• Es ist Herbst, Baby!

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    Ihr ahnt es, das hier wird ein Sammelsurium-Posting :). Der Herbst ist da, es war viel los und deshalb zischen wir jetzt einfach gemeinsam mit ein paar Erinnerungen rein in die güldene Jahreszeit.

    Dass der Herbst kommt, merke ich immer, wenn die Sonne langsam nachlässt. Nicht stark, nur so wie bei einem Gasluftballon, der gaaanz langsam Luft verliert. Wenn sie nicht mehr brennt, sondern nur noch wärmt. Und wenn sie nicht mehr so lange bleibt und schneller sinkt.
    Der Herbst ist wie ein Seefahrer, der nur einmal im Jahr an Land kommt, um sein Gold zu bringen. Ich als Sommerkind konnte lange nix mit dem Kumpanen anfangen. Mittlerweile lasse ich mich aber gerne mit Gold beschenken. Ich genieße die Jahreszeitenwechsel und bin froh, dass wir in Deutschland alle vier in ihrer vollen Ausprägung haben dürfen.

    Erst mal aber raus aus Deutschland, rein in die USA. Ich war kürzlich mal wieder in New York, um eine gute Freundin zu treffen.

    Natürlich ist Heidi Klum nicht meine gute Freundin, aber es war toll, sie wiederzusehen und ein bisschen zu quatschen. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf die Frage „Und, wer ist dein Lieblingspromi?“ immer wie aus der Pistole geschossen „Heidi Klum“ antworte. Is so. Keine Diskussion.

    New York war eh sehr toll. Wir haben in fünf Tagen unglaublich viel gearbeitet und gesehen. An dieser Stelle mal nur zwei Fotos von beeindruckenden Aussichten/Einsichten.

    Die Stadt, die niemals schläft, vom Rockefeller Center aus gesehen:

    Der Oculus-Bahnhof am Ground Zero, der bei meinem letzten Besuch noch nicht da war. Ich erinnere mich noch genau an die tragische Stille, die bei meinem allerersten Besuch herrschte (hier nachlesen). Von der „Lautlosigkeit und Beklemmung“, die ich damals empfand, ist nichts mehr übrig. Erschreckend, dass sogar so ein Platz des Unheils bis zum Äußersten kommerzialisiert und finanziell ausgeweidet werden muss.

    An einem der Abende traf ich die schönste Frau der Welt (nach Heidi, ähem):

    Das ist Ashley Graham, ein bekanntes Übergrößenmodel – aber vor allem eine Gallionsfigur in unserer Anti-Body-Shaming-Zeit. Sie ist wunderschön, blitzgescheit und äußerst schlagfertig. Von ihr kann man sich mehrere Scheiben abschneiden, und das meine ich nicht, weil sie etwas mehr auf den Rippen hat!

    Zurück in München standen auch schon die Stones parat und erfüllten mir einen seit Jahren gehegten Wunsch. Einmal diese alten Knacker live sehen. Es war der Hammer!

    Weiter ging es mit einer alten Dame. Da ich mich im letzten Jahr mit ihr angefreundet habe, stattete ich ihr auch in diesem Jahr wieder ein paar Besuche ab.
    Aber irgendwie lässt der Wiesn-Hype langsam nach, oder irre ich mich? Die Zelte sind nicht mehr SO voll, die Wege nicht mehr SO undurchdringlich und die Wiesngrippe-Ausfälle nicht mehr SO häufig.
    Natürlich klatschen rosé-glitzer-fancy gekleidete Influencer ihre Instagram-Accounts immer noch mit Fotos voll, unter die sie schreiben, dass sie „sich schon auf den Besuch auf den Wiesn und die erste Mass“ freuen … aber es lässt langsam nach ;).
    Ich finde ein gesundes Mittelmaß ok, ein bisschen aufhübschen, ein bisschen Haare flechten, das Wort „Wiesn“ nicht als Plural benutzen und Maß vernünftig schreiben, aussprechen und konsumieren – dann bassd die Brezn, wie der Bayer sagt.

    Letzte Runde #girlsgirlsgirls 🍻

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    Jetzt bin ich dann aber froh, wenn der ganze Trubel vorbei ist, und der Herbst und ich uns eine schöne, ruhige Zeit machen können. Ich will den güldenen Zinober genießen. Manche fabelhaften Beschäftigungen hat sich das Jahr nämlich für den Herbst aufgespart, die würden im Sommer keinen Spaß machen. Man stelle sich dieses Szenario nur mal an einem lauen Sommerabend bei 30 Grad vor: in der langen Jogginghose und im extradicken Sweater auf der Couch lümmeln, eingewickelt in eine Kuscheldecke, ein gut aufgewärmtes Kirschkernkissen im Rücken, Kürbissuppe im Bauch … Herbst-Zeug!

    Ich stelle aktuell übrigens Rekorde im Kürbiskonsum auf:

    … tue ein bisschen was Gutes (das ist die Etepetete-Box, die kann man hier bestellen. Man kriegt dann jede oder jede zweite Woche eine Box voll mit Bio-Gemüse, das nicht schön genug für den normalen Verkauf im Laden war):

    … und dekoriere wirklich jeden Raum mit irgendwelchem tropischen Klimbim:

    Und jetzt wünsche ich euch eine ganz famose Herbstzeit.
    Auf dass wir uns oft sehen!

    PS I: Ja, Wahl war auch. Aber dazu haben all meine Facebook-Freunde schon genug gepostet. Anti-AfD, jawoll. Das muss ich ja nun nicht auch nochmal schreiben. Stattdessen lege ich euch ans Herz, immer mal wieder die Toleranzgrenzen des eigenen Herzens überprüfen.

    PS II: Macht’s einfach:

  • Eine Umfrage besagt …

    Ich habe gerade meine „Entwürfe“ durchgeguckt und etwas Kurioses entdeckt. Diesen Fragebogen von vor DREI Jahren. Wie praktisch, dass ich ihn damals ausgefüllt aber nicht veröffentlich habe. Das mache ich jetzt und schreibe bei allen Fragen, die ich mittlerweile anders beantworten würde, was dahinter.

    Gibt es einen Hype, den du überhaupt nicht nachvollziehen kannst?
    Diesen ganzen Scheiß mit Harlem Shake, Gangnam Style usw. Zum Kotzen.
    –> Haha, das ist jetzt eindeutig anders: Einhörner. Ich hasse Einhörner.

    Wo kommst du her?
    Vom Land. Ich bin ein echtes Landei. Und ich bin sehr, sehr dankbar dafür. Ich hatte eine absolut behütete Kindheit mit Wald, Wiesen, Weihern und Wiehern in der Nähe. Ich habe es geliebt. Und liebe es auch heute noch, wenn ich heimkomme. Entschleunigung pur.

    Wo gehst du hin?
    Vorwärts.

    Bist du zufrieden mit deiner Augenfarbe?
    Ja. Rehbraun ist super.

    Was ist deine Lieblingsblume?
    „Welche“ heißt das. Und ich hab tatsächlich keine. Bin kein typisches Blumenmädchen. Stellt mir lieber ein paar Kräuter in die Küche.
    –> Haha, „ich bin kein Blumenmädchen“. Da würden gewisse Personen heute was ganz anderes behaupten.

    Worin bist du besonders gut?
    Schwere Frage, weil man automatisch eingebildet wirkt, wenn man von sich behauptet, etwas gut zu können.
    Ich glaube aber, ich bin eine gute Kumpanin und mit mir an der Seite kann man alle Lebenslagen einigermaßen schaukeln, weil ich prima organisieren und multitasken kann.
    Außerdem sagte man mir, ich sei sehr unterhaltsam, wenn ich will.

    Wann hast du das letzte Mal so richtig herzlich gelacht?
    Dabei.
    –> Das steht da natürlich jetzt schon seit drei Jahren. Aber ich habe es gerade nochmal angeguckt und mich wieder totgelacht.

    Bist du zufrieden mit deinem Stil?
    Ja, sonst würde ich ihn ändern.

    Würdest du gerne in einer anderen Stadt leben?
    Nee, München ist super. Aber zeitweise würde ich wegziehen. Jeweils einen Sommer. In fast jede Großstadt.

    Gibt es ein Lied, welches du stundenlang ununterbrochen hören könntest?
    Ja. „Some Might Say“, „Champagne Supernova“ und „Stand By Me“ von Oasis und „Pictures Of Success“, „Spectacular Views“, „It’s A Hit“ und „Breakin‘ Up“ von Rilo Kiley. Und dann noch so ein paar einzelnde Sachen, die All Time Favs sind.
    –> Da sind in drei Jahren einige Sachen von The Head and the Heart, M. Ward, Bruce Springsteen und den Stones dazu gekommen.

    Was bringt Dich IMMER zum Lachen?
    Gedanken an verschiedene lustige Situationen.

    Welche Eigenschaft magst du an Dir?
    Ich bin immer ehrlich und direkt. Ob alle anderen das auch mögen, ist manchmal fraglich ;).
    –> Heute würde ich sagen, dass ich ehrlich bin, aber nicht immer direkt. 

    Was war dein peinlichster Moment?
    Mir ist nichts peinlich. ETWAS peinlich war allerdings das Geräusch, das meine Kniekehle machte, als ich nach meinem Bewerbungsgespräch um mein Volo vom Stuhl aufstand (es war Sommer, ich klebte fest). Nun. Hat ja trotzdem geklappt.

    Welches Land/Ort willst du unbedingt noch sehen?
    Kalifornien (bereits geplant), Südafrika, Kenia, Island. Ach, im Grunde alles außer Asien.
    –> Kalifornien und Asien sind mittlerweile erledigt, beide sogar doppelt :-).

    Worauf bist du stolz?
    Auf meine Schwestern.

    Könntest du Dir vorstellen, nur noch Blogs und keine Printmedien mehr zu lesen?
    Ja.

    Wer oder was lässt Dich an Dir selber zweifeln?
    Manchmal ich selbst.

    Hattest du schon mal ein Bewerbungsgespräch, welches total in die Hose ging?
    Let me think. Nee, ich erinner mich an keins.

    Gold oder Silber? Oder Rosé?
    Silber.
    –> Jetzt mag ich auch Rosé ganz gern.

    Glaubst du an Wunder/Sternzeichen/Magie?
    An Wunder seit einem Jahr schon. An Astrologie eigentlich nicht, aber die Beschreibung meines Sternzeichens passt so exakt zu mir, dass vielleicht doch irgendwas dran ist.

    Was magst du an deiner besten Freundin / deinem besten Freund?
    Die Deckungsgleichheit in Sachen Humor. Und die Verlässlichkeit.

    Bist du ehrlich?
    Jaha, wie oft denn noch!

    Bist du glücklich?
    Part time. Ich glaube, es ist relativ gesund, wenn man Glück nur in bestimmten Momenten empfindet. Dann bleibt es besonders. Für den Rest der Zeit reicht Zufriedenheit.
    –> Ich bin gerade wunschlos glücklich (wenn wir den Weltfrieden und so weiter außen vor lassen).

  • Review: „Sweat it to Shred it“ by Sarah’s Day

    Neues Jahr, neues Fitness-Programm 🙂

    Let's go! @sarahs_day

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    Aber von vorne. Ich bin ja bekennende YouTube-Guckerin. Am liebsten mag ich so „A Day in the Life“-Sachen von sympathischen jungen Frauen, die mich inspierieren. Zu ihnen zählt auch die Australierin Sarah Stevenson alias Sarah’s Day. Die guck ich gerne, weil sie lustig ist und mich motiviert.

    Ohhhhh yeah it's Monday time! I've mentioned before that Monday is my favourite day of the week because I love fresh starts and setting goals. So this morning was no exception… or so I thought. After taking three days off the gym and giving myself all Sunday to blob about and embrace my inner #grublife I was excited to rip into a sweaty workout on Monday morning… lol jks on me. I woke up this morning with the most painful, swollen spider bite on my knee! I felt the bite a few days ago but shrugged it off and in true Sezzy style, put tea tree oil on it and assumed in would clear up. oh man, my whole knee is throbbing today! I can't even bend it because it's so swollen ‍♀️ hahah ahhh man. Australia, gotta love you, but your spiders, sharks and snakes are not ideal. Off to the medical centre I go! Wish me luck

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    Vor Kurzem hat sie ihr eigenes Trainingsprogramm „Sweat it to Shred it“ als E-Book rausgebracht, das ich mir natürlich sofort gekauft habe.

    Kurzfassung: Es ist das beste Trainings-Programm, das ich bisher gemacht habe. (Und ich habe schon einige gemacht: D!s BodyChange, Kaylas Bikini Body Guide, Charlotte Würdigs UpgradeU, Annes BodyShape …).

    Fertig mit der Woche und der Welt. Thanks again @sarahs_day

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    Im Vordergrund standen immer zwei Gedanken:

    1. Nach Plan trainieren (mir also nicht selber was überlegen müssen)
    2. Die Challenge (mir also die Latte ein bisschen höher legen)

    … das hat mit Sarah’s Day wunderbar geklappt. Kein Workout kommt doppelt vor, die Übungen sind alle ohne Geräte machbar, jedes Training dauert maximal 30 Minuten und ist überall ausführbar.

    Wie lange dauert das Programm?
    8 Wochen

    Wie oft muss man pro Woche trainieren?
    Woche 1-3: 4 Mal
    Woche 4-5: 5 Mal
    Woche 6-8: 6 Mal

    Welche Arten von Workouts gibt es?
    SS = Sweaty Shreader = HIT mit 7 Sets, je 6 x 30 Sekunden
    TP = Toning Power = HIT für die Core-Muskulatur mit 3 Sets, je 8 x 1 Min
    C = Challenge = unterschiedliche kurze Power-Einheiten
    A = Activity = aktiv sein, mindestens 30 Minuten Bewegung nach Wahl

    Woche 8 sieht zum Beispiel so aus:
    Montag: SS
    Dienstag: C
    Mittwoch: TP
    Donnerstag: SS
    Freitag: TP
    Samstag: A
    Sonntag: Ruhetag

    Jedes einzelne Workout ist anders. Die Übungen wiederholen sich zwar manchmal, aber jedes ist anders kombiniert. So wird einem nie langweilig, man hat immer den Überraschungseffekt und die Sicherheit, dass es nach einer halben Stunde vorbei ist.

    Wie messe ich die Intervalle?
    Mit der „Sezzy Timer by Sarah’s Day“-App. Da sind alle Workouts drin und sie ist pupseasy zu bedienen.

    Was ist mit der Ernährung?
    Sarah selbst ernährt sich nach dem Paleo-Prinzip, „Sweat it to Shred it“ enthält aber keinen Ernährungsplan. Da Paleo eh nix für mich ist, habe ich einfach meine normale Ernährung beibehalten. Es ging mir bei „Sweat it to Shred it“ nicht darum, Gewicht zu verlieren, sondern nach Plan zu trainieren und Kraft aufzubauen.

    Warum finde ich „Sweat it to Shred it“ so gut?
    Weil es in erster Linie Spaß macht (Kayla zum Beispiel fand ich schrecklich und musste mich immer sehr überwinden) und ich dabei YouTube-Videos gucken kann (, weil man nur kurz für die nächste Übung auf den Zettel gucken muss).
    Bei „Sweat it to Shred it“ baut man schnell Muskulatur und Ausdauer auf, was man Woche für Woche spürt. Nach dem ersten Sweaty Shredder konnte ich nur mit Mühe und mit schlackernden Beinen laufen. Nach dem dritten ging es schon viel besser. Ich hatte zwar (und das ist wirklich so) in diesen 8 Wochen durchgehend irgendwo oder überall Muskelkater, aber das zeigt mir, dass sich was tut.
    Ich würde das Programm also allen empfehlen, die nicht komplett untrainiert sind, Lust auf eine Challenge haben, sich gerne selbst hart rannehmen, Durchhaltevermögen besitzen (muss leider sein) und Kraft aufbauen wollen. Dann ist es quasi die pure Erfüllung :).

    Ich werde das Programm nach einer Woche Pause einfach nochmal von vorne machen, bis irgendwann (bald bitte) Teil 2 rauskommt.

    Thanks Sarah, let’s sweat on together!

  • Good times never seemed so good …

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    … I’ve been inclined
    To believe they never would
    But now I …

    (Neil Diamond: „Sweet Caroline“)

    Ich warne gleich vor diesem Posting, denn es ist das allsommerliche Sammelsurium-Posting. Die geneigte Leserschaft möge sich also nicht über einen Zusammenschmiss von Fotos wundern, die einfach nur schöne Tage der letzten Wochen dokumentieren.
    Ich hätte das Ding auch „Der doppelte Robbie“ nennen können, denn wie durch ein Wunder kam ich im Juli zwei Mal in den Genuss, den einzig wahren Entertainer live zu sehen. Einmal in Reihe zwei inmitten einer beschaulichen Menschentraube von 1.500 Menschen beim Geburtstagsfest von Marc O’Polo (er ist da Testimonial). Und dann nochmal bei seiner Stadiontournee im Olympiastadion.

    Happy Girls vor der Bühne:

    Happy Robbie auf der Bühne:

    Ich finde ja, hier guckt er uns an :):

    Und hier noch mit seinem Daddy. Den nimmt er bei der aktuellen Tour nämlich immer mit und dann trällern sie gemeinsam „Sweet Caroline“ und freuen sich, dass sie Vater und Sohn sind.
    Hintergrund: Robbie wurde angeblich von der Muse Musik geküsst, als er als Kind seinen Papa auftreten sah. Da wusste er, dass er das auch machen will.

    Hier noch im Video:

    ❤️❤️❤️

    Ein Beitrag geteilt von JULIA BAUER (@thejunegloomproject) am

    Ich muss zugeben, dass es wirklich toll war. Ich gehöre nicht zu den Groupies der ersten Stunde, ich war nur von „Sing When You’re Winning“ bis „Escapology“ hart am Start. Trotzdem konnte ich irgendwie alles mitträllern und war von seiner Show very very begeistert. Wann kommt man Robbie schon so nah, dass man ihn fast anfassen kann und seine Tiger-Bux aus nächster Nähe bewundern darf? Eben.

    Im Stadion war das alles dann ne Nummer größer und Robbie nur ein schlumpfgroßes Männlein in weiter Ferne. Trotzdem hat er es geschafft, uns voll mitzureißen. Bei 25 Grad barfuß im Olympiastadion zu „Come Undone“ das Feuerzeug schwenken – ein wahr gewordener Traum.

    So, wat hamwa noch abseits von Robbie?

    Toni hat für amazed ein sehr inspirierendes Interview mit mir geführt. Wie einen die richtigen Fragen doch zum Nachdenken anregen …

    Ebenfalls sehr inspirierend finde ich die Yoga-Stunden am Mittwoch. Maren macht das wirklich auf ihre eigene Art und Weise sehr toll und ich düse immer gerne hin, um die müden Glieder zu strecken, bewusst zu atmen und einfach ein bisschen runterzukommen.

    Wenn man runterkommt, muss man aber auch wieder raufkommen, so wie Brezi und ich. Wir düsten nämlich nach Lenggries und tobten uns ein bisschen auf dem Brauneck aus. Bisher bin ich kein Wander-Fan. Ich könnte aber Gefallen daran finden. Eigentlich hatten wir nämlich gar nicht vor zu wandern, aber dann war das Wetter so schön und die Zeit so reichlich vorhanden und schwupps wanderten wir da oben ein bisschen herum und dann den ganzen Weg nach unten. Könnte ich öfter machen, taugt irgendwie.

    So, jetzt wisst ihr Bescheid über die tagefüllenden Freizeitaktivitäten von June Gloom.
    Was sportlich so abgeht, machen wir demnächst in einem weiteren Beitrag.
    Bleibt sauber, ihr Banausen. Bis balduin!

  • „Samuuu!“

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    Ich habe nachgesehen. Der Entschluss nach Helsinki zu reisen fiel exakt am 7. Dezember 2016 um 10:19 Uhr. Kurz nach London (leset hier nach) machten Char und ich das Ding dingfest, der Trip an meinem Geburtstag wurde sofort gebucht.
    „Wie kamt ihr denn auf Helsinki?“, fragten viele.
    „Ach, wegen Samu“, antwortete ich grinsend.

    Es gibt ja wohl schließlich keinen besseren Grund, um nach Helsinki zu reisen, als Samu Haber.
    Helsinki stand schon lange auf meiner Liste, Finnland soll im Sommer ja sehr schön sein. Warum also nicht mal was anderes besichtigen als Barcelona, Paris oder Rom? Mit Finnair kann man ständig günstig hochfliegen, der Transfer vom Flughafen in die Stadt ist supereasy und airbnb hat auch einiges zu bieten. Wir wohnten in einer hübschen Wohnung (natürlich wieder airbnb) im Trendviertel Kallio (war gar nicht so trendy) und konnten von dort alles erlaufen. Wer nicht gern per pedes unterwegs ist, kann in Helsinki aber auch Ubahn, Bus oder Tram fahren. Alles an jeder Ecke verfügbar.

    Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten (danke Timo für das ganze Zeug im Kühlschrank, ich vermisse den undefinierbaren Sauerkirschbatz, den ich immer als Salatdressing benutzte), machten wir uns also auf Erkundungstour. Praktisch: Im Sommer ist es in Helsinki auch um Mitternacht noch taghell. „Ey, warum bin ich so fertig?“ – „Weil wir schon 23 Uhr haben!“. Man merkt einfach gar nicht, dass man voll über seiner gewohnten Zeit ist.

    Erster Stopp: das Restaurant Juuri, eine Empfehlung meiner guten Freundin Muse (you remember, Kos und Barcelona …). Schließlich mussten wir meinen 31. gebührend feiern. Sowas von lecker und jeden Cent wert!

    Am nächsten Tag erkundeten wir alles, was man in der finnischen Kapitale so erkunden kann. Da die Stadt sehr jung ist, gibt es keine altertümlichen Gebäude oder Gässchen.

    Trotzdem hat mich Helsi (wir kürzen alles ab, live with it) irgendwie gekriegt.
    Seht selbst. Das ist der durchaus beeindruckende Senatsplatz mit dem Dom und dem Alexander-II.-Denkmal. In der Innenstadt gibt’s ungefähr jeden Laden, von dem man nur träumen kann und im Kaufhaus Stockmann haben sie eine riesige Abteilung nur mit skandinavischen Labels (zum Glück waren wir nur mit Handgepäck unterwegs).

    Hier haben wir die Uspenski-Kathedrale (ihr seht schon, alles leicht russisch angehaucht):

    Hier eine Gasse, die aus „Harry Potter“ stammen könnte:

    Am Hafen muss man sich einfach einen großen Teller frischen, gegrillten Lachs gönnen. So lecker! Aber Achtung, wenn sie fragen, ob ihr ein bisschen Knoblauchsoße drauf wollt. Dann heißt das im Grunde, dass ihr 24 Stunden nur Knoblauch schmeckt, riecht und Menschen in einem Radius von fünf Metern auch damit beglückt.
    Hier die nackte Lady Havis Amanda mit Möwe:

    Und hier ich im Toilettenspiegel des Rathauses:

    Wenn’s ein bisschen ruhiger sein darf, spaziert man einfach zu einer der Halbinseln. Dort geht man dann über baufällige Stege und genießt die Sonne.

    Wenn man einen Tag übrig hat, sollte man unbedingt mit der Fähre nach Tallinn/Estland rüberschippern. Da kommt man sonst ja auch eher selten hin. In 1,5 Stunden ist man da und kriegt die alten Gässchen und Kirchlein, die man in Helsinki vermisst. Leider hatten wir Sauwetter vom Feinsten, weshalb wir unsere Nerven erst mal in einem süßen Café stählten.

    Ansonsten habe ich in Tallinn exakt ein Foto gemacht. Das ist Schloss Katherinental, ungünstigerweise geschlossen. Ausgerechnet, wenn wir ob Regens gerne etwas von innen besichtigen würden.

    Aaaber sie haben prima Schönheitssalons da und die lassen einen rein.

    C: „Was machen wir jetzt mit den restlichen zwei Stunden?
    J: „Wir könnten Beauty machen, mir ist eh ein Nagel abgebrochen.“

    –> C und J liefen in ihren fliederfarbenen, ausladenden und klatschnassen Regenponchos in einem Beauty-Salon ein und das Personal war nicht gerade entzückt, als es uns da triefend stehen sah. Nur auf Nachfrage wurden wir behandelt. Aber gut, die sollen ja generell nicht besonders aufgeschlossen sein, die Esten.

    Auf jeden Fall haben sie uns schön gemacht für den letzten Tag, an dem wir noch ein wenig am Hafen herumspazierten.

    Das war’s auch schon mit dem Reisebericht Helsinki. Auch hier spreche ich eine klare Empfehlung aus. Für einen dreitägigen Trip gen Norden (2 Tage Helsi, 1 Tag Tallinn) und für airbnb.

    PSI: Kleiner Lacher am Ende:

    PSII: Bei unserem Glück haben wir natürlich auch Samu gesehen. Im Fernseher. Nicht weniger schön, vor allem mit diesem Sombrero!