• There were moments of gold …

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    … And there were flashes of light.
    There were things I’d never do again
    But then they’d always seemed right
    There were nights of endless pleasure
    It was more than any laws allow, Baby Baby …

    (Céline Dion: „It’s All Coming Back To Me Now“)

    Früher war das Erste, was ich gemacht habe, das Posting für den Blog zu schreiben, nachdem ich meinen Reisekoffer ausgepackt hatte. Selbst wenn ich mit 18 Stunden Rückreise auf dem Buckel und viereckigen Augen bis 4 Uhr morgens auf dem Sofa hockte – ich wollte das Erlebte sofort festhalten, um ja nichts zu vergessen.

    Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass ich diese vorbildlichen Verhaltensweisen heute nicht mehr an den Tag lege. Schaffe ich einfach nicht mehr. Werde alt. Aber das hat auch Vorteile.

    Deshalb gibt es jetzt – drei Wochen nach unserer Rückkehr aus Kenia – endlich den Reisebericht. Ich hoffe, er erfreut euch auch mit Verzögerung und ich freue mich jetzt sehr darauf, die Erinnerungen noch mal wachzurütteln und mich an ihnen zu wärmen.

    Erklären wir erst mal, warum keine Geringere als Céline Dion diesen Beitrag einleiten durfte. Nun ja, die hören da gerne Céline Dion in Kenia. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel kamen wir in den Genuss eines ihrer zahlreichen Best Of-Alben und auch sonst verging kein Tag, an dem nicht irgendwo die Stimme dieser zugegeben unschlagbar guten Kanadierin ertönte. Außerdem übrigens viel Mariah, Whitney und Shania … aber Brezi und ich finden, dass Céline eindeutig die Königin ist. Und wir kamen ins Grübeln, ob die heutige Zeit überhaupt noch solche Diven hervorbringt. Größen sicher, aber Diven? Man darf gespannt sein, wie sich die Karrieren von Lady Gaga (die ich seit Genuss der Doku auf Netflix übrigens noch mehr verehre), Katy Perry, Taylor Swift, Rihanna entwickeln … wir brauchen auf jeden Fall mehr Bijonzis und Ädäls!

    Grandios abgeschweift, verzeiht :).
    „Warum Kenia?“, fragten viele. Im Grunde sind wir nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen. In den USA waren wir erst, Karibik wegen Sturm lieber nicht, Asien keine Lust, naheliegende Inseln sind nicht mehr warm genug, wir brauchen was mit Strand und was zum Angucken – also ab nach Kenia. So einfach geht das. Zudem ist eine Reise dahin erschwinglich und erträglich.

    Bei mir kam noch ein Grund dazu, den es seit 16 Jahren gibt. Ich habe als Teenie „Die weiße Massai“ verschlungen. So richtig verschlungen. Das Buch hat mich damals schlaflose Nächte gekostet und in mir ein massives Verlangen wachsen lassen, dieses Land, das Corinne Hofmann so unglaublich schön beschreibt (die etwas naive Liebesgeschichte lassen wir mal weg) irgendwann zu besuchen.

    Ich wurde nicht enttäuscht. Kenia, bzw. das, was wir in 12 Tagen davon gesehen haben, ist atemberaubend schön, und die Menschen sind nicht nur sehr herzlich sondern auch sehr offen und lustig. Sie bringen einem zum Beispiel sofort bei, dass man immer „Jambo“ sagt, wenn man sich über den Weg läuft. Wenn man besonders gut gelaunt ist, sagt man „Jambo Jambo“.

    Machen wir mal ein paar Bilder …

    Gleich am ersten Morgen kamen diese beiden Kollegen am Strand vorbei. Tourifallen, ich weiß schon. Bin ja selber schon mal in eine reingeraten. Trotzdem majestätisch und irgendwie entzückend anzusehen.

    Tägliches Ritual war natürlich der Genuss einer Kokosnuss. Der erste Schluck aus einer frisch geköpften Kokosnuss schmeckt einfach so sehr nach Urlaub …

    Ich sag’s euch, wir haben einfach die pure Freiheit genossen. Alle gewohnten Zwänge niedergelegt, genau nur das getan, worauf wir Lust hatten.

    Wer „Der König der Löwen“ kennt, der kennt auch HAKUNA MATATA, Timon, Pumbas und später auch Simbas Lebensphilosophie. Irgendwer sagte immer Hakuna Matata. Irgendwann fühlten wir es auch und überlegten, ob wir mal nach einem Tätowierer gucken sollten (nein Mama, haben wir nicht gemacht, alles beim Alten).
    Ein bisschen Hakuna Matata verinnerlichen schadet aber nicht, lasst’s euch gesagt sein.

    Dazu passt ganz gut diese Stelle aus einer meiner Strandlektüren:
    „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky.

    Das Meer polterte am Morgen an den Strand, zog sich für den Tag etwas zurück, um Kräfte zu sammeln und stürmte am Abend unter tosendem Beifall wieder an Land. Wir waren dabei, haben zig Bücher verschlungen, die Wellen genossen, die Spielereien des Lichts (egal, wann man vom Balkon schaute, es sah immer toll aus) beobachtet und so oft vor Begeisterung geseufzt. Und dann dieser tiefe, alles wegfegende Schlaf nach einem Tag des Nichtstuns – erholsam, sehr erholsam.

    Nach Woche eins waren wir soweit aufgetankt, dass wir auf Entdeckungstour gehen wollten. Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias, stand auf dem Plan. Um nach Mombasa zu kommen, muss man mit der Likoni-Fähre fahren. Das ist die Fähre, auf der die weiße Massai ihren Massai Lketinga kennengelernt hat. Man wartet lange, es ist beschwerlich und hier fängt man an, das echte Kenia kennenzulernen. Nicht das „bewachtes Hotel am Strand“-Kenia, wo es die Touris sehr schön und sicher haben, sondern das Kenia, über das man sich Gedanken machen sollte.

    Das sind die Tusks, die Wahrzeichen Mombasas auf der Moi Avenue. Sie wurden übrigens 1956 zu Ehren eines Besuchs von Prinzessin Margaret errichtet, der verstorbenen Schwester der Queen.

    Das sind Fisch-Gebisse, die in einer Fischhalle hängen. Einfach so mal.

    Alleine diese Stadt erkunden, ist mit Sicherheit nicht ohne. Deshalb buchten wir einen Guide, der uns alles zeigte. Ein sehr netter und lustiger Kenianer um die 50, der auf der Fahrt schon mit den Scherzen anfing.

    Wir: „Wie heißt du?“
    Er: „Bacari. Aber ihr könnt einfach Bacardi sagen.“
    Wir: „Ah, ok, wir heißen Rum und Gin.“
    Der Fahrer: „Und ich?“
    Wir: „Du heißt Baileys.“
    Hach, war das ein Vergnügen. Baileys kämpfte sich übrigens mit einem Navi herum, das auf Chinesisch eingestellt war. Leider schafften Bacardi, Rum und Gin es auch gemeinsam nicht, das Ding auf Englisch umzustellen. Aber Hakuna Matata, nech? Alles Gewöhnung.

    Zusammenfassung: Mombasa ist das totale Kontrastprogramm zum Friede-Freude-Eierkuchen-Strandurlaub, bei dem das Hotelpersonal alles tut, um die Sorgen des Landes von den Gästen fernzuhalten.
    Mombasa ist schmutzig, laut und arm. Und es war wichtig, dass wir unsere Traumurlaubsblase verlassen haben, um es uns anzuschauen.

    Das hier ist übrigens auch wichtig (gefunden in einem Hindutempel in der Stadt):

    Und dann kam die Safari. Auf die hatten wir uns so unbandig gefreut. Um 6 Uhr ging’s los Richtung Tsavo-East-Nationalpark. In einem alten Jeep, der mindestens so unbequem wie cool war :).

    Das sind Brezi, Sarai (unser Fahrer) und ich:

    Nicht im Bild sind leider Helga und Henry, der Rest unserer illustren Safari-Truppe. Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir auch schon an und begaben uns auf unsere erste Pirsch, wie man das nennt.
    Ziel: die Big 5 sehen. Also Nashörner, Büffel, Leoparden, Elefanten und natürlich Löwen.

    Das Glück war uns hold, wir entdeckten alles außer Nashörner.
    Ich glaube, ich hab diese Safari noch immer nicht ganz begriffen. Man guckt die ganze Zeit aus dem Fenster, während man versucht, halbwegs unbeschadet zu sitzen (es holpert wirklich sehr). Man sieht, nimmt permanent auf und plötzlich ruft einer „Elefanten!“. Dann springen alle auf, krallen sich ihre Handys oder Kameras und machen aus dem Dach raus Fotos. Irgendwann checkt man, dass man diese ganzen tollen Tiere nur wirklich erleben kann, wenn man das Fotografieren sein lässt. Luft zwischen Netzhaut und Tier ist wichtig. Kein Display rein schieben. Das verändert die Wahrnehmung.

    Irgendwann kamen wir ziemlich erschlagen und äußerst dreckig („Alter, bin ich braun geworden!“ – „Oh, ok, es ist nur Dreck“) in unserer Lodge an, gönnten uns noch ein Glas Wein und ein bisschen Austausch über das Erlebte und dann eine Runde komatösen Schlafs.

    Der Ausblick war unglaublich:

    Das Highlight folgte aber am nächsten Morgen. Wer mich und meinen Bezug zu Tieren kennt, weiß, dass mich „nix unter Löwengröße“ begeistert.
    Wir waren früh dran und beobachteten gerade eine Elefantenfamilie beim Wassertrinken, als Sarai unerwartet aufs Gas drückte. Zuerst protestierten wir, doch als er uns den Grund für den plötzlichen Aufbruch verriet, waren wir schnell wieder brav. Ein paar Meter weiter sonnte sich eine Löwenfamilie.

    Da kapierte auch ich, dass so ein Moment nicht fotografisch einzufangen ist. Weil zu einem erinnerungswürdigen Moment mehr gehört als das Visuelle: die Wärme der Morgensonne, die sanften Geräusche, die neugierigen Blicke der Löwenbabys, die Gänsehaut, das Glücksgefühl in meinem Bauch. Das alles werde ich nie vergessen und ich will unbedingt noch eine Safari machen!

    Genug schwadroniert, auf der Heimfahrt zum Hotel erlebten wir noch eine kleine Nahtoderfahrung in Shimba Hills, die ich euch natürlich auch noch erzähle.

    Folgendes Szenario:
    Ich befinde mich bereits in der Toilettenkabine (ich musste am dringendsten, viel Trinken ist wichtig), Brezi und Helga warten davor.
    Plötzlich entdeckt Helga eine Schlange, die oben über dem Türrahmen baumelt.
    Wir finden: „Die is ja voll klein, die ist sicher nicht gefährlich.“
    Leider kann ich aber die Toilettentür nicht schließen, sonst hätte ich sie zerquetscht.
    Also holen Helga und Brezi Sarai und teilen ihm den Fund mit. Die versierten Schlangenexpertinnen sagen aber gleich dazu, dass das eine sehr kleine Schlange ist und sie deswegen bestimmt nichts tut.
    Sarai kommt.
    Sarai sieht die Schlange.
    Sarai sagt: „Das ist nicht gut.“

    Wir sollen alle ruhig bleiben (total easy, wenn man wie ich in der Falle sitzt). Schließlich kommt ein Parkranger und befördert das Ding mit einem Stock auf den Boden, wo es sich verzieht.
    Er sagt, dass es sich um eine Viper handelt, dass ihr Gift tödlich sein kann und dass sie kein Gegenmittel haben. Ich habe das nicht nachrecherchiert, aber Hakuna Matata, sage ich mal.

    So, damit wären wir am Ende unserer Kenia-Reise angekommen. Fest steht: Ich muss da nochmal hin. Ich will – trotz aller Warnungen – Nairobi besuchen. Ich will Safari in der Masai Mara machen. Ich will noch so viel sehen.

    Fest steht auch: Wenn man eine Freundin wie Brezi hat, braucht man im Urlaub sonst nichts. Gott, was haben wir gelacht. Brezi, ich danke dir so sehr, dass du dich auf Kenia eingelassen hast. Das war der endgültige Beweis dafür, dass wir gleich ticken, dass wir „Sisters from another Mister“ sind.

    Jetzt noch ein herzliches Asante Sana an dieses wunderbare Land, in dem ich den Sommer um beinahe zwei Wochen verlängern und grandiose Erinnerungen sammeln durfte.

    PS: Wer ähnlich gut Swahili sprechen möchte wie ich, kann hiermit üben (ich bin ja im letzten Jahr der Sammelei von Kühlschrankmagneten verfallen):

  • Entgiften, Stoffwechsel anregen, Abnehmen – geht das alles auf einmal?

    … fragte ich mich, als die Veluvia-Kur zum ersten Mal auf meinem Radar auftauchte.

    „Das geht, probier’s aus“, forderte mich Jörn-Marc, der Geschäftsführer von Veluvia, selbstsicher auf und am nächsten Tag hatte ich die „VELUVIA Detox Stoffwechselkur“ auf meinem Schreibtisch stehen.
    Ihr wisst es, ich liebe Herausforderungen. Vor allem, wenn ich als Gegenleistung für die eierlegende Wollmilchsau nur eine große Portion Disziplin an den Tag legen muss. Also öffnete ich das Paket … und schrieb Jörn-Marc eine Mail:
    „Ich fange am Montag an, bin gespannt!“

    Was ist eigentlich „die Kur“?
    Zum Paket gehören die Energy-, Balance- und Detox-Tabletten, die man morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten nimmt. Außerdem das Shape-Pulver samt Shaker, mit dem man Mahlzeiten ersetzen kann, wenn man möchte. Und schließlich noch ein Booklet mit der genauen Anleitung und Rezepten.

    Was muss man während dieser Kur machen?
    Die Pillen einnehmen und auf die Ernährung achten.
    Das heißt: Man sollte ein Kaloriendefizit von 1.300 kcal am Tag habn.
    Man sollte auf Zucker/Fett/Kohlenhydrate/Alkohol/Softdrinks/Säfte verzichten, so gut es geht.
    Pro Hauptmahlzeit sind nur 200 Kalorien erlaubt, dazwischen zwei Snacks mit je 100 Kalorien.
    Jep, klingt nach verdammt vielen Verboten und dafür nach einer riesigen Portion Disziplin – und die erfordert diese Kur wirklich.

    Was verspricht die Kur?
    Wohlbefinden dank Entgiftung und Entsäuerung, eine deutliche Gewichtsabnahme dank Stoffwechselanregung und ein stabiles Immunsystem.
    Und das alles nur mit Nährstoffkombinationen ohne Gluten, Lactose, Gelatine, Farbstoffe, Aromastoffe usw..

    Erster Eindruck beim Öffnen des Pakets:
    Wie schöööön! Das Produktdesign ist super und die Schachteln dekorieren meine Küche. Aber ganz schön viele Pillen, die ich schlucken soll. Nämlich 8 Stück plus Shake(s) pro Tag. Eigentlich bin ich gegen Nahrungsergänzungsmittel (außer Magnesium und Eisen). Die von Veluvia sind aber komplett pflanzlich und bestehen nur aus Superfoods. Das finde ich okay bzw. sogar gut und ich bin gespannt, ob und was sie bewirken.

    Zweiter Eindruck nach dem Lesen der Anleitung:
    Klingt hart aber machbar. Ein Kaloriendefizit von 1.300 kcal pro Tag ist zwar heftig (ich darf also gerade mal 1.000 zu mir nehmen), aber mit den richtigen Lebensmitteln geht es:
    Gemüse (aber keine Kartoffeln, Hülsenfrüchte …), Obst (aber keine Avocados, Bananen …) und Proteine (aber keine Butter, Käse, Wurst …).
    Der Shake ist sicher nichts für jeden, aber mir schmeckt er. Die Pillen lassen sich leicht schlucken und durch die Portionsbeutelchen überall mit hin nehmen.

    Woche 1:
    Alter Schwede, ganz leicht war’s nicht. Die ersten Tage gingen gut, ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt, meinen Magen nicht mehr so stark zu füllen. Die Kalorienzähl-App „Lifesum“ hat gut geholfen, um den Überblick zu bewahren.
    Mein Frühstück war entweder ein Shake (wenn ich morgens schon Sport gemacht hatte) oder das Bircher-Müsli aus dem Rezeptheft. Mittags gab es Salat mit magerem Fleisch, abends eine gesunde Suppe/Ofengemüse/Eier. Als Snacks habe ich körnigen Frischkäse, Magerquark, Eier oder Nüsse gegessen – die Low Carb Klassiker halt.
    An Tag 4 und 5 übermannte mich ein ziemliches Tief mit Gliederschmerzen und Schwäche. Meine Haut schmeckte salzig und ich hatte auch permanent einen salzigen Geschmack im Mund.
    Ganz normal, meinte Jörn-Marc, da die Haut auch ein Entgiftungsorgan ist.
    An Tag 6 und 7 war dann alles wieder gut. Ein bisschen Gewicht ist weg, aber natürlich vor allem Wasser, das der Körper ausschwemmt.

    Woche 2:
    Ich konnte mich gut ans Kalorienzählen und Verzichten gewöhnen. Prima, dass genau in dieser Zeit tausend Kuchen und Leckereien in der Redaktion aufgebahrt wurden, grrr. Aber wenn man einfach GAR NICHT darf, ist es leichter, als EIN BISSCHEN zu dürfen.
    Nicht ganz leicht war’s natürlich in New York. Ich musste beruflich für fünf Tage hinfliegen und wenn man nicht selber kochen kann, muss man halt gucken, was bei diversen Terminen so Essbares kredenzt wird. Ich konnte mich nicht ganz an die erlaubten/verbotenen Lebensmittel halten, habe aber im Großen und Ganzen meine 1.000 Kalorien eingehalten und den megamäßig ausgestatteten Fitnessraum ausgenutzt. Für die Flüge hatte ich Essen dabei (danke, Wholefoods!), was sogar eindeutig leckerer war, als der Flugzeugfraß.

    Woche 3:
    Es läuft. Die Jeans sitzt einen Ticken lockerer und ich bin „voll drin“. Ich fühle mich energiegeladen und gut.
    Trotzdem zähle ich jeden Tag die verbleibenden Tage und freue mich auf meinen ersten Schokoriegel nach der Kur.

    Woche 4:
    Endspurt und Wiesn. Eine beschissene Kombination. Aber ich habe 3/4 geschafft, also schaffe ich die letzten Tage auch noch. Eine Kollegin sagt, dass sie sieht, dass ich schmaler geworden bin, das ist eine tolle Motivation. Außerdem geht es mir wirklich gut. Ich fühle mich ausgeglichen und ruhig.
    Also auf zur Wiesn, das Dirndl spannt schon mal nicht. Dort oute ich mich als Spaßverderberin, weil ich Wasser und Kaffee bestelle und nur das magere Fleisch aus meinem halben Hähnchen zupfe, und die geile (sorry, aber es ist so, nix schmeckt besser als kross gegrillte Hähnchenhaut) Haut liegen lasse. Egal, dabei sein ist alles. Der nächste Wiesn-Termin ist absehbar und der ist in Woche 5, also wenn ich wieder mehr essen darf.

    Danach:
    Die 28 tägige Kur ist offiziell vorbei. Ich fühle mich wohl und die Waage verzeichnet -8 Kilo.
    Stark, mal sehen, wie lang das anhält bzw. wie lange ich das halte – hallo Jojo!
    Ich habe mit Jörn-Marc besprochen, wie ich weitermache, um den Jojo-Effekt zu vermeiden und mich schonend wieder an mehr Nahrung und Nahrungsmittel zu gewöhnen, als in der Kur erlaubt waren. Das heißt maßvoller Genuss, nicht gleich jeden Tag Pizza bestellen, vernünftig und bewusst essen. Ich kenn mich, ich kann 0 oder 1, aber schlecht 0,5.
    Mal sehen, wie maßvoll ich sein kann ;-).

    Kuriositäten vor/nach/während der Kur:

    • Ich wusste nicht, dass man sich in ein Gemüse verlieben kann, aber gepriesen sei der Hokkaido-Kürbis! Man kann daraus so viele verschiedene gesunde Gerichte zaubern und er macht schön satt. ICH LIEBE DICH, Hokkaido!
    • Irgendwo habe ich mich wohl mit den Pillen verzählt, denn ein paar sind noch übrig. Die nehme ich jetzt einfach noch zu Ende.
    • Wenn man gerade nicht darf, tun sich auf wundersame Art und Weise Schluchten voll Leckereien auf. Beinahe jeden Tag bot jemand in der Redaktion Gebäck feil, oder fragte, ob ich mit ihm/ihr essen gehen möchte.
    • Ich dachte, ich packe keinen schwarzen Kaffee. Geht doch. Man gewöhnt sich an alles.
    • Der enorme Verzicht auf der einen Seite lässt einen Hemmschwellen auf einer anderen Seite überschreiten. Shopping, Massagen, Kino ähem.
    • Zitat mein Freund: „Du riechst anders/ Ich will endlich wieder mit dir essen gehen/ Du musst ständig pieseln /Du pennst so viel!“ – nun, man verändert sich scheinbar ein bisschen während der Kur ;-).
    • Der erste Schokoriegel schmeckte übrigens extrem süß. Erstaunlich, wie sich die Geschmacksnerven entwickeln.

     

    FYI: Für diesen Beitrag wurde ich nicht bezahlt. Veluvia hat mir nur – ohne Bedingung – die Produkte zur Verfügung gestellt.