Schwer (Löcher samt Dübel zugespachtelt):

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    Regel Nummer 1: Sicherung raus. Schisser wie ich können dann noch einen Phasenprüfer/Spannungsmesser benutzen, um wirklich sicherzugehen, dass sie keinen Schlag kriegen. Die meisten (inkl. mir) haben ja aber eh schon einen.

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    Dann bohrt man entweder neue Löcher (bei Ausgangssituation „schwer“), oder benutzt die alten (bei Ausgangssituation „leicht“) und schraubt die „Anbringung“ fest.
    Jetzt kommt das mit den Kabeln. Schaut nach, wie viele Kabel aus der Decke kommen. Es gibt den Nullleiter (er ist blau oder grau), die Phase (schwarz oder braun) und neuerdings auch den Schutzleiter (in fancy gelb-grün, wenn der nicht da ist, ist er nicht da, das macht nix). Diese Kabel müssen jetzt in die richtigen Löcher der Lüsterklemme. Lüsterklemme, was ein Scheißwort. Blitzmerker werden feststellen, dass man ganz einfach „die richtigen Löcher“ findet, weil man einfach die Farben zuordnen muss.
    Ihr steckt die also rein, dreht zu und dann muss nur noch die Fassung oben festgeschraubt werden. Fertig. Lampe dran. Sicherung rein, testen. Ich schwöre, das ist easy, wirklich. Ich hab vier Lampen angebracht und alle funktionieren. Mir gingen quasi vier Lichter auf einmal auf. Sehr erhellend.

    Heimwerken ist unheimlich gut für meinen Charakter. Ich bin ja eher ein sehr ungeduldiger Mensch, aber das jetzt trainiert meinen Geduldsfaden unbandig. Weil ich immer bis zum nächsten WE warten muss, bis ich wieder stundenlang werkeln kann. Seit dem Jobwechsel sind die Wochenenden glücklicherweise frei/TJGPHT (The June Gloom Project-Heimwerktage).

    „Gloom, was machste am nächsten Samstag?“
    „Da muss ich vermutlich Dienst schieben.“
    „Nein, du hast neuerdings an den Wochenenden frei, du Checker!“
    „… äh, Moment, stimmt. Ich muss in die Bude und heimwerken. Kannst auch kommen.“

    So laufen Dialoge seit geraumer Zeit ab. Es ist wie eine Sucht. Wenn man plötzlich neuen Raum hat, den man zu seinem Zuhause machen darf, dann eröffnen sich im wahrsten Sinne neue Sphären. Klamotten? Sind mir seitdem völlig wurst. Anders als andere Personen habe ich diesen Winter keinen neuen Mantel gekauft, ha!
    Stattdessen lasse ich mich „bei Pinterest inspirieren“ (hätte ja echt Lust auf so einen Fake-Kamin!), lerne durch YouTube-Tutorials viel über meine neues Hobby, das Heimwerken, und kenne mich inzwischen mit allen Arten von Leuchtmitteln aus (Lumen = wie hell das Licht ist, Kelvin = wie warm das Licht ist, E14 = kleine Fassung, E27 = große Fassung).

    Gegenstände wie diese sind jetzt meine Lieblingssachen.

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    Und Gegenstände wie diese, um mal galant das Thema zu wechseln.

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    Auf Safier ist Verlass. Fast jährlich bringt er ein neues gelbes Buch heraus und ich lese jedes. Leute, die „Berlin Berlin“ nicht kennen/mögen – warum auch immer, da muss mir erst mal wer einen gescheiten Grund nennen – werden das nicht verstehen, weil sie nicht mit Safiers Witz aufgewachsen sind. Für mich ist das extrem erholsam. Ich kriege dann Schmunzelmuskelkater, wenn ich zu lange lese.

    Was noch? Ach ja, Rüdiger. Seht selbst:

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    Meine Eltern haben neulich ausgemistet und allerhand Bezauberndes wie diese Geburtstagseinladung von vor 23 Jahren zutage gefördert. Ohne Worte. Einfach nur herzig.

    So wie das hier. Man mag kaum glauben, dass aus diesem braven Engelchen ich geworden bin. Das wollte ich euch nicht vorenthalten. Ist ja bald Weihnachten.

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    Meine Eltern erzählen mir in regelmäßigen Abständen besonders amüsiert, dass ich damals immer scharf auf die Schokoanhänger am Baum war. Und als ich geschnallt hatte, dass man die ganz einfach runterpulen und aufessen kann, tat ich das mal heimlich mit allen auf einmal. Müssen so 40 Stück gewesen sein. Ab da hängte man nur noch eins in die Zweige. Frechheit. Intelligenz sollte man nicht bestrafen!

    So, genug für heute. Ich melde mich dann demnächst mit Umzugsblog #2. Was wollt ihr noch lernen?

    Bis dahin halten wir uns besser an Orten wie diesen auf. Prost!

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  • When September comes …

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    … so sollte ein Posting starten, das ich vor genau einem Monat angelegt, aber nie befüllt habe :). Da das Haus Gloom aber nix verliert, knalle ich das jetzt schnell rauf und lasse auch den Titel stehen. Das machen wir einfach quick and dirty, damit wir dann pronto zu den aktuelleren Geschichten kommen können.

    Im August betätigte sich Team PamJules als Hochzeitsfotografenduo/Rennbesen und flitzte bei Ps Hochzeit zwischen Brautpaar, Gästen und Hunden herum, um das Event entsprechend zu dokumentieren.

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    (Das, was ich da halte, ist ein Fernauslöser. War vor fünf Jahren in der Bloggerszene mal der hot shit.)

    Außerdem ereigneten sich gebührende „Der Sommer geht zu Ende“-Tage in der Nähe von Seen, neben Grills, im Englischen Garten, in Steak-Restaurants und an bekannten Theken.

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    (Das ist mein liebster Sommersalat: Wassermelone, Schafskäse, Oliven, Rucola und Honig funktionieren hervorragend zusammen.)

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    (Hier kann man getrost hingehen, wenn man ein paar Kröten locker hat, sehr lecker!)

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    Letztes Bild: Meine neue Lieblingstasse. Es ist ja nicht so, dass ich unendlich viel Platz im Geschirrschrank hätte, aber dieses Modell musste ob meiner neu explodierten Harry Potter-Liebe einziehen.

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    So, so schnell kann’s gehen, hätten wir den August schon nachgeholt. Wir sehen uns im September ;).

  • It would bring you to tears, if you knew what I know …

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    … See, I spent all of my money on second hand love
    But I trusted somebody way and back when.
    And I loved her like fire until it drove me insane.

    (The Gaslight Anthem: „Break Your Heart“ auf „Get Hurt“)

    So, heute kloppen wir mal die restlichen Fotos durch, die sich so angesammelt haben während der Roadtrip-Berichterstattung.
    Womit beginnen wir? Ob der thematischen Korrelation von Gaslight-Konzert und Southside darf Brian Fallon starten (und der Rest kommt komplett unchronologisch).

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    Das Gaslight-Konzert in Muc war so wunderbar wie schon lange keins mehr. Und sie kommen wieder zum Southside! Jawoll, das Line-up steht schon auf ziemlich schönen Beinen:

    Placebo | Florence + The Machine | Farin Urlaub Racing Team | Paul Kalkbrenner | Marteria | Alt-J | Jan Delay & Disko No. 1 | Cro | The Gaslight Anthem | Katzenjammer | Noel Gallagher’s High Flying Birds | Parov Stelar Band | Milky Chance | George Ezra | NOFX | Alligatoah | Frittenbude | 257ers | Future Islands | The Notwist | SDP | The Cat Empire | Backyard Babies | Danko Jones | Kontra K | Olli Schulz | All Time Low | Band Of Skulls | Millencolin | Lagwagon | Lillywood | Every Time I Die | Skinny Lister | Public Service Broadcasting | Mantar | East Cameron Folkcore
    White Stage: Klingande | The Toxic Avenger | Rone

    Team Änn/Jules steht zwar nur auf zwei Beinen, nicht auf vier, weil Änn lieber auf eine Hochzeit geht, aber man darf sich sicher sein, dass der Platz hinter Pizza Mario nicht leer bleibt. Er wird wie gewohnt von zahlreichen, gutaussehenden Menschen bezeltet werden.

    Hätten wir das. Kommen wir zum Grund, warum ich während des besagten Gaslight-Konzerts Mantel und Handschuhe trug. Ich habe gedetoxt. Tolles Wort, nech? Im Grunde heißt es, dass man durch eine äußerst unleidenschaftliche „Ernährung“ versucht, seinen Körper zu entgiften – und durch den Verzicht auch gleich noch den Geist reinigt. Dabei war mir schrecklich kalt. Ich schreib das jetzt nicht nochmal alles runter, lest einfach hier nach.
    Auf jeden Fall werde ich diese Geschichte jetzt mindestens jährlich wiederholen, weil sie mir gefallen hat.

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    … auch wenn das hier

    wasser

    im Vergleich zu dem hier

    braten

    eine ziemlich klägliche Angelegenheit war. Dafür freut man sich danach umso mehr auf ein schönes Stück Fleisch.

    Nach der Kur durfte ich mich erholen und ein letztes Mal in 2014 das Meer sehen. Usedom ist sehr zu empfehlen, falls irgendwer vorhat, seine Seele baumeln zu lassen.

    strand

    Dort habe ich mich im SPA in den Schlaf streicheln lassen …

    well

    Und den leckersten Hirsch der Welt verspeist.

    essen

    Da man sich aber nicht allerweil bekochen lassen kann, habe ich auch selbst Hand angelegt. Es gibt jetzt jede Woche ein Zauberbrot. Geht leicht (nur die Zutaten muss man in allerlei Läden zusammenklauben), macht circa 12 Stunden satt und schmeckt tatsächlich sehr gut. Hier gibt’s das Rezept! Kleiner Tipp: Nehmt keine ganzen Haselnüsse, dann lässt sich das Ding leichter schneiden.

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    Da man sich aber nicht allerweil von Zauberbrot ernähren kann, gibt es wie in jedem guten Herbst auch wieder Kürbissuppe. Merke: Mit zwei „die sind ja winzig, da langt einer niemals“-Kürbissen kriegt man sich und beliebig viele andere Menschen mindestens fünf Tage satt.

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    Da man aber auch eine gescheite Nachspeise braucht, genossen Weller und ich das letzte FroYo in 2014.

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    Da man aber nicht allerweil nur essen kann, treibe ich nach wie vor viel Sport. Aktuell sogar an sechs von sieben Tagen in der Woche plus zur Arbeit radeln, so oft es geht. Das Geheimnis: Abwechslung! Mal Laufen, mal Volleyball, mal HIT, mal Kraft, mal Tanzen … Ich glaube, ich habe mittlerweile sowas wie eine Beziehung zu meinem Lieblingstrainer Arne am Laufen.

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    Diese Beziehung wurde allerdings kurzzeitig pausiert, weil ich saudumm vom Sofa aufgestanden bin drei Iron Men nacheinander gemeistert und mir dadurch ein Außenband leicht demoliert habe. Fortan stabiliserte ich den Knöchel mit diesem formschönen Verband (mit dem man immer einen Klumpfuß dabei hat, kann man ja doch immer mal brauchen).

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    Jetzt sitzt wieder alles und Arne und ich sind wieder zusammen. Übrigens habe ich ein neues „Sportgerät“. Das ist eine Blackroll. Mit der löst man Muskelverklebungen.
    Tipp: Macht das nicht vor Leuten, die euch erotisch finden sollen. Es sieht nämlich sehr bescheuert aus, wenn man sich mit dem Ding über den Boden rollt. Aber es wirkt.

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    Ebenfalls neu, weil auch an mir langsam der Zahn der Zeit nagt und ich vor dem Computer ab und an leichte Ermüdungserscheinungen spüre: meine Brille. Selbstverständlich handelt es sich um das neueste Saint Laurent-Modell. Ein bisschen was hermachen muss so ein Nasenfahrrad ja schon.

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    Dieses Modell war allerdings nicht nötig, als ich kürzlich mit meinem Festivalkumpanen Benni/Leo (er sieht aus wie einer von „Marienhof“, deshalb variierte ich mit den Namen) meinen guten Freund Manuel im Stadion besuchte.
    Das war sehr spannend. Weil sich mein Neuer für mich warm gemacht hat (direkt vor meinen Augen, deshalb keine Brille nötig).

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    Achtung, jetzt kommt ein sehr charmanter Themawechsel.
    Braucht wer eine Mordwaffe oder einen Nervtöter? Ich hätte da nämlich ein altes Laptop günstig abzugeben, das man vielseitig einsetzen kann. Es hat mehrere Funktionen: Wenn man es runterschmeißt, ist der Bildschirm türkistönig eingefärbt, man sieht aber noch alles. Wenn man es nochmal runterschmeißt, geht es wieder. Wenn man es anschaltet, ist es von der Lautstärke her wie ein Laubbläser und man ist im Nu allein im Raum und um einen herum auf jeden Fall kein Staubkorn mehr zu finden. Und wenn man es jemandem überzieht, kann man getrost davon ausgehen, dass der jemand danach tot ist. Also, wer möchte es? Der, der die meisten Massagen bietet, bekommt den – äh – Zuschlag. Hier sieht man, WIE wuchtig das gute Stück im Vergleich zu seinem fruchtigen Nachfolger ist.

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    Ansonsten werde ich sehr bald vermutlich etwas grantig, weil ich nicht mehr radeln kann. Dieser wunderbare Arbeitsweg wird demnächst ob des nahenden Schnees und der einbrechenden Kälte nicht mehr der meine sein. Das ist schade und ich hätte gerne eine Lösung von euch. Ich finde, das kann ich jetzt schon mal verlangen nach all den Jahren, in denen ihr hier zum Nulltarif und werbefrei beste Unterhaltung geboten bekommt.

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    Und kommt mir nicht mit dem äußerst erheiternden Buch hier. Das kann ich schon auswendig, weil Katrin Bauerfeind circa die erfrischendste Person auf der Welt ist. Ich habe alle Folgen ihrer Sendung „Bauerfeind assistiert“ innerhalb von zwei Tagen (es war Wochenende) geguckt und mich Minute für Minute mehr verliebt. Beschäftigt euch gefälligst mit ihr! Sie ist die gelungene Reinkarnation aller Kuttners und Konsorten.

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    So, nun sind wir wieder auf dem aktuellen Stand und ich kann wie gewohnt mit der Bespaßung fortfahren. Macht’s gut, ihr treuen Seelen!

    PS: Weil sie ein famoses Wichtelgeschenk wäre, lege ich allen Bekloppten, die tatsächlich wichteln, noch diese Kanne/Tasse ans Herz.

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