• „Änn, kannst du mir bitte aus dem Top helfen?“

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    „Geht nicht, kann meine Arme nicht heben.“
    „Ok, ich dusche mit Top und stell mich dann nochmal zum Trocknen in die Sonne, dann muss ich es morgen auch gar nicht erst neu anziehen.“

    — Bevor ich weiterschreibe, möchte ich euch kurz warnen. Haltet euch warm, esst gesund, trinkt viel Wasser und desinfiziert euch in hoher Frequenz die Hände. Dann … kann es euch trotzdem noch so ergehen wie mir. Zwischen die Urlaubswoche und jetzt hat sich nämlich ein fieser Infekt geschoben. Ich darf erst nach dem Go meiner Ärztin wieder das Haus verlassen. Wehe, jemand jubelt jetzt oder besticht sie gar! Eine Bazillenschleuder hängt also jetzt auf dem Sofa, guckt in Endlosschleife „Grey’s Anatomy“ und tippt Pillen schluckend nebenbei diese Zeilen. Was für eine reizende Vorstellung. Wenigstens lenkt es ab. —

    So, dann machen wir mal da weiter, wo wir oben angefangen haben.
    Ungefähr so liefen Änns und meine Gespräche bereits nach wenigen Tagen auf Sardinien ab. Wir waren im Beachvolleyball-Camp und hatten etwas unterschätzt, was täglich fünf Stunden Sport mit Muskeln machen. Sie sollten über Gehhilfen und Katheter nachdenken in diesen Camps …

    So einen ganzheitlichen Muskelkater hatte ich selten. So eine ganzheitlich grandiose Woche allerdings auch nicht :).

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    Hier haben Hardcore-Fans ja bereits ganz viele tolle Fotos gesehen. Für die gesetzteren Exemplare unter euch mache ich das aber natürlich nochmal mit mehr Textbegleitung hier auf dem Blog.
    Es war grandios von der ersten bis zur letzten Minute. DANKE, liebe Beach me-Jungs (hihi, wir wurden von Deutschen Meistern und beinahe Olympia-Siegern trainiert)!

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    Ankommen und sich sofort daheim fühlen. Schon eine ganz leise Wehmut ahnen, und wissen, dass man am Ende wie ein kleines Kind nach dem Ferienlager nicht heim wollen werde.

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    Von einer besonderen Kraft um 7 Uhr aus dem Bett geschubst werden, um sich ans Meer zu setzen. Auf den roséfarbenen Horizont gucken, auf sie warten und nicht enttäuscht werden. Sich einbläuen, dass diese Sonne wirklich jeden Tag wieder aufgeht und diese Gewissheit zur Metapher für ein entspannteres Leben machen.

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    Ein warmes Marmeladencroissant verspeisen, am Kaffee nippen und der Sonne dabei zusehen, wie sie eine immer größer werdende Fläche des Meeresspiegels zum Glitzern bringt.

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    Eine Ladung Sonnencreme verreiben und sich vernünftig fühlen. Den nächsten kindischen Witz reißen und sich wie ein Schulkind auf Klassenfahrt vorkommen.
    Wieder in die ausgeblichene Shorts steigen und pünktlich auf dem Feld stehen.
    Aufs Meer blicken, den Sand zwischen den Zehen spüren, den Ball fest drücken und spielen, spielen, spielen.

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    Feststellen, dass Volleyballer-Männermuskeln die schönsten von allen sind. Dass Beachvolleyballer noch cooler sind als Surferboys. Die eigenen Muskeln bis in die letzten Fasern beanspruchen und feststellen, dass die Beine kurzzeitig so auftrainiert sind, dass sie nicht mehr so gut in die Jeans passen.

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    Bemerken, wie das angespannte Gefühl im Bauch und der nervöse Magen sich verabschiedet haben. Nach einem halben Tag entscheiden, dass Schmuck, Make-up und 70 Prozent des Kofferinhalts in den nächsten sieben Tagen nicht benutzt werden. Den Sprungaufschlag zum ersten Mal halbwegs gut hinbekommen und ein bisschen stolz sein. Aufhören, Sand von Körperteilem zu klopfen. Nach jeder Trainingseinheit und überhaupt ständig ins glasklare, reine Meer springen. Danach auf dem Handtuch die mittlerweile gut gebräunte Haut trocknen und die sanfte Briese genießen.

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    Aufmerksam und aufgeregt wie damals den neuen „Harry Potter“ lesen und ständig seufzen.
    Abend für Abend Bikinis und Sportsachen auswaschen und zum Trocknen aufhängen. Mit metallicrosé-farbenen Klapperrädern zum Supermarkt eiern und Gewürze kaufen.

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    Gegrillten Lachs, Kürbisrisotto, Caprese, Foccacia und Guacamole essen und dabei in den Sternenhimmel blicken. Nach ein, zwei Gläsern Wein, guten Gesprächen und völlig wahnsinnigen Versionen von Mau Mau wie ein Stein ins Bett fallen und wie ein Baby schlafen.
    Und dann von vorne.

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  • Call me the dreamer, head’s in the clouds …

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    … What must go up always comes down
    I still believe
    This was always here for me
    This was always meant to be.

    (The Head and the Heart: „Dreamer“ auf „Signs Of Light“)

    Dieser Beitrag könnte auch die Titel „Das neue ‚The Head and the Heart‘-Album ist das Beste, was ich seit Jahren gehört habe“ oder „Wie ich mit 30 doch noch zum Wiesn-Fan wurde“ tragen.
    Weil das erste aber zu sperrig und das zweite zu unwichtig ist, bleiben wir bei der Gewohnheit, mit einem Song-Zitat einzuleiten.

    Besagtes, verehrtes, mittlerweile 200 Mal gehörtes Album ist hier zu finden. Tut es einfach. Auch du. Das kann niemand schlecht finden.
    Ich weiß immer, dass ein Album für mich in die Geschichte eingangen ist, wenn ich, wie immer, mehrmals täglich Spotify öffne und denke „Hm, was könntste jetzt mal anderes hören? Ach nee, ich will gar nix anderes hören. Hören wir ‚zuletzt gespielt!’“

    So, jetzt wollt ihr die Dirndl-Parade, right? Kriegt ihr, kriegt ihr. Habe ja niiie behauptet, ich würde keine Tracht mögen. Nur mit dem dazugehörigen Fest tat ich mich bislang schwer.
    Das sind Brezi und ich in Bestform beim Almauftrieb.

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    Die zwei essenziellen Geheimnisse für einen gelungenen Wiesnabend sind nämlich, dass man 1. mit den richtigen Menschen 2. einen gut geplanten Tisch hat. Spät gecheckt, aber immerhin ;-).
    Hier noch ein paar Werke aus der beliebten Kategorie „Kunstvolle Collagen“.

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    Was war sonst los? Ich war los. Los-gelöst, um genau zu sein. Mein WE an der Mosel und auf diesem Weinberg tat verdammt gut und bot die nötige Erholung und Stille nach dem Wiesnwahn. Stille ist Gold wert, lasst es euch sagen.

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    Und jetzt düse ich gleich ab nach Sardinien. Änn und ich lassen alte Zeiten auf dem Feld aufleben und machen eine Woche Beachvolleyball-Camp. Da hat’s 26 Grad, wir wohnen direkt am Strand und ich kann den Sand unter meinen Füßen schon spüren. Freude, Freude, Freude. Und ihr, Freunde, bleibt mir schön anständig. Tut nichts, was ich nicht auch tun würde. Also tut einfach alles.

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