About Writing Tag Archive

  • What a difference a day made, twenty-four little hours …

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    … brought the sun and the flowers
    Where there used to be rain.

    (Dinah Washington : „What a Diff’Rence a Day Makes“)

    „Wieso kommt denn auf dem Blog nix mehr?“, fragte meine Tante mich kürzlich.
    „Weil ich mein Berufsleben da nicht ausbreiten will“, antwortete ich.

    Als ich später nochmal darüber nachdachte, erinnerte ich mich an früher.
    Früher postete ich ständig hier. Kleinigkeiten aus dem Alltag, wichtige und unwichtige Geschichten, einfach Fotos von spektakulären oder belanglosen Erlebnissen mit Texten dazu.
    Das ist alles weniger geworden. Weil June Gloom in zehn Jahren, die es junegloom.de schon gibt, erwachsener geworden ist, vielleicht ein bisschen weniger mitteilungsbedürftig, und weil das hier immer ein Ort für eher nicht so arbeitslastige Themen war. Job war Job, junegloom.de war Spielwiese.

    Mittlerweile verschwimmt das oft. Der Job ist zeitintensiv und ausfüllend und dabei sehr er-füllend und somit gibt es immer weniger alltägliche Lebensgeschichten, die ich hier erzähle. Zeitweise habe ich sogar daran gedacht, junegloom.de dicht zu machen, weil ich nur noch höchstens einmal im Monat etwas schreibe. Doch diese Seite gehört zu mir, ist ein Platz in meinem Leben und für mein Leben, den ich nicht hergeben will. Wenn ich zum Beispiel an mein Madeira-Tagebuch vom letzten Jahr denke, dann wird mir warm ums Herz. Ich bin dankbar dafür, dass ich solche Reisen hier festhalten und bei Bedarf nochmal nachfühlen kann.

    Trotzdem soll junegloom.de nicht nur noch als Reisetagebuch dienen, denn zwischen Reisen und Arbeit muss ja auch noch was sein, das es wert ist, aufgeschrieben zu werden. Deshalb teile ich heute mal ein paar Gedanken zu diesem wunderbaren Tag mit euch.

    Heute war nämlich einer der allerschönsten Tage der letzten Wochen. Ich kam gestern Abend sehr spät von einer vollgepackten Dienstreisewoche heim und fiel völlig erschöpft ins Bett. Erst eine zweitägige Konferenz, dann direkt das GNTM-Finale und danach nochmal eine zweitägige Dienstreise hatten mich die Woche über sehr in Beschlag genommen. All diese Trips quer durch Deutschland waren ereignisreich, spannend, erfolgreich – und anstrengend. Denn man beamt sich ja nicht aus dem eigenen Bett auf einen Stuhl irgendwo, und dann geht’s los, sondern man reist, checkt Tickets, (Internet-)Zugänge, packt Koffer ein und wieder aus, richtet sich jeweils für eine Nacht in fremden Hotelzimmern ein, trifft tausend Leute … es mag sich anhören wie Jammern auf hohem Niveau, aber es zapft auf Dauer doch an der Kraftreserve.

    Genug davon, ich fiel also gestern wie eine spreißelige Holzplanke ins Bett und ich weiß nicht, was über Nacht passiert ist, aber ich wachte heute so erholt und lebenslustig auf, als hätte jemand das Holz abgeschliffen und eingeölt.

    Erster Gedanke nach dem Aufwachen: Wann geht nochmal der Zug?
    Zweiter Gedanke nach dem ersten: Die Reisewoche ist vorbei!
    Ich fühlte mich plötzlich wie gereinigt und völlig frei.
    Endlich nicht aufstehen, um zu packen und in einen Flieger oder Zug zu steigen, sondern um zum ersten Mal in diesem Jahr nur im Top (und natürlich mit Hose, haha) eine Runde im Park laufen zu gehen.
    Endlich ohne Zeitdruck oder Calltime ausgiebig frühstücken, und zwar schön zerrupft im ollen Oasis-Schlaf-Shirt auf dem Sofa mit YouTube-Videos, nicht neben fremden Menschen alleine im Frühstückssaal eines Hotels. Es gab Toast mit Erdnussbutter, Marmelade und Bananen, lecker!
    Endlich ein bisschen gemütlich im Internet surfen, und zwar nicht auf bahn.de, sondern auf meinen Lieblingsblogs, die ich ewig nicht gelesen habe.
    Endlich meine liebste zerfetzte Jeansshorts anziehen, und zwar aus meinem eigenen Schrank, nicht aus dem Koffer.
    Endlich die Stones (12. September Olympiastadion, hell yes!) so richtig nervig laut machen und blöd dazu durch die Bude wackeln, und zwar ungestresst.

    … es tat so gut. Es fühlte sich so richtig und verdient an.

    Dann radelte ich auf Beate III. mit meiner Lieblingsdecke, die mich seit mindestens fünf Sommern treu begleitet, reichlich Wasser und Sonnencreme (und Sekt, der sich dann als alkoholfrei herausstellte, was die Ladys zu „Waaas? Ohne Alkohol? Na zum Glück haben wir noch einen dabei“ verleitete), der Sonnenbrille auf der Nase und ungemachten Haaren in den Englischen Garten zu unserem Stammplatz am Schwabinger Bach.
    Dort traf ich die Girls und wir kaperten ein schönes Plätzchen am Wasser im Schatten und machten uns breit. Für fünf Stunden. Wir und Wiesen und Bäume und der blaue Himmel und die Sonne und dusselige Gespräche über Manuel Neuer und ein paar Schlucke Sekt und Butterkekse und ehrliche Lacher und Speckröllchen und Pieselpausen und blöde Hunde und süße Babys und Nudisten und Eisverkäufer und Pfandsammler und tausend andere Leute, die in Frieden diesen wonnigen Tag genossen und das Leben.

    Das war der schönste, entspannteste, sorgenfreiste Tag seit Langem. Und er ging so einfach.
    Es fühlt sich gerade so an, als ob meine Seele in einer Hängematte liegt und immer wieder kommt jemand und steckt ihr eine süße Erdbeere in den Mund.
    Vermutlich wird sie da nicht ewig liegen, oder es kommt bald wer mit einem Löffel Essig.
    Aber dann nehme ich mir ganz fest vor, ihn auszuspucken und nicht lang im Abgang zu schmecken.

    Auf einen herrlichen Sommer, Herrschaften.

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2016

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    Tataa, als hättet ihr ihn bestellt, kommt hier der große TJGP-Jahresrückblick 2016.
    Zum Lesen empfehle ich diese Playlist:

    Vorneweg: 2016 war ein gutes Jahr.

    JANUAR 2016
    … Ein Jahr, das in New York startete. Schön klischeehaft mit Blick auf die Freiheitsstatue (von der es kein Foto gibt, weil wir mit Champagne und „Can you believe it?“s beschäftigt waren).

    Danach ging’s für mich in den Umzugsendspurt. Ich hatte seit Dezember schon täglich einige Fiesta-Fuhren von A nach B gekarrt, so dass ich am 15. Januar, dem geplanten Umzugstag, meinen lieben Freunden absagen musste: „Es gibt nix mehr zum umziehen, sorry.“

    FEBRUAR 2016
    Äh, ich habe versucht, 40 Tage keine Süßigkeiten zu essen. Hat nicht sooo gut geklappt. Lass ich ab jetzt lieber.

    MÄRZ 2016
    Dieses Posting hier kam ganz gut an. Wer die verkommene Abnehmindustrie auch nicht mehr leiden kann, sollte das noch nachlesen.

    Außerdem habe ich mal wieder meinen Job gekündigt und hatte deshalb etwas Zeit, um zu verreisen.
    Madeira sollte es sein. Hier könnt ihr nochmal alles erleben: Tagebuch 1, 2, 3, 4, 5.
    Diese Woche war so wundervoll. Alleine verreisen ist prima.

    APRIL 2016
    Ähem. Neuer Job und so. Keine Zeit für Bildchen ;).

    MAI 2016
    New Faces Award Film – mal wieder der Beweis, dass wir einfach das BESTE TEAM sind.

    JUNI 2016
    Der Juni hat gekracht, heißa!

    Ich wurde 30 und irgendwie fühlt es sich so richtig an. Also ich kann jedem nur empfehlen, 30 zu werden und es zu genießen.

    Southside, alter Schwede! Lest und guckt hier nochmal nach. Dieses zehnjährige Jubiläum war nun wirklich kein normales …

    Vorher:

    Nachher:

    JULI 2016
    Stellt euch einfach einen wunderbaren Sommer vor und zieht den Amoklauf in München ab. Ich war unzählige Male am Eisbach, an der Isar, am See, am Gärtnerplatz, beim Grillen (danke Juli :)!) einfach draußen.

    Oh Gott, und ich traf Diego Maradona. Noch heute nimmt man in meiner Anwesenheit ein leichtes Odeur von Zigarrenrauch wahr ;).

    AUGUST 2016
    Pete Doherty <3.
    Das Schwestern-Team verbrachte ein langes WE am Bodensee bei „Rock am See“ und lauschte den Libertines & Co. Nächstes Jahr wieder!

    SEPTEMBER 2016
    Ich wurde genötigt, meine Wiesn-Abneigung abzuschalten und hatte tatsächlich vier verdammt gute Abende in Bierzelten. Halleluja, reicht dann aber auch :).

    OKTOBER 2016
    Änn und ich wagten uns ins Beachvolleyballcamp auf Sardinien. Seit gestern ist der Muskelkater weg und ich erinnere mich nur noch an eine vollkommene Woche. Hier nachlesen!

    NOVEMBER 2016
    Miss BAMBI Wahl, New Faces Award Style und BAMBI! So toll war’s!

    Uuuund noch eins mit Rehkitz ⭐️ #bambi2016 #vorfreude

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    New Faces Award Style – let’s go! #newfacesawardstyle

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    The Crew @bambi_awards ⭐️⭐️⭐️ #bambiawards #bambi2016 #1million1team

    Ein von Julia Bauer (@thejunegloomproject) gepostetes Foto am

    DEZEMBER 2016
    London – und damit der letzte Reisebericht für 2016.

    Es war unvergesslich entspannt und zauberhaft – im wahrsten Sinne.

    Jetzt kommt noch Silvester (wir machen mal wieder so ne Home-Version mit adäquaten Mengen an Essen und Alkohol und Menschen) und dann war’s das mit 2016. Ich bleibe dabei: Es war ein gutes Jahr (wer jetzt die Stirn runzelt, lese das PS ganz unten)! Cheers!

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    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Seit über fünf Jahren beantworte ich stets dieselben und bin immer wieder überrascht, wie schwer das ist.

    Zugenommen oder abgenommen?
    Beides – und am Ende wieder alles beim wunderbar Alten.

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr, Umzug und so.

    Der hirnrissigste Plan?
    10 Jahre Phantasie in die Realität zu heben. Da hebt man sich am Ende nur einen Bruch und es gibt Verletzte.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Das Southside. Zum Glück ging alles gut.

    Die teuerste Anschaffung?
    Die neue Wohnung bzw. die ganzen Anschaffungen dafür.

    Das leckerste Essen?
    Kürbissuppe.

    Das beeindruckendste Buch?
    Puh, das ist in diesem Jahr schwer, da ich kaum was gelesen habe.
    Aber J.K. Rowlings „Harry Potter und das verwunschene Kind“ habe ich sehr geliebt.

    Der beste Film?
    „Das Dschungelbuch“ in 3D. Shiiirrr Khan!

    Das beste Album?
    Das ist einfach. „Signs Of Light“ von The Head and the Heart.

    Das schönste Konzert?
    Brian Fallon in der Muffathalle.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Toll: Jobwechsel, Madeira, mein 30., der Sommer, die BAMBI-Moderation, die Winterlichter, das kleine Weihnachtskonzert.
    … kontrastiert leider stark mit …
    Schlimm: Was mit der Welt passiert. Keine weiteren Ausführungen nötig.
    Manchmal glaube ich, wir leben in einem Paralleluniversum.

    Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Musik und Freunden. (Das kann ich vermutlich einfach für immer so stehen lassen.)

    Die schönste Zeit verbracht …?
    … mit Freunden und Arbeit. Ich bin so dankbar, dass mein Job meine Leidenschaft ist.

    Vorherrschendes Gefühl 2016?
    It’s a fucking good life you’re living.

    2016 zum ersten Mal getan?
    Ganz alleine in den Urlaub geflogen – war sooo schön!

    2016 nach langer Zeit wieder getan?
    In einer anderen Stadt reingefeiert (NYC) und umgezogen.

    Die wichtigste Sache, von der dich jemanden überzeugen wollte?
    Du machst das eh.

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Alle Lieben sind gesund. Reicher kann man nicht sein.
    Ansonsten haben mir meine Schwestern zum 30. eine Jahresration Briefe und für jeden Monat ein Päckchen geschenkt. Ich liebe es.

    2016 war mit einem Wort?
    Happy.

    So, und jetzt stellen wir den Schampus kalt und krachen mit Vollgas ins neue Jahr!

    PS: Wem in diesem Posting jetzt zu viel heile Welt und zu wenig Terror war, der überlege bitte, ob es andersrum sinnvoller gewesen wäre. Bezweifle ich. Danijela Pilic hat das Ganze hier schon treffend formuliert.

  • Mein Madeira-Tagebuch V: Silence is easy …

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    … it just becomes me.

    (Starsailor: „Silence Is Easy“ auf „Silence Is Easy“)

    Ich warte auf den Abflug und bin ein bisschen traurig, dass es vorbei ist.

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    Neben mir sitzt ein Herr, der auf mein Display schielt. Merke ich doch genau, ertappt! Aber lies ruhig mit, guter Mann. Vermutlich fragst du dich, warum die junge Frau „ein bisschen traurig“ ist.

    Weil mein Urlaub vorbei ist. Mein kleines Abenteuer mit dem allmorgendlichen pinken Brot.

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    „Bist du vereinsamt?“, fragte mich eine Freundin, mit der ich am letztem Tag beim Frühstück chattete.
    Nö, irgendwie nicht. Alleine ist eben nicht gleich einsam.

    Lustigerweise bin ich sogar immer zusammengezuckt, wenn beim Essen jemand an meinem Tisch vorbeiging und sein Tempo gefährlich verlangsamte. „Bitte frag jetzt nicht, warum ich alleine hier sitze und ob ich mich zu dir setzen will“, betete ich dann in mich hinein. Zum Glück ist es nicht passiert.

    Vielleicht strahlt man aus, dass man seine Ruhe will, wenn man seine Ruhe will. Mit seinem Eis 🙂

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    Einmal musste ich aber sehr laut lachen und vermutlich hielten mich die Senioren ab da für komplett verrückt. Ein Mann am Nebentisch (ein Landsmann, wie mir dünkt) versuchte mehrsprachig eine Flasche Wein zu bestellen: „Oa Flaschn. Won Flosch!“ Sorry, aber das wird in die Annalen meines Daseins eingehen.

    Ja und wie war sie denn nun, diese „June Gloom reist allein“-Urlaubswoche?
    Sie war einfach wunderbar. Als hätte ich einmal die ganze Luft rausgelassen und die Meeresbrise den Rest erledigen lassen.

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    Highlights?
    Viele! Die Lesestunden auf den Sonnenterrassen am Meer, die Delfin-Tour, die Busfahrt im goldenen Abendlicht, das Laufen mit Meerblick und meine abenteuerliche Inselumrundung. Ich bin so froh, dass ich nach Madeira gekommen bin.

    Lowlights?
    Jammern auf hohem Niveau – so muss man das wohl nennen – die Monte-Fahrt.

    Fazit?
    Immer wieder gerne! Auch wenn diese sieben Tage eine Anfänger- bzw. Luxusversion von „alleine verreisen“ waren.

    Schließlich genoss ich ein Hotel auf einer ziemlich weit entwickelten Insel. Und ich hatte uneingeschränktes Internet samt allerlei Gerätschaft dafür, so dass ich immer mit euch kommunizieren und im Netz surfen konnte, wenn mir danach war. Allerdings verlief das auffallend entspannt. Ich habe geschrieben, was und wann ich wollte und gelesen, worauf ich Lust hatte. Nicht mehr.

    So ne Backpacker-Tour durch Thailand – Hitze, schweres Gepäck auf dem Rücken, Ungeziefer, eingeschränkte Kommunikationsmöglichkeiten, keine feste Bleibe usw. – ist mit meiner Reise nicht vergleichbar. Mal sehen, ob ich mich da auch irgendwann ranwage (keine Angst, Mama, ist noch nix geplant).

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    So, und nun flitze ich über die Feiertage ins nächste Hotel (Hotel Mama, 5 Sterne) und teste meine Sozialkompetenz. Ich freue mich darauf, mit meinen/meinem Lieben/Liebsten abzuhängen, won or tu Floschs zu leeren und Ostern zu genießen.

    Ich hoffe, mein Madeira-Tagebuch hat euch gefallen!

  • Today is the greatest …

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    … Day I’ve never known
    Can’t wait for tomorrow
    I might not have that long
    I’ll tear my heart out
    Before I get out.

    (The Smashing Pumpkins: „Today“)

    Wir schreiben den 4. Januar, das hier ist der erste Post im Jahr 2015.

    2015 – sieht irgendwie so gesittet aus, nech?. So ordentlich, ruhig und vernünftig.

    Halten wir gleich mal fest: So wird das Jahr nicht werden! Jawohl! Ich will Action. Ich will unvergessliche Reisen, taghelle Nächte, laute Musik, viel Arbeit und euch!

    Was könnte ich euch sonst so erzählen?
    Meine Feiertage und Silvester waren grandios.

    Ich habe ganze sieben Tage am Stück bei meinen Eltern und Schwestern verbracht, was selten vorkommt. Aber es tat gut! There’s no place like home, nech?

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    So sieht Weihnachten übrigens bei meinem Onkel aus. Ich finde den Kontrast aus altertümlicher Krippe, postromantischem Strandgemälde und topmoderner (not) Carrera-Rennbahn grandios.

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    Ansonsten war ich ein bisschen im Kino. Der hier ist zu empfehlen, wenn ihr – wie wir – als Mädchen-Gang reingeht. Da kann man wunderbar synchronisieren 😉

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    „Honig im Kopf“ hat mich mehr gepackt, als ich erwartet hatte. Eigentlich rechnete ich mit einem sepiafarbenen Til Schweiger-„Meisterwerk“ mit Personen, denen ein paar Logopäden-Besuche nicht schaden täten. Ich wurde von einem anrührenden Film überrascht, bei dem sich besagter Regisseur angenehm zurückhält, in dem seine Tochter zum ersten Mal ordentlich spielt und für den Didi Hallervorden doch bitte ein paar schöne Preise gewinnt. Ohne Scheiß, könnt ihr euch getrost ansehen.

    Ansonsten bin ich jetzt überigens „Grey’s Anatomy“ verfallen. Ich wusste, dass diese Zeit irgendwann kommen wird. Auf einen Winter voller scharfer Ärzte!

    So etwas hier darf aber bitte nicht mehr passieren. Nicht in unseren Breitengraden. Danke.

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    So, wat hamwa noch? Ach ja, Jahreswechsel. Diesmal fand die Feierei bei mir statt und es trug sich zu, dass vier Mädchen von 20 bis 7 Uhr am Tisch saßen und … nun ja, Details erspare ich euch :). Auf jeden Fall war es mein lustigstes Silvester seit vielen, vielen Jahren. Ich habe lange nicht mehr so viel und laut und oft gelacht.

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    Ich sag’s euch, ich hab ein gutes Gefühl für dieses vermeintlich brave Jahr 2015. Pack ma’s an! Lebt und liebt, meine Schäfchen. Dann macht ihr’s richtig. Prost!

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  • Der TJGP-Jahresrückblick 2014

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    Heißa, die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr ist da – und damit auch der bombastisch beliebte Jahresrückblick auf jungeloom.de. Anbei: Das hier ist der 800. Eintrag. Crazy horse!

    Wat war los? Viel. Viel an vielen Orten.
    Sri Lanka, Barcelona, Ösiland, dreimal Berlin, Bari, Hamburg, Köln, Kalifornien, Nevada, Arizona, Auerbach, Southside, Usedom, Zillertal … Beinahe unzählige Male ging’s in ein Flugzeug/Zugabteil/Auto und ab durch die Mitte. Ich bin unglaublich viel gereist, durfte tolle Menschen kennenlernen, zu Freunden machen, interviewen, fotografieren und so einiges von der Welt sehen.

    Da kommt dann ganz ohne Unglücksfälle in der Familie oder Herzensbrecher an meiner Seite ein ziemlich attraktives Jahr raus. Also, seinse dabei, die Revue passiert jetzt!

    Januar:

    – Ich habe einen tumblr eingerichtet. Anfangs war er zum Wundenlecken ganz gut, mittlerweile bespaße ich ihn über Instagram. Man muss ja heutzutage auf allen Social Media-Dingern vorhanden sein.

    – Yvonne! Endlich! Wer es verdrängt hat: Ende 2013 hatte ich plötzlich eine extreme Zuneigung zu ihrem neuen Album entwickelt, Anfang 2014 konnte ich ihr das persönlich sagen.

    Februar

    – Im Februar war ich quasi von der Bildfläche verschwunden und nur noch nachtaktiv tätig. Der Dschungel hatte mich voll in Beschlag, Sarah K. und ich telefonierten die Nächte durch, um eine ordentliche Kolumne auf die Beine zu stellen und als der Wahnsinn vorbei war, traf ich entsprechende Vorbereitungen für …

    – … den schönsten Urlaub meines Lebens (bisher). Jutter und ich düsten ab nach Sri Lanka und genossen zwei Wochen am und im indischen Ozean.

    März

    – Wieder daheim klebten wir fortan wie die Kletten aneinander. Eine spaßige Veranstaltung jagte die nächste …

    – Ansonsten ging’s laaangsam wieder mit dem Laufen in meinem geliebten Englischen Garten los.

    – Und ich traf eine Person, die mir völlig wurscht ist ein Idol aus Kindertagen:

    – Ach ja, und TJ und ich haben ein bisschen gewellnesst 🙂

    April

    – SPORTFREUNDE STILLER! Jugend pur! Lange hatte ich sie aus meinem Herzen geschoben, in diesem Jahr durften sie wieder einziehen.

    Gott, waren wir glücklich!

    – Bar to the celona! Muse und ich verbrachten ein äußerst verregnetes Wochenende in Spanien, machten aber das Beste draus. Hilft ja nix, nech?

    Mai

    – Konzerte hier, lange Nächte da, Shorty-Besuch dazu und eine kleine Recherchereise nach Bari – der Mai war äußerst unterhaltsam!

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    – Reunion mit Ani beim New Faces Award Film in Berlinski:

    – Beate II. segnet das Zeitliche und wurde durch Beate III. (ebenfalls ein Herkules-Modell geerbt von Omma) ersetzt.

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    – Vermutlich das beste Konzert in 2014 (neben meinen eigenen, ähem): Augustines!

    Wobei, Robert Francis war auch denkwürdig.

    Juni

    – Quersumme 10, mein Geburtstag! Danke an alle schönen Menschen (es waren nur schöne), die mit mir das Vereinsheim zum Kochen gebracht haben. Eine Party, die ihresgleichen sucht. Ich schwöre.

    – Seestück in Rosenheim, Bachstück im Englischen Garten – mit die schönsten Tage im Jahr!

    – Anpfiff! Charlot hat’s von der ersten Minute an gesagt, ich bin Zeugin! Sie sagte: „Wir werden Weltmeister, ganz klar!“

    – SOUTHSIDE! Ein unglaublich Gutes sogar! Langsam merkt man, dass wir das seit Jahren professionell betreiben. Wetter, Menschen, Musik, Pizza Mario – ALLES hat gepasst!

    – Ich habe – tataaa – ein Keyboard zu meiner Instrumentensammlung hinzugefügt. Das Ergebnis kann hier beurteilt werden.

    Juli

    – Sportextase: newmoove und ich haben geheiratet :). Ansonsten natürlich viel Fußballweltmeisterei und die sich anbahnende Romanze mit Manuel N.

    August

    – Burgfest: eines der besten seit Jahren!

    – Das Zeltlager-Ehemaligentreffen in Auerbach lieferte den Beweis: Man kann sich auch als „Ehemalige“ noch aufführen wie ein frisches Zeltlagerkind.

    – Shortcut: Aus praktischen Gründen (Reise und so) ließ ich 20 Zentimeter brünetter Haarpracht abschneiden.

    – junegloom.de bekam ein längst überfälliges Facelift: Danke nochmal an Stevo! Ich liebe es jeden Tag!

    – Der Roadtrip: Mein Liebster und ich zischten ab nach Kalifornien und machten drei Wochen lang Halligalli on the road. Ich bin immer noch sprachlos. Hach. Wer nochmal mitreisen will, guckt in unsere JuliverCA-Gruppe oder wühlt sich hier durch den Blog.

    September

    – Weiter ging’s on the road.

    – Mein erstes Konzert! Das war der emotionalste Tag ever. Von „ich bin stoisch ruhig“ über „ich habe Todesangst“ und „ich war noch nie aufgeregter“ bis „ich bin so glücklich“ war alles dabei. DANKE!

    November

    – GASLIGHT! Vielleicht ist The Gaslight Anthem die eine Band auf der Welt, der ich für immer und immer und immer lauschen könnte.

    – Ich habe gedetoxt! Macht das ruhig auch mal, schadet nicht. Tut sogar sehr gut.

    – BAMBI 2014: Ein paar Fangirl-Moments. Hach. Diese Fantas sind schon so Lausbuben. Und ihr könnt ruhig zugeben, dass Samu und ich ein verdammt schönes Paar wären.

    – Usedom: Eine kleine Wellnessreise zur Entspannung nach der Entgiftung.

    Dezember

    – Zillertal! Char und ich weihten die Skipisten ein und vollbrachten kulinarische Höchstleistungen (also essen halt) in Gerlos.

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    – MEIN ZWEITES KONZERT! Ich kann einfach nicht glauben, dass wir es nochmal geschafft haben. Es war so zauberhaft. Schöne Menschen, Glühwein und Plätzchen, June Gloom und the Project mit einer Setlist aus Selbstgeschriebenem und weihnachtlichen Covern, nochmal DANKE an euch! Ihr habt ja geklatscht wie die Blöden. Das hat sich sehr toll angefühlt!

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    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Ich liebe Fragen beantworten. Also prost!

    Zugenommen oder abgenommen?
    6 Kilo weniger dank sehr viel Sport. Fühlt sich ganz vernünftig an. Mal sehen, wie viel wieder drauf sind nach Weihnachten ;).

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Mehr, Roadtrip und so.

    Der hirnrissigste Plan?
    „Alle Antworten einmal laut vorlesen, dass ich mich auch ja nicht vertue, und dann C einloggen.“

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Mei, wenn man so will, war es nicht besonders vernünftig, ins Freibad einzusteigen. Wenn man es aber unbedingt so wollte, so war es doch in Ordnung.

    Die teuerste Anschaffung?
    Mein MacBook.

    Das leckerste Essen?
    Ich habe meine große Liebe zu Dal Curry entdeckt.

    Das beeindruckendste Buch?
    “28 Tage” von David Safier.

    Der beste Film?
    Puh, ganz schwierig, ich hab nicht viele geschafft. „Paulette“ fand ich sehr gut.

    Das beste Album?
    Ganz klar „#2“ von meinem geliebten Thees Uhlmann (was für einen Unterschied es doch macht, ob man „geliebten“ oder „Geliebten“ schreibt :)).
    Außerdem in Heavy Rotation gehört:
    „Favorite Waitress“ von den Felice Brothers
    „Get Hurn“ von The Gaslight Anthem
    „Cave Rave“ von den Crystal Fighters
    „Lights Out“ von Ingrid Michaelson
    „Kraniche“ von Bosse
    und „Augustines“ von Augustines.

    Das schönste Konzert?
    Augustines in der Freiheizhalle, Sportfreunde Stiller in der Olympiahalle, Kraftklub und diverse andere beim Southside, Britney in Vegas.
    Und mein zweites eigenes. Ich hab es so sehr genossen.

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Meine Konzerte waren mit abstand die tollsten Ereignisse des Jahres.
    Sri Lanka und Kalifornien waren unglaublich.
    Schlimm war endlich mal nix. Halleluja!

    Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Arbeit und Schlaf. Dicht gefolgt von Musik und Freunden.

    Die schönste Zeit verbracht …?
    An der Gitarre, an der Tastatur, am Tresen, am Wasser.

    Vorherrschendes Gefühl 2014?
    It’s a fucking good life you’re living.

    2014 zum ersten Mal getan?
    High Intensity Intervall Training. Genau mein Fall.

    2014 nach langer Zeit wieder getan?
    Losgelassen.

    Die wichtigste Sache, von der dich jemanden überzeugen wollte?
    „Du gehst so viel stärker da raus, als er. Check das endlich.“ Jaha, hab’s verstanden :)!

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Alle Lieben sind gesund. Reicher kann man nicht sein.
    Und aus ein paar Bekannten sind gute Freunde geworden. Weggefährten, die nicht mehr wegzudenken sind.

    2014 war mit einem Wort…?
    Ach, „ein Wort“ ist doch Unsinn. Leben halt, nech? Aber vielleicht ist „zufrieden“ das Wort, das hier gesucht wird.
    Ich habe verstanden, dass das Wünschenswerteste Zufriedenheit ist.
    Glück ist nämlich nur punktuell, Zufriedenheit aber von Dauer.
    Ich bin sehr zufrieden, während ich das hier alles tippe. Und dankbar für so viele Glücksmomente in 2014, die ich euch oben gezeigt habe.

    Haut ordentlich rein in 2015. Es gibt keinen Grund, es nicht zu tun.