• But if you’ve lost your faith in love and music, the end wont be long …

    Post Image

    … Because if it’s gone for you then I too may lose it and that would be wrong.

    (The Libertines: „The Good Old Days“ auf „Up the Bracket“)

    So ist es und so wird es immer sein.
    Es gibt wirklich nur wenige, sehr wenige Tätigkeiten, die besser sind, als vor einer Bühne zu stehen, auf der eine meiner Lieblingsbands Vollgas gibt.
    (Weil ihr jetzt wieder neugierig seid und wissen wollt, welche Tätigkeiten besser sind:
    1. Selbst auf der Bühne stehen
    2. Mit jemandem, den man gern hat, bei Song XY vor der Bühne knutschen).

    Ich hatte mich ja auf alles eingestellt, auch darauf, dass die Libertines aufgrund von kurzfristig eintretender physischer Gebrechen eines Herrn P.D. nicht auftreten können.
    Falsch eingestellt, Frightened Rabbit fielen aus. Schade, hätte ich gerne mal wieder gesehen. Schließlich haben sie Zeilen wie „No you won’t find love in a hole“ und „Swim until you can’t see land. Are you a man? Are you a bag of sand?“ gedichtet.

    Kurzum: Die Libertines spielten. Und wie sie spielten.

    4

    Ich möchte fast behaupten, dieses Konzert war noch besser als das im Februar in München. Peter trug ein famoses Outfit (jaha, du schnaubst wahrscheinlich gerade, weil natürlich auch Carl ein solches trug) und ich beneide ihn um seine gazellenartigen Beine in dieser Jeansröhre. Alles aufwärts des Hosenbundes hat vermutlich lange keine Wellnessbehandlung erfahren. Aber das ist ja wurscht, so lange er immer rechtzeitig zu seinen Einsätzen zum Mikro stolpert und angenehm verständlich singt.
    Hier noch zwei Fotos (eins, zwei) von einem Fotografen, der offensichtlich mit mehr als einem iPhone näher dran war.

    5

    Ihr merkt schon, ich fand’s wildsexytoll. Zauselige Sänger sind halt einfach … naja, mein Ding, da hat sich nix getan. Auch wenn Bad Religion durchaus sehenswert waren, auch wenn Muse eine perfekt durchchoreografierte Show mit superduper Lichteffekten auf die Bühne gestellt haben (bei der es natürlich leicht ist, sie gut zu finden): Ich bleibe bei den schrammeligen Typen und Gitarren. Da geht mein Herz auf. Vielleicht werde ich doch noch Roadie. Mal Thees fragen, wie man das wird.

    An dieser Stelle muss ich übrigens mal ein großes Kompliment an die Organisatoren von Rock am See aussprechen.
    Besser kann’s nicht laufen! Entspannter Einlass, gesicherter Untergrund (Wir hatten mal wieder Sauwetter, aber meine Schuhe sahen danach sauberer aus als vorher. Vermutlich ließen diese tollen Planen nur Wasser, aber keinen Dreck durch), eine hübsche Essensauswahl, genügend (saubere) Toiletten, nette Securities … da könnte sich das Southside noch ein paar Kleinigkeiten abschauen.

    So, wat hamwa noch? Meine Begleiterinnen. Toll war’s mit denen. Sie waren so aufmerksam bei der Sache:

    2

    Nein, nein, es war wirklich toll mit denen. 1A Schwestern-Quartett!

    Zum Schluss noch ein Fähren-Selfie (ich sag’s euch, Fähren-Selfies sind das nächste große Ding!):

    1

    Falls sich jemand findet, der mit mir an den Bodensee ziehen und eine Rockkneipe eröffnen will – nobadwords (at) web.de.
    Ansonsten fange ich jetzt schon mal an, meinen Bade-Doughnut aufzublasen, denn am WE soll es wieder heiß werden und ich möchte Project Tanning Richtung Endstadium treiben! Joiners join!

  • But I can see you – Your brown skin shinin‘ in the sun …

    Post Image

    … You got your hair combed back and your sunglasses on, baby.

    (The Ataris: „The Boys of Summer“ auf „So Long, Astoria“)

    Unglaublich, dass dieser Song ganze 13 Jahre gebraucht hat, um bei mir auf Heavy Rotation zu laufen.
    Ich weiß gar nicht, woher er jetzt plötzlich kommt, aber vermutlich aus dem „Netzer & Overath“.

    Gott hab sie selig, diese gute alte Baracke, in der man immer (wirklich immer) Unterschlupf und gute Musik fand.
    Die man sorglos in Klamotten betreten konnte, in denen einen Mama auf keinen Fall aus dem Haus gelassen hätte („Hast für diesen Fetzen etwa was bezahlt?“, „Mit sowas gehst aber nicht zur Arbeit!“).
    Weil es keinen interessierte, was wer anhatte, sondern nur, ob er was mit Musik am Hut hatte … und weil es eh zu dunkel war, um Löcher in Hosen zu erkennen.
    In der man unzählige Male mit den unmöglichsten Kerlen knutschte, in der man reihenweise Herzen eroberte, aber nie welche brach. (Auch sonst hab ich da nicht(s) gebrochen, dass das mal klar ist.)

    Kurz: Das Netzer war ein Ort, an dem man einfach garantiert einen sinnvollen Abend verbringen konnte.
    Es schließt im September und damit fehlt ab dann ein wundervoller Ort der Freiheit. Ersatzlos.
    Falls wer doch was kennt, was mithalten kann, außer jetzt mein Wohnzimmer, der sage das bitte pronto.
    Und jeder, der das liest, muss am 17. September da sein, wenn das Netzer ein letztes Mal Geschichte schreibt.
    Betrachtet das als Anweisung.

    Ungewohnt emotional startet sie hier in den neuesten Post, die Gloom. Verzeiht die Gefühlsduselei, aber das geht mir echt ein bisschen an die Nieren.
    Deswegen gleich mal ein Foto, das meine sonstige Stimmung transportiert:

    14

    Jawoll, nachdem der Sommer ja jetzt kurz da war, konnte ich endlich meinen liebsten Hobbys an heißen, freien Tagen nachgehen: tagsüber draußen rumliegen, abends draußen rumsitzen und essen. Isar, See, Park – keine Grünfläche am Wasser war vor mir, weiteren guten Menschen, meinen Flamingolatschen und guter Lektüre (wirklich gut!) sicher.

    16

    13

    20
    12

    Eine Bitte hätte ich aber, damit das Prozedere beim nächsten Mal (lasst uns optimistisch sein) perfekt wird: Es möge sich bitte ein/e Freiweillige/r finden, der mir dieses Ding hier aufbläst. An den künftigen Helden: Du kannst einfach herkommen, dir das Teil schnappen und loslegen. Musst gar nix sagen. Als Belohnung winkt eine Wasserfahrt mit mir im Ring.

    15

    Was war sonst noch los? Ha, ihr wisst es! Richtig, Burgfest. Auch davon gibt es natürlich ein paar idiotische Schnappschüsse, die ich euch extra nicht vorenthalte.
    Das Motto:

    9

    Shorty und ich beim Trödelmarkt-Spiegelselfie-Machen:

    11

    Lektüre mit fragwürdigem Titel:

    10

    Nächtliches:

    8

    Die sinnloseste Anordnung der Welt:

    6

    Und schließlich mein Lieblingsfoto mit Lieblings-Pam. Falls jemand das Bedürfnis verspürt, einen verstörenden aber bei nötiger Entspanntheit durchaus extrem witzigen Abend zu verbringen, so nehme er im nächsten Jahr am Freitag an unserer Runde teil.

    7

    So, nun düse ich zu Rock am See und vergnüge mit mich im Schwestern-Quartett mit Peter Doherty und solchen Leuten.
    Passt derweil auf euch auf, liebe Gemeinde.