Ein Film ist ein Film Tag Archive

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2016

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    Tataa, als hättet ihr ihn bestellt, kommt hier der große TJGP-Jahresrückblick 2016.
    Zum Lesen empfehle ich diese Playlist:

    Vorneweg: 2016 war ein gutes Jahr.

    JANUAR 2016
    … Ein Jahr, das in New York startete. Schön klischeehaft mit Blick auf die Freiheitsstatue (von der es kein Foto gibt, weil wir mit Champagne und „Can you believe it?“s beschäftigt waren).

    Danach ging’s für mich in den Umzugsendspurt. Ich hatte seit Dezember schon täglich einige Fiesta-Fuhren von A nach B gekarrt, so dass ich am 15. Januar, dem geplanten Umzugstag, meinen lieben Freunden absagen musste: „Es gibt nix mehr zum umziehen, sorry.“

    FEBRUAR 2016
    Äh, ich habe versucht, 40 Tage keine Süßigkeiten zu essen. Hat nicht sooo gut geklappt. Lass ich ab jetzt lieber.

    MÄRZ 2016
    Dieses Posting hier kam ganz gut an. Wer die verkommene Abnehmindustrie auch nicht mehr leiden kann, sollte das noch nachlesen.

    Außerdem habe ich mal wieder meinen Job gekündigt und hatte deshalb etwas Zeit, um zu verreisen.
    Madeira sollte es sein. Hier könnt ihr nochmal alles erleben: Tagebuch 1, 2, 3, 4, 5.
    Diese Woche war so wundervoll. Alleine verreisen ist prima.

    APRIL 2016
    Ähem. Neuer Job und so. Keine Zeit für Bildchen ;).

    MAI 2016
    New Faces Award Film – mal wieder der Beweis, dass wir einfach das BESTE TEAM sind.

    JUNI 2016
    Der Juni hat gekracht, heißa!

    Ich wurde 30 und irgendwie fühlt es sich so richtig an. Also ich kann jedem nur empfehlen, 30 zu werden und es zu genießen.

    Southside, alter Schwede! Lest und guckt hier nochmal nach. Dieses zehnjährige Jubiläum war nun wirklich kein normales …

    Vorher:

    Nachher:

    JULI 2016
    Stellt euch einfach einen wunderbaren Sommer vor und zieht den Amoklauf in München ab. Ich war unzählige Male am Eisbach, an der Isar, am See, am Gärtnerplatz, beim Grillen (danke Juli :)!) einfach draußen.

    Oh Gott, und ich traf Diego Maradona. Noch heute nimmt man in meiner Anwesenheit ein leichtes Odeur von Zigarrenrauch wahr ;).

    AUGUST 2016
    Pete Doherty <3.
    Das Schwestern-Team verbrachte ein langes WE am Bodensee bei „Rock am See“ und lauschte den Libertines & Co. Nächstes Jahr wieder!

    SEPTEMBER 2016
    Ich wurde genötigt, meine Wiesn-Abneigung abzuschalten und hatte tatsächlich vier verdammt gute Abende in Bierzelten. Halleluja, reicht dann aber auch :).

    OKTOBER 2016
    Änn und ich wagten uns ins Beachvolleyballcamp auf Sardinien. Seit gestern ist der Muskelkater weg und ich erinnere mich nur noch an eine vollkommene Woche. Hier nachlesen!

    NOVEMBER 2016
    Miss BAMBI Wahl, New Faces Award Style und BAMBI! So toll war’s!

    Uuuund noch eins mit Rehkitz ⭐️ #bambi2016 #vorfreude

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    New Faces Award Style – let’s go! #newfacesawardstyle

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    The Crew @bambi_awards ⭐️⭐️⭐️ #bambiawards #bambi2016 #1million1team

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    DEZEMBER 2016
    London – und damit der letzte Reisebericht für 2016.

    Es war unvergesslich entspannt und zauberhaft – im wahrsten Sinne.

    Jetzt kommt noch Silvester (wir machen mal wieder so ne Home-Version mit adäquaten Mengen an Essen und Alkohol und Menschen) und dann war’s das mit 2016. Ich bleibe dabei: Es war ein gutes Jahr (wer jetzt die Stirn runzelt, lese das PS ganz unten)! Cheers!

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    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Seit über fünf Jahren beantworte ich stets dieselben und bin immer wieder überrascht, wie schwer das ist.

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides – und am Ende wieder alles beim wunderbar Alten.

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr, Umzug und so.

    Der hirnrissigste Plan?
    10 Jahre Phantasie in die Realität zu heben. Da hebt man sich am Ende nur einen Bruch und es gibt Verletzte.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Das Southside. Zum Glück ging alles gut.

    Die teuerste Anschaffung?
    Die neue Wohnung bzw. die ganzen Anschaffungen dafür.

    Das leckerste Essen?
    Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    Puh, das ist in diesem Jahr schwer, da ich kaum was gelesen habe.
    Aber J.K. Rowlings „Harry Potter und das verwunschene Kind“ habe ich sehr geliebt.

    Der beste Film?
    „Das Dschungelbuch“ in 3D. Shiiirrr Khan!

    Das beste Album?
    Das ist einfach. „Signs Of Light“ von The Head and the Heart.

    Das schönste Konzert?
    Brian Fallon in der Muffathalle.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Toll: Jobwechsel, Madeira, mein 30., der Sommer, die BAMBI-Moderation, die Winterlichter, das kleine Weihnachtskonzert.
    … kontrastiert leider stark mit …
    Schlimm: Was mit der Welt passiert. Keine weiteren Ausführungen nötig.
    Manchmal glaube ich, wir leben in einem Paralleluniversum.

    Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Musik und Freunden. (Das kann ich vermutlich einfach für immer so stehen lassen.)

    Die schönste Zeit verbracht …?
    … mit Freunden und Arbeit. Ich bin so dankbar, dass mein Job meine Leidenschaft ist.

    Vorherrschendes Gefühl 2016?
    It’s a fucking good life you’re living.

    2016 zum ersten Mal getan?
    Ganz alleine in den Urlaub geflogen – war sooo schön!

    2016 nach langer Zeit wieder getan?
    In einer anderen Stadt reingefeiert (NYC) und umgezogen.

    Die wichtigste Sache, von der dich jemanden überzeugen wollte?
    Du machst das eh.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Alle Lieben sind gesund. Reicher kann man nicht sein.
    Ansonsten haben mir meine Schwestern zum 30. eine Jahresration Briefe und für jeden Monat ein Päckchen geschenkt. Ich liebe es.

    2016 war mit einem Wort?
    Happy.

    So, und jetzt stellen wir den Schampus kalt und krachen mit Vollgas ins neue Jahr!

    PS: Wem in diesem Posting jetzt zu viel heile Welt und zu wenig Terror war, der überlege bitte, ob es andersrum sinnvoller gewesen wäre. Bezweifle ich. Danijela Pilic hat das Ganze hier schon treffend formuliert.

  • When September comes …

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    … so sollte ein Posting starten, das ich vor genau einem Monat angelegt, aber nie befüllt habe :). Da das Haus Gloom aber nix verliert, knalle ich das jetzt schnell rauf und lasse auch den Titel stehen. Das machen wir einfach quick and dirty, damit wir dann pronto zu den aktuelleren Geschichten kommen können.

    Im August betätigte sich Team PamJules als Hochzeitsfotografenduo/Rennbesen und flitzte bei Ps Hochzeit zwischen Brautpaar, Gästen und Hunden herum, um das Event entsprechend zu dokumentieren.

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    (Das, was ich da halte, ist ein Fernauslöser. War vor fünf Jahren in der Bloggerszene mal der hot shit.)

    Außerdem ereigneten sich gebührende „Der Sommer geht zu Ende“-Tage in der Nähe von Seen, neben Grills, im Englischen Garten, in Steak-Restaurants und an bekannten Theken.

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    (Das ist mein liebster Sommersalat: Wassermelone, Schafskäse, Oliven, Rucola und Honig funktionieren hervorragend zusammen.)

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    (Hier kann man getrost hingehen, wenn man ein paar Kröten locker hat, sehr lecker!)

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    Letztes Bild: Meine neue Lieblingstasse. Es ist ja nicht so, dass ich unendlich viel Platz im Geschirrschrank hätte, aber dieses Modell musste ob meiner neu explodierten Harry Potter-Liebe einziehen.

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    So, so schnell kann’s gehen, hätten wir den August schon nachgeholt. Wir sehen uns im September ;).

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2013.

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    Meine Damen und Herren, hier kommt der Jahresrückblick für 2013. Ich liebe das. Einmal im Jahr die letzten 12 Monate durchackern, alles Revue passieren lassen, und am Ende meist mit einem guten Gefühl abschließen können. Also probieren wir’s mal. Vielleicht geht’s ja gut!

    Vorneweg muss ich (wie jedes Jahr) sagen, dass 2013 das wohl krasseste Jahr meines Lebens war. Diesmal aber echt ;)!
    Spaß beiseite. Es war wirklich krass. In allen Belangen. Aber jetzt reisen wir mal in den Januar zurück.

    Januar

    – Los ging das Jahr gleich mal mit dem großen Spachteln bei TJ (ehemals Stau). Wir fanden uns in kleiner Runde in Landshut ein und überfraßen uns zum Beispiel an dieser Perversität:


    –> Genau diese steht jetzt schon für heute Abend kalt 🙂

    – Reise 1: So prima gestärkt ging’s mit den (Ex-)Kollegen ab in den Schnee. Pistengaudi und Schnitzelspaß im Stubaital. Leider das einzige Ski-Wochenende 2013.

    – Reise 2: So prima vermuskelkatert düsten wir dann nach Berlin, um wieder eine Woche Mode-Gaganess zu erleben. Besonders gelungen ist dabei dieses Bild von zwei Unbekannten mit mittig postiertem Stargast:

    Oooook, Scherz beiseite. Das schönste Bild ist natürlich das hier von TJ und mir:


    –> Merkt euch dies: Augenringe verschwinden, wenn man das Bild verwackelt.

    – Reise 3: Schon wieder TJ. Und gleich nochmal Stubaital. Diesmal aber zur Entspannung.

    Ebenfalls am Start und schwer verstörend: Die Muller. Wer nicht mehr weiß, was das ist, liest hier nach.

    – Ah und noch was, das hier:

    Februar

    – Endlich mal wieder Regensburg mit meiner liebsten Pera. „Män, ich bin viel zu selten da“, dachte ich damals. Da wusste ich noch nicht, dass ich im Mai verdammt oft da sein würde – leider aus einem weniger feierlichen Grund.

    März

    – Der März bestand für mich nur aus der Nase. Bzw. aus der mentalen Vorbereitung auf die OP und der Heilung danach. Ausgangspunkt: Atmung vor allem nachts schwierig. Endpunkt: Atmung läuft wieder und weitere Spuren meines schweren Sturzes mit sechs Jahren sind nun auch beseitigt. Schon komisch, wenn man sich seine Visage in der Mitte einmal zerdeppern lässt, um sie dann wieder zusammenheilen zu lassen. Aber es war ein verdammt intensives Erlebnis und sowas macht einen ja immer stärker. Vielleicht war es sogar die größte Mutprobe meines Lebens.

    Wer eine Filmliste sucht, suche übrigens hier.

    April

    – Im April entwickelten Löwenherz und ich die „So geht Mittagspause“-Reihe. Wir schafften ganze sechs Fotos (aus Platzgründen nur ein Teil davon jetzt), also Respekt bitte 😉

    Mai

    – Der Mai. Ja. Der Mai hat unsere Familienwelt aus den Angeln gehoben, kräftig geschüttelt und dann zum Glück wieder eingehängt. Meine kleine Schwester hatte einen schweren Fahrradunfall – hat dem Fährmann aber sauber den Mittelfinger gezeigt. Tragt Fahrradhelme, kann ich euch nur raten! Schauen kacke aus, aber mit gebrochenem Schädel schaut man garantiert noch kacker (schöner Komparativ, nech?) aus.

    Juni

    – Reise 4: Kos. Eine der schönsten Wochen im ganzen Jahr und nach all dem Seelenschmerz sehr nötig. Vino auf dem Balkon, Beachvolleyball am Beach, viel Wasser und Sand auf der Haut, Ausflüge nach Bodrum und zum Paradise Beach und der Penis-Mann machten diesen zu einem meiner schönsten Urlaube ever. Natürlich vor allem wegen meiner Reisebegleitung Muse <3 (< — nein, ich schreibe nicht „Muße“ falsch, der Spitzname leitet sich aus ihrem Nachnamen ab). Barca, wir kommen!

    – Reise 5: „Yahoo! On the Road“ in Berlin und München. Was ein Event! Auch wenn wir in fünf Nächten nur ungefähr fünf Stunden Schlaf gesammelt haben: It was a blast!

    Hier nochmal ein paar Impressionen. Das war James Hersey nach unserem Interview, hört den gefälligst öfter!

    Das waren Capital Cities, die mir einen Song namens „Safe and Sound“ beschert haben, den ich wohl nie mehr hören kann, ohne dabei kurz zusammenzuzucken und dann den Raum zu verlassen.

    Das war die Stimmung im Circus Krone bei Seeed!

    Das war des Nachts, als wir schon ein bisschen durchgedreht sind.

    – Reise 6: Southside. Also da brauch‘ ich jetzt wohl wirklich nichts mehr sagen. Pure happiness. Und wieder einmal haben „Gaslight Anthem“ sich auf den vordersten Plätzen im Ranking meiner Lieblingsbands behauptet.

    Juli

    – Reise 7: Schon wieder ein halbes Jahr vorbei, schon wieder Fäschn Wiek in Berlinski. Mittlerweile waren wir aber so perfekt eingespielt, dass solch hochprofessionelle Aufnahmen entstehen konnten und dass wir auch Politiker vors Mikro debattiert haben.

    – Reise 8: „Yahoo! Wireless Festival“ in London. Weniger als 24 Stunden in der alten Hometown. Worth every second.

    Mein Baby feiert seinen zweiten Geburtstag im Jahr 2013.

    – Ausgelassene Tage an Seen und Flüssen:

    August

    – Welli-Schatz heiratet. Es ist die schönste Hochzeit, auf der ich je war und ich glaube, auf dem Bild sieht man, wie glücklich wir beide waren:

    – Reise 9: Kiel. Ab zu Anna, meiner alten Freundin aus dem Internet. Ich verbringe eines der schönsten Wochenenden des Jahres. Rückblickend war es ein kleiner Traum, in den ich mich immer wieder gerne flüchte.

    September

    – Reise 10: Meran. Pämson und ich machen zusammen Wellness, schwelgen in tausend alten Kalauern und erleben die erheiterndste Rückfahrt aller Zeiten. Man muss nur einen Stift und einen Zettel bei der Hand haben, dann lernt man lustige Lukase aus Weilheim kennen.

    – Löwenherz und ich machen die erste Kürbissubbenäktschn, hören die Shambles und läuten den Herbst ein.

    – Mein alter Herr feiert seinen 60. und gemeinsam begießen wir diverse Geburtstage in diesem Jahr.

    Oktober

    – Reise 11: NEW YORK CITY, finally. Änn und ich verbringen eine Woche im Big Apple – und zwar eine verdammt befreiende. Die ersten Tage waren schmerzhaft, weil ich Änn gebeten hatte, mich zu hauen, wenn ich den Namen einer Person sage. Dann wurde es besser, die Prügel weniger und das Herz leichter.

    – Ich verliebe mich in Yvonne Catterfeld. Ihr neues Album ist einfach so gut! Ich verliebe mich nicht in Elyas M’Barek, seine neue Platte ist mir zu arrogant.

    November

    – Na gut, ich verliebe mich ein bisschen in Matthias Schweighöfer, weil er gar so nett ist beim Interview.

    – Reise 12: Bambi in Berlin. Ohne Worte, saugut war’s!

    Dezember

    – Ich bin jetzt bei Soundcloud. Easy listening quasi.

    – Reise 13: London. Grund: Jude Law. Langsam höre ich auf mitzuzählen. Aber ich glaube, ich war innerhalb von 12 Monaten dreimal in London. 2014 setze ich aus, da machen wir lieber Barca, Rom und L.A.

    – Es passiert etwas, was ich nicht erwartet habe. Etwas, was sehr an meinen Innereien zerrt. Etwas, was mich bis gerade eben davon abgehalten hat, dieses Jahr Revue passieren zu lassen. Doch jetzt geht es. Aufwachen ist manchmal besser als Träumen.
    Ich lerne daraus: Der erste Instinkt ist bei Menschen meist richtig, Märchen gibt es nicht und zwischen dem, was jemand sein will und dem, was jemand tatsächlich sein kann, liegen Welten.

    – Ganz zum Schluss breche ich noch einen Rekord: Ich bin seit meinem Auszug 2005 mal wieder ganze acht Tage bei meinen Eltern. Hometown Glory in Reinform. I love it.

    Das Jahr geht für mich also mit Wundenlecken zu Ende. Aber mit der Gewissheit, dass die Wundheilung noch 2013 begonnen hat und ich nicht blutend in 2014 ankommen werde.

    „I want to feel warm again. Not cold and like pushing myself off.
    I want to be warm-hearted, light-hearted. Be faithful and able to forgive and to let go.
    I want to be peaceful and radiant and positive and wise.
    I have a heart of gold and I want it to shine.
    It beats in my chest.
    It is mine.
    I have a mighty heart.“

     

    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Prost!

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides, aber am Ende wieder gleich ;).

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr.

    Der hirnrissigste Plan?
    Für einen Tag nach London fliegen. War’s aber wert.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Ziemlich viel gesetzt. Und am Ende verloren. So ist das beim Spielen.

    Die teuerste Anschaffung?
    Mein Rimowa-Trolley.

    Das leckerste Essen?
    Einfach aber Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    „Die Chemie des Todes“ – alt und megagut.
    Und „Das große Los“ von Meike Winnemuth. Damit hat sie sich unsterblich gemacht.

    Der beste Film?
    Holla, ob der Nasen-OP hab ich dieses Jahr drei Wochen Zeit gehabt, um nur Filme zu gucken.
    Sehr gut: „Eine ganz heiße Nummer“.

    Das beste Album?
    “Lieber so” von Yvonne Catterfeld. Ganz im Ernst. Und „Vol. 3“ von She & Him.

    Das schönste Konzert?
    Dieses Jahr war recht konzertarm. Aber BOY in New York waren wunderbar.
    Und Gaslight beim Southside. Naja, und Sarah Connor (sie hat mich persönlich eingeladen, konnte also nicht aus der Nummer raus) kann auch was.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Sehr toll war New York, sehr schlimm war Shortys Unfall.

    Die meiste Zeit verbracht mit…?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Freunden.

    Die schönste Zeit verbracht…?
    Am Wasser, eindeutig. Und auf meinem Balkon.

    Vorherrschendes Gefühl 2013?
    Langt’s dann? Der Unfall meiner Schwester und der Unfall meines Herzens haben mich ziemlich ausgeknockt. Aber am Ende machen ein paar Narben die Haut robust.

    2013 zum ersten Mal getan?
    New York!

    2013 nach langer Zeit wieder getan?
    Mit Änn verreist. So richtig.

    Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
    Dass man seinen eigenen Gedanken einfach manchmal nicht glauben darf.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Das zweite Leben für Shortman und die Gitarre, die ich von meinen Eltern zu Weihnachten bekommen habe.

    2013 war mit einem Wort…?
    Noch krasser als 2012 und 2011. Obwohl ich jedes Mal dachte, es geht nicht mehr mehr. Sollte das einem jezt Angst oder Mut machen? Ach, mit Angst ist man nie gut beraten. Ich bleibe mutig. Anders macht mein wildes Herz das eh nicht mit ;).

    So, und nun ist Schluss mit Stuss. Wir feiern jetzt Silvester und ich gebe euch noch ein paar Ratschläge mit auf den Weg:
    Lasst das Böllern sein, kauft lieber Kaschmirpullis von dem Geld.
    Schlagt euch die Bäuche voll und lasst die Gläser in dieser Nacht nie leer werden.
    Legt die Kopfschmerztabletten raus und stellt das Wasser bereit.
    Packt euch aufs Sofa, schaut Quatsch im Fernsehen und zelebriert das Sandeln am Tag danach.

    Und dann haltet ein.
    Schaut auf die weiße Wand und wiegt euch in Sicherheit. Denn ihr habt die Farben in der Hand und könnt 2014 so anmalen, wie ihr wollt. Vermutlich kackt euch hier und da ein Vogel ins Bild, aber nennen wir diese Punkte einfach Schönheitsflecken, die das Ganze interessant machen.

    Ich wünsche euch von ganzem Herzen, dass ihr 2014 so gestalten könnt, wie ihr es euch am ersten Tag des Jahres ausmalt.

    Dass es wenige Hindernisse gibt und dass sie euch nicht abschrecken, sondern herausfordern, wenn sie sich zeigen.
    Dass ihr versteht, wo die Zeit am besten aufgehoben ist und dass ihr nichts davon versteht, wie man sie verschwendet.
    Dass ihr euren Kopf benutzt, euch aber nicht zu oft einen Kopf macht.
    Dass euch ein kaltes Herz fernliegt und dass ihr eures warm und kraftvoll anderen Menschen nahelegt.
    Dass ihr über die Stränge schlagt und die Strenge schlagt.
    Dass ihr auf euch achtet und versucht, die beste Version von euch zu sein.
    Dass ihr dabei niemanden verachtet, sondern ihm feinfühlig und gewissenhaft zur Seite steht, wenn er gerade nicht die beste Version von sich sein kann.
    Dass ihr mutig seid und tollkühn fortschreitet, nicht ängstlich und zaghaft auf der Stelle tretet.
    Dass ihr euch nie eine Grenze setzt, nur weil das Alter eine zu ziehen scheint.
    Dass ihr neugierig bleibt und angriffslustig, begeisterungsfähig und gewitzt, um in kindlicher Manier Dinge zu finden, die es wert sind, entdeckt zu werden.
    Dass ihr das Risiko eingeht, verschlossene Türen aufzubrechen und nach dem zu suchen, was das Leben lebhaft macht.
    Dass ihr liebt und zwar ohne Vernunft, dass ihr fühlt und zwar pur.
    Dass ihr wisst, wann ihr schwimmen solltet und wann ihr euch treiben lassen müsst, um an euer Ziel zu kommen.

    Ich glaube, so kann man ganz gut leben.

  • 10 Dinge, die ich „während der Nase“ gelernt habe.

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    Weil ich gerade dieses Buch verschlinge, obwohl ich es eigentlich schon kenne, mache ich jetzt auch mal ein „10 Dinge, die ich … gelernt habe“. Bin zwar nicht verreist, aber die Sache mit der Nase war trotzdem eine der größten Reisen meines Lebens bzw. – wenn ich es extrem übertrieben pathetisch ausdrücke – eine Reise in ein neues Leben.

    1. Menschen, die bestimmte Bücher in den Himmel loben, haben diese wahrscheinlich nicht zu Ende gelesen. „Der Hunterjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ ist so ein Buch. Anfangs grandios und originell, gegen Ende macht der Autor seine geniale Idee systematisch kaputt und walzt sie 200 Seiten zu lang aus.

    2. Meike Winnemuth ist die Königin der Welt. Seit ich sie damals bei Günther Jauch dabei beobachtete, wie sie charmant eine halbe Mille einsackte, anschließend ihren Weltreiseblog verfolgte und jetzt ihr Buch las, habe ich überhaupt keine Angst mehr davor, mit 50 alleinstehend zu sein. Passiert nicht, hoffe ich. Aber wenn doch, dann weiß ich, dass ich es wie Meike mache.

    3. Es ist möglich, in drei Wochen 21 Filme + zwei Staffeln Gossip Girl + eine Staffel The O.C. + Verbotene Liebe + TV-Sendungen zu konsumieren, wenn man sich nicht groß bewegen darf und daher berechtigt ist, auf dem Sofa zu leben. Der Vollständigkeit halber listen wir diese Filme lieber mal auf. Es gibt ein ausgeklügeltes Bewertungssystem mit Sternen: ***** ist saugut, * gibt es nicht, denn sowas gucke ich mir nicht an (auf mein Urteil ist Verlass, ich praktiziere das Cineastentum seit einigen Jahren, Pera ist Zeugin).

    • Like Crazy **** // Sehr einfühlsam. Wer das erlebt hat, wird’s verstehn. Wenn die Liebe einfach weggeht…
    • Grease *** // Ein buntes, leckeres Bonbon, das toll klingt, wenn man draufbeißt – that’s all.
    • Heiter bis Wolkig *** // Bescheuerte Story, aber ich liebe Max Riemelt und hasse Jessica Schwarz.
    • Elizabethtown ** // Beim dritten Mal einfach nur noch konstruiert bescheuert. Da kann sie noch so ein süßes, rotes Mützchen zum Band-Shirt tragen.
    • Das Leben ist eine Baustelle *** // Hat mich nicht gepackt. Jürgen Vogel dürfte mich hingegen gerne mal packen
    • Hugo Cabret **** // Der Junge ist großartig, die Geschichte schön und wer ebenfalls Medienwissenschaft studiert hat, kann damit sein Wissen in Sachen Mediengeschichte auffrischen.
    • Biutiful **** // Unglaublich krass und packend. Mr. Bardem hätte dafür 2011 den Oscar kriegen sollen. Mir fällt keiner ein, der diese Rolle ähnlich gut hätte spielen können.
    • Center Stage *** // Tanzfilm halt, nech? Aber absolut unterhaltsam.
    • Gegen die Wand ***** // Wollte ich sehen, seit es ihn gibt, habe es nie getan. Eines Nachts dann doch und ich bin bis heute komplett geflasht. Einer der besten Filme, die ich kenne. Hier kaufen, wenn ihr meinem Tipp folgen wollt, weil ihr Stümper wie ich seid, und ihn noch nicht gesehen habt./li>
    • Plötzlich Star ** // Ich bin „Gossip Girl“-Fan, deshalb musste ich mir diesen Unsinn mit Leighton Meester ansehen.
    • Kindsköpfe *** // Ich hatte nichts erwartet, lief an Ostern nebenbei. Aber ich musste sehr oft sehr lachen, komischerweise.
    • Mavericks *** // Meer-Filme kriegen mich immer. Ansonsten komplett vorhersehbar. Typische „Amateur wird zum Profi“-Heldenentwicklungsgeschichte.
    • Vatertage **** // Ich liebe Sebastian Bezzel, den könnt ihr mir gleich mal vorbeischicken. Sehr lustig, sehr schöne München-Bilder. Was will man mehr von einer guten Komödie? Eben.
    • Der Junge im gestreiften Pyjama ***** // Einfach nur sehr gut. Grausam, subtil, sehr gut.
    • Eine ganz heiße Nummer **** // Urlustig, musste sehr viel lachen. Was will man mehr von einer guten Komödie? Eben.
    • Reine Geschmackssache ** // Ich hatte gehofft, dass Ingo Rasper (der Regisseur von Vatertage) vielleicht noch andere Totlach-Filme gemacht hat, dieser ist aber sicher keiner. Nicht sehenswert.
    • Kleine wahre Lügen *** // Gut. Irgendwie. Irgendwie auch langatmig. Aber trotzdem gut. Hm.
    • Smashed ** // Unnötiger Schmarrn über eine junge Alkoholikerin, dazu noch blöd synchronisiert.
    • Schwere Jungs *** // Ich liebe Sebastian Bezzel, hatte ich das schon erwähnt? Runde Sache, der Film, im wahrsten Sinne…
    • The Master *** // Komisch. Hatte ihn mir spannender, fesselnder und verstörender vorgestellt. Weichgespülter Sektenfilm.
    • Les Misérables **** // Wat soll man sagen? Die haben echt alles gegeben und dadurch alles rausgeholt. Und ja, Anne Hathaway hat ihren Oscar verdient.
    • Ich liebe übrigens immer noch Seth Cohen (rechts). Adam Brody (der Darsteller) ist jetzt mit „Gossip Girl“-Leighton liiert, aber das ist ok, weil die mag ich auch und außerdem ist Adam mit 1,80 Körpermaß zu klein für mich. Macht mir keine Schande, Leighton und Adam!

    4. Wochentags für sich kochen ist komisch, wenn man sonst sein Essen über die Theke gereicht bekommt.

    5. Es gibt tatsächlich Leute, die einen auslachen, weil man anders aussieht, als „normal“. Eine Omma im Nerz lachte, als sie mich mit blauen Augen und Schiene erblickte, als ich auf dem Weg zum Arzt war. Ich hatte leider keine reife Tomate bei der Hand.

    6. Es gibt tatsächlich Leute, die richtig harte Hunde sind. Eine Krankenhausbekanntschaft hat sich tatsächlich gleichzeitig die Nasenscheidewand begradigen und die Mandeln rauspulen lassen. Ich frage mich ernsthaft, wie er die Nächte überstanden hat, wenn er durch die Nase nicht atmen konnte und im Hals ebenfalls behindert war. Er hat sie aber überstanden, denn vorgestern traf ich ihn im Wartezimmer (Absaugen, you know? Langsam lösen sich die Krusten hinten, lecker!) und er lebt.

    7. Ingrid Michaelson hat einen Song, der an „Sort Of“ herankommt. Der heißt „I’m Through“ und wird bald gecovert.

    8. Immer Atmen. Egal, wie viel Blut aus der Nase läuft, atmen ist das Patentrezept. Und das hier, das ich seit etwa zehn Jahren immer mit mir herumtrage:

    9. Das Internet ist eine Schatzgrube, wenn man genug Langeweile hat.

    … Und mal wieder 10. Es gibt nichts Wichtigeres im Leben als das Wohl meiner Lieben, auch Punkt 9 ist nicht wichtiger. Wenn es jemandem aus meiner Familie oder meinem engen Freundeskreis nicht gut geht, geht es meinem Herzen nicht gut und ich kämpfe wie eine Löwin für deren Wohl.

    Zum Abschluss ein Bild von etwas ganz Tollem. Dieser Bauwagen steht auf einem Feld in der Nähe meines Elternhauses und meine Schwester und ich haben ihn bei einem kleinen, gemütlichen Osterspaziergang entdeckt. Drin befinden sich ein Ofen, eine riesige Kuschelecke, in der auch gepennt werden kann, eine Sitzecke und ganz viel Gemütlichkeit. Draußen gibt’s ein Trampolin, eine Hängematte, eine Feuerstelle, eine Riesenschaukel. Hach. Wenn ich groß bin, brauch ich kein Haus am Meer. Nur so einen Wagen. Und liebe Besucher.

  • There’s a funeral in your eyes and a drunk priest at your side…

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    …Staggering sermons never wash
    There’s no reproach, from the lit touch paper booth
    Got stubborn and marrow and bastard bones
    Should we just get home, sleep this off
    Throw some sorry’s and then, do it all again, well…

    (Frightened Rabbit: „Late March, Death March“ auf „Pedestrian Verse“)

    Da mir nun vermehrt zu Ohren kam, dass man hier angeblich scharrend auf Neuigkeiten wartet, gibt es jetzt Neuigkeiten.
    Also, was könnte das sein?

    Richtig, das ist eine längst überfällig gewesene Reunion von Pera & Jules am Spiegel beim Restaurieren für den Abend. Ab und an muss das sein. Denn Pera und ich haben festgestellt, dass wir Gegensätze sind, die sich anziehen. Wir haben so viele unterschiedliche Interessen und Ansichten, dass das vor dem Spiegel quasi ein vollkommenes Gesamtkonzept ergibt. Nicht ganz gemeinschaftlich konzipiert war der folgende Kinobesuch.

    P: „Ach, Lincoln lassma sein, das wären jetzt drei Stunden, die komplett die Party-Stimmung versauen würden.“
    J: „Sehr gut, gehn wir in ‚Schlussmacher‘, auch wenn er eh schlecht ist. Aber dann können wir’s wenigstens beweisen.“
    P: „Ok. Ich reservier mal. Oh. Fast ausgebucht.“
    J: „Ach, da kriegma schon noch was. Wenn nicht, weichen wir halt auf ‚Kokowääh 2‘ aus. Der erste war echt nett.“
    P schaut zwider.
    Ticketschalter: „Schlussmacher? Da haben wir nur noch die ersten zwei Reihen.“
    P: „Ok, dann ‚Kokowääh 2‘ biddä.“
    J schaut beglückt.

    Im Kino warfen wir uns bereits nach zehn Minuten beschämte Blicke zu. Dieser Film ist mit Abstand der schlechteste, den wir seit langer, langer Zeit gesehen hatten. Den ersten fand ich ja noch ganz gut. Til Schweiger halt. Aber wenigstens stringent, schön erzählt und mit halbwegs neuen Witzen versehen. Bei der Fortsetzung hapert’s an allen Ecken und Enden. Scheiß Geschichte, scheiß Witze („Ich brauche eine Du-sch-lampe“ – gesagt zu einer Türkin, haha, Schenkelklopfer), scheiß Charaktere (einzige Ausnahme: Jasmin Gerat, die kriegt’s noch halbwegs hin, die blöde Rolle wenigstens annehmbar zu spielen). Ich verstehe wirklich nicht, wie die hier gesammelten Kritiken noch so ruhig bleiben können. Herr im Himmel, er war so schlecht. Ich geh nie aus dem Kino, weil ich immer bis zum Schluss ans Gute Glaube, aber bei diesem Film hab ich mir das echt überlegt.
    Umso peinlich wurde es dann gegen Ende des Films, als Til seine Allzweckwaffe (die mit tausend Sepia-Effekten weichgespülten Bilder am See unterlegt mit Emo-Mucke) einsetzte. Da guckte ich zu Pera und sagte: „Äi, heulst du???“ Und eine Minute später heulte ich selber. Tsä. Toll gemacht, Til. Schleich dich.

    Der erfreuliche Teil des Tages folge dann inklusive lustiger Ballons und Currywurst um 5 Uhr. Ich liebe es so sehr an Regensburg, dass man dort jede Lokalität bequem per pedes erreichen kann. Kasper, ein letztes Mal alte Filmbühne in dieser Form, No7 Bar, Hab und Gut, neue Filmbühne – es war mir ein Vergnügen und es tat so gut, heimzukommen. Diese Stadt nimmt mich immer noch in den Arm, auch wenn ich sie vor drei Jahren auf schmähliche Art und Weise verlassen habe, um mein Glück in München zu finden. Danke, Pera, dass du mitmachst 🙂

    Ansonsten fühle ich mich wie ein Traktor. Weil ich mich jeden Morgen durch die Schneemassen graben muss, die im Englischen Garten herumliegen und mir einen angenehmen Start in den Tag unmöglich machen. Es ist wahrlich kein Spaß! Aber wie immer hat alles Schlechte auch etwas Gutes: Diese Maloche verbraucht sicher mehr Kalorien, als wenn man leichtfüßig über Schotter springt. Und Kalorienverbrauchen ist eines der erklärten Ziele dieser ersten Jahreshälfte. Also, prost!

    Zum Schluss noch das neue Album einer meiner Lieblingsbands:

    Soooo schlecht, wie der Inder sagt, ist es gar nicht.
    So, das waren die Neuigkeiten, auf die ihr sicher gespannt gewartet habt. Herzlichen Glückwunsch. In Bälde stelle ich euch das Paar Schuhe vor, für das ich zehn andere Paare vertickt habe.
    Und: Sie waren es wert!

    Achso ja, PS: Ich gucke auch gute Filme. „Der Geschmack von Rost und Knochen“ war sehr gut. Nicht nur wegen der Oscars äh Orcas. Den empfehle ich wärmstens in diesen kalten Tagen.