• „Änn, warum haben wir uns das nochmal angetan?“

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    … „Weil es toll ist!“

    Es wird Zeit für ein kleines Urlaubs-Posting, findet ihr nicht? Wer hier schon länger mitliest, ahnt möglicherweise, was Änn und ich uns zum wiederholten Male „angetan“ haben.

    Nach Sardinien 2016 düsten wir im April nach Portugal, um uns in einem weiteren Beachvolleyball-Camp zu verausgaben. Wieder mit den Beach me-Jungs, weil es letztes Mal einfach grandios mit denen war. Gucken wir erst mal, wie es an diesem wundervollen Fleckchen Erde namens „Praia da Rocha/Strand der Felsen“ so aussah:

    Wie beim letzten Mal hinterfragten wir die Wahl unserer Urlaubsart ab Eintreten des ersten deftigen Muskelkaters, der Ent- und Ankleiden und eigentlich auch alle weiteren Tätigkeiten beschwerlich machte.

    Die Antwort ist einfach. Auch wenn man sich fast den ganzen Tag körperlich ertüchtigt und anstrengt, bringt so eine Art von Urlaub am Ende mehr Entspannung im Gehirn als ein normaler Strandurlaub. Warum? Weil man durch das Training schon mal einige Stunden am Tag dazu gezwungen ist, sich auf etwas ganz anderes zu konzentrieren als im Alltag und weil man dabei auch nicht die Möglichkeit hat, am Handy zu hängen – sei es zum Fotografieren, Nachrichtenschreiben oder Unsinn wie Instagram anschauen. Ich bleibe dabei: Erzwungene Handy-Abstinenz = bester Weg, um den Kopf frei zu kriegen.

    Leider spielte das Wetter nicht ganz so sauber mit wie auf Sardinien, aber wir sind Meister darin, sowas positiv zu sehen.

    – „Mei, dann ist das Training nicht so anstrengend, wenn wir keine Bullenhitze haben.“
    – „Mei, wenn es nicht ganz so heiß ist, wollen wir sicher auch nicht ständig ein Eis.“
    – „Mei, dann kriegen wir wenigstens keinen Sonnenbrand, wenn wenig Sonne scheint.“
    – „Mei, dann hängen wir abends schon mal nicht saufend am Strand ab, wenn es frisch wird.“

    –> Trotzdem hatten wir Glück und fast durchgehend 20 erträgliche Grad und kaum Regen.
    Aber merket euch: Regen ist nicht der einzige flüssige Grund, warum man nicht spielen kann. Wenn das Meer Gas gibt, wird aus …

    … ganz schnell das, und man kann nicht mehr spielen.

    Alles nicht tragisch, wir trainierten einfach an einem anderen, intakten Strand. Die Beach mes sind nämlich nicht nur auf dem Feld auf Zack, sondern auch organisatorisch.

    Hach ja, was soll ich noch groß erzählen? Wir hatten einfach eine wunderbare Woche mit viel Sport, Auszeit-Feeling, Gelächter und Geselligkeit. Und leicht wahnsinnig, wie wir sind, wissen wir schon jetzt, dass dass das sicher nicht das letzte Beach me-Camp für uns war.

    Um diesen Teil des Postings abzurunden, kommt hier noch mein Lieblingsbild namens „Warte, ich gehe ganz nah ran, die bleiben schon sitzen, die sind an Touris gewöhnt“:

    Nach dem Camp ging der Urlaub aber noch weiter! Wir hängten drei Tage Lissabon dran. Von Portimão kann man in circa vier Stunden in die portugiesische Hauptstadt düsen und die Strecke ist so eine, bei der man gedankenverloren aus dem Zugfenster starrt und zulässt, dass einem Dinge durch den Kopf gehen.

    In Lissabon bezogen wir unser airbnb im quirligsten Stadtteil Bairro Alto, der in der Oberstadt liegt, und von wo aus man eine prima Aussicht hat.

    Dann machten wir uns auf die Jagd. Unsere Vermieterin gab uns den Tipp mit dem Café Buenos Aires und nach zweimaligem Besuch gebe ich ihn hiermit an euch weiter. Das Restaurant liegt an einer Ecke, von wo aus man einen wunderbaren Blick auf die Stadt hat. Es teilt sich das kleine Plätzchen mit zwei weiteren Lokalen, lockt seine Gäste aber im Gegensatz zu diesen nicht mit laminierten Speisekarten an, die einem aufdringliche Kellner unter die Nase halten.
    Seht selbst … mein irrer Blick drückt ziemlich gut aus, wie lecker alles war.

    Für Applecrumble und Schokokuchen sprachen außerdem zwei Totschlagargumente:

    1. „Wir haben in den letzten Tagen so viele Kalorien verbraucht, dieses Defizit muss erst mal aufgeholt werden.“
    2. „Wenn sich etwas zum Heimrollen eignet, dann diese engen Gässchen hier.“

    Am nächsten Tag vertrauten wir unsere geschundenen Körper Luis an, der uns mit seiner individuellen, lockeren Stadttour einen super Gesamteindruck von Lissabon vermittelte.

    Spaß. Wir schlenderten durch die schönsten Viertel, wurden mit Ginjinha (portugiesischer Kirschlikör) verköstigt und bekamen am Ende nochmal einen einzigartigen Aus/Überblick.

    Must eat sind in Lissabon übrigens die dort erfundenen Pastéis de Nata, die puddinggefüllten Blätterteigtörtchen. Ich mag ja keinen Pudding, wenn er zu fest ist, aber dieses Exemplar war äußerst genießbar:

    Das war’s auch schon fast mit dem zweiten Teil des Reiseberichts aus Portugal.
    Lissabon wirkte dort auf mich wie eine unterhaltsame, spannende, leckere Mixtur aus Regensburg, Barcelona und San Francisco. Rückblickend glaube ich aber, zumindest vom Gefühl her etwas Einzigartiges zu spüren, was sich mir während unseres Kurztrips noch nicht eröffnet hatte. Fahrt auf jeden Fall hin, nehmt euch aber mehr als 3 (angekratzte) Tage!

    Zum Schluss noch zwei Zitate, die ich in Lissabon entdeckte, die es mir angetan haben. Ihr wisst, für sowas bin ich empfänglich.

    Das hier ist von dem russischen Dichter Wladimir Wladimirowitsch Majakowski und heißt übersetzt circa: „Mich interessiert nichts, was Freude ausschließt.“ Klingt etwas sehr hedonistisch und weltfremd, aber irgendwie auch gut. Es hing an einer Restauranttür und hängt mir jetzt nach.

    Das hier ist von dem portugiesischen Autoren und Nobelpreisträger José Saramago und heißt übersetzt circa: „Aber er stieg nicht zu den Sternen empor, weil er auf die Erde gehörte.“ Es steht auf dem Boden vor der José Saramago-Stiftung und lässt sich auf viele Lebensbereiche anwenden.

    So, ihr Quatschbirnen, jetzt aber ab in den Sommer mit uns. Wir lesen uns vermutlich nur selten hier, aber dafür bitte umso öfter offline.

  • I Like The Way This Is Going …

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    … I like the color of your hair,
    I think we make a handsome pair.
    I can only see my love growing
    I like the way this is going

    (Eels: „I Like The Way This Is Going“ auf „Tomorrow Morning“)

    Ach du lieber Himmel, bin ich eine schlechte Bloggerin! Am 25. Dezember 2017 ging das letzte Posting live. Das ist nicht tragbar. Aber June Gloom wäre nicht June Gloom, wenn da nicht noch was käme.
    Also machen wir jetzt, im zweiten Quartal des Jahres, einen schönen Mashup der letzten Monate.
    Ich sag’s euch, 2018 ist wild gestartet und hat mir so viele schöne Momente beschert.
    Kommense mit, geneigte Leserschaft, Update, jetzt!

    Wir beginnen mit einem kleinen, lange ersehnten Wellness-Urlaub, den Brezi und ich in Kitzbühel verbracht haben. In diesem Jahr sollte es mal nicht im Februar in die Ferne gehen, sondern in die Nähe. Natürlich missbrauche ich auch im nahen Süden andere Lebewesen für bildstarke Erinnerungen.

    Im nächsten Jahr möchte ich aber wieder gen Sonne aufbrechen. Sri Lanka, Thailand und die Karibik bringen einen dann doch mehr raus aus dem Alltag.

    Als nächstes hätten wir das hier, eine andere kurze und kurzweilige Alltagsflucht. „Fack ju Göhte – das Musical“ feierte in München Premiere und haute mich um. So um, dass ich vor Kurzem nochmal drin war. Ich hatte Klamauk und schlechte Witze erwartet, stattdessen haben die Damen und Herren ein wirklich unterhaltsames, herziges und sehenswertes Stück auf die Beine gestellt. Heult leise und geht rein!

    Machen wir gleich musikalisch weiter. Ich besuchte zwei Konzerte von zwei Herren, die ich beide schon unzählige (!) Male gesehen habe und deren Repertoires ich auswendig mitsingen kann. Ich beehre beide jedes Mal wieder gerne, wenn sie in München gastieren, weil an diesen Abenden sicher gestellt ist, dass sie gut werden.

    Die Rede ist zum einen von Brian Fallon, auf den ich vor gefühlt zehn Jahren mal im Musikexpress stieß. Zu Studienzeiten kaufte ich allmonatlich dieses Magazin und hörte in alles rein, was ich nicht kannte, was aber interessant klang. So entdeckte ich nicht nur meine Lieblingsband Rilo Kiley, sondern auch Ingrid Michaelson, Tegan and Sara – und The Gaslight Anthem. Die pausieren zwar gerade, aber Brian macht solo weiter und die neue Platte „Sleepwalkers“ ist wieder verlässlich.
    Nichts Bahnbrechendes, aber ihr wisst ja, dass ich es bei Musik mit „more of the same good“ halte und mich nicht auf Experimente einlasse.
    Das Konzert in der neuen Theaterfabrik (natürlich suchten wir erst am Ostbahnhof nach der alten Theaterfabrik und schafften es dann gerade noch pünktlich nach Johanneskirchen zur neuen) war solide, mitreißend und herzwärmend. Ich liebe einfach jeden einzelnen Song und habe großen Respekt vor der Leidenschaft, mit der Brian seinen Job macht. In meinem zweiten Leben ziehe ich das mit der Musik auch durch. Ich glaube, wenn es halbwegs läuft, kann es sehr erfüllend sein.

    Gentleman Nummer 2 war natürlich Olli Schulz:

    Ich mag seine pathetische Ader und seine kleinen Späße. Bester Witz während dieses Konzerts:
    Zwei Freunde, einer hat grad tapeziert, der andere holt sich Tipps.
    Freund 1:“Wie viele Rollen hast du gekauft? Du hast doch auch so 30 qm, gell?“
    Freund 2: „Ja, 12 Rollen“
    Freund 1 kauft 12 Rollen, tapeziert, aber ihm bleiben komischerweise 4 Rollen übrig.
    Freund 1: „So, habe tapeziert, aber bei mir sind 4 Rollen übrig geblieben“
    Freund 2: „Ja, war bei mir auch so“

    Machen wir mal mit Ostern weiter. Ich verbrachte das lange WE bei meiner Familie und einem Häschen.

    Ähnlich putzig finde ich dieses alte Foto von meiner Schwester und mir. Böse Zungen machen sich über die Haube lustig und bezeichnen den Spitzenkragen als „Tischdecke“. Sie sahen als Kinder sicher grässlich aus.

    Natürlich wurde auch noch ein bisschen gereist. Einmal beruflich nach Los Angeles (das clevere Leserlein kombiniert und schaltet am 19. April um 20:15 Uhr einen bekannten Privatsender ein) …

    Und einmal nach London:

    Jetzt folgt noch ein Kessel Buntes, weil’s gar so schön ist, hier wieder zu schreiben. Zudem gibt es zu jedem Foto eine Feststellung.

    Das „Erwachsenen-Tabu“, das ich für einen Abend mit Freunden angeschafft habe, ist gar nicht so erwachsen.

    Ich hatte immer beteuert, kein Blumenmädchen zu sein.
    SCHENKT MIR MEHR BLUMEN, ICH STEH JETZT DOCH DRAUF!

    ENDLICH kann ich wieder morgens laufen gehen, weil es mir ob der angenehmen Temperaturen nicht mehr die Lungen zerfetzt. Mittlerweile laufe ich sogar extra zum Englischen Garten, um dieselbe Runde zu laufen, die ich immer lief, als ich noch in Schwabing wohnte. Nach wie vor einer meiner Lieblings-Spots: Die Brücke unten, von der man auf die Surferbrücke gucken kann. Morgens um 7 sind da wenig Touristen und sie hat eine besondere Magie.

    Manche Firmen machen wirklich gewitzte PR.
    Die Story hinter diesem eigens für mich personalisierten Kissen:

    Ich (1,78 groß) zu Kostja Ullmann (1,70 groß) in einer lauten Menschenmenge: „Lass mal noch ein Foto machen, meine beste Freundin ist ein Riesenfan“
    Kostja: „Foto? Klar, gern.“
    Ich: „Ich geh ein bisschen in die Knie, dann sehen wir gleich groß aus.“
    Kostja: „Wir gehen auf die Knie? Ok.“
    Die Folge: Wir knieten beide für ein Foto zwischen 1.000 Menschen und ich war wieder größer.

    Die hier ist tatsächlich sehr talentiert. Ich durfte einem unplugged-Konzert während der Berlinale lauschen und muss zugeben, dass ich sie mittlerweile sehr schätze. Zu „Satellite“-Zeiten sah ich sie als unangenehme Göre, mittlerweile als stilsichere Frau, die wirklich was kann (sie lässt auch mittlerweile diesen britischen Akzent weg ;)).

    So, und nachdem ihr jetzt Bescheid wisst, was bei der Gerät so abgeht (wer es immer noch nicht checkt, klickt hier), entschwinde ich Richtung Portugal. Änn und ich tun uns nochmal ein Beachvolleyball-Camp an. Ihr wisst schon, viele Bälle, viel Sand, viel Sonne, viel Meer, viel Spaß, wenig Handy, wenig Klamotten, wenig Make-up. Ich kann’s kaum erwarten. Wer nachlesen will, wie es vor 1,5 Jahren auf Sardinien zuging, klicke hier.

    Ihr nehmt euch bitte währenddessen das hier zu Herzen. Das ist immens wichtig, finde ich.
    Und meine Verhaltensratgeber habt ihr ja wohl ob guten Gelingens noch immer befolgt.

  • Der TJGP-Jahresrückblick 2017

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    Herrschaften, was wäre das Jahresende ohne den TJGP-Jahresrückblick? Diese Frage darf nun jeder für sich beantworten und ich wette, die meisten denken „Äh ja, auch nicht anders“. Aber das ist mir wurscht, ich mach’s trotzdem. Ich brauch das, ich mag das.
    Ich checke dann immer erst, wie verdammt viel man in 365 kleinen Tagen unterbringen kann und dass das auch für sieben Leben langen würde. Aber weniger geht irgendwie auch nicht.

    Zur Untermalung des Leseflusses kommt hier die TJGP Christmas Collection 2017 – mit allen Songs, die mich so durch das Jahr gebracht haben. Da hatten wir viiiiel Joe Purdy (unglaublicher Kerl, geht einfach immer!), endlich Neues von Yvonne, Michelle, Amy und P!NK und natürlich den herausragenden Soundtrack zu „La La Land“. Viel Spaß damit!
    (Aktuell höre ich allerdings nur das Weihnachtsalbum von Michael Bublé, ich werde alt, ich liebe es!).

    Aber jetzt kommen wir mal zum eigentlichen Rückblick.

    Januar

    Los ging es mit meinem dritten Konzert im Hofgarten. Danke nochmal, dass ihr alle da wart. So ein toller Abend! Ich hatte den Spaß meines Lebens und ich glaube, es war auch mein bestes Konzert bisher. Endlich komme ich halbwegs mit der Nervosität klar.

    Februar

    Ihr wisst ja mittlerweile, dass ich mich in der kalten Jahreshälfte gerne verzische und an warmen Orten aufhalte. So geschah es also im Februar: Alex, Oli und ich verbrachten handylose und damit äußerst entspannte Tage in der Karibik. Kleiner Trick, damit man sich 600 Euro spart: Der Flieger sollte 3 Stunden Verspätung haben. Dann zahlt die Airline nämlich einen Batzen Geld zurück.

    März, April

    Ja, ja, ich weiß ja, ich war nachlässig. Ich hab all die Erlebnisse nicht hier, sondern mehr auf Instagram geteilt.
    Deshalb halt ein paar Fotos von dort ;).

    Mein persönlicher Brüller: Ich war in der letzten Staffel GNTM dabei, um den Mädels ein bisschen was über den Umgang mit der Presse beizubringen. Wer sich das Spektakel nochmal ansehen will, hier lang. Dabei traf ich auch zum ersten Mal meine Lieblingsprominente (isso!) Heidi:

    #lifegoal #undzwarwirklich @heidiklum @germanysnexttopmodel

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    Mindestens genau so sehr wie auf Heidi habe ich mich auf meine Freundin Anna gefreut, mit der ich einen der lustigsten Abende in Hamburg verbrachte.

    ❤@_afn

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    Und dann war da noch die Hochzeit meiner besten Freundin Pam. Hach! Gänsehaut!

    Here comes the bride. Sooo schön war's! @jopa_thewedding @pamcakechen

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    Natürlich muss man zwischen all diesen Ereignissen auch arbeiten. Zum Beispiel beim new faces award Film in Berlin mit dem besten Team der Welt:

    Alle bissl ausrasten, bitte #buntenewfacesaward #newfaces #bestesteam #redcarpet

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    Mai

    Im Mai erlebte ich auf jeden Fall den unwirklichsten Moment meines Jahres 2017.
    Meine treue Begleiterin Sally verließ mich im Flammenmeer :(. Wenn ich an sie zurückdenke, an all die Trips, die wir zusammen erlebt haben, an all die Songs, die ich mir beim Fahren beigebracht habe, an all die Jahre, in denen ich mich immer auf sie verlassen konnte – wird sie noch unersetzlicher.

    Juni

    Davon erholte ich mich dann auf Korfu, wo ich spontan eine Woche Alleine-Urlaub machte. Traumhaft, gerne nochmal! Korfu ist eine wunderbare Insel!

    Direkt im Anschluss düsten Char und ich über meinen Geburtstag zu Samu Haber nach Helsinki. Auch ein unvergesslicher Trip!

    Und dann wurde es richtig ernst: Pams kirchliche Hochzeit stand an und Rüllipp und ich performten in der Kirche. Hier könnt ihr’s sehen. Ich hab immer noch zittrige Knie!

    Es sollte aber nicht bei einer Hochzeit bleiben. Auch meine liebe Leonie Löwenherz hat ernst gemacht!

    Fairytale #leonieundelias

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    Juli und August

    Bei mir selbst wurde es dann auch ernst 🙂 Robbie Williams aus nächster Nähe!

    #lalalove

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    Und ich entdeckte meine Wanderlust. Leider haben wir es exakt einmal auf den Berg geschafft, aber Brezi und ich geloben im nächsten Jahr Besserung!

    September

    Das Jahr konnte noch kein Ende finden, ohne meine Freundin Heidi nochmal zu sehen. Deshalb ging’s im September ab nach NYC. Zwar beruflich, aber es war trotzdem ein äußerst vergnüglicher Trip.

    Oktober

    Zeit für eine kleine Auszeit für meine liebste Brezi und mich, ab nach Kenia. Was für ein wunderschönes Land.

    November

    Der November ist ja immer der klassische Event-Monat. Vermutlich erratet ihr, welche Tierchen uns in Atem hielten …

    Ach, und am allerwichtigsten war natürlich unser neuer Mitarbeiter ;):

    Dezember

    Der obligatorische London-Trip läutete danach die Vorweihnachtszeit ein. Hach, war das wieder schön, „heim“ zu kommen.

    #stpauls #favouritecathedral

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    Und jetzt ist plötzlich kurz vor knapp. Ich fühle mich wie ein Tischtennisball, der zwischen beiden Seiten hin und her ploppt. Auf der einen Seite ist alles voller Michael Blublé Weihnachtsmusik und haufenweise Plätzchen, auf der anderen Seite muss zum Jahresende immer sooo viel Zeug erledigt und fertig gemacht werden, dass die Musi manchmal schweigt. Aber Bublé überwiegt mittlerweile und ich bin sicher, über die Feiertage bleibe ich auf seiner Seite.

    2017 – du warst fulminant. Man denkt immer, es könne nicht mehr mehr passieren, man könne nicht noch mehr reisen, nicht noch mehr machen, nicht noch mehr fühlen. Und jedes Mal lacht weit weg jemand und denkt sich „Ja, ja, Mädchen. Lass mich mal machen …“ und legt noch eine Schippe drauf. Ich bin dieses Jahr so viel herumgekommen wie noch nie: LA, Dom Rep, Hamburg, Korfu, Helsinki, Berlin, New York, Kenia, Prag, Italien, London … viiiele Kühlschrankmagneten haben sich zu den alten gesellt und wie wir sehen, besteht dieser Rückblick auch fast ausschließlich aus Reiseerlebnissen. Im nächsten Jahr darf’s ein bisschen weniger sein, aber ich will trotzdem wieder neue Erdenfleckchen entdecken. Mal sehen, wo es mich hin verschlägt. Hat jemand Tipps?

    DAS WAR’S! DAS WAR 2017! Ich wünsche euch entspannte und freudige Festtage und freu mich, wenn wir uns hier im neuen Jahr wiedersehen. Lassma’s krachen, tät ich sagen :).

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    So, und zum Schluss hätten wir da noch die traditionellen Fragen. Seit über fünf Jahren beantworte ich stets dieselben und bin immer wieder überrascht, wie schwer das ist.

    Zugenommen oder abgenommen?
    Ab, dank Veluvia.

    Mehr ausgegeben oder weniger?
    Keine Ahnung, um ehrlich zu sein.

    Der hirnrissigste Plan?
    Ein Blind-Date bei einer Hochzeit.

    Die gefährlichste Unternehmung?
    Ich habe mich nie wirklich in Gefahr gefühlt. Die Begegnung mit der Schlange in Kenia war aber wohl relativ gefährlich. Und unwissentlich ohne Kühlwasser 180 fahren auch.

    Die teuerste Anschaffung?
    Nix Teures gekauft in 2017.

    Das leckerste Essen?
    Steak. So viele Steaks wie in 2017 hatte ich noch nie!

    Das beeindruckendste Buch?
    Ich habe dieses hier sehr genossen, auch wenn es äußerlich nicht gerade beeindruckend ist:
    „Die sanfte Entführung des Potsdamer Strumpfträgers“ von Christian Ritter
    Es ist einfach sehr skurril-lustig. Danke an meine Schwester für den Tipp.

    Der beste Film?
    Naja, „La La Land“ natürlich.

    Das beste Album?
    Joe Purdy – „Only Four Seasons“

    Das schönste Konzert?
    Robbie Williams bei einem Event vor nur sehr wenigen Leuten

    Das tollste/schlimmste Ereignis?
    Toll: Die Trips waren allesamt spitze!
    Schlimm: Sally 🙁

    Die meiste Zeit verbracht mit …?
    Arbeit und Schlaf – wie immer.

    Die schönste Zeit verbracht …?
    … Freunden, Familie und Arbeit.

    Vorherrschendes Gefühl 2017?
    Come back down, come back down.

    2017 zum ersten Mal getan?
    Auf einer Hochzeit gesungen.

    2017 nach langer Zeit wieder getan?
    Ein Konzert gegeben. Da lagen ganze zwei Jahre dazwischen.

    Die wichtigste Sache, von der dich jemanden überzeugen wollte?
    Du machst eh, was du willst. Iwooo …

    Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
    Alle Lieben sind gesund. Reicher kann man nicht sein.

    2017 war mit einem Wort?
    Feelings!

  • There were moments of gold …

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    … And there were flashes of light.
    There were things I’d never do again
    But then they’d always seemed right
    There were nights of endless pleasure
    It was more than any laws allow, Baby Baby …

    (Céline Dion: „It’s All Coming Back To Me Now“)

    Früher war das Erste, was ich gemacht habe, das Posting für den Blog zu schreiben, nachdem ich meinen Reisekoffer ausgepackt hatte. Selbst wenn ich mit 18 Stunden Rückreise auf dem Buckel und viereckigen Augen bis 4 Uhr morgens auf dem Sofa hockte – ich wollte das Erlebte sofort festhalten, um ja nichts zu vergessen.

    Der aufmerksame Leser wird festgestellt haben, dass ich diese vorbildlichen Verhaltensweisen heute nicht mehr an den Tag lege. Schaffe ich einfach nicht mehr. Werde alt. Aber das hat auch Vorteile.

    Deshalb gibt es jetzt – drei Wochen nach unserer Rückkehr aus Kenia – endlich den Reisebericht. Ich hoffe, er erfreut euch auch mit Verzögerung und ich freue mich jetzt sehr darauf, die Erinnerungen noch mal wachzurütteln und mich an ihnen zu wärmen.

    Erklären wir erst mal, warum keine Geringere als Céline Dion diesen Beitrag einleiten durfte. Nun ja, die hören da gerne Céline Dion in Kenia. Auf der Fahrt vom Flughafen zum Hotel kamen wir in den Genuss eines ihrer zahlreichen Best Of-Alben und auch sonst verging kein Tag, an dem nicht irgendwo die Stimme dieser zugegeben unschlagbar guten Kanadierin ertönte. Außerdem übrigens viel Mariah, Whitney und Shania … aber Brezi und ich finden, dass Céline eindeutig die Königin ist. Und wir kamen ins Grübeln, ob die heutige Zeit überhaupt noch solche Diven hervorbringt. Größen sicher, aber Diven? Man darf gespannt sein, wie sich die Karrieren von Lady Gaga (die ich seit Genuss der Doku auf Netflix übrigens noch mehr verehre), Katy Perry, Taylor Swift, Rihanna entwickeln … wir brauchen auf jeden Fall mehr Bijonzis und Ädäls!

    Grandios abgeschweift, verzeiht :).
    „Warum Kenia?“, fragten viele. Im Grunde sind wir nach dem Ausschlussprinzip vorgegangen. In den USA waren wir erst, Karibik wegen Sturm lieber nicht, Asien keine Lust, naheliegende Inseln sind nicht mehr warm genug, wir brauchen was mit Strand und was zum Angucken – also ab nach Kenia. So einfach geht das. Zudem ist eine Reise dahin erschwinglich und erträglich.

    Bei mir kam noch ein Grund dazu, den es seit 16 Jahren gibt. Ich habe als Teenie „Die weiße Massai“ verschlungen. So richtig verschlungen. Das Buch hat mich damals schlaflose Nächte gekostet und in mir ein massives Verlangen wachsen lassen, dieses Land, das Corinne Hofmann so unglaublich schön beschreibt (die etwas naive Liebesgeschichte lassen wir mal weg) irgendwann zu besuchen.

    Ich wurde nicht enttäuscht. Kenia, bzw. das, was wir in 12 Tagen davon gesehen haben, ist atemberaubend schön, und die Menschen sind nicht nur sehr herzlich sondern auch sehr offen und lustig. Sie bringen einem zum Beispiel sofort bei, dass man immer „Jambo“ sagt, wenn man sich über den Weg läuft. Wenn man besonders gut gelaunt ist, sagt man „Jambo Jambo“.

    Machen wir mal ein paar Bilder …

    Gleich am ersten Morgen kamen diese beiden Kollegen am Strand vorbei. Tourifallen, ich weiß schon. Bin ja selber schon mal in eine reingeraten. Trotzdem majestätisch und irgendwie entzückend anzusehen.

    Tägliches Ritual war natürlich der Genuss einer Kokosnuss. Der erste Schluck aus einer frisch geköpften Kokosnuss schmeckt einfach so sehr nach Urlaub …

    Ich sag’s euch, wir haben einfach die pure Freiheit genossen. Alle gewohnten Zwänge niedergelegt, genau nur das getan, worauf wir Lust hatten.

    Wer „Der König der Löwen“ kennt, der kennt auch HAKUNA MATATA, Timon, Pumbas und später auch Simbas Lebensphilosophie. Irgendwer sagte immer Hakuna Matata. Irgendwann fühlten wir es auch und überlegten, ob wir mal nach einem Tätowierer gucken sollten (nein Mama, haben wir nicht gemacht, alles beim Alten).
    Ein bisschen Hakuna Matata verinnerlichen schadet aber nicht, lasst’s euch gesagt sein.

    Dazu passt ganz gut diese Stelle aus einer meiner Strandlektüren:
    „Das Café am Rande der Welt“ von John Strelecky.

    Das Meer polterte am Morgen an den Strand, zog sich für den Tag etwas zurück, um Kräfte zu sammeln und stürmte am Abend unter tosendem Beifall wieder an Land. Wir waren dabei, haben zig Bücher verschlungen, die Wellen genossen, die Spielereien des Lichts (egal, wann man vom Balkon schaute, es sah immer toll aus) beobachtet und so oft vor Begeisterung geseufzt. Und dann dieser tiefe, alles wegfegende Schlaf nach einem Tag des Nichtstuns – erholsam, sehr erholsam.

    Nach Woche eins waren wir soweit aufgetankt, dass wir auf Entdeckungstour gehen wollten. Mombasa, die zweitgrößte Stadt Kenias, stand auf dem Plan. Um nach Mombasa zu kommen, muss man mit der Likoni-Fähre fahren. Das ist die Fähre, auf der die weiße Massai ihren Massai Lketinga kennengelernt hat. Man wartet lange, es ist beschwerlich und hier fängt man an, das echte Kenia kennenzulernen. Nicht das „bewachtes Hotel am Strand“-Kenia, wo es die Touris sehr schön und sicher haben, sondern das Kenia, über das man sich Gedanken machen sollte.

    Das sind die Tusks, die Wahrzeichen Mombasas auf der Moi Avenue. Sie wurden übrigens 1956 zu Ehren eines Besuchs von Prinzessin Margaret errichtet, der verstorbenen Schwester der Queen.

    Das sind Fisch-Gebisse, die in einer Fischhalle hängen. Einfach so mal.

    Alleine diese Stadt erkunden, ist mit Sicherheit nicht ohne. Deshalb buchten wir einen Guide, der uns alles zeigte. Ein sehr netter und lustiger Kenianer um die 50, der auf der Fahrt schon mit den Scherzen anfing.

    Wir: „Wie heißt du?“
    Er: „Bacari. Aber ihr könnt einfach Bacardi sagen.“
    Wir: „Ah, ok, wir heißen Rum und Gin.“
    Der Fahrer: „Und ich?“
    Wir: „Du heißt Baileys.“
    Hach, war das ein Vergnügen. Baileys kämpfte sich übrigens mit einem Navi herum, das auf Chinesisch eingestellt war. Leider schafften Bacardi, Rum und Gin es auch gemeinsam nicht, das Ding auf Englisch umzustellen. Aber Hakuna Matata, nech? Alles Gewöhnung.

    Zusammenfassung: Mombasa ist das totale Kontrastprogramm zum Friede-Freude-Eierkuchen-Strandurlaub, bei dem das Hotelpersonal alles tut, um die Sorgen des Landes von den Gästen fernzuhalten.
    Mombasa ist schmutzig, laut und arm. Und es war wichtig, dass wir unsere Traumurlaubsblase verlassen haben, um es uns anzuschauen.

    Das hier ist übrigens auch wichtig (gefunden in einem Hindutempel in der Stadt):

    Und dann kam die Safari. Auf die hatten wir uns so unbandig gefreut. Um 6 Uhr ging’s los Richtung Tsavo-East-Nationalpark. In einem alten Jeep, der mindestens so unbequem wie cool war :).

    Das sind Brezi, Sarai (unser Fahrer) und ich:

    Nicht im Bild sind leider Helga und Henry, der Rest unserer illustren Safari-Truppe. Nach ein paar Stunden Fahrt kamen wir auch schon an und begaben uns auf unsere erste Pirsch, wie man das nennt.
    Ziel: die Big 5 sehen. Also Nashörner, Büffel, Leoparden, Elefanten und natürlich Löwen.

    Das Glück war uns hold, wir entdeckten alles außer Nashörner.
    Ich glaube, ich hab diese Safari noch immer nicht ganz begriffen. Man guckt die ganze Zeit aus dem Fenster, während man versucht, halbwegs unbeschadet zu sitzen (es holpert wirklich sehr). Man sieht, nimmt permanent auf und plötzlich ruft einer „Elefanten!“. Dann springen alle auf, krallen sich ihre Handys oder Kameras und machen aus dem Dach raus Fotos. Irgendwann checkt man, dass man diese ganzen tollen Tiere nur wirklich erleben kann, wenn man das Fotografieren sein lässt. Luft zwischen Netzhaut und Tier ist wichtig. Kein Display rein schieben. Das verändert die Wahrnehmung.

    Irgendwann kamen wir ziemlich erschlagen und äußerst dreckig („Alter, bin ich braun geworden!“ – „Oh, ok, es ist nur Dreck“) in unserer Lodge an, gönnten uns noch ein Glas Wein und ein bisschen Austausch über das Erlebte und dann eine Runde komatösen Schlafs.

    Der Ausblick war unglaublich:

    Das Highlight folgte aber am nächsten Morgen. Wer mich und meinen Bezug zu Tieren kennt, weiß, dass mich „nix unter Löwengröße“ begeistert.
    Wir waren früh dran und beobachteten gerade eine Elefantenfamilie beim Wassertrinken, als Sarai unerwartet aufs Gas drückte. Zuerst protestierten wir, doch als er uns den Grund für den plötzlichen Aufbruch verriet, waren wir schnell wieder brav. Ein paar Meter weiter sonnte sich eine Löwenfamilie.

    Da kapierte auch ich, dass so ein Moment nicht fotografisch einzufangen ist. Weil zu einem erinnerungswürdigen Moment mehr gehört als das Visuelle: die Wärme der Morgensonne, die sanften Geräusche, die neugierigen Blicke der Löwenbabys, die Gänsehaut, das Glücksgefühl in meinem Bauch. Das alles werde ich nie vergessen und ich will unbedingt noch eine Safari machen!

    Genug schwadroniert, auf der Heimfahrt zum Hotel erlebten wir noch eine kleine Nahtoderfahrung in Shimba Hills, die ich euch natürlich auch noch erzähle.

    Folgendes Szenario:
    Ich befinde mich bereits in der Toilettenkabine (ich musste am dringendsten, viel Trinken ist wichtig), Brezi und Helga warten davor.
    Plötzlich entdeckt Helga eine Schlange, die oben über dem Türrahmen baumelt.
    Wir finden: „Die is ja voll klein, die ist sicher nicht gefährlich.“
    Leider kann ich aber die Toilettentür nicht schließen, sonst hätte ich sie zerquetscht.
    Also holen Helga und Brezi Sarai und teilen ihm den Fund mit. Die versierten Schlangenexpertinnen sagen aber gleich dazu, dass das eine sehr kleine Schlange ist und sie deswegen bestimmt nichts tut.
    Sarai kommt.
    Sarai sieht die Schlange.
    Sarai sagt: „Das ist nicht gut.“

    Wir sollen alle ruhig bleiben (total easy, wenn man wie ich in der Falle sitzt). Schließlich kommt ein Parkranger und befördert das Ding mit einem Stock auf den Boden, wo es sich verzieht.
    Er sagt, dass es sich um eine Viper handelt, dass ihr Gift tödlich sein kann und dass sie kein Gegenmittel haben. Ich habe das nicht nachrecherchiert, aber Hakuna Matata, sage ich mal.

    So, damit wären wir am Ende unserer Kenia-Reise angekommen. Fest steht: Ich muss da nochmal hin. Ich will – trotz aller Warnungen – Nairobi besuchen. Ich will Safari in der Masai Mara machen. Ich will noch so viel sehen.

    Fest steht auch: Wenn man eine Freundin wie Brezi hat, braucht man im Urlaub sonst nichts. Gott, was haben wir gelacht. Brezi, ich danke dir so sehr, dass du dich auf Kenia eingelassen hast. Das war der endgültige Beweis dafür, dass wir gleich ticken, dass wir „Sisters from another Mister“ sind.

    Jetzt noch ein herzliches Asante Sana an dieses wunderbare Land, in dem ich den Sommer um beinahe zwei Wochen verlängern und grandiose Erinnerungen sammeln durfte.

    PS: Wer ähnlich gut Swahili sprechen möchte wie ich, kann hiermit üben (ich bin ja im letzten Jahr der Sammelei von Kühlschrankmagneten verfallen):

  • Entgiften, Stoffwechsel anregen, Abnehmen – geht das alles auf einmal?

    … fragte ich mich, als die Veluvia-Kur zum ersten Mal auf meinem Radar auftauchte.

    „Das geht, probier’s aus“, forderte mich Jörn-Marc, der Geschäftsführer von Veluvia, selbstsicher auf und am nächsten Tag hatte ich die „VELUVIA Detox Stoffwechselkur“ auf meinem Schreibtisch stehen.
    Ihr wisst es, ich liebe Herausforderungen. Vor allem, wenn ich als Gegenleistung für die eierlegende Wollmilchsau nur eine große Portion Disziplin an den Tag legen muss. Also öffnete ich das Paket … und schrieb Jörn-Marc eine Mail:
    „Ich fange am Montag an, bin gespannt!“

    Was ist eigentlich „die Kur“?
    Zum Paket gehören die Energy-, Balance- und Detox-Tabletten, die man morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten nimmt. Außerdem das Shape-Pulver samt Shaker, mit dem man Mahlzeiten ersetzen kann, wenn man möchte. Und schließlich noch ein Booklet mit der genauen Anleitung und Rezepten.

    Was muss man während dieser Kur machen?
    Die Pillen einnehmen und auf die Ernährung achten.
    Das heißt: Man sollte ein Kaloriendefizit von 1.300 kcal am Tag haben.
    Man sollte auf Zucker/Fett/Kohlenhydrate/Alkohol/Softdrinks/Säfte verzichten, so gut es geht.
    Pro Hauptmahlzeit sind nur 200 Kalorien erlaubt, dazwischen zwei Snacks mit je 100 Kalorien.
    Jep, klingt nach verdammt vielen Verboten und dafür nach einer riesigen Portion Disziplin – und die erfordert diese Kur wirklich.

    Was verspricht die Kur?
    Wohlbefinden dank Entgiftung und Entsäuerung, eine deutliche Gewichtsabnahme dank Stoffwechselanregung und ein stabiles Immunsystem.
    Und das alles nur mit Nährstoffkombinationen ohne Gluten, Lactose, Gelatine, Farbstoffe, Aromastoffe usw..

    Erster Eindruck beim Öffnen des Pakets:
    Wie schöööön! Das Produktdesign ist super und die Schachteln dekorieren meine Küche. Aber ganz schön viele Pillen, die ich schlucken soll. Nämlich 8 Stück plus Shake(s) pro Tag. Eigentlich bin ich gegen Nahrungsergänzungsmittel (außer Magnesium und Eisen). Die von Veluvia sind aber komplett pflanzlich und bestehen nur aus Superfoods. Das finde ich okay bzw. sogar gut und ich bin gespannt, ob und was sie bewirken.

    Zweiter Eindruck nach dem Lesen der Anleitung:
    Klingt hart aber machbar. Ein Kaloriendefizit von 1.300 kcal pro Tag ist zwar heftig (ich darf also gerade mal 1.000 zu mir nehmen), aber mit den richtigen Lebensmitteln geht es:
    Gemüse (aber keine Kartoffeln, Hülsenfrüchte …), Obst (aber keine Avocados, Bananen …) und Proteine (aber keine Butter, Käse, Wurst …).
    Der Shake ist sicher nichts für jeden, aber mir schmeckt er. Die Pillen lassen sich leicht schlucken und durch die Portionsbeutelchen überall mit hin nehmen.

    Woche 1:
    Alter Schwede, ganz leicht war’s nicht. Die ersten Tage gingen gut, ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt, meinen Magen nicht mehr so stark zu füllen. Die Kalorienzähl-App „Lifesum“ hat gut geholfen, um den Überblick zu bewahren.
    Mein Frühstück war entweder ein Shake (wenn ich morgens schon Sport gemacht hatte) oder das Bircher-Müsli aus dem Rezeptheft. Mittags gab es Salat mit magerem Fleisch, abends eine gesunde Suppe/Ofengemüse/Eier. Als Snacks habe ich körnigen Frischkäse, Magerquark, Eier oder Nüsse gegessen – die Low Carb Klassiker halt.
    An Tag 4 und 5 übermannte mich ein ziemliches Tief mit Gliederschmerzen und Schwäche. Meine Haut schmeckte salzig und ich hatte auch permanent einen salzigen Geschmack im Mund.
    Ganz normal, meinte Jörn-Marc, da die Haut auch ein Entgiftungsorgan ist.
    An Tag 6 und 7 war dann alles wieder gut. Ein bisschen Gewicht ist weg, aber natürlich vor allem Wasser, das der Körper ausschwemmt.

    Woche 2:
    Ich konnte mich gut ans Kalorienzählen und Verzichten gewöhnen. Prima, dass genau in dieser Zeit tausend Kuchen und Leckereien in der Redaktion aufgebahrt wurden, grrr. Aber wenn man einfach GAR NICHT darf, ist es leichter, als EIN BISSCHEN zu dürfen.
    Nicht ganz leicht war’s natürlich in New York. Ich musste beruflich für fünf Tage hinfliegen und wenn man nicht selber kochen kann, muss man halt gucken, was bei diversen Terminen so Essbares kredenzt wird. Ich konnte mich nicht ganz an die erlaubten/verbotenen Lebensmittel halten, habe aber im Großen und Ganzen meine 1.000 Kalorien eingehalten und den megamäßig ausgestatteten Fitnessraum ausgenutzt. Für die Flüge hatte ich Essen dabei (danke, Wholefoods!), was sogar eindeutig leckerer war, als der Flugzeugfraß.

    Woche 3:
    Es läuft. Die Jeans sitzt einen Ticken lockerer und ich bin „voll drin“. Ich fühle mich energiegeladen und gut.
    Trotzdem zähle ich jeden Tag die verbleibenden Tage und freue mich auf meinen ersten Schokoriegel nach der Kur.

    Woche 4:
    Endspurt und Wiesn. Eine beschissene Kombination. Aber ich habe 3/4 geschafft, also schaffe ich die letzten Tage auch noch. Eine Kollegin sagt, dass sie sieht, dass ich schmaler geworden bin, das ist eine tolle Motivation. Außerdem geht es mir wirklich gut. Ich fühle mich ausgeglichen und ruhig.
    Also auf zur Wiesn, das Dirndl spannt schon mal nicht. Dort oute ich mich als Spaßverderberin, weil ich Wasser und Kaffee bestelle und nur das magere Fleisch aus meinem halben Hähnchen zupfe, und die geile (sorry, aber es ist so, nix schmeckt besser als kross gegrillte Hähnchenhaut) Haut liegen lasse. Egal, dabei sein ist alles. Der nächste Wiesn-Termin ist absehbar und der ist in Woche 5, also wenn ich wieder mehr essen darf.

    Danach:
    Die 28 tägige Kur ist offiziell vorbei. Ich fühle mich wohl und die Waage verzeichnet -8 Kilo.
    Stark, mal sehen, wie lang das anhält bzw. wie lange ich das halte – hallo Jojo!
    Ich habe mit Jörn-Marc besprochen, wie ich weitermache, um den Jojo-Effekt zu vermeiden und mich schonend wieder an mehr Nahrung und Nahrungsmittel zu gewöhnen, als in der Kur erlaubt waren. Das heißt maßvoller Genuss, nicht gleich jeden Tag Pizza bestellen, vernünftig und bewusst essen. Ich kenn mich, ich kann 0 oder 1, aber schlecht 0,5.
    Mal sehen, wie maßvoll ich sein kann ;-).

    Kuriositäten vor/nach/während der Kur:

    • Ich wusste nicht, dass man sich in ein Gemüse verlieben kann, aber gepriesen sei der Hokkaido-Kürbis! Man kann daraus so viele verschiedene gesunde Gerichte zaubern und er macht schön satt. ICH LIEBE DICH, Hokkaido!
    • Irgendwo habe ich mich wohl mit den Pillen verzählt, denn ein paar sind noch übrig. Die nehme ich jetzt einfach noch zu Ende.
    • Wenn man gerade nicht darf, tun sich auf wundersame Art und Weise Schluchten voll Leckereien auf. Beinahe jeden Tag bot jemand in der Redaktion Gebäck feil, oder fragte, ob ich mit ihm/ihr essen gehen möchte.
    • Ich dachte, ich packe keinen schwarzen Kaffee. Geht doch. Man gewöhnt sich an alles.
    • Der enorme Verzicht auf der einen Seite lässt einen Hemmschwellen auf einer anderen Seite überschreiten. Shopping, Massagen, Kino ähem.
    • Der erste Schokoriegel schmeckte übrigens extrem süß. Erstaunlich, wie sich die Geschmacksnerven entwickeln.

     

    FYI: Für diesen Beitrag wurde ich nicht bezahlt. Veluvia hat mir nur – ohne Bedingung – die Produkte zur Verfügung gestellt.