No Bad Words.

What’s the story?
Schreiben therapiert. Es hilft, das Leben zu ordnen und Gedanken einzuordnen, indem man sie in Texten destilliert.
She is love for
Glück. Immer das Streben nach Glück. Das ist in meiner DNS. Musik (machen und hören, vorzugsweise melodisch und gitarrenlastig), Filme (vorzugsweise Spezielles), Bücher (Regener, Süskind, Goethe, Schiller – bitte nix von Christoph Maria Herbst!), Lolle, Gelbes curry, Käse, Nougat, Ramen, Schokosalzstangen, Kapern, Oliven, Zumba, Laufen in den Morgenstunden, Mädchenabende, raue Töne, das Meer und die Wale.
Take me away from
Tomateninnereien, Seitenzahlen, Wintersport im TV, Zwiebeln, Schweinebraten, Übertreibern und Idioten.
Neulich habe ich einen Text geschrieben, zu dem mich ein Urlaub inspiriert hat. Unerwarteterweise bekam ich auf diesen Text viele Reaktionen. Er würde gefallen, ich hätte Recht, diese Gedanken würden abkühlen und wärmen zugleich. Deshalb soll er hier in stehen – und weil er für mich steht:
Nach wenigen Stunden in Bulgarien machte sich in mir das Gefühl der Entspannung breit. Weg von daheim, raus aus dem Alltag. Herzmenschen bei mir, dir diese Woche mit mir teilen (wollen < – is ja nicht ganz unwichtig). Warum kann ich erst in Bulgarien den Gedanken freien Lauf lassen, die ich auch in München mit mir herumtrage? Lebe ich zu schnell, als dass ich mich mit so etwas beschäftigen kann, das tiefer schürft als ein Modeartikel? Kann ich erst fern der Heimat nichts tun, weil ich dort dazu gezwungen bin? Weil nichts in der Nähe ist, das getan werden muss? Ist es nicht grausig, dass ich normalerweise immer etwas zu tun habe?
Wir reden viel über solche Sachen. Auch viel über emotionale Intelligenz. Stellen fest, dass die so viel wichtiger und wertvoller ist als normale Intelligenz. Weil man die heutzutage binnen Sekunden auf dem Smartphone nachschlagen kann. Aber Gefühle und Einfühlsamkeit kann man nicht googlen.
Wir spielen mit dem Gedanken, auszusteigen. Weil das Leben, das wir bis zu dieser Sekunde hatten, für immer vorbei ist. Wir werden nie mehr 17 sein. Unsere Jugend ist vorbei. Bei diesem Gedanken rutscht mir das Herz in die Hose. Meine Jugend liegt hinter mir. Wir beschissen ist das bitte? Und doch ist es ein knallharter Fakt. Ich werde nie mehr unerlaubterweise Alkohol trinken dürfen, nie mehr keinen Führerschein haben (außer ich stelle mich saublöd an), nie mehr nicht für mich selbst verantwortlich sein (bitte, lieber Gott!).
Wenn ich meine kleine Schwester vor mir sehe, wie sie mit ihren blonden, weichen Löckchen und reichlich Babyspeck ausgestattet durch unser Elternhaus wuselt, denke ich: “Meine kleine Lotta!” Und wenn mir dann wie ein Blitz ein Bild in den Kopf schießt, das sie in ihrem tatsächlichen, erwachsenen Alter zeigt, dann wird mir richtig mulmig.
Das sind Gedanken, die mir durch den Kopf gingen.
Das Leben, das vor mir liegt, liegt schwer wie die tote Qualle in meinen eigenen Händen. Und ich weiß es schon lange, aber es lässt sich wieder mal alles zu einer einfachen aber so wahren Lebenseinstellung eindampfen: Wir sind dumme, dumme Idioten, wenn wir nicht jeden einzelnen Tag ehren. Sonst macht das alles keinen Sinn. Wir kriegen nichts geschenkt und nichts zurück. Nur einmal, am Tag unserer Geburt, da kriegen wir das Leben.
There are no bad words for the coast today.
Stay young and invincible.
Music.
Hier könnt ihr meine Songs runterladen.
