Donnerstag, September 8th, 2011...18:24
But now I’m losing a friend…
…And it’s keeping me up
It’s the ribbons I tied
I would rather just die
Go to hell and crawl back
Than let you go.
(ok, ok, etwas theatralisch für den Abgang, aber es ist so schön! The Cardigans: “Losing A Friend” auf “Super Extra Gravity”)

So, wie ihr schlauen Leserleins sicher bemerkt habt, ist hier grade nicht viel los. Das habe ich euch höchstpersönliche selbst eingebrockt, weil ich so viel bei Ebay vertickt habe (konsequenter Ausmistaktion sei Dank), dass ich jeden Abend mit dem Verpacken beschäftigt bin. Seit Tagen habe ich kein Tageslicht gesehen, lebe von Dosenravioli und Nespresso-Kapseln (anbei, das regt zum Nachdenken an).
Kleiner Scherz, SO schlimm ist es nicht
. Nur irgendwie befinde ich mich in einer komischen Stimmung. Ich verkrieche mich am liebsten in meinen Laufschuhen oder mit der Gitarre auf dem Sofa, um Songs zu schreiben, die dann nicht fertig gemacht werden und bestelle dauernd Pizza bei dem kleinen Italiener unten im Haus, der schon “Eine Margherita mit viel Käse und Basilikum” in die Küche schreit, wenn ich noch vor der Tür stehe.
Vielleicht liegt das am Umbruch. Alles bricht um. Das Wetter ist eh schon mal zum Kotzen, obwohl ich es auch begrüße, dass ich endlich die Schuhe tragen kann. Dann muss ich mich langsam auf meine Master-Prüfungen vorbereiten, denn ich denke mal, dass bald der Zulassungsbrief kommt. Und das Volo ist auch fast vorbei, nächste Woche kommt Hollyhome raus (und wehe, einer von euch kauft es nicht) und wir präsentieren unsere Zeitschrift in einer spektakulären Show.
Direkt danach düse ich ab nach London, um dort für zwei Tage der Fashion Week beizuwohnen. Ich freue mich unbandig auf meine alte Studienstadt (ja, nur ein Semester, trotzdem hat es mich geprägt) und hoffe, dass ich zwischendrin mal ein paar Minuten Zeit habe, um “hello” zu sagen.
Vielleicht liegt diese Umbruch-Stimmung aber auch am Abgang einer bestimmten Person mit “P”.
Denn am vergangenen Wochenende öffnete sich ein Zeitfenster von 12 Stunden, das nur meiner besseren Hälfte Päm gewidmet war, um sie gebührend zu verabschieden. Wir durchlebten an einem Tag und in einer Nacht nochmal unsere komplette Jugend. Freibad, bescheuerte Musik im Auto, Cocktails in der Kneipe, die uns quasi großgezogen hat, ohne Licht durch die Nacht radeln (meine Mama gab mir zwei Taschenlampen mit), ungewollt durch Feld und Flur radeln (das war eine spontane Aktion, Mama, aber gut, dass du mir nicht dein gutes Rad mitgegeben hast), Lagerfeuerromantik genießen, elektronische Zigaretten rauchen, Getränke verschütten – hach, es war ein Fest! Die sieben Wochen werden echt hart!

1 Comment
September 12th, 2011 at 02:33
Es war wirklich ein Fest und diese 12Std machen es mir auch nicht unbedingt einfach hier in der Ferne!!!
Aber wenn ich zurueck bin, gibt’s wieder so einen Festtag/-nacht und darauf freue ich mich jetzt schon!!! :-*