NYC Grls Tag Archive

  • These New York streets …

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    … On all these New York streets
    Where you and I would meet.

    (The Gaslight Anthem: „The Spirit Of Jazz“ auf „American Slang“)

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    Liebe Leserschaft,

    jaja, ich bin etwas im Verzug, aber für gute Wünsche ist es nie zu spät.
    Möge euer 2016 prima werden! Verrückt, dass 1/24 sogar schon wieder vorbei ist.
    Ich finde, man muss am 31. Dezember nicht allerlei Gründe parat haben, warum es gut ist, dass das alte Jahr vorbei ist.
    Und man muss auch am 1. Januar nicht mit jeder Menge Vorsätze und Erwartungen dastehen.
    Es langt schon, wenn man sich auf die Zukunft freut und ihr gelassen und zuversichtlich entgegenblickt. Das ist nämlich die wahre Kunst. Der ganze Scheiß regelt sich eh von selbst.

    Ich hoffe doch, dass sich die Herrschaften in den letzten Tagen besonders auf die Zukunft auf diesem Blog gefreut haben, ähem, denn jetzt kommt New York. Wir unterteilen nix, wir hauen alles auf einmal raus, ab geht’s.

    In tiefer Zuneigung
    Eure June Gloom

    Also, wie kam’s, dass June Gloom Silvester in New York verbrachte? Es kam, weil eine ging. Ani-Schatz ist für drei Monate dort und da hatten Char und ich bereits im Frühsommer die famose Idee gefasst, ihr einen Besuch abzustatten. Gesagt, gebucht. Bei Silvester-Flügen für 500 Euro ist man quasi eh gezwungen zuzuschlagen.

    Der Rest folgt in Bildern, damit ihr schön geschmeidig mit alten Gewohnheiten ins neue TJGP-Jahr starten könnt. Diesmal wird es nicht ganz so hart wie beim letzten NYC-Trip (wer will, lese hier nochmal nach), denn wir hatten den ganzen Sightseeing-Marathon alle schon hinter uns und konnten tun und vor allem lassen, was wir wollten.

    … zum Beispiel einen Walk über die Brooklyn Bridge rüber nach Manhattan, wo wir wohnten. Das ist immer gut.
    Hier das German Triple:

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    Und hier nochmal in schön für Mama :):

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    Mit diesem nächtlichen, illuminierten Spaziergang hieß uns New York herzlich willkommen.

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    Dann waren wir relativ schnell so platt wie der Name dieser Straße und fielen erst mal in die Kojen.

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    Praktisch an so einem Jetlag ist ja, dass man einvernehmlich um 7:30 Uhr hellwach ist, und sich ohne den Hauch eines schlechten Gewissens stundenlang „Keeping Up with the Kardashians“ und Reese’s reinziehen kann, weil in der Stadt eh noch nix los ist. Ich sag’s euch, das ist wie „The Hills“ (da bin ich ja auch bekennendes Opfer), man wird sofort süchtig und sauer, wenn es mal nicht kommt.

    „Ey, machste mal Kardis an?“
    „Jep, wollt ich eh grad.“
    „Yeah!“
    „Irgendwie kommt es nicht.“
    „Das kann nicht sein, es kommt IMMER.“
    „Nee, im ernst, es kommt nicht.“
    „WAS? SCHEISSE! Und jetzt?“
    „Ah, da kommt ne Doku über Leute, die Couponing machen. Das ist auch gut.“
    „Ok, aber lass uns gleich mal nachschauen, wann morgen Kardis kommen. Nicht dass sowas nochmal passiert.“

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    Es war einfach herrlich :).
    Zurück zum Ernst auf den Straßen von New York. Wir waren shoppen, haben uns die 12-Dollar-Kardashians-Plastik-Schlüsselanhänger aber verkniffen. Stattdessen wagte ich mich mal an etwas Neues ran. Ich besitze nun einen Hut. Gut?

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    Noch eine Premiere: Ich war zum ersten Mal auf der Highline. Macht es nicht, wenn es windet (Stichtwort „Hut“). Sonst schon.

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    Dann war auch schon New Year’s Eve. Nein, wir quetschten uns nicht in Windeln auf den Times Square, sondern starteten auf einer Dachterrasse und zogen dann weiter zum Pier A, wo wir mit Blick auf die Freiheitsstatue reinfeierten. Toll war es. Unwirklich toll.
    Und es bewies, dass es eh überall gut ist, wenn man die richtigen Leute um sich hat. Da kann man in New York oder Neuhausen feiern.

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    Dieses Foto darf ich euch auch nicht vorenthalten. Char ist die sexiest Photobomb alive :).

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    Ihr könnt euch ja jetzt sicher denken, was wir am nächsten Tag „unternommen“ haben. Genau. Kardis und das:

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    Am letzten Tag machten wir nochmal auf Vorzeigetouris und nahmen uns das 1 WTC (One World Trade Center) vor.

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    Das Wetter spielte mit und schenkte uns diese Aussicht:

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    Ich erinnere mich so gut an die beklemmende Stille, die einem noch vor gerade mal zwei Jahren am 9/11 Memorial in die Hosenbeine und Mantelärmel kroch, um einem dann Schauer über den Rücken zu jagen. Alle Besucher starrten damals betroffen in die Tiefe und man sah ihnen an, welche Bilder parallel durch ihre Köpfe jagten.
    Heute ist von dieser Atmosphäre nichts mehr übrig. Idioten schießen Selfies mit dämlichem Gegrinse vor den Brunnen, noch größere Idioten schreien Unsinn durch die Gegend, die größten Idioten schmeißen ihren Fast Food-Müll vor die eingravierten Namen der Opfer.
    Schade, dass aus dieser Erinnerungsstätte mittlerweile eine reine Touri-Gelddruckmaschine geworden ist.

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    So, damit wir dieses Posting nicht ganz so bedrückt beenden, gebe ich noch ein kurzes Update aus der Kategorie „Heimwerker-Jules“.
    In einer Woche ist Umzug! Leistungen meinerseits seit der Anbringung der Lampen: Anbringung einer weiteren Lampe, Anbohrung diverser Regale und Leisten und Komplettlackierung der Küche samt Entfernung der alten Arbeitsplatte. Die Montage der neuen folgt am Wochenende – dafür bekommt ihr dann wieder ein gewohnt humoriges Tutorial.

    So, und jetzt ab ins Bett, ihr Hühner. Schlafen hilft gegen die Kälte!

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2013.

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    Meine Damen und Herren, hier kommt der Jahresrückblick für 2013. Ich liebe das. Einmal im Jahr die letzten 12 Monate durchackern, alles Revue passieren lassen, und am Ende meist mit einem guten Gefühl abschließen können. Also probieren wir’s mal. Vielleicht geht’s ja gut!

    Vorneweg muss ich (wie jedes Jahr) sagen, dass 2013 das wohl krasseste Jahr meines Lebens war. Diesmal aber echt ;)!
    Spaß beiseite. Es war wirklich krass. In allen Belangen. Aber jetzt reisen wir mal in den Januar zurück.

    Januar

    – Los ging das Jahr gleich mal mit dem großen Spachteln bei TJ (ehemals Stau). Wir fanden uns in kleiner Runde in Landshut ein und überfraßen uns zum Beispiel an dieser Perversität:


    –> Genau diese steht jetzt schon für heute Abend kalt 🙂

    – Reise 1: So prima gestärkt ging’s mit den (Ex-)Kollegen ab in den Schnee. Pistengaudi und Schnitzelspaß im Stubaital. Leider das einzige Ski-Wochenende 2013.

    – Reise 2: So prima vermuskelkatert düsten wir dann nach Berlin, um wieder eine Woche Mode-Gaganess zu erleben. Besonders gelungen ist dabei dieses Bild von zwei Unbekannten mit mittig postiertem Stargast:

    Oooook, Scherz beiseite. Das schönste Bild ist natürlich das hier von TJ und mir:


    –> Merkt euch dies: Augenringe verschwinden, wenn man das Bild verwackelt.

    – Reise 3: Schon wieder TJ. Und gleich nochmal Stubaital. Diesmal aber zur Entspannung.

    Ebenfalls am Start und schwer verstörend: Die Muller. Wer nicht mehr weiß, was das ist, liest hier nach.

    – Ah und noch was, das hier:

    Februar

    – Endlich mal wieder Regensburg mit meiner liebsten Pera. „Män, ich bin viel zu selten da“, dachte ich damals. Da wusste ich noch nicht, dass ich im Mai verdammt oft da sein würde – leider aus einem weniger feierlichen Grund.

    März

    – Der März bestand für mich nur aus der Nase. Bzw. aus der mentalen Vorbereitung auf die OP und der Heilung danach. Ausgangspunkt: Atmung vor allem nachts schwierig. Endpunkt: Atmung läuft wieder und weitere Spuren meines schweren Sturzes mit sechs Jahren sind nun auch beseitigt. Schon komisch, wenn man sich seine Visage in der Mitte einmal zerdeppern lässt, um sie dann wieder zusammenheilen zu lassen. Aber es war ein verdammt intensives Erlebnis und sowas macht einen ja immer stärker. Vielleicht war es sogar die größte Mutprobe meines Lebens.

    Wer eine Filmliste sucht, suche übrigens hier.

    April

    – Im April entwickelten Löwenherz und ich die „So geht Mittagspause“-Reihe. Wir schafften ganze sechs Fotos (aus Platzgründen nur ein Teil davon jetzt), also Respekt bitte 😉

    Mai

    – Der Mai. Ja. Der Mai hat unsere Familienwelt aus den Angeln gehoben, kräftig geschüttelt und dann zum Glück wieder eingehängt. Meine kleine Schwester hatte einen schweren Fahrradunfall – hat dem Fährmann aber sauber den Mittelfinger gezeigt. Tragt Fahrradhelme, kann ich euch nur raten! Schauen kacke aus, aber mit gebrochenem Schädel schaut man garantiert noch kacker (schöner Komparativ, nech?) aus.

    Juni

    – Reise 4: Kos. Eine der schönsten Wochen im ganzen Jahr und nach all dem Seelenschmerz sehr nötig. Vino auf dem Balkon, Beachvolleyball am Beach, viel Wasser und Sand auf der Haut, Ausflüge nach Bodrum und zum Paradise Beach und der Penis-Mann machten diesen zu einem meiner schönsten Urlaube ever. Natürlich vor allem wegen meiner Reisebegleitung Muse <3 (< — nein, ich schreibe nicht „Muße“ falsch, der Spitzname leitet sich aus ihrem Nachnamen ab). Barca, wir kommen!

    – Reise 5: „Yahoo! On the Road“ in Berlin und München. Was ein Event! Auch wenn wir in fünf Nächten nur ungefähr fünf Stunden Schlaf gesammelt haben: It was a blast!

    Hier nochmal ein paar Impressionen. Das war James Hersey nach unserem Interview, hört den gefälligst öfter!

    Das waren Capital Cities, die mir einen Song namens „Safe and Sound“ beschert haben, den ich wohl nie mehr hören kann, ohne dabei kurz zusammenzuzucken und dann den Raum zu verlassen.

    Das war die Stimmung im Circus Krone bei Seeed!

    Das war des Nachts, als wir schon ein bisschen durchgedreht sind.

    – Reise 6: Southside. Also da brauch‘ ich jetzt wohl wirklich nichts mehr sagen. Pure happiness. Und wieder einmal haben „Gaslight Anthem“ sich auf den vordersten Plätzen im Ranking meiner Lieblingsbands behauptet.

    Juli

    – Reise 7: Schon wieder ein halbes Jahr vorbei, schon wieder Fäschn Wiek in Berlinski. Mittlerweile waren wir aber so perfekt eingespielt, dass solch hochprofessionelle Aufnahmen entstehen konnten und dass wir auch Politiker vors Mikro debattiert haben.

    – Reise 8: „Yahoo! Wireless Festival“ in London. Weniger als 24 Stunden in der alten Hometown. Worth every second.

    Mein Baby feiert seinen zweiten Geburtstag im Jahr 2013.

    – Ausgelassene Tage an Seen und Flüssen:

    August

    – Welli-Schatz heiratet. Es ist die schönste Hochzeit, auf der ich je war und ich glaube, auf dem Bild sieht man, wie glücklich wir beide waren:

    – Reise 9: Kiel. Ab zu Anna, meiner alten Freundin aus dem Internet. Ich verbringe eines der schönsten Wochenenden des Jahres. Rückblickend war es ein kleiner Traum, in den ich mich immer wieder gerne flüchte.

    September

    – Reise 10: Meran. Pämson und ich machen zusammen Wellness, schwelgen in tausend alten Kalauern und erleben die erheiterndste Rückfahrt aller Zeiten. Man muss nur einen Stift und einen Zettel bei der Hand haben, dann lernt man lustige Lukase aus Weilheim kennen.

    – Löwenherz und ich machen die erste Kürbissubbenäktschn, hören die Shambles und läuten den Herbst ein.

    – Mein alter Herr feiert seinen 60. und gemeinsam begießen wir diverse Geburtstage in diesem Jahr.

    Oktober

    – Reise 11: NEW YORK CITY, finally. Änn und ich verbringen eine Woche im Big Apple – und zwar eine verdammt befreiende. Die ersten Tage waren schmerzhaft, weil ich Änn gebeten hatte, mich zu hauen, wenn ich den Namen einer Person sage. Dann wurde es besser, die Prügel weniger und das Herz leichter.

    – Ich verliebe mich in Yvonne Catterfeld. Ihr neues Album ist einfach so gut! Ich verliebe mich nicht in Elyas M’Barek, seine neue Platte ist mir zu arrogant.

    November

    – Na gut, ich verliebe mich ein bisschen in Matthias Schweighöfer, weil er gar so nett ist beim Interview.

    – Reise 12: Bambi in Berlin. Ohne Worte, saugut war’s!

    Dezember

    – Ich bin jetzt bei Soundcloud. Easy listening quasi.

    – Reise 13: London. Grund: Jude Law. Langsam höre ich auf mitzuzählen. Aber ich glaube, ich war innerhalb von 12 Monaten dreimal in London. 2014 setze ich aus, da machen wir lieber Barca, Rom und L.A.

    – Es passiert etwas, was ich nicht erwartet habe. Etwas, was sehr an meinen Innereien zerrt. Etwas, was mich bis gerade eben davon abgehalten hat, dieses Jahr Revue passieren zu lassen. Doch jetzt geht es. Aufwachen ist manchmal besser als Träumen.
    Ich lerne daraus: Der erste Instinkt ist bei Menschen meist richtig, Märchen gibt es nicht und zwischen dem, was jemand sein will und dem, was jemand tatsächlich sein kann, liegen Welten.

    – Ganz zum Schluss breche ich noch einen Rekord: Ich bin seit meinem Auszug 2005 mal wieder ganze acht Tage bei meinen Eltern. Hometown Glory in Reinform. I love it.

    Das Jahr geht für mich also mit Wundenlecken zu Ende. Aber mit der Gewissheit, dass die Wundheilung noch 2013 begonnen hat und ich nicht blutend in 2014 ankommen werde.

    „I want to feel warm again. Not cold and like pushing myself off.
    I want to be warm-hearted, light-hearted. Be faithful and able to forgive and to let go.
    I want to be peaceful and radiant and positive and wise.
    I have a heart of gold and I want it to shine.
    It beats in my chest.
    It is mine.
    I have a mighty heart.“

     

    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Prost!

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides, aber am Ende wieder gleich ;).

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr.

    Der hirnrissigste Plan?
    Für einen Tag nach London fliegen. War’s aber wert.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Ziemlich viel gesetzt. Und am Ende verloren. So ist das beim Spielen.

    Die teuerste Anschaffung?
    Mein Rimowa-Trolley.

    Das leckerste Essen?
    Einfach aber Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    „Die Chemie des Todes“ – alt und megagut.
    Und „Das große Los“ von Meike Winnemuth. Damit hat sie sich unsterblich gemacht.

    Der beste Film?
    Holla, ob der Nasen-OP hab ich dieses Jahr drei Wochen Zeit gehabt, um nur Filme zu gucken.
    Sehr gut: „Eine ganz heiße Nummer“.

    Das beste Album?
    “Lieber so” von Yvonne Catterfeld. Ganz im Ernst. Und „Vol. 3“ von She & Him.

    Das schönste Konzert?
    Dieses Jahr war recht konzertarm. Aber BOY in New York waren wunderbar.
    Und Gaslight beim Southside. Naja, und Sarah Connor (sie hat mich persönlich eingeladen, konnte also nicht aus der Nummer raus) kann auch was.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Sehr toll war New York, sehr schlimm war Shortys Unfall.

    Die meiste Zeit verbracht mit…?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Freunden.

    Die schönste Zeit verbracht…?
    Am Wasser, eindeutig. Und auf meinem Balkon.

    Vorherrschendes Gefühl 2013?
    Langt’s dann? Der Unfall meiner Schwester und der Unfall meines Herzens haben mich ziemlich ausgeknockt. Aber am Ende machen ein paar Narben die Haut robust.

    2013 zum ersten Mal getan?
    New York!

    2013 nach langer Zeit wieder getan?
    Mit Änn verreist. So richtig.

    Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Dass man seinen eigenen Gedanken einfach manchmal nicht glauben darf.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Das zweite Leben für Shortman und die Gitarre, die ich von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen habe.

    2013 war mit einem Wort…?
    Noch krasser als 2012 und 2011. Obwohl ich jedes Mal dachte, es geht nicht mehr mehr. Sollte das einem jezt Angst oder Mut machen? Ach, mit Angst ist man nie gut beraten. Ich bleibe mutig. Anders macht mein wildes Herz das eh nicht mit ;).

    So, und nun ist Schluss mit Stuss. Wir feiern jetzt Silvester und ich gebe euch noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg:
    Lasst das Böllern sein, kauft lieber Kaschmirpullis von dem Geld.
    Schlagt euch die Bäuche voll und lasst die Gläser in dieser Nacht nie leer werden.
    Legt die Kopfschmerztabletten raus und stellt das Wasser bereit.
    Packt euch aufs Sofa, schaut Quatsch im Fernsehen und zelebriert das Sandeln am Tag danach.

    Und dann haltet ein.
    Schaut auf die weiße Wand und wiegt euch in Sicherheit. Denn ihr habt die Farben in der Hand und könnt 2014 so anmalen, wie ihr wollt. Vermutlich kackt euch hier und da ein Vogel ins Bild, aber nennen wir diese Punkte einfach Schönheitsflecken, die das Ganze interessant machen.

    Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr 2014 so gestalten könnt, wie ihr es euch am ersten Tag des Jahres ausmalt.

    Dass es wenige Hindernisse gibt und dass sie euch nicht abschrecken, sondern herausfordern, wenn sie sich zeigen.
    Dass ihr versteht, wo die Zeit am besten aufgehoben ist und dass ihr nichts davon versteht, wie man sie verschwendet.
    Dass ihr euren Kopf benutzt, euch aber nicht zu oft einen Kopf macht.
    Dass euch ein kaltes Herz fernliegt und dass ihr eures warm und kraftvoll anderen Menschen nahelegt.
    Dass ihr über die Stränge schlagt und die Strenge schlagt.
    Dass ihr auf euch achtet und versucht, die beste Version von euch zu sein.
    Dass ihr dabei niemanden verachtet, sondern ihm feinfühlig und gewissenhaft zur Seite steht, wenn er gerade nicht die beste Version von sich sein kann.
    Dass ihr mutig seid und tollkühn fortschreitet, nicht ängstlich und zaghaft auf der Stelle tretet.
    Dass ihr euch nie eine Grenze setzt, nur weil das Alter eine zu ziehen scheint.
    Dass ihr neugierig bleibt und angriffslustig, begeisterungsfähig und gewitzt, um in kindlicher Manier Dinge zu finden, die es wert sind, entdeckt zu werden.
    Dass ihr das Risiko eingeht, verschlossene Türen aufzubrechen und nach dem zu suchen, was das Leben lebhaft macht.
    Dass ihr liebt und zwar ohne Vernunft, dass ihr fühlt und zwar pur.
    Dass ihr wisst, wann ihr schwimmen solltet und wann ihr euch treiben lassen müsst, um an euer Ziel zu kommen.

    Ich glaube, so kann man ganz gut leben.

  • New York, are you tuning in…

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    …New York big city of dreams
    New York oh what a city
    New York, are you tuning in
    …And its funny how time flies
    In the city that never sleeps
    It’s getting after hours
    And I’m feeling the heat.

    (Richard Ashcroft: „New York“ auf „Alone With Everybody“ –> Ich glaube, dieser „New York“-Song umreißt fast alle Facetten unserer Reise.)

    Tach zusammen! Team NYC is back! Ich habe hier circa 100 Fotos liegen (selbstverständlich schon geschnitten, wie sich das für eine anständige Bloggerin gehört) und überlege, ob ich sie in sieben Einträgen verwurste, oder ob ich sie in einem verbrate und euch damit die geballte Ladung New York um die Ohren haue (und euch zähe Minuten des Wartens aufzwinge, bevor die Seite alle Bilder geladen hat).
    Aber ich kenn‘ euch. Ihr seid so gierig wie ich und wollt es doch auch. Ich wette, dass ein paar von euch schon mit den Hufen scharren… also machen wir es (der Gewohnheit wegen) einfach der Reihe nach und geben uns gemeinsam Bild für Bild die vollendete Dröhnung. Hach, was für ein Spaß! Am besten dreht ihr den Bildschirm hochkant oder macht sonst was, denn einige Bilder sind sehr hochformatig und ich wollte sie nicht stutzen, weil sie sonst an Ausdruck verlieren.

    Nach unserer Ankunft… (neun Stunden Flieger, zwei davon mit dem Circus Krone-Konzert vom Poisel Philipp verbracht, obwohl mich eine gewisse Person vor Abreise noch warnte, dass ich ihn besser nicht mitnehmen sollte. Hab ich auch nicht, aber some things seem to follow me scheinbar) … sahen wir in etwa so aus:

    Warum schauten wir so blöd? Weil uns dieser Anblick erst mal total erschlug:

    Ungefähr so erschlagen fühle ich mich jetzt gerade auch. Ich sitze mit Tee auf einer Arschbacke auf dem Sofa (zum Grund dieser Sitz-po-sition kommen wir später) und kann die letzte Woche noch nicht so recht fassen. Zum Glück gibt es junegloom.de. Nach diesem Blog-Eintrag wird sich das Chaos in mir weitestgehend gelichtet haben. Also flott weiter im Text.

    Tag 1:

    Wenn ich verreise und neue Städte entdecke, brauche ich dazu einen Plan. Ich hasse es, wenn ich irgendwo ankomme, und erst mal überhaupt nicht weiß, wo ich anfangen soll. Deshalb schnipsle ich vorher eine Karte aus Google Maps zusammen und markiere darin alle Punkte, die ich sehen will. Nennt mich altmodisch, aber ich brauche das für den Überblick. Natürlich wird vor Ort dann mit den besten Apps ergänzt 😉 (für NY empfehle ich die „Pocket New York“-App von hier – funktioniert offline und ist sehr übersichtlich). Meine physische Karte bekommt im Lauf der Reise eine einzigartige Patina (sie zerfleddert und wird ranzig – je mehr, desto mehr haben wir gesehen):

    Damit machten wir uns also auf den Weg von Harlem nach Manhattan, einmal von Nord nach Süd. Geht schnell, wenn man den Express Train nimmt. Geht nicht so schnell, wenn man den Local Train nimmt. Der hält nämlich bei jeder Mülltonne. Also aufgemerkt: Achten Sie auf die Hinweise, wenn Sie Ihre U-Bahn betreten!
    Wir wollten zuerst alle Touri-Attraktionen abhaken. Die in jedem Reiseführer stehen. Die man aus 100 Filmen und von 1000 Fotos kennt. Die man quasi aus dem Kopf nachzeichnen kann, obwohl man noch nie selbst davor stand. Tataaa, da hätten wir Nummer 1:

    Da die Dame ob des Government Shutdowns keinen Besuch empfing , winkten wir ihr nur von der Staten Island Ferry zu. Langt auch. Man will ja niemanden belästigen. Hier gibt’s alle Infos zur Ferry. Ist eine nette Sache, weil man kostenlos auf dem Wasser rumdüsen kann und einen prima Ausblick dazubekommt.

    Zurück in Manhattan sagten wir dem Times Square „Servus“. Ich hasse diesen Platz. Er ist laut, voll, chaotisch…

    …wenn man Pech hat, latscht auch noch der Naked Cowboy an einem vorbei und spielt grässlich Gitarre.

    Ich kann verstehen, warum alle New Yorker den Times Square meiden. Aber gut, muss man gesehen haben, nech?

    Was man WIRKLICH gesehen haben muss, weil es einen mitten in dieser Stadt der Unruhe eine ganz spezielle Lautlosigkeit finden lässt, ist das 9/11 Memorial am Ground Zero neben dem 1 WTC. Vielleicht können die Bilder etwas von der Beklemmung transportieren, die mich dort sofort ergriffen hat.

    Derick Charles hätte am 3. Oktober Geburtstag gehabt:

    Danach fuhren wir ziemlich bedröppelt ins West Village, um auf andere Gedanken zu kommen. Das soll nicht geschmacklos klingen. Diese Last, die New York und die ganze Welt am 11. September 2011 auferlegt bekam, spürt man überall in der Stadt und sie ist auch nach 12 Jahren nicht leichter geworden.

    Im West Village begaben wir uns zur Ablenkung auf die Spuren einer alten Freundin namens Carrie Bradshaw. Und siehe da, wir fanden sie bzw. ihren Zauber, der die Perry Street nach wie vor durchströmt.

    Ich habe alle „Sex and the City“-Staffeln so oft gesehen, dass es ein wirklich einzigartiger Moment war, für das Foto kurz bei Carries Stufen zu halten. Dort saß sie so oft mit ihren Grls, knutschte Kerle und stöckelte strahlend in ihr New Yorker Leben. (Jaja, ich weiß, die Wohnung, in der gedreht wurde, befindet sich ganz woanders.)

    Mir tut nur die Hausbewohnerin leid, die mürrisch ihren Müll vor die Tür brachte, als wir gerade unsere Fotos schossen. Entweder wusste sie beim Einzug nicht, was hier einst gedreht wurde, oder sie dachte, der Rummel würde sich legen. Nun ja, war wohl nix. Sie hat eine Kette angebracht und einladende Schilder dran montiert. Möchte wissen, wie oft sie im Winter drüberstolpert.

    Ums Eck findet man die berühmte Magnolia Bakery. Zack, Zitronen-Muffin holen, raus in den Park und ein bisschen entspannen.

    –> Feststellung: Ich würde sofort ins West Village ziehen, wenn ich nach New York ziehen müsste (erörtern wir am Ende des Eintrags).

    Weiter ging’s Richtung Flatiron District.

    Ausprobiert: Shake Shack am Madison Square Garden. Diese Empfehlung erreichte mich anonym, also danke ich Anonymus dafür. Hätten wir ob der Dichte aber bestimmt auch irgendwann selbst gefunden 😉

    In New York ist übrigens allerorts Oktoberfest, glücklicherweise meinen sie es nicht wirklich ernst.

    Äh, irgendwann zwischendrin schoben wir auch noch diesen obligatorischen Kandidaten dazwischen. Ihr seht, wir haben an Tag 1 nicht nur alle Klischee-Sights besucht, sondern uns auch einige Klischee-Speisen einverleibt.

    So, jetzt aber zum Abend. Wir wollten sehen, wo sich das hier ereignet hatte. Siehe da, „Gossip Girl“-Drehort in der Grand Central Station gefunden.

    Zum Schluss wollten wir die ganze Chose noch aus der Luft sehen. Ich kann euch nur raten, an einem Donnerstag aufs Empire State Building zu fahren.

    Von den ominösen kilometerlangen Schlangen ist da nämlich nichts zu sehen. Wir waren in 15 Minuten oben und dort ereignete sich dies:

    Darf ich vorstellen? Gargoyle genießt die Sicht:

    Die Sache mit der Aussicht war für diesen Tag aber noch nicht vorbei. Denn wir legten zum Abschluss noch einen erquickenden und total beabsichtigten saulangen, ungewollten Fußmarsch hin, der uns am Yankee Stadium in der Bronx vorbeiführte (das in der Ferne sind die Leuchtbuchstaben drauf…). Ihr wisst schon: Express oder Local, immer hübsch aufpassen…

    So, nach diesem Malheur musste ich alles in mein Ryan Gosling-Buch schreiben, das ich frisch erstanden hatte. Zum Glück gibt es Beweisbilder, sonst würdet ihr jetzt gar nicht glauben, dass wir all das an nur einem Tag erlebt haben. Ich kenn euch doch, ihr Schlawiner!

    Tag 2:

    Am Freitag ließen wir es nach der Höllentour etwas ruhiger angehen (also für unsere Verhältnisse, nech? euch wird das wieder wie ein Marathon vorkommen ;)). Frühstücks-Station: Das Café Communitea in Long Island. Anlass zum Besuch dieser doch etwas abgelegenen Lokalität könnten Szenen wie diese gegeben haben. Wir wollen aber jetzt nicht so tun, als wären wir Hardcore-„Gossip Girl“-Fans, deshalb sind wir rein zufällig dort gelandet.

    Von Long Island aus ging’s ab nach Brooklyn Richtung Williamsburg. An dieser Stelle setzt es jetzt was. Wer hatte mir das nochmal empfohlen (ich könnte jetzt nachschauen, aber wir wollen hier ja niemanden bloßstellen ;))? Furchtbar! Ein ranziger und überteuerter Second Hand Laden neben dem anderen (lediglich „Beacon’s Closet“ hier ist gut!), total langweilig, null Flair. Zum Glück brachte uns die East River Ferry schnell von da weg. Brooklyn mag Charme haben, aber sicher nicht in der Bedford Street. Schreibt euch das hinter die Ohren!

    Wir waren zu diesem Zeitpunkt dann schon echte Pros im Fährefahren und wagten kühne Stunts:

    In Dumbo (der Teil Brooklyns, in dem die Brooklyn Bridge „entspringt“) angekommen, gönnten wir uns ein Eis aus der berühmten „Brooklyn Ice Cream Factory„, um uns für den Aufstieg zu rüsten.

    Dieser sah dann ungefähr so aus:

    Ich sag’s euch, bei 28 Grad und herrlichem Sonnenschein ist der Fußmarsch nach Manhattan über die Brooklyn Bridge saumäßig schweißtreibend wunderschön!

    Zur Belohnung für den knapp zwei Kilometer langen, steilen Walk trafen wir am Abend alte Bekannte:

    Greg Holden (er war die Vorband) würden wir gern heiraten! Hat wer seine Nummer? Schleunigst her damit!

    Die Grls von BOY täten wir auch nehmen, wenn’s sein muss. Solide Nummer! Trotz der sehr süßen Nervosität. Chapeau!

    Hach, was für ein wunderschöner Ausklang eines traumhaften Tages. Team Änn/Jules united, Greg, BOY, eine laue Sommernacht mitten im Oktober und mitten in New York – das werde ich so schnell nicht vergessen.

    Tag 3:

    Wirklich erst Tag 3? Mir kam es vor, als wären wir schon ewig in New York. Wir hatten irgendwie keine Zeit, um das Erlebte einzuordnen. Deshalb beschlossen wir nach eingehender Planung…

    … den etwas verhangenen Samstag sinnvoll an ein Outlet zu spenden. Das hier war uns zu weit, Änn hatte dieses empfohlen bekommen, also nix wie ab. Nun. Die Tüten gibt’s am Ende. Ich hatte im Video ja schon erwähnt, wie stolz wir auf unsere „König der Löwen“-Pullis sind ;).

    Sehr nett war es auch bei Victoria’s Secret – so herrlich pink. Nein, ich werde keine Bilder der Käufe zeigen! Nur so viel: Die fotografierten Modelle sind es nicht.

    Abends wagten wir uns nochmal hinaus in die City. Um genau zu sein hoch hinaus. Hier befindet sich die Rooftop Bar „230 Fifth“, von der aus man einen phänomenalen Blick hat. Dass es diese Bar gibt, war nicht nur uns bekannt, trotzdem mischten sich Touris angenehm unter Einheimische und ich würde bei gutem Wetter jederzeit wieder hingehen. Achtung: Dress up not down…sonst geht es euch wie der Jeans-Bagage vor uns. Die wurde nämlich mit den Worten „Change!“ abgewiesen. Ich frage mich bis heute, was an meinem Outfit upper war, aber gut, der Doorman wird’s schon wissen.

    Dahoam in Harlem fühlte ich mich dann zum ersten Mal so richtig angekommen. Nicht wegen der Bar im Himmel, nicht wegen meines neuerlich gern getragenen Ganzkörperkaro-Looks, sondern weil ich mich eingewöhnt hatte. Die Hochhäuser waren normal geworden, die Strecken in der silbernen U-Bahn gängig, die Straßenkarte Routine. So fühlt es sich also an, wenn man New Yorkerin war. Mal sehen, ob ich es am Ende gut finden würde. In diesem Moment hier (und in etwa 100 anderen auf der Reise) war ich auf jeden Fall einfach nur auf den Punkt glücklich.

    Tag 4:

    Herr im Himmel, schon Sonntag? Alles klar, nix wie in die Kirche. Dass auch andere Personen lesen können (im Reiseführer, da wo der Gospel-Gottesdienst in der Kirche in Harlem empfohlen wird), hatten wir nicht bedacht. Leider wurde ob der saulangen Schlange dann nichts aus Original-Touri-Gospel. Den sollten wir später noch bekommen…

    Wir machten uns also erst mal auf in Richtung Central Park. Um genau zu sein Richtung Tiffany & Co. auf der Fifth Avenue, von wo wir bepackt mit silbrigen Erinnerungen starten wollten. Gesagt, getan, tata:

    Und rein in die „grüne Lunge“, die mit 3,41 km² total gegen den Englischen mit 3,7 km² abstinkt:

    Die Bronze-Statuen von Hans Christian Andersen (Mama, dieses Bild ist dir gewidmet!) und Alice im Wunderland regten uns Spielkinder natürlich zum Quatschmachen an. Vom Hans ließ ich mir „Das hässliche Entlein“ vorlesen, bei Alice stellte/setzte ich mich unter.

    Ich war und bin kein „Alice im Wunderland“-Fan. Um ehrlich zu sein, mag ich weder das Buch noch den Film. Aber in New York kam ich mir irgendwie selbst wie Alice vor. Alles ist ziemlich verrückt.

    Wenn man von Süd nach Nord läuft, passiert man am Rande zum Beispiel das Metropolitan Museum of Art. Da kamen wir dann gesanglich auf unsere Kosten. Ich hätte stundenlang lauschen können.

    Dann zog der Himmel wieder zu und wir umrundeten nur noch schnell das Jacqueline Kennedy Onassis Reservoir

    … bevor wir uns auf den Heimweg machten. Deeeenn wir waren noch zum Barbecue bei Julia geladen, meiner Arbeitskollegin in New York. Keine Bilder, das Handy blieb in der Tasche, is ja auch mal gut jetzt, nech?

    Tag 5:

    Zugegeben, wir haben ausgeschlafen. Aaaaaber wir brauchten die Energie, denn um die Mittagszeit mussten wir uns wieder an diesen gottlosen Platz von Tag 1 begeben, um ein Projekt zu starten. Dessen Name: Musical-Karten zum halben Preis erwerben.

    Bei TKTS hauen sie ab 15 Uhr nämlich die unverkauften Karten für den Abend raus und wir wollten unbedingt ein Broadway-Musical besuchen. Prio-Liste: „Das Phantom der Oper“, „Chicago“ oder „Mamma Mia!“. Siehe da, wir hatten Glück. Sehr gute Plätze für Prio 1 à 70 Ocken.

    Ich würde es ja jetzt gerne weiterempfehlen, kann ich aber nicht reinen Gewissens tun. Es war beeindruckend, keine Frage, aber nicht mein Ding irgendwie. Ich hätte vorher mal clever kombinieren sollen, um festzustellen, dass „…der Oper“ sicher auch was mit dem Gesang zu tun hat. Und ich mag nur sehr weige Opern. Nun ja. Das nächste Mal wieder der gute alte „König der Löwen“ :).

    Tag 6:

    Nach zwei bedeckten Tagen zeigte Madame Sonne endlich wieder ihr Gesicht. Prima, denn wir wollten eh an den Strand. Coney Island liegt im Süden von Brooklyn, war früher ein Ort der Reichen und Schönen, die heute aber in die Hamptons fahren, um den Russen Platz zu machen. Und uns. Zum Glück hatten die Russen keine Zeit, und wir damit den Strand fast komplett für uns. Abgesehen von einer in der Nähe explodierenden (vollen) Bierdose war dieser Tag wirklich perfekt. Ich bin einfach ein Meer-Kind. Und dieses Jahr durfte ich es schon zum dritten Mal sehen. Ich sag’s euch, es war gar nicht so leicht, die Seele wieder einzufangen, so frei wie sie da herumgebaumelt ist. Das Video zur Erörterung der korrekte Plurals von „Muskelkater“ habt ihr alle brav geguckt, oder?

    Ein paar obligatorische Posings inkl. Beinahe-Hintenübersturz ob zu viel Coolness:

    Hier hab ich euch vorsorglich auch gleich alle mit angemeldet. D’accord, nehme ich an!

    Und falls sich wer an meinem Freizeit-Look stört, kommt hier eine kleine Info für denjenigen: Ich habe es tatsächlich gewagt und bin fast dauernd so rumgelaufen. Nachdem ich feststellen musste, dass sich in NYC keiner was um seine Garderobe scheißt (ausgenommen ein paar gutaussehender Männer im Einheits-Look, bestehend aus dunklem Wuschelhaar, zünftigem Bart, Ray-Ban, hellblauem Hemd und guten Lederschuhen – einer sitzt bereits neben mir auf dem Sofa, sein Name ist Adam Brody), hatte ich auch keine Lust mehr dazu und hüllte mich fortan in sportliche und nicht minder elegante Sweat-Materialien. Darin hatte auch der Fastfood-Bauch geräumig Platz ;).

    … oder „Tasty Hand-Pulled Noodles„, die wir anschließend in China Town verzehrten. Seeluft macht hungrig! Man kann denen sogar beim Nudelnziehen zugucken. Ein kleiner Geheimtipp. Megalecker!

    … oder Cupcakes (in diesem Fall mache ich eine Ausnahme und benutze dieses verdammte Wort) von hier:

    Ich fürchte, ich habe meinen Cookie-Cream-irgendwas-verdammt-Geiles zu schnell vertilgt, um ihn noch fotografisch festzuhalten. Naja, müsst ihr halt selber hin. Dings da, im East Village stellte ich übrigens fest: Diese Villages sind mein Ding. West ist eher so family-mäßig und idyllisch ruhig, East erinnert an unser Univiertel und wäre damit dann jetzt meine Wunschgegend.

    Tag 7:

    Letzter Tag. Heißt: Einkäufe verstauen…

    … und die Bude räumen. Plötzlich war unsere New York City Woche vorbei. Sie hatte zwar ewig gedauert, weil wir so viel erlebt hatten, aber trotzdem jetzt ihr Ende gefunden. Fast. Denn auf dem Weg zum letzten Appointment trafen wir Shakira. Also nicht direkt. Aber wir kamen am Bryant Park vorbei, wo sie gerade ihren Soundcheck für das Konzert am Abend machte. Und da blieben wir natürlich gerne stehen, um ein paar Hits zu lauschen.
    So, zurück zum Appointment. Mein Termin bei Derek stand noch aus:

    Ich habe noch nie vor einem wildfremden Menschen meine Hose (die gemütliche) runtergelassen. Aber er hat mich glücklich gemacht, der Derek. Selbstverständlich gibt es das (perfekte) Ergebnis nur in natura zu besichtigen. Und da ich nicht die Freiheitsstatue bin, mache ich sogar die Tür auf und kredenze Kürbissuppe, wenn ihr meine ewige Erinnerung an diese unfassbar tolle Woche sehen wollt. Anfassen ist nicht erlaubt, über eine kleine Spende für die jetzt leere Urlaubskasse freut sich das Team.

    Was wollte ich abschließend noch sagen? Irgendwie fehlen mir immer noch die Worte. New York haut einen um.
    Im ersten Moment. Wenn sich die Realität über all die Bilder legt, die einem Filme und so schon ins Hirn gebrannt haben. Wenn sich die beiden Ebenen dann verunden haben, hat man New York selbst aufgenommen und der Zauber verschwimmt zwischen den Hochhäusern. New York wäre nicht meine Stadt, das ist sicher. Zu groß, zu gestresst, zu sehr damit beschäftigt, einem Image gerecht zu werden. Wenn Julian allerdings fragen würde… nun ja, dann kööönnte ich mir das eventuell nochmal überlegen ;).

    Danke, Änn! Uns muss erst mal einer übertreffen!

    PS I: Wer genauere Infos zu unserem Appartement bzw. zu Airbnb.de will, soll sich melden.

    PS II: Ein iPhone hält in NYC locker einen Tag und eine Nacht durch, auch wenn man dauenrd über WLan ins Netz geht und viele Fotos macht. Der Verbrauch hängt von „Mobile Daten“ ab!

    PS III: Man kann getrost Newark, statt JFK anfliegen. Der Transfer in die Stadt geht schnell, ist günstig und der Flug meist billiger.

    PS IV: Erzählt den Flugbegleitern, dass ihr „schreckliche Flugangst“ habt. Dann geben sie euch bereitwillig viel mehr Alkohol als allen anderen, um euch ruhig zu stellen. Hilft beim Einschlafen. Da braucht man dann gar nicht mehr „Der große Gatsby“ gucken.

    PS V: Lest Simon Beckett! Ich bin kein Krimi- oder gar Thriller-Fan, aber „Die Chemie des Todes“ hat mich so gebannt, dass ich in NYC in der U-Bahn direkt „Kalte Asche“ gelesen habe, jetzt mit „Leichenblässe“ starte und „Verwesung“ schon bestellt ist.