In Concert Tag Archive

  • Good times never seemed so good …

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    … I’ve been inclined
    To believe they never would
    But now I …

    (Neil Diamond: „Sweet Caroline“)

    Ich warne gleich vor diesem Posting, denn es ist das allsommerliche Sammelsurium-Posting. Die geneigte Leserschaft möge sich also nicht über einen Zusammenschmiss von Fotos wundern, die einfach nur schöne Tage der letzten Wochen dokumentieren.
    Ich hätte das Ding auch „Der doppelte Robbie“ nennen können, denn wie durch ein Wunder kam ich im Juli zwei Mal in den Genuss, den einzig wahren Entertainer live zu sehen. Einmal in Reihe zwei inmitten einer beschaulichen Menschentraube von 1.500 Menschen beim Geburtstagsfest von Marc O’Polo (er ist da Testimonial). Und dann nochmal bei seiner Stadiontournee im Olympiastadion.

    Happy Girls vor der Bühne:

    Happy Robbie auf der Bühne:

    Ich finde ja, hier guckt er uns an :):

    Und hier noch mit seinem Daddy. Den nimmt er bei der aktuellen Tour nämlich immer mit und dann trällern sie gemeinsam „Sweet Caroline“ und freuen sich, dass sie Vater und Sohn sind.
    Hintergrund: Robbie wurde angeblich von der Muse Musik geküsst, als er als Kind seinen Papa auftreten sah. Da wusste er, dass er das auch machen will.

    Hier noch im Video:

    ❤️❤️❤️

    Ein Beitrag geteilt von JULIA BAUER (@thejunegloomproject) am

    Ich muss zugeben, dass es wirklich toll war. Ich gehöre nicht zu den Groupies der ersten Stunde, ich war nur von „Sing When You’re Winning“ bis „Escapology“ hart am Start. Trotzdem konnte ich irgendwie alles mitträllern und war von seiner Show very very begeistert. Wann kommt man Robbie schon so nah, dass man ihn fast anfassen kann und seine Tiger-Bux aus nächster Nähe bewundern darf? Eben.

    Im Stadion war das alles dann ne Nummer größer und Robbie nur ein schlumpfgroßes Männlein in weiter Ferne. Trotzdem hat er es geschafft, uns voll mitzureißen. Bei 25 Grad barfuß im Olympiastadion zu „Come Undone“ das Feuerzeug schwenken – ein wahr gewordener Traum.

    So, wat hamwa noch abseits von Robbie?

    Toni hat für amazed ein sehr inspirierendes Interview mit mir geführt. Wie einen die richtigen Fragen doch zum Nachdenken anregen …

    Ebenfalls sehr inspirierend finde ich die Yoga-Stunden am Mittwoch. Maren macht das wirklich auf ihre eigene Art und Weise sehr toll und ich düse immer gerne hin, um die müden Glieder zu strecken, bewusst zu atmen und einfach ein bisschen runterzukommen.

    Wenn man runterkommt, muss man aber auch wieder raufkommen, so wie Brezi und ich. Wir düsten nämlich nach Lenggries und tobten uns ein bisschen auf dem Brauneck aus. Bisher bin ich kein Wander-Fan. Ich könnte aber Gefallen daran finden. Eigentlich hatten wir nämlich gar nicht vor zu wandern, aber dann war das Wetter so schön und die Zeit so reichlich vorhanden und schwupps wanderten wir da oben ein bisschen herum und dann den ganzen Weg nach unten. Könnte ich öfter machen, taugt irgendwie.

    So, jetzt wisst ihr Bescheid über die tagefüllenden Freizeitaktivitäten von June Gloom.
    Was sportlich so abgeht, machen wir demnächst in einem weiteren Beitrag.
    Bleibt sauber, ihr Banausen. Bis balduin!

  • People say that nothing worth having comes easy …

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    … and people say the good comes to those who – wait.

    (June Gloom: „Cells“)

    Der zweite Blogeintrag 2017 könnte nun wirklich kein besseres Thema haben als dieses:
    The June Gloom Project haben wieder ein Konzert gegeben. Zwei Jahre und 31 Tage sind nach dem legendären Weihnachtskonzert ins Land gezogen und am 22. Januar 2017 luden wir zu „The June Gloom Project in New Year’s Concert“.

    Kleiner Auszug aus der vorangegangenen Konversation zwischen June Gloom und The Project:
    JG: „Meinst, zwei Proben langen?“
    TP: „Naja, vielleicht sollten wir bei einer komplett neuen Setlist schon drei Mal machen“.
    —> Funktioniert.

    Machen wir mal schnell ein Foto, damit ihr (die ihr bestimmt nicht alle da wart) wisst, wovon wir reden.

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    Jetzt fragt ihr euch, wer so tolle Fotos gemacht hat. Das war Simon (Website, Facebook), der an diesem Abend zufällig sein neues Objektiv ausprobieren wollte. Hat er erfolgreich getan. Simon, vielen Dank für die Fotos! Du hast den Abend wirklich toll festgehalten! Ich liebe jedes einzelne! Naja gut, fast jedes. Was tat ich da? Vermutlich nach Singer/Songwriter-Träumen greifen.

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    Hier kommen jetzt einfach noch ganz viele dieser wunderbaren Bilder. Man sieht mir, glaube ich, an, wie glücklich mich das Musizieren macht. Und ich danke euch allen sehr fürs Kommen, Applaudieren und die tollen Komplimente. Dieser Abend war so erfüllend, dass wir beschlossen haben, jetzt endlich ins Studio zu gehen und die Songs aufzunehmen.

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  • Der TJGP-Jahresrückblick 2016

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    Tataa, als hättet ihr ihn bestellt, kommt hier der große TJGP-Jahresrückblick 2016.
    Zum Lesen empfehle ich diese Playlist:

    Vorneweg: 2016 war ein gutes Jahr.

    JANUAR 2016
    … Ein Jahr, das in New York startete. Schön klischeehaft mit Blick auf die Freiheitsstatue (von der es kein Foto gibt, weil wir mit Champagne und „Can you believe it?“s beschäftigt waren).

    Danach ging’s für mich in den Umzugsendspurt. Ich hatte seit Dezember schon täglich einige Fiesta-Fuhren von A nach B gekarrt, so dass ich am 15. Januar, dem geplanten Umzugstag, meinen lieben Freunden absagen musste: „Es gibt nix mehr zum umziehen, sorry.“

    FEBRUAR 2016
    Äh, ich habe versucht, 40 Tage keine Süßigkeiten zu essen. Hat nicht sooo gut geklappt. Lass ich ab jetzt lieber.

    MÄRZ 2016
    Dieses Posting hier kam ganz gut an. Wer die verkommene Abnehmindustrie auch nicht mehr leiden kann, sollte das noch nachlesen.

    Außerdem habe ich mal wieder meinen Job gekündigt und hatte deshalb etwas Zeit, um zu verreisen.
    Madeira sollte es sein. Hier könnt ihr nochmal alles erleben: Tagebuch 1, 2, 3, 4, 5.
    Diese Woche war so wundervoll. Alleine verreisen ist prima.

    APRIL 2016
    Ähem. Neuer Job und so. Keine Zeit für Bildchen ;).

    MAI 2016
    New Faces Award Film – mal wieder der Beweis, dass wir einfach das BESTE TEAM sind.

    JUNI 2016
    Der Juni hat gekracht, heißa!

    Ich wurde 30 und irgendwie fühlt es sich so richtig an. Also ich kann jedem nur empfehlen, 30 zu werden und es zu genießen.

    Southside, alter Schwede! Lest und guckt hier nochmal nach. Dieses zehnjährige Jubiläum war nun wirklich kein normales …

    Vorher:

    Nachher:

    JULI 2016
    Stellt euch einfach einen wunderbaren Sommer vor und zieht den Amoklauf in München ab. Ich war unzählige Male am Eisbach, an der Isar, am See, am Gärtnerplatz, beim Grillen (danke Juli :)!) einfach draußen.

    Oh Gott, und ich traf Diego Maradona. Noch heute nimmt man in meiner Anwesenheit ein leichtes Odeur von Zigarrenrauch wahr ;).

    AUGUST 2016
    Pete Doherty <3.
    Das Schwestern-Team verbrachte ein langes WE am Bodensee bei „Rock am See“ und lauschte den Libertines & Co. Nächstes Jahr wieder!

    SEPTEMBER 2016
    Ich wurde genötigt, meine Wiesn-Abneigung abzuschalten und hatte tatsächlich vier verdammt gute Abende in Bierzelten. Halleluja, reicht dann aber auch :).

    OKTOBER 2016
    Änn und ich wagten uns ins Beachvolleyballcamp auf Sardinien. Seit gestern ist der Muskelkater weg und ich erinnere mich nur noch an eine vollkommene Woche. Hier nachlesen!

    NOVEMBER 2016
    Miss BAMBI Wahl, New Faces Award Style und BAMBI! So toll war’s!

    Uuuund noch eins mit Rehkitz ⭐️ #bambi2016 #vorfreude

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    New Faces Award Style – let’s go! #newfacesawardstyle

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    The Crew @bambi_awards ⭐️⭐️⭐️ #bambiawards #bambi2016 #1million1team

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    DEZEMBER 2016
    London – und damit der letzte Reisebericht für 2016.

    Es war unvergesslich entspannt und zauberhaft – im wahrsten Sinne.

    Jetzt kommt noch Silvester (wir machen mal wieder so ne Home-Version mit adäquaten Mengen an Essen und Alkohol und Menschen) und dann war’s das mit 2016. Ich bleibe dabei: Es war ein gutes Jahr (wer jetzt die Stirn runzelt, lese das PS ganz unten)! Cheers!

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    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Seit über fünf Jahren beantworte ich stets dieselben und bin immer wieder überrascht, wie schwer das ist.

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides – und am Ende wieder alles beim wunderbar Alten.

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr, Umzug und so.

    Der hirnrissigste Plan?
    10 Jahre Phantasie in die Realität zu heben. Da hebt man sich am Ende nur einen Bruch und es gibt Verletzte.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Das Southside. Zum Glück ging alles gut.

    Die teuerste Anschaffung?
    Die neue Wohnung bzw. die ganzen Anschaffungen dafür.

    Das leckerste Essen?
    Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    Puh, das ist in diesem Jahr schwer, da ich kaum was gelesen habe.
    Aber J.K. Rowlings „Harry Potter und das verwunschene Kind“ habe ich sehr geliebt.

    Der beste Film?
    „Das Dschungelbuch“ in 3D. Shiiirrr Khan!

    Das beste Album?
    Das ist einfach. „Signs Of Light“ von The Head and the Heart.

    Das schönste Konzert?
    Brian Fallon in der Muffathalle.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Toll: Jobwechsel, Madeira, mein 30., der Sommer, die BAMBI-Moderation, die Winterlichter, das kleine Weihnachtskonzert.
    … kontrastiert leider stark mit …
    Schlimm: Was mit der Welt passiert. Keine weiteren Ausführungen nötig.
    Manchmal glaube ich, wir leben in einem Paralleluniversum.

    Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Musik und Freunden. (Das kann ich vermutlich einfach für immer so stehen lassen.)

    Die schönste Zeit verbracht …?
    … mit Freunden und Arbeit. Ich bin so dankbar, dass mein Job meine Leidenschaft ist.

    Vorherrschendes Gefühl 2016?
    It’s a fucking good life you’re living.

    2016 zum ersten Mal getan?
    Ganz alleine in den Urlaub geflogen – war sooo schön!

    2016 nach langer Zeit wieder getan?
    In einer anderen Stadt reingefeiert (NYC) und umgezogen.

    Die wichtigste Sache, von der dich jemanden überzeugen wollte?
    Du machst das eh.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Alle Lieben sind gesund. Reicher kann man nicht sein.
    Ansonsten haben mir meine Schwestern zum 30. eine Jahresration Briefe und für jeden Monat ein Päckchen geschenkt. Ich liebe es.

    2016 war mit einem Wort?
    Happy.

    So, und jetzt stellen wir den Schampus kalt und krachen mit Vollgas ins neue Jahr!

    PS: Wem in diesem Posting jetzt zu viel heile Welt und zu wenig Terror war, der überlege bitte, ob es andersrum sinnvoller gewesen wäre. Bezweifle ich. Danijela Pilic hat das Ganze hier schon treffend formuliert.

  • Ja ich bin grad in so ’ner Phase und ich denk‘ zu viel an dich …

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    … Und wir rasen durch die Phasen und ich warte nur auf dich.
    Und wir rasen durch die Phrasen und ich warte nur auf dich.

    (Olli Schulz: „Phase“ auf „Feelings aus der Asche“)

    … und zwar rase ich zusammen mit Olli Schulz. Eventuell gibt es neben Thees (wie kürzlich erwähnt) nämlich noch einen über 40, der Chancen bei mir hat. Ich meine, schaut ihn euch an. Er ist ein Bild von einem Mann.

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    Am Dienstag hab ich ihn zum vierten Mal in diesem Jahr gesehen. Hat sich irgendwie so ergeben. Unser erstes Rendezvous hatten wir im Frühjahr, es folgten zwei sehr heiße auf Festivals und diese Woche war das romantischste im Circus Krone. Ich glaube ja fast, dass in dieser magischen Location (ich wollte jetzt nicht die platte Aneinanderreihung von „magischen“ und „Manege“ bringen) beinahe jedes Konzert fantastisch ist. Außer der vielleicht.

    Olli war auf jeden Fall herausragend leidenschaftlich. Mal sehen, ob ich es noch auf ein fünftes Konzert schaffe in diesem Jahr.

    Jetzt sind wir ziemlich groupie-mäßig eingestiegen. Dann machen wir einfach so weiter, tät ich sagen. Die berühmten herbstlichen Konzertwochen haben begonnen und deshalb gehe ich innerhalb von 14 Tagen gleich mal auf sechs. In der Woche vorher K. Flay, wovon es aber kein Foto gibt, weil es gibt keinen Grund, Faulheit höchstens sie so wild getanzt hat, dass man es nicht festhalten konnte. Am Montag vor Olli Friska Viljor mit Mo Kenney als Vorband. Davon gibt es folgendes Foto, das sehr grandios ist, wie ich finde. So scharf, so richtig nah dran. Man spürt die Energie zwischen den beiden, nicht wahr?

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    … waren super. Sollte man live gucken, wenn man die Platten gut aber nicht mega findet. Sind live sehr viel besser.

    Und dann hatten wir gestern noch Madsen zu Gast im Backstage, wo sie halt irgendwie immer spielen (hoffentlich schaffen sie es nie in den grässlichen Zenith). Madsen sind Madsen sind Madsen sind mittlerweile vermutlich in meiner DNA und etwaige Kinder werden als erstes Wort nicht Mama, sondern Madsen sagen. Es möge erst mal eine Band bei mir vorstellig werden, die so viele Ohrwürmer rausgehauen hat wie die Madsen Brothers (nein, sicher nicht die Madden Brothers).

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    Nächste Woche dann noch Herrenmagazin und Gabalier (das tu ich nur für und mit meine/r Mama, weil ich so eine tolle Tochter bin) und dann gucken wir mal, ob wir es auch noch zu Tocotronic schaffen.

    Achtung, jetzt kommt der beste Anschluss ever: Apropos Tocotronic … ich lese gerade das hier:

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    Das hat der Thees vor überschaubar vielen Jahrzehnten geschrieben und es ist voll Rechtschreibfehler (auf Seite 96 sogar gleich zwei) und Momenten, die den Jungs sicher heute noch als Running Gags dienen.

    Wie ihr Superchecker merkt, lese ich gerade Thees‘ gesamte Bibliographie (bestehend aus dem obigen und diesem Werk). Das hier über Tomte on Tour kommt danach auch noch dran.

    So, was war noch? Shorty hat mich besucht und wir verbrachten ein sonniges WE hier:

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    Und hier. Jochen Busse muss echt aufpassen, sonst platzt ihm irgendwann der Schädel vom Hals. Damit euch das nicht passiert, und ihr schön geschmeidig bleibt, versucht ihr jetzt mal euren Ellbogen abzulecken.

    Verarscht. Geht nicht. Wer es schafft, darf einen Rum aus Mauritius mit mir trinken. Prost! Genießt den Herbst!

    PS I: Sie ist wieder da. Halleluja. Ich hatte schon Entzugserscheinungen.

    PS II: Das hier steht wirklich auf einer Toilette einer Lokalität eines der obigen Konzerte. JC forever.

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  • I didn’t take no shortcuts …

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    I spent the money that I saved up
    Oh, Momma running out of luck
    Like my sister, don’t give a f***.

    (The Strokes: „Barely Legal“ auf „Is This It“)

    War hier irgendwer schon mal so richtig krass verknallt? Ich meine nicht echte Liebe oder so ein Zeug. Sondern so ein richtig dusseliges, hingebungsvolles, bescheuertes Verknalltsein mit „egal was er macht, er ist der König der Welt“-Gefühl. Treue Leser dieses Blogs dürften bereits ahnen, um wen es in den nächsten Absätzen geht. Schließlich war ich ihm über die Jahre auch auf dieser Seite stets treu (Beweis 1, Beweis 2, Beweis 3). Jackpot, ihr Hirnis, es geht um Julian Casablancas. Seines Zeichens der Mann, der die Strokes groß gemacht, eine phänomenale Soloplatte rausgebracht (DU: Mund halten!) und jetzt nochmal den Hahn aufgedreht hat. Aber damit ich nicht komplett dusselig, hingebungsvoll und bescheuert wirke, machen wir das wieder artig der Reihe nach.

    Team Juliver war am Wochenende in Barcelona und verbrachte dort die bislang schönsten Tage des Jahres 2015. Wie ihr wisst, ging mein erstes Date mit dieser Stadt letztes Jahr wettertechnisch ziemlich in die Binsen (hier nachlesen). Versuch Nummer 2 entschädigte mich gewaltig dafür. Wir hatten vier Tage lang nur Sonne. Als airbnb-Profis mieteten wir uns wieder in so einer Bude ein, diesmal im Viertel La Barceloneta, das direkt am Strand liegt.

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    Tolle Fahrradgaragen haben sie da übrigens auch in dem Haus:

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    „Direkt am Strand“ war wirklich sehr direkt. Aus der Tür, links, 30 Sekunden gehen, schon standen wir im Mittelmeer. Wenn jemand also mal die perfekte Unterkunft für Barca braucht, melden. Ich spiele gerade mit dem Gedanken, sie einfach ganz zu kaufen, meinen Lebensmittelpunkt zu verlegen und der Rest wird sich dann schon von selber erledigen. Will wer mit?

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    Apropos „mit“ … Carsten war natürlich dabei. Da ich Carsten nämlich noch mindestens drei Wochen tragen muss, haben wir zwei uns arrangiert. Er ist jetzt fester Bestandteil meines Lebens, quasi mein Lebensgefährte. Auch meine Freunde haben ihn liebevoll aufgenommen, grüßen mittlerweile zuerst ihn, dann mich und sorgen sich rührend (Anekdote: Oliver steht auf, zieht die Jalousien hoch, sagt „Guten Morgen, Carsten“. Ich sage: „Guten Morgen, Oliver“. Oliver sagt: „Ach ja, guten Morgen, Juli“).

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    Dieser Ausblick war uns allerdings lieber. Es geht nichts über eine schöne, spanische Dosen-Cerveza zur Vorbereitung auf das diesjährige Southside.

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    So, kommen wir zum Anlass dieser Reise: Das Primavera Sound Festival. Es war doch tatsächlich meine erstes Festival im Ausland und das hatte einen triftigen Grund (hier schließt sich der Kreis): Die Strokes gaben sich die Ehre. Diese Band hat meine späten Teenager- und kompletten Twen-Jahre beschallt. Es gibt keinen Song, den ich nicht kenne, und wenn einer irgendwo läuft, macht mein Körper den Namen der Band („Stroke“ heißt übersetzt unter anderem „Schlaganfall“).
    Kurz: Ich bin ein ziemlicher Hardcore-Fan. Eventuell sogar Groupie. Naja, vertiefen wir jetzt nicht. Auf jeden Fall hatten sich nicht nur die Strokes, sondern auch gleich noch Julian mit seinem neuen Band-Projekt „The Voidz“ angekündigt. Dazu Damien Rice und ein paar Konsorten – also mussten wir da hin. Vor Ort trafen wir Angie und Michi, das Cuarteto contento war completo.

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    Wenn dann im warmen Abendlicht so ein Push auf dem Handy erscheint … hach!

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    Das Zeug, das er mit den Voidz macht, kann man sich nicht anhören, ganz grässlicher Rotz. Aber ihn, ihn kann man sich anschauen. Denn der gute Jules hat echt was aus sich gemacht. Die Wuschelfrise ist einem schicken Vokuhila mit roten Highlights gewichen, der einst schlanke Body hat jetzt richtig Wumms und statt Lederjacke trägt er nun vorteilhafte Westen. Böse Zungen mögen behaupten, dass er ein bisschen die Kontrolle verloren hat. Ich glaube, das ist alles so gewollt und Kunst. Ähem. Seine Bühnenpräsenz ist auf jeden Fall so, dass ich mit offenem Mund dastehe und dumm glotze, bis er die Bühne wieder verlässt.

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    Ebenfalls sprachlos machte uns Damien Rice. Wenn ein großer Sack Reis (jaja, der war mies) umfällt, ist das nicht annähernd so gut, wie wenn dieser kleine Mann sich nur mit seiner Gitarre hinstellt und mit voller Inbrunst seine Herzschmerz-Hits schmettert. Wundervoll!

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    Auch sehr wundervoll zu beobachten: Herr Rice gesellte sich danach zu einem Stand auf der Fressmeile, aß Trauben, war „not into that selfie thing“ und – ja – war einfach da und einer von uns.

    Bis es mit den Strokes dann richtig ernst wurde (nämlich am nächsten Tag gegen Mitternacht), ließen wir uns vom Trubel und Getröte in den Straßen aus den Betten katapultieren. Stellt es euch in etwa so vor: Eine bayerische Blaskapelle reißt um 8 Uhr morgens eure Schlafzimmertür auf, quetscht sich hinein und spielt mit sehr viel Nachdruck ihre Liedln. Ununterbrochen, stundenlang, hochmotiviert und weit über Zimmerlautstärke. (Der Grund: Fußball, Copa del Rey = der spanische DFB-Pokal, Barca hat gegen Bilbao gewonnen – wusste ich natürlich alles nicht, musste ich nicht nachschlagen.)

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    Wir machten also ein bisschen Sightseeing und erstanden Dinge, mit denen wir die letzten Lücken im Handgepäckstück füllen konnten (jaja, wir denken mit!).

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    (Nein, er hat das Teil nicht gekauft, ich habe es verboten!)

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    Erwähnte ich, dass ich diese gesüßte Kondensmilch vergöttere? Diverse Vergleiche zu Körperflüssigkeiten verbitte ich mir.

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    So, und dann war der Abend der Abende gekommen. Juliver ließen sich vorsorglich noch piercen. Eigentlich wollte ich auch Julians Frisur nachmachen, aber dazu waren meine Haare noch zu kurz. Good things can wait 🙂

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    Die Nicht-Behindis betätigten sich sportlich:

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    Und dann nahmen wir (drei Stunden vor Anpfiff) unsere Plätze in den vorderen Reihen vor der Bühne ein. Diese Spannung, dieses Gruppen-Freuen auf das Konzert, magisch.

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    Und dann war alles außer Kontrolle und ich 90 Minuten lang in einem anderen Universum. Das kann man eventuell mit einem Fußballspiel vergleichen oder mit „Star Wars“ oder so. Nein, eigentlich kann man es mit nichts vergleichen, ehrlich.

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    Hier noch ein kleines Video von einem meiner liebsten Hits „Taken For A Fool“:

    Was für ein komisches Gefühl das danach war. Einerseits, als hätte man einem Ballon die Luft abgelassen, andererseits, als sei etwas vollgepumpt mit Glück. Vermutlich ich. Sicher sogar! Strokes, danke! Ich verehre euch wirklich dafür, dass ihr so bescheuerte Trennungsspäße sein lasst und stattdessen alle Paar Jahre ein bisschen Kohle in die Kassen spült. Meines wird immer wieder dabei sein. Versprochen.

    Euphorisch und tiefenentspannt nahmen Juliver am Sonntag dann noch ihren Monate im Voraus vereinbarten Termin mit Gaudí wahr. Endlich eine Besichtigung der Sagrada Família, die wollte ich schon so lange sehen.

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    Wer was à la Notre-Dame de Paris oder so erwartet, vergesst es. Die Sagrada ist vom andern Stern, sehr modern. Am tollsten sind die Fenster. Ein klassischer Fall von „kannste im Foto nicht festhalten“, musste hingucken und es dir merken, wenn du dich daran erinnern willst. Es ist, als ob das Licht einen umarmt und ein paar Zentimeter vom Boden hebt.

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    Lustig, dass Julian auch da vertreten ist.

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    So, und jetzt Schluss, hasta luego!
    DANKE an Oli, du unglaubliche Reisebegleitung. DANKE an Angi und Michi, ihr Tollen! DANKE an Carsten, auf dich ist Verlass (sorry, dass du jetzt so dreckig bist).

    Wer kommt nächstes Jahr mit? Also wir fahren wieder, wurscht wer spielt.