Krank! Tag Archive

  • Allergischer Schock.

    Post Image

    Es geht mir prima an diesem Feiertag. 10 Kilometer Laufen im Englischen, pack ma’s. Schön ist es draußen. Der Schnee ist größtenteils weggeschmolzen. Ich lasse mit von Susanne Fröhlich aus ihrem Buch „Lieblingsstücke“ vorlesen. Keine liest so pointiert wie sie. Seichte aber gewitzte Unterhaltung.

    Bei Kilometer acht höre ich nicht mehr so genau zu. Mich irritieren meine Nasennebenhöhlen. Irgendwie fühlen sie sich plötzlich so gereizt an. So geschwollen, sie jucken. Ich denke mir (noch) nichts, laufe weiter, höre wieder zu.

    Ich beiße mir versehentlich auf die Zunge. Oh Gott, die ist ja ganz dick! Mindestens doppelt so dick wie normal. Irgendwas ist ganz komisch gerade. Ich bin eh auf dem Heimweg, gehe das letzte Stück langsamer. Mein Herz pumpt ordentlich. Meine Hände fangen an zu bitzeln, meine Lippen auch.

    Habe ich mich überanstrengt? Aber nee, ich laufe diese Strecke immer, bin gut im Training und habe erst zwei Stunden vorher ordentlich gegessen. Ich habe das Gefühl, die Leute schauen mich auf den letzten paar Metern komisch an.

    Als ich endlich daheim ankomme – mittlerweile ist meine Nase dicht, meine Zunge noch dicker, ich atme sehr schnell – und in den Spiegel blicke, kann ich verstehen, warum sie so blöd geguckt haben. Ich bin knall(!)rot und sehe alles andere als gesund aus.

    Ich trinke Wasser mit Eiswürfeln, vielleicht schwillt dann die Zunge ab. Ich gehe laukalt duschen, vielleicht hilft das gegen die puterrote, extrem juckende Haut.

    Schnell merke ich, dass gar nichts hilft. Mein ganzer Körper fühlt sich geschwollen an. So was hatte ich noch nie. Ich kapiere, dass ich ins Krankenhaus muss. Schnell rufe ich zwei gute Freundinnen an, die in der Nähe wohnen, und sie bringen mich hin. DANKE nochmal!

    infu

    arm

    Diagnose dort: Allergischer Schock. Sie hängen mich an den Tropf, beruhigen mich, wollen mich eine Nacht dabehalten. Nach ein paar Stunden ist die Schwellung zurückgegangen.
    Am nächsten Morgen geht es mir viel besser, alles ist abgeschwollen, meine Haut hat wieder eine normale Farbe. Ich werde entlassen. Noch ein Tag in Ruhe auf dem Sofa, dann bin ich wieder die Alte.
    —————————————————————
    Ich habe lange überlegt, ob ich das hier schreiben soll.
    Dann kam ich zu dem Schluss, dass es Sinn macht. Nicht um Genesungswünsche oder Mitgefühl zu bekommen, sondern um zu sensibilisieren.
    Ich bin nämlich eigentlich pumperlgsund und nicht so leicht auszuknocken und hatte keine Ahnung, was da gerade mit mir passierte. Ich spürte nur, dass etwas ganz und gar nicht stimmt.
    Nehmt’s euch zu Herzen: So ein allergischer Schock kann urplötzlich jeden treffen. Dann muss man einfach schnell handeln, nämlich in die Notaufnahme düsen oder den Krankenwagen rufen. Den Rest machen die.

    Tut man das nicht, kann das tödlich enden. Also im Ernstfall. Braucht’s ja nicht. Genauso wenig wie Krankenhausfood.

    tabl

    Zu Info: Bei mir ist nicht klar, worauf ich allergisch reagiert habe. Ich habe nichts Besonderes gegessen, kein neues Waschmittel verwendet usw., keine neue Strecke ausprobiert. Auch ein verschleppter Infekt wurde über die unauffälligen Blutwerte ausgeschlossen. Klar ist nur, dass das Laufen das Ganze natürlich angekurbelt hat.
    In fünf Wochen kann ich einen Allergietest machen, der dann vielleicht Aufschluss gibt.
    2015, ich bin jetzt da 😉 Mein Wissen, dass es einfach zu schnell vorbei sein kann, wurde durch dieses „Erlebnis“ mit Sicherheit abgestaubt und aufpoliert.

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2013.

    Post Image

    Meine Damen und Herren, hier kommt der Jahresrückblick für 2013. Ich liebe das. Einmal im Jahr die letzten 12 Monate durchackern, alles Revue passieren lassen, und am Ende meist mit einem guten Gefühl abschließen können. Also probieren wir’s mal. Vielleicht geht’s ja gut!

    Vorneweg muss ich (wie jedes Jahr) sagen, dass 2013 das wohl krasseste Jahr meines Lebens war. Diesmal aber echt ;)!
    Spaß beiseite. Es war wirklich krass. In allen Belangen. Aber jetzt reisen wir mal in den Januar zurück.

    Januar

    – Los ging das Jahr gleich mal mit dem großen Spachteln bei TJ (ehemals Stau). Wir fanden uns in kleiner Runde in Landshut ein und überfraßen uns zum Beispiel an dieser Perversität:


    –> Genau diese steht jetzt schon für heute Abend kalt 🙂

    – Reise 1: So prima gestärkt ging’s mit den (Ex-)Kollegen ab in den Schnee. Pistengaudi und Schnitzelspaß im Stubaital. Leider das einzige Ski-Wochenende 2013.

    – Reise 2: So prima vermuskelkatert düsten wir dann nach Berlin, um wieder eine Woche Mode-Gaganess zu erleben. Besonders gelungen ist dabei dieses Bild von zwei Unbekannten mit mittig postiertem Stargast:

    Oooook, Scherz beiseite. Das schönste Bild ist natürlich das hier von TJ und mir:


    –> Merkt euch dies: Augenringe verschwinden, wenn man das Bild verwackelt.

    – Reise 3: Schon wieder TJ. Und gleich nochmal Stubaital. Diesmal aber zur Entspannung.

    Ebenfalls am Start und schwer verstörend: Die Muller. Wer nicht mehr weiß, was das ist, liest hier nach.

    – Ah und noch was, das hier:

    Februar

    – Endlich mal wieder Regensburg mit meiner liebsten Pera. „Män, ich bin viel zu selten da“, dachte ich damals. Da wusste ich noch nicht, dass ich im Mai verdammt oft da sein würde – leider aus einem weniger feierlichen Grund.

    März

    – Der März bestand für mich nur aus der Nase. Bzw. aus der mentalen Vorbereitung auf die OP und der Heilung danach. Ausgangspunkt: Atmung vor allem nachts schwierig. Endpunkt: Atmung läuft wieder und weitere Spuren meines schweren Sturzes mit sechs Jahren sind nun auch beseitigt. Schon komisch, wenn man sich seine Visage in der Mitte einmal zerdeppern lässt, um sie dann wieder zusammenheilen zu lassen. Aber es war ein verdammt intensives Erlebnis und sowas macht einen ja immer stärker. Vielleicht war es sogar die größte Mutprobe meines Lebens.

    Wer eine Filmliste sucht, suche übrigens hier.

    April

    – Im April entwickelten Löwenherz und ich die „So geht Mittagspause“-Reihe. Wir schafften ganze sechs Fotos (aus Platzgründen nur ein Teil davon jetzt), also Respekt bitte 😉

    Mai

    – Der Mai. Ja. Der Mai hat unsere Familienwelt aus den Angeln gehoben, kräftig geschüttelt und dann zum Glück wieder eingehängt. Meine kleine Schwester hatte einen schweren Fahrradunfall – hat dem Fährmann aber sauber den Mittelfinger gezeigt. Tragt Fahrradhelme, kann ich euch nur raten! Schauen kacke aus, aber mit gebrochenem Schädel schaut man garantiert noch kacker (schöner Komparativ, nech?) aus.

    Juni

    – Reise 4: Kos. Eine der schönsten Wochen im ganzen Jahr und nach all dem Seelenschmerz sehr nötig. Vino auf dem Balkon, Beachvolleyball am Beach, viel Wasser und Sand auf der Haut, Ausflüge nach Bodrum und zum Paradise Beach und der Penis-Mann machten diesen zu einem meiner schönsten Urlaube ever. Natürlich vor allem wegen meiner Reisebegleitung Muse <3 (< — nein, ich schreibe nicht „Muße“ falsch, der Spitzname leitet sich aus ihrem Nachnamen ab). Barca, wir kommen!

    – Reise 5: „Yahoo! On the Road“ in Berlin und München. Was ein Event! Auch wenn wir in fünf Nächten nur ungefähr fünf Stunden Schlaf gesammelt haben: It was a blast!

    Hier nochmal ein paar Impressionen. Das war James Hersey nach unserem Interview, hört den gefälligst öfter!

    Das waren Capital Cities, die mir einen Song namens „Safe and Sound“ beschert haben, den ich wohl nie mehr hören kann, ohne dabei kurz zusammenzuzucken und dann den Raum zu verlassen.

    Das war die Stimmung im Circus Krone bei Seeed!

    Das war des Nachts, als wir schon ein bisschen durchgedreht sind.

    – Reise 6: Southside. Also da brauch‘ ich jetzt wohl wirklich nichts mehr sagen. Pure happiness. Und wieder einmal haben „Gaslight Anthem“ sich auf den vordersten Plätzen im Ranking meiner Lieblingsbands behauptet.

    Juli

    – Reise 7: Schon wieder ein halbes Jahr vorbei, schon wieder Fäschn Wiek in Berlinski. Mittlerweile waren wir aber so perfekt eingespielt, dass solch hochprofessionelle Aufnahmen entstehen konnten und dass wir auch Politiker vors Mikro debattiert haben.

    – Reise 8: „Yahoo! Wireless Festival“ in London. Weniger als 24 Stunden in der alten Hometown. Worth every second.

    Mein Baby feiert seinen zweiten Geburtstag im Jahr 2013.

    – Ausgelassene Tage an Seen und Flüssen:

    August

    – Welli-Schatz heiratet. Es ist die schönste Hochzeit, auf der ich je war und ich glaube, auf dem Bild sieht man, wie glücklich wir beide waren:

    – Reise 9: Kiel. Ab zu Anna, meiner alten Freundin aus dem Internet. Ich verbringe eines der schönsten Wochenenden des Jahres. Rückblickend war es ein kleiner Traum, in den ich mich immer wieder gerne flüchte.

    September

    – Reise 10: Meran. Pämson und ich machen zusammen Wellness, schwelgen in tausend alten Kalauern und erleben die erheiterndste Rückfahrt aller Zeiten. Man muss nur einen Stift und einen Zettel bei der Hand haben, dann lernt man lustige Lukase aus Weilheim kennen.

    – Löwenherz und ich machen die erste Kürbissubbenäktschn, hören die Shambles und läuten den Herbst ein.

    – Mein alter Herr feiert seinen 60. und gemeinsam begießen wir diverse Geburtstage in diesem Jahr.

    Oktober

    – Reise 11: NEW YORK CITY, finally. Änn und ich verbringen eine Woche im Big Apple – und zwar eine verdammt befreiende. Die ersten Tage waren schmerzhaft, weil ich Änn gebeten hatte, mich zu hauen, wenn ich den Namen einer Person sage. Dann wurde es besser, die Prügel weniger und das Herz leichter.

    – Ich verliebe mich in Yvonne Catterfeld. Ihr neues Album ist einfach so gut! Ich verliebe mich nicht in Elyas M’Barek, seine neue Platte ist mir zu arrogant.

    November

    – Na gut, ich verliebe mich ein bisschen in Matthias Schweighöfer, weil er gar so nett ist beim Interview.

    – Reise 12: Bambi in Berlin. Ohne Worte, saugut war’s!

    Dezember

    – Ich bin jetzt bei Soundcloud. Easy listening quasi.

    – Reise 13: London. Grund: Jude Law. Langsam höre ich auf mitzuzählen. Aber ich glaube, ich war innerhalb von 12 Monaten dreimal in London. 2014 setze ich aus, da machen wir lieber Barca, Rom und L.A.

    – Es passiert etwas, was ich nicht erwartet habe. Etwas, was sehr an meinen Innereien zerrt. Etwas, was mich bis gerade eben davon abgehalten hat, dieses Jahr Revue passieren zu lassen. Doch jetzt geht es. Aufwachen ist manchmal besser als Träumen.
    Ich lerne daraus: Der erste Instinkt ist bei Menschen meist richtig, Märchen gibt es nicht und zwischen dem, was jemand sein will und dem, was jemand tatsächlich sein kann, liegen Welten.

    – Ganz zum Schluss breche ich noch einen Rekord: Ich bin seit meinem Auszug 2005 mal wieder ganze acht Tage bei meinen Eltern. Hometown Glory in Reinform. I love it.

    Das Jahr geht für mich also mit Wundenlecken zu Ende. Aber mit der Gewissheit, dass die Wundheilung noch 2013 begonnen hat und ich nicht blutend in 2014 ankommen werde.

    „I want to feel warm again. Not cold and like pushing myself off.
    I want to be warm-hearted, light-hearted. Be faithful and able to forgive and to let go.
    I want to be peaceful and radiant and positive and wise.
    I have a heart of gold and I want it to shine.
    It beats in my chest.
    It is mine.
    I have a mighty heart.“

     

    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Prost!

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides, aber am Ende wieder gleich ;).

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr.

    Der hirnrissigste Plan?
    Für einen Tag nach London fliegen. War’s aber wert.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Ziemlich viel gesetzt. Und am Ende verloren. So ist das beim Spielen.

    Die teuerste Anschaffung?
    Mein Rimowa-Trolley.

    Das leckerste Essen?
    Einfach aber Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    „Die Chemie des Todes“ – alt und megagut.
    Und „Das große Los“ von Meike Winnemuth. Damit hat sie sich unsterblich gemacht.

    Der beste Film?
    Holla, ob der Nasen-OP hab ich dieses Jahr drei Wochen Zeit gehabt, um nur Filme zu gucken.
    Sehr gut: „Eine ganz heiße Nummer“.

    Das beste Album?
    “Lieber so” von Yvonne Catterfeld. Ganz im Ernst. Und „Vol. 3“ von She & Him.

    Das schönste Konzert?
    Dieses Jahr war recht konzertarm. Aber BOY in New York waren wunderbar.
    Und Gaslight beim Southside. Naja, und Sarah Connor (sie hat mich persönlich eingeladen, konnte also nicht aus der Nummer raus) kann auch was.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Sehr toll war New York, sehr schlimm war Shortys Unfall.

    Die meiste Zeit verbracht mit…?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Freunden.

    Die schönste Zeit verbracht…?
    Am Wasser, eindeutig. Und auf meinem Balkon.

    Vorherrschendes Gefühl 2013?
    Langt’s dann? Der Unfall meiner Schwester und der Unfall meines Herzens haben mich ziemlich ausgeknockt. Aber am Ende machen ein paar Narben die Haut robust.

    2013 zum ersten Mal getan?
    New York!

    2013 nach langer Zeit wieder getan?
    Mit Änn verreist. So richtig.

    Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Dass man seinen eigenen Gedanken einfach manchmal nicht glauben darf.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Das zweite Leben für Shortman und die Gitarre, die ich von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen habe.

    2013 war mit einem Wort…?
    Noch krasser als 2012 und 2011. Obwohl ich jedes Mal dachte, es geht nicht mehr mehr. Sollte das einem jezt Angst oder Mut machen? Ach, mit Angst ist man nie gut beraten. Ich bleibe mutig. Anders macht mein wildes Herz das eh nicht mit ;).

    So, und nun ist Schluss mit Stuss. Wir feiern jetzt Silvester und ich gebe euch noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg:
    Lasst das Böllern sein, kauft lieber Kaschmirpullis von dem Geld.
    Schlagt euch die Bäuche voll und lasst die Gläser in dieser Nacht nie leer werden.
    Legt die Kopfschmerztabletten raus und stellt das Wasser bereit.
    Packt euch aufs Sofa, schaut Quatsch im Fernsehen und zelebriert das Sandeln am Tag danach.

    Und dann haltet ein.
    Schaut auf die weiße Wand und wiegt euch in Sicherheit. Denn ihr habt die Farben in der Hand und könnt 2014 so anmalen, wie ihr wollt. Vermutlich kackt euch hier und da ein Vogel ins Bild, aber nennen wir diese Punkte einfach Schönheitsflecken, die das Ganze interessant machen.

    Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr 2014 so gestalten könnt, wie ihr es euch am ersten Tag des Jahres ausmalt.

    Dass es wenige Hindernisse gibt und dass sie euch nicht abschrecken, sondern herausfordern, wenn sie sich zeigen.
    Dass ihr versteht, wo die Zeit am besten aufgehoben ist und dass ihr nichts davon versteht, wie man sie verschwendet.
    Dass ihr euren Kopf benutzt, euch aber nicht zu oft einen Kopf macht.
    Dass euch ein kaltes Herz fernliegt und dass ihr eures warm und kraftvoll anderen Menschen nahelegt.
    Dass ihr über die Stränge schlagt und die Strenge schlagt.
    Dass ihr auf euch achtet und versucht, die beste Version von euch zu sein.
    Dass ihr dabei niemanden verachtet, sondern ihm feinfühlig und gewissenhaft zur Seite steht, wenn er gerade nicht die beste Version von sich sein kann.
    Dass ihr mutig seid und tollkühn fortschreitet, nicht ängstlich und zaghaft auf der Stelle tretet.
    Dass ihr euch nie eine Grenze setzt, nur weil das Alter eine zu ziehen scheint.
    Dass ihr neugierig bleibt und angriffslustig, begeisterungsfähig und gewitzt, um in kindlicher Manier Dinge zu finden, die es wert sind, entdeckt zu werden.
    Dass ihr das Risiko eingeht, verschlossene Türen aufzubrechen und nach dem zu suchen, was das Leben lebhaft macht.
    Dass ihr liebt und zwar ohne Vernunft, dass ihr fühlt und zwar pur.
    Dass ihr wisst, wann ihr schwimmen solltet und wann ihr euch treiben lassen müsst, um an euer Ziel zu kommen.

    Ich glaube, so kann man ganz gut leben.

  • 10 Dinge, die ich „während der Nase“ gelernt habe.

    Post Image

    Weil ich gerade dieses Buch verschlinge, obwohl ich es eigentlich schon kenne, mache ich jetzt auch mal ein „10 Dinge, die ich … gelernt habe“. Bin zwar nicht verreist, aber die Sache mit der Nase war trotzdem eine der größten Reisen meines Lebens bzw. – wenn ich es extrem übertrieben pathetisch ausdrücke – eine Reise in ein neues Leben.

    1. Menschen, die bestimmte Bücher in den Himmel loben, haben diese wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen. „Der Hunterjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist so ein Buch. Anfangs grandios und originell, gegen Ende macht der Autor seine geniale Idee systematisch kaputt und walzt sie 200 Seiten zu lang aus.

    2. Meike Winnemuth ist die Königin der Welt. Seit ich sie damals bei Günther Jauch dabei beobachtete, wie sie charmant eine halbe Mille einsackte, anschließend ihren Weltreiseblog verfolgte und jetzt ihr Buch las, habe ich überhaupt keine Angst mehr davor, mit 50 alleinstehend zu sein. Passiert nicht, hoffe ich. Aber wenn doch, dann weiß ich, dass ich es wie Meike mache.

    3. Es ist möglich, in drei Wochen 21 Filme + zwei Staffeln Gossip Girl + eine Staffel The O.C. + Verbotene Liebe + TV-Sendungen zu konsumieren, wenn man sich nicht groß bewegen darf und daher berechtigt ist, auf dem Sofa zu leben. Der Vollständigkeit halber listen wir diese Filme lieber mal auf. Es gibt ein ausgeklügeltes Bewertungssystem mit Sternen: ***** ist saugut, * gibt es nicht, denn sowas gucke ich mir nicht an (auf mein Urteil ist Verlass, ich praktiziere das Cineastentum seit einigen Jahren, Pera ist Zeugin).

    • Like Crazy **** // Sehr einfühlsam. Wer das erlebt hat, wird’s verstehn. Wenn die Liebe einfach weggeht…
    • Grease *** // Ein buntes, leckeres Bonbon, das toll klingt, wenn man draufbeißt – that’s all.
    • Heiter bis Wolkig *** // Bescheuerte Story, aber ich liebe Max Riemelt und hasse Jessica Schwarz.
    • Elizabethtown ** // Beim dritten Mal einfach nur noch konstruiert bescheuert. Da kann sie noch so ein süßes, rotes Mützchen zum Band-Shirt tragen.
    • Das Leben ist eine Baustelle *** // Hat mich nicht gepackt. Jürgen Vogel dürfte mich hingegen gerne mal packen
    • Hugo Cabret **** // Der Junge ist großartig, die Geschichte schön und wer ebenfalls Medienwissenschaft studiert hat, kann damit sein Wissen in Sachen Mediengeschichte auffrischen.
    • Biutiful **** // Unglaublich krass und packend. Mr. Bardem hätte dafür 2011 den Oscar kriegen sollen. Mir fällt keiner ein, der diese Rolle ähnlich gut hätte spielen können.
    • Center Stage *** // Tanzfilm halt, nech? Aber absolut unterhaltsam.
    • Gegen die Wand ***** // Wollte ich sehen, seit es ihn gibt, habe es nie getan. Eines Nachts dann doch und ich bin bis heute komplett geflasht. Einer der besten Filme, die ich kenne. Hier kaufen, wenn ihr meinem Tipp folgen wollt, weil ihr Stümper wie ich seid, und ihn noch nicht gesehen habt./li>
    • Plötzlich Star ** // Ich bin „Gossip Girl“-Fan, deshalb musste ich mir diesen Unsinn mit Leighton Meester ansehen.
    • Kindsköpfe *** // Ich hatte nichts erwartet, lief an Ostern nebenbei. Aber ich musste sehr oft sehr lachen, komischerweise.
    • Mavericks *** // Meer-Filme kriegen mich immer. Ansonsten komplett vorhersehbar. Typische „Amateur wird zum Profi“-Heldenentwicklungsgeschichte.
    • Vatertage **** // Ich liebe Sebastian Bezzel, den könnt ihr mir gleich mal vorbeischicken. Sehr lustig, sehr schöne München-Bilder. Was will man mehr von einer guten Komödie? Eben.
    • Der Junge im gestreiften Pyjama ***** // Einfach nur sehr gut. Grausam, subtil, sehr gut.
    • Eine ganz heiße Nummer **** // Urlustig, musste sehr viel lachen. Was will man mehr von einer guten Komödie? Eben.
    • Reine Geschmackssache ** // Ich hatte gehofft, dass Ingo Rasper (der Regisseur von Vatertage) vielleicht noch andere Totlach-Filme gemacht hat, dieser ist aber sicher keiner. Nicht sehenswert.
    • Kleine wahre Lügen *** // Gut. Irgendwie. Irgendwie auch langatmig. Aber trotzdem gut. Hm.
    • Smashed ** // Unnötiger Schmarrn über eine junge Alkoholikerin, dazu noch blöd synchronisiert.
    • Schwere Jungs *** // Ich liebe Sebastian Bezzel, hatte ich das schon erwähnt? Runde Sache, der Film, im wahrsten Sinne…
    • The Master *** // Komisch. Hatte ihn mir spannender, fesselnder und verstörender vorgestellt. Weichgespülter Sektenfilm.
    • Les Misérables **** // Wat soll man sagen? Die haben echt alles gegeben und dadurch alles rausgeholt. Und ja, Anne Hathaway hat ihren Oscar verdient.
    • Ich liebe übrigens immer noch Seth Cohen (rechts). Adam Brody (der Darsteller) ist jetzt mit „Gossip Girl“-Leighton liiert, aber das ist ok, weil die mag ich auch und außerdem ist Adam mit 1,80 Körpermaß zu klein für mich. Macht mir keine Schande, Leighton und Adam!

    4. Wochentags für sich kochen ist komisch, wenn man sonst sein Essen über die Theke gereicht bekommt.

    5. Es gibt tatsächlich Leute, die einen auslachen, weil man anders aussieht, als „normal“. Eine Omma im Nerz lachte, als sie mich mit blauen Augen und Schiene erblickte, als ich auf dem Weg zum Arzt war. Ich hatte leider keine reife Tomate bei der Hand.

    6. Es gibt tatsächlich Leute, die richtig harte Hunde sind. Eine Krankenhausbekanntschaft hat sich tatsächlich gleichzeitig die Nasenscheidewand begradigen und die Mandeln rauspulen lassen. Ich frage mich ernsthaft, wie er die Nächte überstanden hat, wenn er durch die Nase nicht atmen konnte und im Hals ebenfalls behindert war. Er hat sie aber überstanden, denn vorgestern traf ich ihn im Wartezimmer (Absaugen, you know? Langsam lösen sich die Krusten hinten, lecker!) und er lebt.

    7. Ingrid Michaelson hat einen Song, der an „Sort Of“ herankommt. Der heißt „I’m Through“ und wird bald gecovert.

    8. Immer Atmen. Egal, wie viel Blut aus der Nase läuft, atmen ist das Patentrezept. Und das hier, das ich seit etwa zehn Jahren immer mit mir herumtrage:

    9. Das Internet ist eine Schatzgrube, wenn man genug Langeweile hat.

    … Und mal wieder 10. Es gibt nichts Wichtigeres im Leben als das Wohl meiner Lieben, auch Punkt 9 ist nicht wichtiger. Wenn es jemandem aus meiner Familie oder meinem engen Freundeskreis nicht gut geht, geht es meinem Herzen nicht gut und ich kämpfe wie eine Löwin für deren Wohl.

    Zum Abschluss ein Bild von etwas ganz Tollem. Dieser Bauwagen steht auf einem Feld in der Nähe meines Elternhauses und meine Schwester und ich haben ihn bei einem kleinen, gemütlichen Osterspaziergang entdeckt. Drin befinden sich ein Ofen, eine riesige Kuschelecke, in der auch gepennt werden kann, eine Sitzecke und ganz viel Gemütlichkeit. Draußen gibt’s ein Trampolin, eine Hängematte, eine Feuerstelle, eine Riesenschaukel. Hach. Wenn ich groß bin, brauch ich kein Haus am Meer. Nur so einen Wagen. Und liebe Besucher.

  • The nighttime stopped bleeding…

    Post Image

    …Corners repeating,
    With nowhere to go.

    (Adam Green & Binki Shapiro: „The Nighttime Stopped Bleeding“ auf „Adam Green & Binki Shapiro“ –> sehr, sehr gutes Album, könnte es 80.000 Mal nacheinander hören. Schlafend, wachend, träumend.)

    Das Bluten hat aufgehört! Saubere Sache, würde ich sagen!

    Leute, langsam geht’s aufwärts. Ich finde mich ca. alle zwei Tage zum „Absaugen“ beim Doc ein, da werden Verkrustungen mit einem Ministaubsauger herausgesaugt, oder mit einer extralangen Pinzette rausgepult. Unangenehm, aber danach atme ich „wie ein Rennpferd“ (Zitat Dr. Tobias). Die „Folien“ (Zitat Dr. Tobias, vermutlich hatte er keinen Bock darauf, dass ich zimperlich werde), die sich als 5 x 3 cm große Plastkstücke in Nierenform herausstellten, sind auch raus (erstaunlich, was neben der Tamponade noch so alles bequem Platz in meinem Kopf hatte). Jetzt muss nur noch die Schiene weg (es juckt bestialisch da drunter und ich will nicht wissen, was wir vorfinden, wenn sie denn abgenommen wird) und es dürfte bei Gelegenheit auch aufhören, blau zu sein und wehzutun. Man muss sich das wie eine Baustelle mitten im Gesicht vorstellen, auf der sich nichts tut, wenn man selber nichts tut. Wenn man sich zu sehr anstrengt, gar den Kopf nach unten neigt (Kämmen? Föhnen? Schuhe anziehen? Zeug aufheben?) oder hinlangt, rührt sich was im Karton und es schmerzt. Aber wir wollen nicht jammern, gebt mir noch zwei Wochen, dann bin ich wieder auf dem Damm und der Riechkolben saniert.

    So, jetzt noch ein paar Bilder, die sich über die Woche angesammelt haben. Fotos machen geht nämlich noch.

    Ich war am WE bei meinen Eltern (alle reißen sich ums Pflegen, entzückend!). Da gibt es diverse Winkel im Haus, in denen man die Sonne genießen kann:

    Mein Schwager in spe und ich teilen offenbar eine Vorliebe für knallige Nikes:

    Zum Schluss noch ein paar gesunde Snacks für zwischendurch, die ich teils selbst gefertigt habe (Kaiserschmarrn kann ich einfach zu gut!), teils als Genesungsschmankerl erhielt:

    So, nach diesem kurzen Update verkriech ich mich mal wieder…

    …und warte sehnsüchtig auf den Postboten, der mir dieses Vintage-Prachtstück bringt (natürlich mal wieder ein unschlagbares Internet-Schnäppchen ;)):

    Den Frühling kann er auch gleich mitbringen, damit dieses Tierchen nicht umsonst hereingeschneit ist:

    PSI: Holt euch alle diese App, die ist so ziemlich die praktischste, die ich kenne.

    PSII: Guckt euch „Vatertage“ an. Ein saulustiger Film, wirklich (keine Angst, ist nicht von Til)!

  • Plants, as far as I know are still…

    Post Image

    …Still bending toward the light
    And if we dance
    Until the heart explodes
    It’ll make this place ignite.

    (MGMT: „Flash Delirium“ auf „Congratulations“)

    Eieiei, ich möchte langsam wissen, welche holde Gabe mir der liebe Gott zum Ersatz machte, als er mir den grünen Daumen absprach. Ich war eigentlich ganz gut darin, dieses Teil da von Ikea aufzuziehen: Man schüttet einfach Wasser auf die gepresste Erde, die in einem Plastikbecher liegt, die geht dann auf, man streut die Samen drauf und wartet. Jede Woche einmal gießen, nach sechs Wochen hat man ein tolles Basiliskum.

    blume

    Nun, das Etwas und ich haben es 1,5 Wochen miteinander ausgehalten, dann fiel mit der Inhalt des Töpfchens aus zwei Meter Höhe auf den Boden, das war’s. Der Grund (, der meine Mom besonders freuen wird, weil sie mir schon immer geratan hat, weniger zu hudeln) war, dass ich mit der Hand, in der sich das Töfchen befand, meinen Zopf festziehen wollte, weil ich in der anderen Hand die Kamera hielt, mit der ich meine mühsam herangezogenen Minipflänzchen dokumentieren wollte.

    Leider kam das Ding beim Griff an meinen Hinterkopf in eine gewisse Schieflage und stürzte ab. Bringt das Glück (so wie Salz über die Schulter werfen), wenn man ein Ikea-Basiliskum im Anfangsstadium über die Schülter schüttet? Ja, oder?

    PS: Ich habe wieder Schule (Schulblock sogar) und wir machen kindische Sachen wie schweinische Sachen aufs Blatt des Nachbarn malen. Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht wie momentan 🙂