• Entgiften, Stoffwechsel anregen, Abnehmen – geht das alles auf einmal?

    … fragte ich mich, als die Veluvia-Kur zum ersten Mal auf meinem Radar auftauchte.

    „Das geht, probier’s aus“, forderte mich Jörn-Marc, der Geschäftsführer von Veluvia, selbstsicher auf und am nächsten Tag hatte ich die „VELUVIA Detox Stoffwechselkur“ auf meinem Schreibtisch stehen.
    Ihr wisst es, ich liebe Herausforderungen. Vor allem, wenn ich als Gegenleistung für die eierlegende Wollmilchsau nur eine große Portion Disziplin an den Tag legen muss. Also öffnete ich das Paket … und schrieb Jörn-Marc eine Mail:
    „Ich fange am Montag an, bin gespannt!“

    Was ist eigentlich „die Kur“?
    Zum Paket gehören die Energy-, Balance- und Detox-Tabletten, die man morgens, mittags und abends zu den Mahlzeiten nimmt. Außerdem das Shape-Pulver samt Shaker, mit dem man Mahlzeiten ersetzen kann, wenn man möchte. Und schließlich noch ein Booklet mit der genauen Anleitung und Rezepten.

    Was muss man während dieser Kur machen?
    Die Pillen einnehmen und auf die Ernährung achten.
    Das heißt: Man sollte ein Kaloriendefizit von 1.300 kcal am Tag habn.
    Man sollte auf Zucker/Fett/Kohlenhydrate/Alkohol/Softdrinks/Säfte verzichten, so gut es geht.
    Pro Hauptmahlzeit sind nur 200 Kalorien erlaubt, dazwischen zwei Snacks mit je 100 Kalorien.
    Jep, klingt nach verdammt vielen Verboten und dafür nach einer riesigen Portion Disziplin – und die erfordert diese Kur wirklich.

    Was verspricht die Kur?
    Wohlbefinden dank Entgiftung und Entsäuerung, eine deutliche Gewichtsabnahme dank Stoffwechselanregung und ein stabiles Immunsystem.
    Und das alles nur mit Nährstoffkombinationen ohne Gluten, Lactose, Gelatine, Farbstoffe, Aromastoffe usw..

    Erster Eindruck beim Öffnen des Pakets:
    Wie schöööön! Das Produktdesign ist super und die Schachteln dekorieren meine Küche. Aber ganz schön viele Pillen, die ich schlucken soll. Nämlich 8 Stück plus Shake(s) pro Tag. Eigentlich bin ich gegen Nahrungsergänzungsmittel (außer Magnesium und Eisen). Die von Veluvia sind aber komplett pflanzlich und bestehen nur aus Superfoods. Das finde ich okay bzw. sogar gut und ich bin gespannt, ob und was sie bewirken.

    Zweiter Eindruck nach dem Lesen der Anleitung:
    Klingt hart aber machbar. Ein Kaloriendefizit von 1.300 kcal pro Tag ist zwar heftig (ich darf also gerade mal 1.000 zu mir nehmen), aber mit den richtigen Lebensmitteln geht es:
    Gemüse (aber keine Kartoffeln, Hülsenfrüchte …), Obst (aber keine Avocados, Bananen …) und Proteine (aber keine Butter, Käse, Wurst …).
    Der Shake ist sicher nichts für jeden, aber mir schmeckt er. Die Pillen lassen sich leicht schlucken und durch die Portionsbeutelchen überall mit hin nehmen.

    Woche 1:
    Alter Schwede, ganz leicht war’s nicht. Die ersten Tage gingen gut, ich habe mich relativ schnell daran gewöhnt, meinen Magen nicht mehr so stark zu füllen. Die Kalorienzähl-App „Lifesum“ hat gut geholfen, um den Überblick zu bewahren.
    Mein Frühstück war entweder ein Shake (wenn ich morgens schon Sport gemacht hatte) oder das Bircher-Müsli aus dem Rezeptheft. Mittags gab es Salat mit magerem Fleisch, abends eine gesunde Suppe/Ofengemüse/Eier. Als Snacks habe ich körnigen Frischkäse, Magerquark, Eier oder Nüsse gegessen – die Low Carb Klassiker halt.
    An Tag 4 und 5 übermannte mich ein ziemliches Tief mit Gliederschmerzen und Schwäche. Meine Haut schmeckte salzig und ich hatte auch permanent einen salzigen Geschmack im Mund.
    Ganz normal, meinte Jörn-Marc, da die Haut auch ein Entgiftungsorgan ist.
    An Tag 6 und 7 war dann alles wieder gut. Ein bisschen Gewicht ist weg, aber natürlich vor allem Wasser, das der Körper ausschwemmt.

    Woche 2:
    Ich konnte mich gut ans Kalorienzählen und Verzichten gewöhnen. Prima, dass genau in dieser Zeit tausend Kuchen und Leckereien in der Redaktion aufgebahrt wurden, grrr. Aber wenn man einfach GAR NICHT darf, ist es leichter, als EIN BISSCHEN zu dürfen.
    Nicht ganz leicht war’s natürlich in New York. Ich musste beruflich für fünf Tage hinfliegen und wenn man nicht selber kochen kann, muss man halt gucken, was bei diversen Terminen so Essbares kredenzt wird. Ich konnte mich nicht ganz an die erlaubten/verbotenen Lebensmittel halten, habe aber im Großen und Ganzen meine 1.000 Kalorien eingehalten und den megamäßig ausgestatteten Fitnessraum ausgenutzt. Für die Flüge hatte ich Essen dabei (danke, Wholefoods!), was sogar eindeutig leckerer war, als der Flugzeugfraß.

    Woche 3:
    Es läuft. Die Jeans sitzt einen Ticken lockerer und ich bin „voll drin“. Ich fühle mich energiegeladen und gut.
    Trotzdem zähle ich jeden Tag die verbleibenden Tage und freue mich auf meinen ersten Schokoriegel nach der Kur.

    Woche 4:
    Endspurt und Wiesn. Eine beschissene Kombination. Aber ich habe 3/4 geschafft, also schaffe ich die letzten Tage auch noch. Eine Kollegin sagt, dass sie sieht, dass ich schmaler geworden bin, das ist eine tolle Motivation. Außerdem geht es mir wirklich gut. Ich fühle mich ausgeglichen und ruhig.
    Also auf zur Wiesn, das Dirndl spannt schon mal nicht. Dort oute ich mich als Spaßverderberin, weil ich Wasser und Kaffee bestelle und nur das magere Fleisch aus meinem halben Hähnchen zupfe, und die geile (sorry, aber es ist so, nix schmeckt besser als kross gegrillte Hähnchenhaut) Haut liegen lasse. Egal, dabei sein ist alles. Der nächste Wiesn-Termin ist absehbar und der ist in Woche 5, also wenn ich wieder mehr essen darf.

    Danach:
    Die 28 tägige Kur ist offiziell vorbei. Ich fühle mich wohl und die Waage verzeichnet -8 Kilo.
    Stark, mal sehen, wie lang das anhält bzw. wie lange ich das halte – hallo Jojo!
    Ich habe mit Jörn-Marc besprochen, wie ich weitermache, um den Jojo-Effekt zu vermeiden und mich schonend wieder an mehr Nahrung und Nahrungsmittel zu gewöhnen, als in der Kur erlaubt waren. Das heißt maßvoller Genuss, nicht gleich jeden Tag Pizza bestellen, vernünftig und bewusst essen. Ich kenn mich, ich kann 0 oder 1, aber schlecht 0,5.
    Mal sehen, wie maßvoll ich sein kann ;-).

    Kuriositäten vor/nach/während der Kur:

    • Ich wusste nicht, dass man sich in ein Gemüse verlieben kann, aber gepriesen sei der Hokkaido-Kürbis! Man kann daraus so viele verschiedene gesunde Gerichte zaubern und er macht schön satt. ICH LIEBE DICH, Hokkaido!
    • Irgendwo habe ich mich wohl mit den Pillen verzählt, denn ein paar sind noch übrig. Die nehme ich jetzt einfach noch zu Ende.
    • Wenn man gerade nicht darf, tun sich auf wundersame Art und Weise Schluchten voll Leckereien auf. Beinahe jeden Tag bot jemand in der Redaktion Gebäck feil, oder fragte, ob ich mit ihm/ihr essen gehen möchte.
    • Ich dachte, ich packe keinen schwarzen Kaffee. Geht doch. Man gewöhnt sich an alles.
    • Der enorme Verzicht auf der einen Seite lässt einen Hemmschwellen auf einer anderen Seite überschreiten. Shopping, Massagen, Kino ähem.
    • Zitat mein Freund: „Du riechst anders/ Ich will endlich wieder mit dir essen gehen/ Du musst ständig pieseln /Du pennst so viel!“ – nun, man verändert sich scheinbar ein bisschen während der Kur ;-).
    • Der erste Schokoriegel schmeckte übrigens extrem süß. Erstaunlich, wie sich die Geschmacksnerven entwickeln.

     

    FYI: Für diesen Beitrag wurde ich nicht bezahlt. Veluvia hat mir nur – ohne Bedingung – die Produkte zur Verfügung gestellt.

  • Es ist Herbst, Baby!

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    Ihr ahnt es, das hier wird ein Sammelsurium-Posting :). Der Herbst ist da, es war viel los und deshalb zischen wir jetzt einfach gemeinsam mit ein paar Erinnerungen rein in die güldene Jahreszeit.

    Dass der Herbst kommt, merke ich immer, wenn die Sonne langsam nachlässt. Nicht stark, nur so wie bei einem Gasluftballon, der gaaanz langsam Luft verliert. Wenn sie nicht mehr brennt, sondern nur noch wärmt. Und wenn sie nicht mehr so lange bleibt und schneller sinkt.
    Der Herbst ist wie ein Seefahrer, der nur einmal im Jahr an Land kommt, um sein Gold zu bringen. Ich als Sommerkind konnte lange nix mit dem Kumpanen anfangen. Mittlerweile lasse ich mich aber gerne mit Gold beschenken. Ich genieße die Jahreszeitenwechsel und bin froh, dass wir in Deutschland alle vier in ihrer vollen Ausprägung haben dürfen.

    Erst mal aber raus aus Deutschland, rein in die USA. Ich war kürzlich mal wieder in New York, um eine gute Freundin zu treffen.

    Natürlich ist Heidi Klum nicht meine gute Freundin, aber es war toll, sie wiederzusehen und ein bisschen zu quatschen. Wer mich kennt, weiß, dass ich auf die Frage „Und, wer ist dein Lieblingspromi?“ immer wie aus der Pistole geschossen „Heidi Klum“ antworte. Is so. Keine Diskussion.

    New York war eh sehr toll. Wir haben in fünf Tagen unglaublich viel gearbeitet und gesehen. An dieser Stelle mal nur zwei Fotos von beeindruckenden Aussichten/Einsichten.

    Die Stadt, die niemals schläft, vom Rockefeller Center aus gesehen:

    Der Oculus-Bahnhof am Ground Zero, der bei meinem letzten Besuch noch nicht da war. Ich erinnere mich noch genau an die tragische Stille, die bei meinem allerersten Besuch herrschte (hier nachlesen). Von der „Lautlosigkeit und Beklemmung“, die ich damals empfand, ist nichts mehr übrig. Erschreckend, dass sogar so ein Platz des Unheils bis zum Äußersten kommerzialisiert und finanziell ausgeweidet werden muss.

    An einem der Abende traf ich die schönste Frau der Welt (nach Heidi, ähem):

    Das ist Ashley Graham, ein bekanntes Übergrößenmodel – aber vor allem eine Gallionsfigur in unserer Anti-Body-Shaming-Zeit. Sie ist wunderschön, blitzgescheit und äußerst schlagfertig. Von ihr kann man sich mehrere Scheiben abschneiden, und das meine ich nicht, weil sie etwas mehr auf den Rippen hat!

    Zurück in München standen auch schon die Stones parat und erfüllten mir einen seit Jahren gehegten Wunsch. Einmal diese alten Knacker live sehen. Es war der Hammer!

    Weiter ging es mit einer alten Dame. Da ich mich im letzten Jahr mit ihr angefreundet habe, stattete ich ihr auch in diesem Jahr wieder ein paar Besuche ab.
    Aber irgendwie lässt der Wiesn-Hype langsam nach, oder irre ich mich? Die Zelte sind nicht mehr SO voll, die Wege nicht mehr SO undurchdringlich und die Wiesngrippe-Ausfälle nicht mehr SO häufig.
    Natürlich klatschen rosé-glitzer-fancy gekleidete Influencer ihre Instagram-Accounts immer noch mit Fotos voll, unter die sie schreiben, dass sie „sich schon auf den Besuch auf den Wiesn und die erste Mass“ freuen … aber es lässt langsam nach ;).
    Ich finde ein gesundes Mittelmaß ok, ein bisschen aufhübschen, ein bisschen Haare flechten, das Wort „Wiesn“ nicht als Plural benutzen und Maß vernünftig schreiben, aussprechen und konsumieren – dann bassd die Brezn, wie der Bayer sagt.

    Letzte Runde #girlsgirlsgirls 🍻

    Ein Beitrag geteilt von JULIA BAUER (@thejunegloomproject) am

    Jetzt bin ich dann aber froh, wenn der ganze Trubel vorbei ist, und der Herbst, der Hase und ich uns eine schöne, ruhige Zeit machen können. Ich will den güldenen Zinober genießen. Manche fabelhaften Beschäftigungen hat sich das Jahr nämlich für den Herbst aufgespart, die würden im Sommer keinen Spaß machen. Man stelle sich dieses Szenario nur mal an einem lauen Sommerabend bei 30 Grad vor: in der langen Jogginghose und im extradicken Sweater auf der Couch lümmeln, eingewickelt in eine Kuscheldecke, ein gut aufgewärmtes Kirschkernkissen im Rücken, Kürbissuppe im Bauch … Herbst-Zeug!

    Ich stelle aktuell übrigens Rekorde im Kürbiskonsum auf:

    … tue ein bisschen was Gutes (das ist die Etepetete-Box, die kann man hier bestellen. Man kriegt dann jeder oder jede zweite Woche eine Box voll mit Bio-Gemüse, das nicht schön genug für den normalen Verkauf im Laden war):

    … und dekoriere wirklich jeden Raum mit irgendwelchem tropischen Klimbim:

    Und jetzt wünsche ich euch eine ganz famose Herbstzeit.
    Auf dass wir uns oft sehen!

    PS I: Ja, Wahl war auch. Aber dazu haben all meine Facebook-Freunde schon genug gepostet. Anti-AfD, jawoll. Das muss ich ja nun nicht auch nochmal schreiben. Stattdessen lege ich euch ans Herz, immer mal wieder die Toleranzgrenzen des eigenen Herzens überprüfen.

    PS II: Macht’s einfach: