• Carter: „Mein Philosophie-Professor stellte uns im 1. Semester eine Aufgabe.

    …Er nannte sie: die ‚Löffelliste‘. Wir sollten eine Liste von allem schreiben, was wir in unserem Leben tun wollten, bevor..“
    Edward: „.. bevor wir den Löffel abgeben.“
    Carter: „..ja.“
    Edward: „Sehr drollig..“
    Carter: „..und jetzt nutzlos.“
    Edward: „Wir könnten es tun..– Wir sollten es tun!“

    Julia: „Meine Germanistik-Professorin stellte uns zum Abschluss des Seminarabends eine Aufgabe…“

    –> Dieser Film muss von jeeeedem von euch gesehen werden, soweit noch nicht gesehn. Ich hab ihn vor nem Jahr oder so gesehn, liebe ihn und gestern haben wir die Löffel-Szene geguckt. So wahr. Und so schön.

  • I visit these mountains with frequency

    Post Image

    …and i stand here with my arms up.
    now some days, they last longer than others
    but this day by the lake went too fast.

    (Rilo Kiley: „With Arms Outstretched“ auf „The Execution Of All Things“)

    Wisst ihr, das hier ist schon ziemlich schön. Das erste Mal im Jahr barfuß im Gras zu stehen und zu spüren, wie es sich so unter den Sohlen der Steinzeitmenschen angefühlt hat.

    z-feet-in-grass

    Aber: Das macht noch mehr Spaß, wenn bei diesem Himmel hier die Wölkchen fehlen.

    z-cloudysun

    Und weil das heute leider nicht der Fall war, nehme ich euch jetzt mit in den Wald. Jawoll. Zieht festes Schuhwerk an und macht die Nase frei,

    denn WALD ist was ganz Besonderes!

    Very wichtig: Die richtigen Schuhe. Fest, profiliert und bequem müssen sie sein –  für einen ordentlichen Waldlauf. Ha, gebt’s zu, ihr verflucht jetzt eure alten Sportlehrer…Ich liebe Waldlauf. Bei meinen Eltern kann ich die Gelegenheit nutzen, denn hier gibt es noch Wald. Viel besser als Laufband, sag ich euch!

    z-runningshoes

    Und auf geht’s. Immer den Gleisen nach, sie führen direkt zur ersten Lichtung:

    z-train

    z-trees-and-light

    z-lichtung

    Gibt es etwas entspannenderes, als auf knackendem Boden durch die frische Natur zu joggen? Auf schmalen Pfaden, über Hügelchen und Mulden, vorbei an duftendem Holz und gruseligen Seen (na gut, „Seen“ ist vielleicht etwas zu sehr romantisiert, sagen wir „Tümpeln“)?

    z-wood

    z-dirtylittlelake

    Gibt es etwas befriedigenderes, als den Matsch unter den Füßen quatschen zu spüren (genau so, wie es Mama früher nie erlaubt hat)?

    z-dirt

    z-dirt-in-detail

    Wenn dann noch ein Haufen semifrische Pferdeäpfel vom naheliegenden Gestüt den Weg säumt, könnte die Welt doch eigentlich mal einen Moment stillstehen, oder?

    z-horsepoo

    Dann möchte man sich mit einem Picknickkorb vor dieses Hexenhäuschen setzten und von Beruf Waldschrat sein (Ich habe „Waldschrat“ mal gewikit).

    z-witchhouse

    …und alle bösen Menschen einsperren, die ihren Müll im Wald abladen.

    z-litter

    Ein friedliches Wäldchen ist aber der falsche Ort, um sich über sowas aufzuregen. Jetzt geht’s wieder heim. Hoffentlich konntet ihr ein bisschen durchatmen 🙂

    z-light-and-trees

    Best News of the day: Die Twilight-DVD erscheint an MEINEM GEBURTSTAG! –>Macht lieber gleich aus, wer sie mir schenkt!

    Best News of the day2: Das Southside-Lineup gets better and better! Jetzt auch noch Lily Allen und Keane, Yihaaa!

    Best News of the day3: Morgen Sonne satt und das hier:

    z-dawn

  • Kolumne.

    Ähem, die Kolumne war ja etwas in Vergessenheit geraten. Daher hier eine neue 🙂

    Folge 2: Steinringe

    Ich packte meine gesamte Stein-Sammlung zusammen und schleifte sie in meinem Rucksack ein paar Straßen weiter zu meiner Freundin Maria (Name geändert). Wir hatten beide eine Leidenschaft für das Suchen und Finden von seltenen Gesteinen entwickelt und präsentierten uns mindestens einmal wöchentlich unsere Stolz-Träger. Das sah so aus: Veranstaltungsort war stets Marias oder mein Zimmer, vor dem Steinaltar. Wir wechselten uns ab, denn die, die ihre Steine zusammenpacken und durch die Nachbarschaft schleppen durfte, hatte immer den Nachteil, dass die Sammlung danach komplett neu aufgebaut werden musste. Natürlich machte das einem echten Stein-Sammler Spaß und diente auch der regelmäßigen Reinigung der Objekte, aber nervig war es schon. Schließlich wollte jeder Stein einzeln in Küchenrolle verpackt werden, um sich nicht an den anderen zu stoßen und dadurch an Wert zu verlieren. Woher wir die Steine hatten? Aus der Natur natürlich.

    Wilde Räuber, die wir waren, streiften durch die nahegelegenen Wälder und Wiesen und wann immer etwas blitzte oder gräulich schimmerte, war es ein potentieller Stolz-Träger. Wenn er dann noch besonders glatt oder etwa in Form eines Pferdekopfes war, durfte er den Platz des wichtigsten Stücks der Sammlung einnehmen.

    Nun aber zurück zur Stein-Präsentation. Bei Maria angekommen packte ich vorsichtig all meine Steine aus und drapierte sie auf dem Teppichboden. Dann wurde verglichen, geneidet, verhandelt und getauscht. Irgendwann waren die Tauschgespräche abgeschlossen und die Präsentation beendet. Selig ordnete Maria ihre Sammlung neu und ich verpackte meine neuen Stolz-Träger behutsam in Küchenrolle. Dann schenkte mir Maria einen Ring. Ein schmaler goldener Ring mit einem kleinen Stein darauf: „Den will ich nicht mehr, kannste haben.“

    „Woher haste den? Den kannst du mir doch nicht einfach schenken!“ „Doch, der lag im Bad, kannste haben.“ „Naja, ok, also wenn du ihn wirklich nicht willst, dann nehm ich ihn schon.“

    Wir waren wirklich große Händlerinnen. Mir fiel nur ein Grund ein, warum Maria den Ring nicht wollte: Der Stein darauf war ja wirklich sehr klein, winzig. Der war wohl nichts wert.

    Zuhause zeigte ich meiner Mama voll Stolz Marias Geschenk „Schau mal, den hat mir die Maria geschenkt. Die will ihn nicht, wahrscheinlich, weil der Stein so klein ist.“

    Meine Mama beäugte das Schmuckstück kritisch. Dann sagte sie: „Julia, das ist der Ehering von Marias Mama. Und der Stein ist ein Diamant. Wir gehen da jetzt hin und bringen den zurück.“

  • So if you’re down on your luck…

    …And you can’t harmonize
    Find a girl with far away
    And if youre downright disgusted
    And life ain’t worth a dime
    Get a girl with far away eyes.

    (M. Jagger/ K. Richards: Faraway Eyes)

    Ihr ahnt es: die folgenden Zeilen drehen sich um den allwöchentlichen Kinobesuch:


    Ich bin verknallt.

    In Keith Richards.
    Behangen mit allerlei Klimbim, darunter ein Pirates-Of-The-Caribbean-Totenschädel aus Teague Sparrow-Zeiten, verfilztem Haar, in dem alte Münzen, glitzerndes Getuch und anderes hang und seit Jahrzehnten gestählten Gitarrenmuskeln begeisterte mich dieser alte Mann am allermeisten.

    Dem merkte man einfach an, dass in jeder Falte heiße Leidenschaft für seine Musik steckt und er das immer noch mit voller Inbrunst macht. Ein temperamentvoller Opa, sympathisch und liebenswert.

    Die andren waren natürlich auch nett anzusehen, aber ich krieg da Komplexe, wenn so alte Kerle so mörderschlank sind…

    Ich empfehle den Film also allen weiter, die ausgeschlafen haben (ab und zu sind die Konzertmitschnitte etwas lang), die Lust haben, sich wie in der ersten Reihe bei einem Stones-Konzert zu fühlen und die natürlich die Musik der alten Herren mögen.

    Entgegen der Erwartungen besteht der Streifen größtenteils aus dem Konzertmitschnitt vom New Yorker Beacon Theatre, gepfeffert durch die Auftritte von Jack White und Christina Aguilera, unterbrochen von kurzen Interviewsequenzen aus längst vergangenen Zeiten.

    Eher ein Dokumentarfilm über das Konzert als über die Geschichte der Band. Nicht zu vergleichen mit „Control“, „Walk The Line“ und „I’m Not There“. Nicht schlimm.

  • Opa

    Wir müssen unseren Egoismus ablegen.
    Ein „Er fehlt mir so, ich vermisse ihn!“ ist weniger wichtig als ein „Jetzt geht es ihm gut und es ist für ihn um einiges leichter“.
    Aber schwer ist’s schon.