Montag, März 14th, 2011...21:53
“Run!”
(Lissie während “Bully” im Ampere am 13. März 2011)
Gestern war ich mal wieder bei meiner guten Freundin Lissie. Wir hatten uns ja im September schon einmal getroffen (wer das Interview nochmal lesen möchte, aber gerne, natürlich, hier entlang) und jetzt tourt sie nochmal mit ihrem bombastischem Album “Catching A Tiger“. Der zweite Tourtermin war gestern im guten alten Ampere.

Er und ich hatten beinahe Angst, dass wir kein zweites Ticket auftreiben können und waren obdessen ziemlich früh da. Doch da schau her, kein Thema und der Raum füllte sich auch nur schwerlich bis spärlich.

Es ist immer so eine Sache, wenn ich auf einem wirklich guten Konzert war und dann dieselbe Künstlerin oder denselben Künster wenig später nochmal sehe. Meine Erwartungen sind dann so hoch, dass es der oder die Arme echt schwer hat, da ranzukommen. So war’s auch gestern. Lissie war perfekt, zweifellos. Sie hat eine der außergewöhnlichsten Stimmen, die es momentan gibt, und trifft damit jeden Ton, ist lieb und schön. Aber ich hatte das Gefühl, dass sie manche Songs auf ihrer Gitarre nur so runter jagte, dass sie die Sache hinter sich bringen wollte. Das ist schade, denn beim Interview hatte ich sie als ein besonnenes Geschöpf kennengelernt, das absolut in sich ruht und ausgeglichen ist.

(Mieses Bild: Von mir, Konzertfotografie im Ampere fordert mich doch stärker als erwartet
Und er hätte seinen Quadratschädel auch mal aus dem Weg nehmen können, ts!)
Glücklicherweise hat diese Lissie nun aber ein paar Songs, die mir bei jedem einzelnen Hören so unter die Haut gehen, dass diese sich mit Gänsehaut zur Wehr setzt. Bei “Bully”, als sie diese Akustikpassage spielte, die auf dem Album nicht drauf ist, und mit tausendfachem Echo “Run!” rief, da standen meine Haare heerweise zum Himmel und ich musste fast Heulen. Sentimentales Ding, ich. Ts.
Also, Lissie, sollten wir uns im Sommer nochmal sehen, dann sei bitte so konsequent und streng dich an (, oder lass’ nächstes Mal die zweite Tour sein, wenn du keine Lust hast). Ich liebe dich immer noch und verzeihe dir/mir, dass du/ich so einen hohen Standard gesetzt hast/habe.
Hihi, ihre Vorband vom letzten Mal kommt bald auf eigene Tour – “Martin & Schottland aus Schönland” (so hatten Maxi und ich das beim letzten Mal ja verstanden):

Und auf dem Heimweg entdeckte ich den schönsten Mülleimer der Welt:

PS: Wer den schönsten Mülleimer der Welt besichtigen möchte, kann beim Gasteig suchen.
PS II: Ich weiß, dass es eigentlich scheißegal ist, was ich hier niederhacke, während Japan untergeht. Das wollte ich nur mal gesagt haben.

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