NYC Grls Tag Archive

  • These New York streets …

    Post Image

    … On all these New York streets
    Where you and I would meet.

    (The Gaslight Anthem: „The Spirit Of Jazz“ auf „American Slang“)

    17

    Liebe Leserschaft,

    jaja, ich bin etwas im Verzug, aber für gute Wünsche ist es nie zu spät.
    Möge euer 2016 prima werden! Verrückt, dass 1/24 sogar schon wieder vorbei ist.
    Ich finde, man muss am 31. Dezember nicht allerlei Gründe parat haben, warum es gut ist, dass das alte Jahr vorbei ist.
    Und man muss auch am 1. Januar nicht mit jeder Menge Vorsätze und Erwartungen dastehen.
    Es langt schon, wenn man sich auf die Zukunft freut und ihr gelassen und zuversichtlich entgegenblickt. Das ist nämlich die wahre Kunst. Der ganze Scheiß regelt sich eh von selbst.

    Ich hoffe doch, dass sich die Herrschaften in den letzten Tagen besonders auf die Zukunft auf diesem Blog gefreut haben, ähem, denn jetzt kommt New York. Wir unterteilen nix, wir hauen alles auf einmal raus, ab geht’s.

    In tiefer Zuneigung
    Eure June Gloom

    Also, wie kam’s, dass June Gloom Silvester in New York verbrachte? Es kam, weil eine ging. Ani-Schatz ist für drei Monate dort und da hatten Char und ich bereits im Frühsommer die famose Idee gefasst, ihr einen Besuch abzustatten. Gesagt, gebucht. Bei Silvester-Flügen für 500 Euro ist man quasi eh gezwungen zuzuschlagen.

    Der Rest folgt in Bildern, damit ihr schön geschmeidig mit alten Gewohnheiten ins neue TJGP-Jahr starten könnt. Diesmal wird es nicht ganz so hart wie beim letzten NYC-Trip (wer will, lese hier nochmal nach), denn wir hatten den ganzen Sightseeing-Marathon alle schon hinter uns und konnten tun und vor allem lassen, was wir wollten.

    … zum Beispiel einen Walk über die Brooklyn Bridge rüber nach Manhattan, wo wir wohnten. Das ist immer gut.
    Hier das German Triple:

    9

    Und hier nochmal in schön für Mama :):

    7

    Mit diesem nächtlichen, illuminierten Spaziergang hieß uns New York herzlich willkommen.

    10

    Dann waren wir relativ schnell so platt wie der Name dieser Straße und fielen erst mal in die Kojen.

    1

    Praktisch an so einem Jetlag ist ja, dass man einvernehmlich um 7:30 Uhr hellwach ist, und sich ohne den Hauch eines schlechten Gewissens stundenlang „Keeping Up with the Kardashians“ und Reese’s reinziehen kann, weil in der Stadt eh noch nix los ist. Ich sag’s euch, das ist wie „The Hills“ (da bin ich ja auch bekennendes Opfer), man wird sofort süchtig und sauer, wenn es mal nicht kommt.

    „Ey, machste mal Kardis an?“
    „Jep, wollt ich eh grad.“
    „Yeah!“
    „Irgendwie kommt es nicht.“
    „Das kann nicht sein, es kommt IMMER.“
    „Nee, im ernst, es kommt nicht.“
    „WAS? SCHEISSE! Und jetzt?“
    „Ah, da kommt ne Doku über Leute, die Couponing machen. Das ist auch gut.“
    „Ok, aber lass uns gleich mal nachschauen, wann morgen Kardis kommen. Nicht dass sowas nochmal passiert.“

    22

    Es war einfach herrlich :).
    Zurück zum Ernst auf den Straßen von New York. Wir waren shoppen, haben uns die 12-Dollar-Kardashians-Plastik-Schlüsselanhänger aber verkniffen. Stattdessen wagte ich mich mal an etwas Neues ran. Ich besitze nun einen Hut. Gut?

    11

    Noch eine Premiere: Ich war zum ersten Mal auf der Highline. Macht es nicht, wenn es windet (Stichtwort „Hut“). Sonst schon.

    15

    Dann war auch schon New Year’s Eve. Nein, wir quetschten uns nicht in Windeln auf den Times Square, sondern starteten auf einer Dachterrasse und zogen dann weiter zum Pier A, wo wir mit Blick auf die Freiheitsstatue reinfeierten. Toll war es. Unwirklich toll.
    Und es bewies, dass es eh überall gut ist, wenn man die richtigen Leute um sich hat. Da kann man in New York oder Neuhausen feiern.

    16

    13

    Dieses Foto darf ich euch auch nicht vorenthalten. Char ist die sexiest Photobomb alive :).

    12

    Ihr könnt euch ja jetzt sicher denken, was wir am nächsten Tag „unternommen“ haben. Genau. Kardis und das:

    14

    Am letzten Tag machten wir nochmal auf Vorzeigetouris und nahmen uns das 1 WTC (One World Trade Center) vor.

    23

    18

    Das Wetter spielte mit und schenkte uns diese Aussicht:

    21

    24

    Ich erinnere mich so gut an die beklemmende Stille, die einem noch vor gerade mal zwei Jahren am 9/11 Memorial in die Hosenbeine und Mantelärmel kroch, um einem dann Schauer über den Rücken zu jagen. Alle Besucher starrten damals betroffen in die Tiefe und man sah ihnen an, welche Bilder parallel durch ihre Köpfe jagten.
    Heute ist von dieser Atmosphäre nichts mehr übrig. Idioten schießen Selfies mit dämlichem Gegrinse vor den Brunnen, noch größere Idioten schreien Unsinn durch die Gegend, die größten Idioten schmeißen ihren Fast Food-Müll vor die eingravierten Namen der Opfer.
    Schade, dass aus dieser Erinnerungsstätte mittlerweile eine reine Touri-Gelddruckmaschine geworden ist.

    20

    So, damit wir dieses Posting nicht ganz so bedrückt beenden, gebe ich noch ein kurzes Update aus der Kategorie „Heimwerker-Jules“.
    In einer Woche ist Umzug! Leistungen meinerseits seit der Anbringung der Lampen: Anbringung einer weiteren Lampe, Anbohrung diverser Regale und Leisten und Komplettlackierung der Küche samt Entfernung der alten Arbeitsplatte. Die Montage der neuen folgt am Wochenende – dafür bekommt ihr dann wieder ein gewohnt humoriges Tutorial.

    So, und jetzt ab ins Bett, ihr Hühner. Schlafen hilft gegen die Kälte!

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2013.

    Post Image

    Meine Damen und Herren, hier kommt der Jahresrückblick für 2013. Ich liebe das. Einmal im Jahr die letzten 12 Monate durchackern, alles Revue passieren lassen, und am Ende meist mit einem guten Gefühl abschließen können. Also probieren wir’s mal. Vielleicht geht’s ja gut!

    Vorneweg muss ich (wie jedes Jahr) sagen, dass 2013 das wohl krasseste Jahr meines Lebens war. Diesmal aber echt ;)!
    Spaß beiseite. Es war wirklich krass. In allen Belangen. Aber jetzt reisen wir mal in den Januar zurück.

    Januar

    – Los ging das Jahr gleich mal mit dem großen Spachteln bei TJ (ehemals Stau). Wir fanden uns in kleiner Runde in Landshut ein und überfraßen uns zum Beispiel an dieser Perversität:


    –> Genau diese steht jetzt schon für heute Abend kalt 🙂

    – Reise 1: So prima gestärkt ging’s mit den (Ex-)Kollegen ab in den Schnee. Pistengaudi und Schnitzelspaß im Stubaital. Leider das einzige Ski-Wochenende 2013.

    – Reise 2: So prima vermuskelkatert düsten wir dann nach Berlin, um wieder eine Woche Mode-Gaganess zu erleben. Besonders gelungen ist dabei dieses Bild von zwei Unbekannten mit mittig postiertem Stargast:

    Oooook, Scherz beiseite. Das schönste Bild ist natürlich das hier von TJ und mir:


    –> Merkt euch dies: Augenringe verschwinden, wenn man das Bild verwackelt.

    – Reise 3: Schon wieder TJ. Und gleich nochmal Stubaital. Diesmal aber zur Entspannung.

    Ebenfalls am Start und schwer verstörend: Die Muller. Wer nicht mehr weiß, was das ist, liest hier nach.

    – Ah und noch was, das hier:

    Februar

    – Endlich mal wieder Regensburg mit meiner liebsten Pera. „Män, ich bin viel zu selten da“, dachte ich damals. Da wusste ich noch nicht, dass ich im Mai verdammt oft da sein würde – leider aus einem weniger feierlichen Grund.

    März

    – Der März bestand für mich nur aus der Nase. Bzw. aus der mentalen Vorbereitung auf die OP und der Heilung danach. Ausgangspunkt: Atmung vor allem nachts schwierig. Endpunkt: Atmung läuft wieder und weitere Spuren meines schweren Sturzes mit sechs Jahren sind nun auch beseitigt. Schon komisch, wenn man sich seine Visage in der Mitte einmal zerdeppern lässt, um sie dann wieder zusammenheilen zu lassen. Aber es war ein verdammt intensives Erlebnis und sowas macht einen ja immer stärker. Vielleicht war es sogar die größte Mutprobe meines Lebens.

    Wer eine Filmliste sucht, suche übrigens hier.

    April

    – Im April entwickelten Löwenherz und ich die „So geht Mittagspause“-Reihe. Wir schafften ganze sechs Fotos (aus Platzgründen nur ein Teil davon jetzt), also Respekt bitte 😉

    Mai

    – Der Mai. Ja. Der Mai hat unsere Familienwelt aus den Angeln gehoben, kräftig geschüttelt und dann zum Glück wieder eingehängt. Meine kleine Schwester hatte einen schweren Fahrradunfall – hat dem Fährmann aber sauber den Mittelfinger gezeigt. Tragt Fahrradhelme, kann ich euch nur raten! Schauen kacke aus, aber mit gebrochenem Schädel schaut man garantiert noch kacker (schöner Komparativ, nech?) aus.

    Juni

    – Reise 4: Kos. Eine der schönsten Wochen im ganzen Jahr und nach all dem Seelenschmerz sehr nötig. Vino auf dem Balkon, Beachvolleyball am Beach, viel Wasser und Sand auf der Haut, Ausflüge nach Bodrum und zum Paradise Beach und der Penis-Mann machten diesen zu einem meiner schönsten Urlaube ever. Natürlich vor allem wegen meiner Reisebegleitung Muse <3 (< — nein, ich schreibe nicht „Muße“ falsch, der Spitzname leitet sich aus ihrem Nachnamen ab). Barca, wir kommen!

    – Reise 5: „Yahoo! On the Road“ in Berlin und München. Was ein Event! Auch wenn wir in fünf Nächten nur ungefähr fünf Stunden Schlaf gesammelt haben: It was a blast!

    Hier nochmal ein paar Impressionen. Das war James Hersey nach unserem Interview, hört den gefälligst öfter!

    Das waren Capital Cities, die mir einen Song namens „Safe and Sound“ beschert haben, den ich wohl nie mehr hören kann, ohne dabei kurz zusammenzuzucken und dann den Raum zu verlassen.

    Das war die Stimmung im Circus Krone bei Seeed!

    Das war des Nachts, als wir schon ein bisschen durchgedreht sind.

    – Reise 6: Southside. Also da brauch‘ ich jetzt wohl wirklich nichts mehr sagen. Pure happiness. Und wieder einmal haben „Gaslight Anthem“ sich auf den vordersten Plätzen im Ranking meiner Lieblingsbands behauptet.

    Juli

    – Reise 7: Schon wieder ein halbes Jahr vorbei, schon wieder Fäschn Wiek in Berlinski. Mittlerweile waren wir aber so perfekt eingespielt, dass solch hochprofessionelle Aufnahmen entstehen konnten und dass wir auch Politiker vors Mikro debattiert haben.

    – Reise 8: „Yahoo! Wireless Festival“ in London. Weniger als 24 Stunden in der alten Hometown. Worth every second.

    Mein Baby feiert seinen zweiten Geburtstag im Jahr 2013.

    – Ausgelassene Tage an Seen und Flüssen:

    August

    – Welli-Schatz heiratet. Es ist die schönste Hochzeit, auf der ich je war und ich glaube, auf dem Bild sieht man, wie glücklich wir beide waren:

    – Reise 9: Kiel. Ab zu Anna, meiner alten Freundin aus dem Internet. Ich verbringe eines der schönsten Wochenenden des Jahres. Rückblickend war es ein kleiner Traum, in den ich mich immer wieder gerne flüchte.

    September

    – Reise 10: Meran. Pämson und ich machen zusammen Wellness, schwelgen in tausend alten Kalauern und erleben die erheiterndste Rückfahrt aller Zeiten. Man muss nur einen Stift und einen Zettel bei der Hand haben, dann lernt man lustige Lukase aus Weilheim kennen.

    – Löwenherz und ich machen die erste Kürbissubbenäktschn, hören die Shambles und läuten den Herbst ein.

    – Mein alter Herr feiert seinen 60. und gemeinsam begießen wir diverse Geburtstage in diesem Jahr.

    Oktober

    – Reise 11: NEW YORK CITY, finally. Änn und ich verbringen eine Woche im Big Apple – und zwar eine verdammt befreiende. Die ersten Tage waren schmerzhaft, weil ich Änn gebeten hatte, mich zu hauen, wenn ich den Namen einer Person sage. Dann wurde es besser, die Prügel weniger und das Herz leichter.

    – Ich verliebe mich in Yvonne Catterfeld. Ihr neues Album ist einfach so gut! Ich verliebe mich nicht in Elyas M’Barek, seine neue Platte ist mir zu arrogant.

    November

    – Na gut, ich verliebe mich ein bisschen in Matthias Schweighöfer, weil er gar so nett ist beim Interview.

    – Reise 12: Bambi in Berlin. Ohne Worte, saugut war’s!

    Dezember

    – Ich bin jetzt bei Soundcloud. Easy listening quasi.

    – Reise 13: London. Grund: Jude Law. Langsam höre ich auf mitzuzählen. Aber ich glaube, ich war innerhalb von 12 Monaten dreimal in London. 2014 setze ich aus, da machen wir lieber Barca, Rom und L.A.

    – Es passiert etwas, was ich nicht erwartet habe. Etwas, was sehr an meinen Innereien zerrt. Etwas, was mich bis gerade eben davon abgehalten hat, dieses Jahr Revue passieren zu lassen. Doch jetzt geht es. Aufwachen ist manchmal besser als Träumen.
    Ich lerne daraus: Der erste Instinkt ist bei Menschen meist richtig, Märchen gibt es nicht und zwischen dem, was jemand sein will und dem, was jemand tatsächlich sein kann, liegen Welten.

    – Ganz zum Schluss breche ich noch einen Rekord: Ich bin seit meinem Auszug 2005 mal wieder ganze acht Tage bei meinen Eltern. Hometown Glory in Reinform. I love it.

    Das Jahr geht für mich also mit Wundenlecken zu Ende. Aber mit der Gewissheit, dass die Wundheilung noch 2013 begonnen hat und ich nicht blutend in 2014 ankommen werde.

    „I want to feel warm again. Not cold and like pushing myself off.
    I want to be warm-hearted, light-hearted. Be faithful and able to forgive and to let go.
    I want to be peaceful and radiant and positive and wise.
    I have a heart of gold and I want it to shine.
    It beats in my chest.
    It is mine.
    I have a mighty heart.“

     

    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Prost!

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides, aber am Ende wieder gleich ;).

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr.

    Der hirnrissigste Plan?
    Für einen Tag nach London fliegen. War’s aber wert.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Ziemlich viel gesetzt. Und am Ende verloren. So ist das beim Spielen.

    Die teuerste Anschaffung?
    Mein Rimowa-Trolley.

    Das leckerste Essen?
    Einfach aber Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    „Die Chemie des Todes“ – alt und megagut.
    Und „Das große Los“ von Meike Winnemuth. Damit hat sie sich unsterblich gemacht.

    Der beste Film?
    Holla, ob der Nasen-OP hab ich dieses Jahr drei Wochen Zeit gehabt, um nur Filme zu gucken.
    Sehr gut: „Eine ganz heiße Nummer“.

    Das beste Album?
    “Lieber so” von Yvonne Catterfeld. Ganz im Ernst. Und „Vol. 3“ von She & Him.

    Das schönste Konzert?
    Dieses Jahr war recht konzertarm. Aber BOY in New York waren wunderbar.
    Und Gaslight beim Southside. Naja, und Sarah Connor (sie hat mich persönlich eingeladen, konnte also nicht aus der Nummer raus) kann auch was.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Sehr toll war New York, sehr schlimm war Shortys Unfall.

    Die meiste Zeit verbracht mit…?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Freunden.

    Die schönste Zeit verbracht…?
    Am Wasser, eindeutig. Und auf meinem Balkon.

    Vorherrschendes Gefühl 2013?
    Langt’s dann? Der Unfall meiner Schwester und der Unfall meines Herzens haben mich ziemlich ausgeknockt. Aber am Ende machen ein paar Narben die Haut robust.

    2013 zum ersten Mal getan?
    New York!

    2013 nach langer Zeit wieder getan?
    Mit Änn verreist. So richtig.

    Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Dass man seinen eigenen Gedanken einfach manchmal nicht glauben darf.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Das zweite Leben für Shortman und die Gitarre, die ich von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen habe.

    2013 war mit einem Wort…?
    Noch krasser als 2012 und 2011. Obwohl ich jedes Mal dachte, es geht nicht mehr mehr. Sollte das einem jezt Angst oder Mut machen? Ach, mit Angst ist man nie gut beraten. Ich bleibe mutig. Anders macht mein wildes Herz das eh nicht mit ;).

    So, und nun ist Schluss mit Stuss. Wir feiern jetzt Silvester und ich gebe euch noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg:
    Lasst das Böllern sein, kauft lieber Kaschmirpullis von dem Geld.
    Schlagt euch die Bäuche voll und lasst die Gläser in dieser Nacht nie leer werden.
    Legt die Kopfschmerztabletten raus und stellt das Wasser bereit.
    Packt euch aufs Sofa, schaut Quatsch im Fernsehen und zelebriert das Sandeln am Tag danach.

    Und dann haltet ein.
    Schaut auf die weiße Wand und wiegt euch in Sicherheit. Denn ihr habt die Farben in der Hand und könnt 2014 so anmalen, wie ihr wollt. Vermutlich kackt euch hier und da ein Vogel ins Bild, aber nennen wir diese Punkte einfach Schönheitsflecken, die das Ganze interessant machen.

    Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr 2014 so gestalten könnt, wie ihr es euch am ersten Tag des Jahres ausmalt.

    Dass es wenige Hindernisse gibt und dass sie euch nicht abschrecken, sondern herausfordern, wenn sie sich zeigen.
    Dass ihr versteht, wo die Zeit am besten aufgehoben ist und dass ihr nichts davon versteht, wie man sie verschwendet.
    Dass ihr euren Kopf benutzt, euch aber nicht zu oft einen Kopf macht.
    Dass euch ein kaltes Herz fernliegt und dass ihr eures warm und kraftvoll anderen Menschen nahelegt.
    Dass ihr über die Stränge schlagt und die Strenge schlagt.
    Dass ihr auf euch achtet und versucht, die beste Version von euch zu sein.
    Dass ihr dabei niemanden verachtet, sondern ihm feinfühlig und gewissenhaft zur Seite steht, wenn er gerade nicht die beste Version von sich sein kann.
    Dass ihr mutig seid und tollkühn fortschreitet, nicht ängstlich und zaghaft auf der Stelle tretet.
    Dass ihr euch nie eine Grenze setzt, nur weil das Alter eine zu ziehen scheint.
    Dass ihr neugierig bleibt und angriffslustig, begeisterungsfähig und gewitzt, um in kindlicher Manier Dinge zu finden, die es wert sind, entdeckt zu werden.
    Dass ihr das Risiko eingeht, verschlossene Türen aufzubrechen und nach dem zu suchen, was das Leben lebhaft macht.
    Dass ihr liebt und zwar ohne Vernunft, dass ihr fühlt und zwar pur.
    Dass ihr wisst, wann ihr schwimmen solltet und wann ihr euch treiben lassen müsst, um an euer Ziel zu kommen.

    Ich glaube, so kann man ganz gut leben.